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 | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Altenburg (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte |
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| Wappen |  |
| Basisdaten |
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| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Altenburger Land |
| Geografische Lage: | Koordinate: 50° 59' 06" N, 12° 26' 00" O50° 59' 06" N, 12° 26' 00" O |
| Höhe: | 227 m ü. NN |
| Fläche: | 44,93 km² |
| Einwohner: | 38.417 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 837 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 04600 |
| Vorwahl: | 03447 |
| Kfz-Kennzeichen: | ABG |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 77 001 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile |
Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 04600 Altenburg |
| Website: | www.stadt-altenburg.de |
| E-Mail-Adressen: | info@stadt-altenburg.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Michael Wolf (SPD) |
Altenburg ist die Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land im Osten des Freistaates Thüringen. Die Stadt ist auch als "Skatstadt" bekannt, weil dieses Kartenspiel hier entwickelt wurde.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 2 Geschichte
- 2.1 Eingemeindungen
- 2.2 Einwohnerentwicklung
- 3 Politik
- 3.1 Stadtrat
- 3.2 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Theater und Museen
- 4.2 Bauwerke
- 4.3 Sport
- 4.4 Regelmäßige Veranstaltungen
- 4.5 Kulinarische Spezialitäten
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 5.1 Verkehr
- 5.2 Ansässige Unternehmen
- 5.3 Medien
- 5.4 Öffentliche Einrichtungen
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Söhne und Töchter der Stadt
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
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Geografie
Altenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig-Chemnitz-Gera, am südlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht und in der Nähe des Flusses Pleiße. Die Stadt liegt 36 km nordöstlich von Gera, 55 km südlich von Leipzig und etwa 45 km nordwestlich von Chemnitz.
Geschichte
Im Jahre 976 wurde Altenburg erstmals durch Kaiser Otto II. erwähnt. In der Kaiserpfalz Altenburg (Castrum Plysn), die das erste Mal 1132 erwähnt wurde, hielt sich Kaiser Friedrich I. zwischen 1165 und 1188 sechsmal auf, weshalb Altenburg den Beinamen "Barbarossastadt" erhielt. 1172 weihte Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Augustiner-Chorherren-Stift "Unserer lieben Frauen St. Marien" auf dem Berge (Rote Spitzen), ein. 1256 bestätigte Heinrich der Erlauchte das Altenburger Stadtrecht. 1307 gingen Altenburg und das Pleißenland nach der Schlacht bei Lucka, bei der König Albrecht I. gegen Friedrich den Gebissenen verlor, in wettinischen Besitz über. 1356 erneuerte Friedrich der Strenge das Altenburger Stadtrecht, und 1430 belagerten die Hussiten Altenburg, wobei fast die halbe Stadt niedergebrannt wurde. 1455 raubte Ritter Kunz von Kaufungen die beiden Prinzen des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, aus dem Altenburger Schloss, um seine Forderungen gegenüber dem Kurfürsten durchzusetzen (Altenburger Prinzenraub). Bei der Leipziger Teilung 1485 zwischen dem Kurfürsten Ernst und Herzog Albrecht kam Altenburg an Kurfürst Ernst.
1522 wurde die Reformation in Altenburg eingeführt. Im Schmalkaldischen Krieg blieb die Stadt von 1547 bis 1554 in den Händen der Albertiner. Als 1603 das Herzogtum Sachsen-Altenburg gegründet wurde, wurde Altenburg Residenzstadt. Im Dreißigjährigen Krieg kam der größte Teil der Einwohner ums Leben. Mit dem Tod Friedrich Wilhelm III. von Sachsen-Altenburg 1672 erlosch die älteste Linie des Herzoghauses. Das Land fiel an Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha.
1806 trat das Doppelherzogtum Gotha und Altenburg dem Rheinbund bei und wurde damit Verbündeter Napoleons. In der Stadt wurden alsbald auch Franzosen einquartiert. Zwischen 1810 und 1818 entwickelte sich hier das Skatspiel. Nach dem Aussterben des Herzogshauses Gotha-Altenburg kam das Herzogtum Sachsen-Altenburg durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen 1826 an den bisherigen Herzog Friedrich III. von Sachsen-Hildburghausen, der als Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg fortan in der Stadt residierte. 1832 wurde die Spielkartenfabrik der Gebrüder Bechstein gegründet. Am 19. September 1842 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Altenburg verfügte zunächst über einen Kopfbahnhof in der heutigen Fabrikstraße, der 1876 durch den heute noch vorhandenen Bahnhof ersetzt wurde. Zwischen 1873 und 1875 wurde das Lindenau-Museum erbaut.

Lindenau-Museum (Postkarte von 1914)
Am 13. November 1918 dankte Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg ab. Am 1. Mai 1920 ging der Freistaat Sachsen-Altenburg im neuen Freistaat Thüringen auf. Zwischen 1935 und 1936 entstand die Altenburger Spielkartenfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlebte Altenburg zwischen 1940 und 1945 mehrere Fliegerangriffe. Am 15. April 1945 marschierten die amerikanischen Truppen ein, die schließlich am 1. Juli 1945 die Region Altenburg an die Rote Armee übergaben. 1952 wurde Altenburg im Zuge der Auflösung der Länder in der DDR dem Bezirk Leipzig zugeordnet. 1990 kam es wieder an den Freistaat Thüringen. Seit 1994 ist Altenburg eine Große kreisangehörige Stadt.
Eingemeindungen
1993 wurde Ehrenberg, 1994 Zetzscha und schließlich 1996 Kosma eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1831 bis 1939 - 1831 - 12.629
- 1880 - 26.241
- 1885 - 29.110
- 1890 - 31.439
- 1900 - 37.110
- 1925 - 42.570
- 1933 - 43.736
- 1939 - 45.851
| 1946 bis 1996 - 1946 - 51.805 1
- 1950 - 49.413 2
- 1960 - 46.791
- 1981 - 55.827
- 1984 - 54.755
- 1994 - 46.291
- 1995 - 45.472
- 1996 - 44.854
| 1997 bis 2004 - 1997 - 44.060
- 1998 - 43.032
- 1999 - 42.005
- 2000 - 41.290
- 2001 - 40.559
- 2002 - 39.810
- 2003 - 39.189
- 2004 - 38.417
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- Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Stadtrat
Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
- CDU - 14 Sitze (37,5 %)
- PDS - 12 Sitze (30,6 %)
- SPD - 10 Sitze (27,4 %)
Die FDP erhielt bei 4,4 % keinen Sitz im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 %.
Städtepartnerschaften
- Offenburg (Deutschland)
- Olten (Schweiz)
- Zlín (Tschechien)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater und Museen
Das Theater Altenburg fusionierte 1996 mit den Bühnen der Stadt Gera zum Theater Altenburg-Gera.
Das Schloss- und Spielkartenmuseum befindet sich im Altenburger Schloss (siehe Bauwerke). Das Lindenau-Museum beherbergt die größte Sammlung frühitalienischer Tafelbildmalerei nördlich der Alpen. Das Naturkundemuseum Mauritianum zeigt das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs.
Bauwerke
Am Rande des Stadtkerns befindet sich auf einem Porphyrfelsen die Anlage des Schlosses Altenburg. Das Schloss selber zeigt heute weitestgehend den Zustand des 18. Jahrhunderts, wogegen die benachbarte Altenburger Schlosskirche ihr ursprüngliches Erscheinungsbild des 15. Jahrhundert bewahrt hat.
Sehenswert sind ferner die Brüderkirche, die St. Bartholomäikirche, der Nikolaikirchturm, die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche, der Skatbrunnen, die Roten Spitzen, das Seckendorffsche Palais, das Magdalenenstift, das Rathaus, das Bahnhofsgebäude und der "Große Teich" mit "Inselzoo". Ebenfalls erwähnenswert ist der Kunstturm, der 1844/45 im Stile eines italienischen Campanile errichtet wurde und bis 1878 der Wasserversorgung der Stadt diente.
Sport
- SV Motor Altenburg
- Tennisclub Altenburg
Regelmäßige Veranstaltungen
- Skat- und Spielefest (erstes Mai-Wochenende)
- Park- und Teichfest
- Museumsnacht (Museen sind bis spät in die Nacht geöffnet)
- Kneiptour
Kulinarische Spezialitäten
Eine lokale Spezialität ist der "Altenburger Ziegenkäse", er ist in der EU unter diesem Namen als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen und darf mit dem entsprechenden Siegel ausgezeichnet werden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Altenburg liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B7, B 93 und B 180. Durch Altenburg verläuft die Bahnstrecke Leipzig-Hof. In Nobitz, ca. 10 km von Altenburg entfernt, befindet sich der Flughafen Altenburg-Nobitz.
Ansässige Unternehmen
- ASS Spielkartenfabrik Altenburg GmbH
- Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH
- HKM Fahrzeugbau GmbH
- Altenburger Brauerei GmbH
- Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik GmbH
- Altenburger Senffabrik GmbH
- Druckerei zu Altenburg GmbH
Medien
In Altenburg befindet sich der Sitz der Redaktion der Osterländer Volkszeitung, einer Lokalausgabe der Leipziger Volkszeitung. Weiterhin gibt es einen TV-Sender TV-Altenburg, der jedoch nur über das lokale Kabelnetz empfangen werden kann.
Öffentliche Einrichtungen
Altenburg ist seit dem 29. Juni 1996 Sitz des Länderverband Sachsen, Thüringen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.
Persönlichkeiten
- Alfred Brehm - lebte von 1844-1846 in Altenburg
- Friedrich Arnold Brockhaus - lebte von 1810-1817 in Altenburg
- Johann Ludwig Krebs, Komponist und Organist, starb 1780 in Altenburg
Söhne und Töchter der Stadt
- Perry Bräutigam, deutscher Fußballspieler
- Joachim Büchner, deutscher Leichtathlet
- Franz Hermann Reinhold Frank, deutscher Theologe
- Johann Georg August Galletti, deutscher Historiker und Geograf
- Johannes Karl Friedrich Hesekiel, evangelischer Theologe
- Gerit Kling, deutsche Schauspielerin
- Bernhard von Lindenau, Astronom; sächsischer Regierungschef (1830-1843); Kunstsammler
- Gottlob Heinrich von Lindenau, königlich-sächsischer Kammerherr, Kreisoberforstmeister und Rittergutsbesitzer
- Sophie Mereau, Schriftstellerin der deutschen Romantik
- Klaus Reichenbach, Politiker
- Albrecht von Sachsen-Eisenach, Herzog
- Ernst I. von Sachsen-Gotha, Sohn von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar
- Friedrich von Sachsen-Weimar, Herzog
- Johann Friedrich von Sachsen-Weimar, Herzog
- Carsten Schatz, deutscher Politiker
- Klaus Schnädelbach, deutscher Geodät
- Ekkehard Schwartz, deutscher Forstwissenschaftler
- Johann Severin Vater, deutscher Theologe und Sprachforscher
- Wilhelm IV. (Sachsen-Weimar), deutscher Herzog
- Christian Friedrich Witt, deutscher Kirchenmusiker und Komponist
- Johann Wilhelm Zinkeisen, deutscher Historiker
Literatur
- Deutscher Städteatlas; Band: V; 1 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob ?, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Altenburg, Autor: Hans Karl Schulze. ISBN 3-89115-042-3; Dortmund-Altenbeken, 1994.
Weblinks
 | Wikinews: Altenburg ? Aktuelle Nachrichten |
- Offizielle Internetseite der Stadt Altenburg
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