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| Wappen | Karte |
|---|
 Hilfe zu Wappen |  |
| Basisdaten |
|---|
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Landkreis: | Ahrweiler |
| Geografische Lage: | Koordinate:
50° 33? N, 7° 6? O50° 33? N, 7° 6? O |
| Höhe: | 99 m ü. NN |
| Fläche: | 63,4 km² |
| Einwohner: | 27.535 (31. Dezember 2002) |
| Bevölkerungsdichte: | 436 Einwohner je km² (Kreis AW: 166) |
| Postleitzahl: | 53474 |
| Vorwahl: | 02641 |
| Kfz-Kennzeichen: | AW |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 007 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 13 Ortsteile |
Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 116 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler |
| Offizielle Website: | www.bad-neuenahr-ahrweiler.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@bad-neuenahr-ahrweiler.de |
| Politik |
|---|
| Bürgermeister: | Dr. Hans-Ulrich Tappe (CDU) |
Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine Mittelstadt im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis- 1 Geographie
- 2 Stadtgliederung
- 3 Einwohner
- 4 Geschichte Ahrweilers und Neuenahrs
- 5 Religion
- 6 Politik
- 7 Wirtschaft und Verkehr
- 8 Öffentliche Einrichtungen
- 8.1 Bildungseinrichtungen
- 9 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 10 Weblinks
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Geographie
Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine Doppelstadt (seit 1969), bestehend aus den Orten Bad Neuenahr und Ahrweiler, und Heilbad (seit 1927) im nördlichen Rheinland-Pfalz, 10 km von Nordrhein-Westfalen entfernt. Sie liegt im Ahrtal, durch das sich die Ahr, der für die Stadt und das Tal namensgebende Fluss schlängelt. Es ist von Bergen, etliche als Weinberge genutzt, umschlossen. Der höchste Berg ist mit 300 m Höhe die Landskrone an der Ahrmündung. Das gesamte Ahrtal gehört zum Teil der Eifel an, welcher sich Ahrgebirge oder Ahreifel nennt und ist ländlich geprägt. Bonn und Koblenz sind die nächstgelegenen Großstädte.
Stadtgliederung
Ortsteile: Bad Neuenahr, Ahrweiler, Bachem, Ehlingen, Heimersheim, Gimmigen, Green, Heppingen, Kirchdaun, Lohrsdorf, Marienthal, Walporzheim, Ramersbach. Der Ortsteil Bad Neuenahr entstand aus den selbständigen Orten Wadenheim, Beul und Hemmessen.
Einwohner
(jeweils zum 31. Dezember)
- 1998: 26.857
- 1999: 27.013
- 2000: 27.061
- 2001: 27.312
- 2002: 27.535
- 2003: 27.678
- 2004: 27.685
Geschichte Ahrweilers und Neuenahrs
- 893 Prümer Urbar (Güterverzeichnis aus der Benediktinerabtei Prüm) mit erstmaliger Nennung von Ahrweiler (Arwilre, Arewilre, Arewilere; später Arweiller).
- 992 erstmalige Nennnung des Dorfes Wadenheim
- 1106 erstmalige Nennnung des Dorfes Hemmessen
- 1221 Errichtung der Burg und der Grafschaft Neuenahr (Newenare) durch den Grafen von Are-Nürburg, Benennung des Geschlechtes nach der Burg
- 1241 König Konrad IV. läßt Ahrweiler durch den Grafen von Landskrone brandschatzen.
- 1246 Ahrweiler wird an das Erzbistum Köln verschenkt
- 2. August 1248 Bestätigung der Stadtrechte den Bürgern Ahrweilers durch Erzbischof Konrad I. von Are-Hochstaden in Are (Altenahr)
- 1250 Beginn des Baus der heute noch existierenden Stadtmauer, gegen 1260 abgeschlossen
- 1255 Ahrweiler wird regelmäßig Stadt (lat. oppidum = "Stadt") genannt, erhält allerdings erst
- 1320 das Stadtsiegel. Ältestes erhaltenes Siegel von 1365.
- 1343 Die Herzöge von Jülich erhalten die Grafschaft Neuenahr zum Lehen.
- 1352 Tod des Grafen Wilhelm von Neuenahr, Aussterben seines Geschlechts in männlicher Linie, schwere Erbstreitigkeiten
- 1372 Eingriff durch den Erzbischof von Köln Friedrich III. von Saarwerden, Zerstörung der Burg Neuenahr, Kurköln Mitbesitzer der Grafschaft.
- 1374 erstmalige Nennnung des Dorfes Beul in der Grafschaft Neuenahr
- 1411 Die Ahrweiler Huten (Ahrhut, Niederhut, Oberhut, Adenbachut), ursprünglich fiskalische Bürgergemeinschaften, werden mit Wehraufgaben betraut.
- 1546 Rückeroberung der Grafschaft Neuenahr durch den Herzog von Jülich; seitdem mit dem Herzogtum Jülich als Amt Neuenahr vereint
- 1614 mit dem Vertrag von Xanten in Folge des Jülich-Klevische Erbfolgestreits fällt Neuenahr an das Herzogtum Pfalz-Neuburg
- 1632 Generalfeldmarschall Wolf Heinrich von Baudissin erzwingt den Einzug in die Stadt; gegen Entrichtung einer hohen Summe keine Plünderung (11.12.).
- 1636 Bernhard von Sachsen-Weimar erobert Ahrweiler.
- 1646 Der französische General Vicomte de Turenne erobert Ahrweiler.
- 1648 Der "Schwarze Tod", die Pest, fordert mehr Menschenleben als zuvor der Krieg.
- 1685 Neuenahr fällt mit Jülich-Berg an die Kurpfalz
- 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird Ahrweiler von französischen Truppen unter unter General Sourdis bis auf zehn Häuser niedergebrannt.
- 1797 Ahrweiler wird mit der gesamten Region französisch und gehört zum Rhein-Mosel-Departement.
- 1815 Gründung der preußischen Rheinprovinz
- 1815 Geburtsstunde der Kreise Ahrweiler und Adenau; Ahrweiler wird Kreisstadt
- 1834 Eröffnung des Straßentunnels bei Altenahr, Beginn des Fremdenverkehrs
- 1852 Erbohrung des Apollinarisbrunnens
- 1856 Erschließung der Heilquellen
- 1858 Gründung eines Heilbades in Wadenheim
- 1875 Zusammenlegung der Orte Wadenheim, Hemmessen und Beul zur Gemeinde Neuenahr (Name der ehemaligen Burg, der Grafschaft und des Burgberges).
- 1880 Ahrtalbahn von Remagen bis Ahrweiler (1886 bis Altenahr, 1910 zweigleisiger Ausbau)
- 1910 Das Ahrhochwasser fordert mehrere Menschenleben.
- 30. Juli 1912 Kardinal-Erzbischof Antonius Fischer stirbt während einer Kur
- 5. Juli 1927 Preußisches Staatsministerium genehmigt das Wappen des Kreises Ahrweiler.
- 1927 Anerkennung des Heilcharakters der Quellen - Neuenahr wird Bad Neuenahr.
- 1951 Verleihung der Stadtrechte für Bad Neuenahr durch das Bundesland Rheinland-Pfalz.
- 1953 Einrichtung der "Bundesschule der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk" im Stadtteil Marienthal
- 1969 Zusammenlegung der Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr zu Bad Neuenahr-Ahrweiler (Kreis Ahrweiler).
- 1971 Umwandlung der THW-Bundesschule in die "Katastrophenschutzschule des Bundes" (KSB)
- 1980 Entdeckung einer Römervilla bei Bauarbeiten an der Bundesstraße B 257
- 1995 Gründung der Akademie für Technikfolgenabschätzung
- 1996 Einrichtung der "Akademie für Notfallplanung und Zivilschutz", AkNZ (seit 2002 "Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz", AKNZ)
- Partnerstadt: Braschaat (Belgien)
Religion
Vorherrschende Religion in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist das römisch-katholische Christentum. Evangelische Christen sind in der Minderheit.
Politik
Aufgrund des eher ländlichen Stadtcharakters sowie der katholischen Prägung ist die CDU in Bad Neuenahr-Ahrweiler die vorherrschende politische Kraft, welche regelmäßig die Kommunal-, Landtags- sowie Bundestagswahlen für sich entscheidet.
Kommunal-Wahlergebnis von 2004:
- CDU 55,83 %
- SPD 18,79 %
- FWG 12,68 %
- GRÜNE 7,66 %
- FDP 5,02 %

Ahrweiler, Niederhutstraße: Fachwerkhäusern u. Niedertor
Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaft: Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein bekannter Kurort mit kohlensäurehaltigen Natronthermen an der Apollinarisquelle. Es liegt mitten im Weinanbaugebiet Ahr, in dem hauptsächlich Rotweinreben angepflanzt werden; die namhaften Ahr-Weine werden überall nach Deutschland und in die ganze Welt exportiert. Des Weiteren steuern Industriebetriebe wie Apollinaris, Morgan Rekofa und Sachs (Boge) ihren Teil zur wirtschaftlichen Stabilität des Ortes bei. Daneben ist die Bundeswehr mit einem Kreiswehrersatzamt großer Arbeitgeber für die Menschen vor Ort. Der Tourismus muss für die Mittelstadt als weiterer wichtiger Wirtschaftszweig genannt werden. Vor allem Ahrweiler mit seinem sehenswerten Altstadtkern ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Viele Wander- und Radwege ziehen zudem Touristen an.
Verkehr: Die Stadt besitzt zwei Bahnhöfe (Ahrweiler, Bad Neuenahr) und drei weitere Haltstationen (Walporzheim, Ahrweiler Markt und Heimersheim) an der Ahrtalbahn, die über einen Stundentakt eine schnelle Verbindung mit Remagen und Bonn mit der Eisenbahn vermittelt. An das Fernstraßennetz ist Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Autobahnzubringer 571 und 573 an die Bundesautobahn 61 angeschlossen.
Öffentliche Einrichtungen
Bildungseinrichtungen
Im Stadtteil Ahrweiler ist die 1996 gegründete und 2002 umbenannte Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ansässig, welche als zentrale Ausbildungsstätte des Bundes im Bereich des Bevölkerungsschutzes fungiert.
In Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es drei Gymnasien: Im Stadtteil Bad Neuenahr sind das Are-Gymnasium und das Peter-Joerres-Gymnasium untergebracht, in Ahrweiler befindet sich die Klosterschule Kalvarienberg, welche in jüngster Zeit ebenfalls für männliche Schüler die Gymnasiums-Türen öffnete, zuvor waren nur Mädchen zugelassen. Daneben gibt es zwei Realschulen: Realschule Ahrweiler und eine Realschule, welche auch zur Klosterschule Kalvarienberg gehört. Ferner die Erich-Kästner-Hauptschule, eine Sonderschule (Don Bosco-Schule) sowie eine berufsbildende Schule. Die Stadt hat drei Grundschulen, je eine im Stadtteil Heimersheim, Ahrweiler und Bad Neuenahr.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Ahrweiler befindet sich die Römervilla, in welcher ein Herrenhaus aus der Römerzeit des 2. bis 3. Jahrhunderts freigelegt und untergebracht ist. Das Herrenhaus ist, nebst großem Badetrakt, sehr gut erhalten, wodurch potenzielle Besucher einen sehr plastischen, sehr beispiellosen Einblick in die gehobene römische Wohnlebensweise erhalten können.
In Ahrweiler selbst gibt es viele prächtige, schön restaurierte Fachwerkhäuser und eine gute erhaltene mittelalterliche Stadtmauer mit teilweise noch vorhandenem Graben. Alle vier Stadttore, Ober-, Walporzheimer oder Gisemer Tor, Nieder- oder Rheintor, Adenbach- oder Winzertor und Ahrtor sind erhalten. Die Tore sind sehr unterschiedlich gebaut, zwei sind Doppelturmtore (Ahrtor, Niedertor), zwei Dreimauertore (an der Stadtseite offene, portallose Tore). Das Obertor wurde 1500 auf der offenen Stadtseite mit einer vierten Mauer versehen, hat seitdem zwei Portale. Das Adenbachtor - benannt nach dem wüst gefallenen Flecken Adenbach - wurde erst 1974 nach 285 Jahren wiederhergestellt. Von den drei mitteralterlichen Wohntürmen ist nur der "Weiße Turm", der seit dem 17. Jh. statt des gotischen Helms eine oftmals erneuerte barocke Haube hat, und der Kolwenturm (Colventurm, oftmals umgebaut) am Adenbachtor erhalten (heute Burgrestaurant Adenbach). Der Schenkenturm nahe dem Obertor (auch Kautenturm, Runder Turm, Roter Turm) wurde 1811 abgerissen. Weiterhin sind zwei der sieben mittelalterlichen Adelshöfe, der (große) Blankhartshof (vormals Fischenicher Hof) und der Deutsche Hof, dazu zwei Klosterhöfe erhalten: der Prümer Hof und der Rodderhof. Nicht mehr existent sind die Adelshöfe Dalwigkscher Hof (vor dem Adenbachtor), Ehrensteiner Hof (neben dem Prümer Hof), Gymnicher Hof (Weinanbaugebiet), Kolwehof (nahe Adenbachtor) und der Eltzer Hof (ehemaliger (kleiner) Blankartshof) am Ahrtor.
Regelmäßige Führungen finden während der Hauptsaison für Touristen statt.
Weblinks
- Wappen von Bad Neuenahr-Ahrweiler (seit 1969)
- Wappen von Ahrweiler
- Wappen von Bad Neuenahr
- Offizielle Webseite der Stadt
- Touristeninformation
- Stadtmuseum
- Römervilla
- Realschule Ahrweiler
Städte und Gemeinden im Landkreis Ahrweiler
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