- 1987 - 14.584
- 1995 - 15.595
- 2003 - 16.076
- 2004 - 15.931
- 2005 - 15.923
ReligionenDie Mehrzahl der Einwohner ist evangelisch-lutherisch, es gibt zwei evangelische Kirchengebäude. Außerdem gibt es aber auch eine katholische, eine neuapostolische und eine baptistische Gemeinde sowie eine Gemeinde Gottes und eine Gemeinde der Zeugen Jehovas. Eine jüdische Gemeinde wurde 2002 gegründet [1]. Auch der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Schleswig-Holstein sitzt in Bad Segeberg und zieht voraussichtlich Ende 2005 in das Jüdische Gemeindezentrum, in die ehemalige Lohmühle ein. WirtschaftVerkehrIn Bad Segeberg kreuzen sich die Bundesstraßen B 206 und B 432 mit der Autobahn A 21. Unmittelbar nördlich von Segeberg zweigt die B205 von der A 21 Richtung Neumünster ab. Seit 1875 besteht ein Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Oldesloe?Neumünster, welche vorraussichtlich mittelfristig zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden soll. Der Abschnitt nach Neumünster war vom 29. September 1984 bis zum 15. Dezember 2002 im Personenverkehr stillgelegt. Seitdem wird die gesamte Strecke von der Eisenbahngesellschaft nordbahn als Regionalbahn R11 betrieben. Der Bahnhof wurde dafür um einige hundert Meter nach Norden in ein Industriegebiet verlegt. In diesem Bereich befand sich von 1911 bis 1961 der Kieler Kleinbahnhof der Kleinbahn Kiel-Segeberg. Südlich des alten Segeberger Bahnhofs lag zwischen 1916 und 1964 der Lübecker Kleinbahnhof der Lübeck-Segeberger Eisenbahn, auf deren Trasse heute die Bundesstraße 206 nach Osten aus der Stadt nach Lübeck führt. Demnächst wird auch die A 20 in Bad Segeberg gebaut. Es herrscht derzeit darüber eine heftige Debatte, ob die B 432 nach Süden hin stillgelegt und auf die jetzige Trasse der B 206 verlegt werden soll. Ansässige UnternehmenÜberregional bekannt ist Möbel Kraft, eines der größten Möbelhäuser in Deutschland.  Blick aus Richtung der Dahlmannschule über den Marktplatz auf die Marienkirche Kultur und SehenswürdigkeitenIn der Bismarckallee 5 befindet sich die Otto Flath Kunsthalle. Dasselbe und zwei weitere Häuser der Bismarckallee bildeten bis 1939 das Sidonie-Werner-Heim, eine Einrichtung für bedürftige jüdische Kinder, benannt nach der Hamburger Sozialpolitikerin Sidonie Werner. An der Gabelung von Kurhausstraße und Große-See-Strasse ein Brunnen mit der anmutigen Figur einer halb Knienden, geschaffen 1928 von dem ungarischen Bildhauer und Glasmaler Erwin Bossanyi, der vor dem Nationalsozialismus nach England floh, wo er u.a. für die Kathedrale von Canterbury eindrucksvolle Glasfenster schuf.[2] BauwerkeMarienkircheIm Stadtzentrum steht die Marienkirche, eine dreischiffige Backsteinbasilika im romanischen Stil - ähnlich den jüngeren Domen in Lübeck und Ratzeburg. Die Grundsteinlegung erfolgte in der Zeit Vizelins. 1199 wird der jetzige Kirchbau erstmals urkundlich erwähnt. Beständig wurden Renovierungen und Umbauten vorgenommen. Besonders tiefgreifend war die von 1761-64, deren Ergebnisse 1863-67 und 1957-59 wieder zurückgebaut wurden. Die von Gert Klinghe gegossene Bronzefünte (Taufbecken) aus dem Jahr 1447 wird noch heute genutzt. Das Triumphkreuz stammt etwa von 1500. Der Flügelaltar von 1515 erzählt die Passion Jesu in der Art des Bordesholmer Altars und wird wie dieser dem bedeutendsten norddeutschen Bildschnitzer Hans Brüggemann zugeschrieben, erreicht aber nicht die filigrane Meisterschaft und Dramatik des Altars im Schleswiger Dom. Er könnte ein Jugendwerk Brüggemanns sein. Die Renaissancekanzel von 1612 ist eine Stiftung von Anna und Marquard Pentz. Die Orgel geht auf Marcussen (1873) zurück und wurde von Kemper 1937 und 1959 völlig umgebaut. Der jetzige Zustand geht im Wesentlichen auf die Arbeit der Firma Kleuker im Jahre 1976 zurück. Im Geläut ist die d'-Bronzeglocke von 1731 die älteste, die 1927 in Apolda im Grauguß gegossene h'-Stahlglocke ersetzte eine 1917 (1.Weltkrieg) eingeschmolzene, e'- und g'-Glocke wurden 1964 bei Rincker in Bronze gegossen. Rantzau-Kapelle Von Heinrich Rantzau 1588 gesetzte Erinnerungstafel für Frederik II. in der heutigen Rantzau-Kapelle. Heinrich Rantzau errichtete 1588 auf einem Hügel an der Hamburger Straße die Segeberger Pyramide zum Andenken an König Frederik II. von Dänemark. Da er sie aus Anhydrit, also dem gipsartigen Stein des Kalkbergs, bauen ließ, der wasserlöslich ist, verfiel sie ebenso wie ein benachbarter Obelisk. Die Überreste wurden 1770 mit der heutigen Kapelle überbaut. Darin ist die originale Gedenktafel aus dem 16. Jahrhundert noch zu besichtigen, lateinisches Denkmal der Freundschaft zwischen einem Deutschen und einem Dänen aus einer für Schleswig-Holstein segensreichen Epoche, die sich nicht zuletzt der dänischen Herrschaft (pax danica) verdankt. HeimatmuseumDas älteste erhaltene Haus Bad Segebergs in der Lübecker Straße 15 stammt aus dem Jahr 1606. Es dient als Heimatmuseum und zeigt u.a. Werkstücke aus Anhydrit, dem Stein, aus dem der sog. Kalkberg besteht. Altes RathausNeben dem neuen Rathaus in der Lübecker Straße liegt das Alte Rathaus, ein anmutiger Bau aus dem Biedermeier, als Segeberg mit Gieschenhagen vereint wurde. Über die Stufen ist Theodor Storm gegangen, als er um seine Cousine Constanze, die Tochter des damaligen Bürgermeisters Johann Philipp Esmarch, warb, die 1846 hier im Rathaus seine Frau wurde. DahlmannschuleDer Marienkirche gegenüber am Markt liegt das frühere Lehrerseminar von Holstein (1839-1925), seit 1927 Gymnasium mit dem Namen Dahlmannschule, benannt nach Friedrich Christoph Dahlmann. Mit den Seitenflügeln für Hausmeister- und Direktorenwohnung ein Bau von klassizistischer Symmetrie, durch die Aufstockung nach einem Brand 1915 etwas überhöht. Versöhner-KircheIn der Südstadt ist an der Falkenburger Straße die Versöhner-Kirche zu finden. Dieser Bau wurde 1964 eingeweiht und wird heute als Gemeindekirche sowie als Jugendkirche des Kirchenkreises Segeberg genutzt. Als solche ist sie Eventkirche. Regelmäßige Veranstaltungen- Karl-May-Spiele[3]
- Europäische Fledermausnacht
Söhne und Töchter der Stadt- Reinhard Brandt
- Detlev Buck
- Bischöfin Maria Jepsen
- Günter Willumeit
Partnerschaften- Riihimäki (Finnland) seit 1954
- Kiryat Motzkin (Israel) seit 1984
- Teterow (Deutschland) seit 1990
- Zlocieniec (Polen) seit 1995
Literatur- Schleswig-Holstein und Lauenburg in seinen Bädern und Sommerfrischen. Kiel o.J. (1913)
- 800 Jahre Segeberg. Bad Segeberg, 1937
- Hans Siemonsen: Bad Segeberg in neun Jahrhunderten. Bad Segeberg, 1984 (ISBN 3-87883-023-8)
- Antje Erdmann-Degenhardt: Storm aber reiste nach Segeberg. Bad Segeberg, 1985 (ISBN 3-87883-025-4)
- Heimatkundliches Jahrbuch für den Kreis Segeberg, Bad Segeberg, 1987 u.a. Jahrgänge
- Friedrich Gleiss: Jüdisches Leben in Segeberg, Norderstedt, 2002 (ISBN 3-83113-215-1)
Weblinks- www.badsegeberg.de (offizielle Seite)
- www.segeberg.info (neue wachsende Portalseite)
- www.fledermausnacht-sh.de (die traditionelle Hauptveranstaltung zur europäischen Fledermausnacht)
- www.noctalis.de (Website des Fledermaus-Infozentrums)
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