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 | Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem deutschen Bundesland Brandenburg, weitere Bedeutungen unter Brandenburg (Begriffsklärung). |
Land Brandenburg
| Landesflagge | Landeswappen |
|---|
 |  |
| Basisdaten |
|---|
| Hauptstadt: | Potsdam |
| Fläche: | 29.477,16 km² (5.) |
| Einwohner: | 2.561.357 (10.) (31. August 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² (15.) |
| Inoffizielle Landeshymne: | Märkische Heide |
| Staatsform | Gliedstaat der BR Deutschland |
| Schulden je Einwohner: | 6.387 ? (2004) |
| Schulden gesamt: | 16,4 Mrd. ? (2004) |
| Arbeitslosenquote: | 16,5 % (November 2005) |
| ISO 3166-2: | DE-BR |
| Offizielle Website: | www.brandenburg.de |
| Politik |
|---|
| Ministerpräsident: | Matthias Platzeck (SPD) (seit 27. Juni 2002) |
| Regierende Parteien: | Koalition aus SPD und CDU |
Sitzverteilung im Landtag seit Oktober 2004 (88 Sitze): | SPD 33 Die Linke.PDS 29 CDU 20 DVU 6 |
| letzte Wahl: | 19. September 2004 |
| nächste Wahl: | Herbst 2009 |
| Parlamentarische Vertretung |
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| Stimmen im Bundesrat: | 4 |
| Karte |
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Brandenburg (sorbisch:Braniborska) ist ein Bundesland im Nordosten Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Brandenburg grenzt an Polen im Osten, Sachsen im Süden, Sachsen-Anhalt im Westen, Niedersachsen im äußersten Westen auf einem kurzem Stück an der Elbe, Mecklenburg-Vorpommern im Norden und umschließt das zentral gelegene Berlin vollständig.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 2 Landschaft
- 3 Politik
- 3.1 Ministerpräsidenten
- 3.2 Ministerien
- 3.3 Verfassung
- 4 Wappen und Flagge
- 5 Geschichte
- 6 Verwaltungsgliederung
- 6.1 Landkreise
- 6.2 Kreisfreie Städte
- 6.3 Regionen
- 6.4 Städte und Gemeinden
- 7 Länderfusion
- 8 Wirtschaft
- 9 Landwirtschaft
- 10 Verkehr
- 11 Bildung
- 11.1 Primarstufe
- 11.2 Sekundarstufe I und II
- 11.3 Hochschulen
- 12 Feiertage und Schulferien
- 12.1 Feiertage
- 12.2 Schulferien
- 13 Landschaften
- 14 Tourismus
- 15 Natur- und Kulturschutz in Brandenburg
- 15.1 Die 15 Großschutzgebiete
- 15.2 UNESCO-Welterbe in Brandenburg
- 16 Sprache
- 17 Siehe auch
- 18 Weblinks
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Geografie
Typisch für Brandenburg ist die Ausrichtung sämtlicher Infrastruktur auf das inselförmig im Land gelegene Berlin. Berlin und Brandenburg bilden gemeinsam die Metropolregion Berlin/Brandenburg. Rund um Berlin befinden sich die wohlhabendsten Städte und Dörfer (?Speckgürtel? Berlins). Hier wohnen auch viele Berliner, die es ins Grüne zog. In der Peripherie des Bundeslandes liegen dünn besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Landstriche wie die Prignitz, der Fläming, der Spreewald, das Oderbruch oder die Uckermark. Rund um Cottbus im Südosten des Landes befinden sich mehrere Braunkohleabbaugebiete (Tagebau).
- Entfernung Nord-Süd 291 km
- Entfernung West-Ost 244 km
Landschaft
Die Oberflächengestaltung von Brandenburg wird durch zwei Höhenzüge und zwei Bodensenkungen bestimmt. Die Senkungen werden von Flussniederungen eingenommen, an deren Rändern sich - heute größtenteils trockengelegte - Moor- und Sumpfböden befinden, die zwischenzeitlich auch dem Torfabbau dienten. Die Flussniederungen werden hier Bruch oder Luch genannt.
Der nördliche oder baltische Höhenzug der mecklenburgischen Seenplatte sendet nur unbedeutende Zweige nach Brandenburg aus. Der etwa 230 km lange Höhenzug im Süden des Bundeslandes beginnt mit den Lausitzer Höhen (genauer: den Sorauer Sandbergen) und zieht sich entlang der Grenze westwärts über Triebel und Spremberg, dann nach Nordwesten über Calau und geht auf den kahlen und dürren Fläming zu. Die südliche Bodensenkung befindet sich ziemlich am nördlichen Rand dieses Höhenzuges und tritt am markantesten im Spreewald hervor (zwischen Baruth (Mark) und Plaue). Die nördliche Bodensenkung, fast unmittelbar am Südfuß der baltischen Landhöhe gelegen, wird bestimmt durch die Niederungen des Netze- und Warthebruchs, des Oderbruchs, die Linie des Finowtals, das Havelländische Luch und die Furche des Elbestroms.
Zwischen diesen beiden Senkungen liegt eine Bodenerhebung (Platte), die sich aus der gegend von Posen westwärts nach Brandenburg hinein erstreckt, mit dem Sternberger Land, der Spreeplatte und der Mittelmark. Die Platte wird von Südosten nach Nordwesten hin durchschnitten von der Niederung der Faulen Obra und der Oder bis zur Mündung der Neiße, die untere Spree und das Haveltal. Von Süden nach Norden strömt die Oder von der Neißemündung bis zur Warthemündung, dem Bober, die obere Spree, die Dahme, Ruthe und Plaue. Zwischen diesen Furchen erheben sich eine ganze Reihe einzelner Höhen und Höhenzüge, der Semmelberg bei Bad Freienwalde (157 m), die Müggelberge in Berlin-Köpenick (120 m), die Havelberge (97 m) und die Rauenschen Berge bei Fürstenwalde (112 bis 152 m). Die höchste Erhebung in Brandenburg ist die unweit der Grenze zu Sachsen liegende Heidehöhe 201,4 m.
Im allgemeinen ist auf dieser Platte Sandboden vorherrschend, der auf weiten Strecken mit Kiefern und Heidekraut bewachsen und ein dürres Ansehen hat. Doch selbst auf den Höhen ist er lehmig und kann durch geeignete Anbaumethoden zum Anbau der meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse genutzt werden.
Politik
Im Brandenburgischen Landtag sind derzeit vier Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 19. September 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- SPD: 33
- Die Linke.PDS: 29
- CDU: 20
- DVU: 6
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2004 sahen wie folgt aus:
- SPD: 31,9 %
- Die Linke.PDS: 28,0 %
- CDU: 19,4 %
- DVU: 6,1 %
- Bündnis90/Die Grünen: 3,6 %
- FDP: 3,3 %
- sonstige: 7,7 %
(Siehe auch: Wahlen zum Brandenburger Landtag, Brandenburger Landtag)
Ministerpräsidenten
Die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg:
- 1945 - 1949: Karl Steinhoff (SPD), ab 1946 (SED)
- 1949 - 1952: Rudolf Jahn (SED)
- Zwischen 1952 und 1990 war das Land Brandenburg aufgelöst
- 1990 - 2002: Manfred Stolpe (SPD)
- 2002 - heute: Matthias Platzeck (SPD)
Ministerien
- Ministerpräsident: Matthias Platzeck (SPD)
- Ministerium des Innern: Jörg Schönbohm (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident
- Ministerium der Justiz: Beate Blechinger (CDU)
- Ministerium der Finanzen: Rainer Speer (SPD)
- Ministerium für Wirtschaft: Ulrich Junghanns (CDU)
- Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie: Dagmar Ziegler (SPD)
- Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz: Dr. Dietmar Woidke (SPD)
- Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Holger Rupprecht (parteilos)
- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur: Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU)
- Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung: Frank Szymanski (SPD)
Verfassung
Verfassung des Landes Brandenburg
Wappen und Flagge
Nach der Brandenburgischen Verfassung ist der rote märkische Adler auf weißem Feld (Artikel 4) das Wappen des Landes Brandenburg.Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen.
Den märkischen Adler und das Wappen aber gibt es schon lange. Bereits 1157 soll es das Wappen des Markgrafen von Brandenburg: Otto I., der Sohn Albrechts des Bären. gewesen sein. Nach der Wende entfernte man ihm seine früheren Beigaben (Schwert, Brustschild usw.), die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg Teil des Wappens waren.
Geschichte

Deutsches Reich, Provinz Brandenburg (1904)
Historisch bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin, das Teil Brandenburgs war) das Kernland Brandenburg-Preußens. Siehe hierzu auch Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg 1157), Mark Brandenburg und Provinz Brandenburg.
1945 wird die Provinz Mark Brandenburg gebildet. Diese besteht aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt (Oder) der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. 1947 erfolgt nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 km². 1952 wird im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und aufgeteilt in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Der Landkreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Landkreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg. Am 14. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet durch Zusammenlegung der DDR-Bezirksterritorien Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin.
Im Jahre 1996 entscheiden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Mehrheit gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.
Verwaltungsgliederung
Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte.
Landkreise
| Die brandenburgischen Landkreise und ihre Kreisstädte |
Barnim, Eberswalde (BAR) Dahme-Spreewald, Lübben (Spreewald) (LDS) Elbe-Elster, Herzberg (Elster) (EE) Havelland, Rathenow (HVL) Märkisch-Oderland, Seelow (MOL) Oberhavel, Oranienburg (OHV) Oberspreewald-Lausitz, Senftenberg (OSL) Oder-Spree, Beeskow (LOS) Ostprignitz-Ruppin, Neuruppin (OPR) Potsdam-Mittelmark, Belzig (PM) Prignitz, Perleberg (PR) Spree-Neiße, Forst (Lausitz) (SPN) Teltow-Fläming, Luckenwalde (TF) Uckermark, Prenzlau (UM)
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Kreisfreie Städte
Brandenburg an der Havel (BRB)
Cottbus (CB)
Frankfurt (Oder) (FF)
Potsdam (P)
Regionen
Brandenburg wird ab 2007 in zwei NUTS-2-Regionen sowie weiterhin in fünf Planungsregionen (Regionale Planungsgemeinschaften) gegliedert, die räumlich Bundesraumordnungsregionen entsprechen und die sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen zusammensetzen, wie in der nachstehenden Übersicht angegeben (diese Regionen sind keine Verwaltungseinheiten):
- Brandenburg-Nordost (NUTS-2-Region)
- Prignitz-Oberhavel (entspricht Raumordnungsregion 25)
- 06 Landkreis Oberhavel
- 09 Landkreis Ostprignitz-Ruppin
- 11 Landkreis Prignitz
- Uckermark-Barnim (entspricht Raumordnungsregion 26)
- 01 Landkreis Barnim
- 14 Landkreis Uckermark
- Oderland-Spree (entspricht Raumordnungsregion 27)
- kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder)
- 05 Landkreis Märkisch-Oderland
- 08 Landkreis Oder-Spree
| - Brandenburg-Südwest (NUTS-2-Region)
- Lausitz-Spreewald (entspricht Raumordnungsregion 28)
- kreisfreie Stadt Cottbus
- 02 Landkreis Dahme-Spreewald
- 03 Landkreis Elbe-Elster
- 07 Landkreis Oberspreewald-Lausitz
- 12 Landkreis Spree-Neiße
- Havelland-Fläming (entspricht Raumordnungsregion 29)
- kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel
- kreisfreie Stadt Potsdam
- 04 Landkreis Havelland
- 10 Landkreis Potsdam-Mittelmark
- 13 Landkreis Teltow-Fläming
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Städte und Gemeinden
Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 421 Gemeinden, darunter 112 Städte, von denen 4 Städte kreisfrei sind. (Stand: 15. März 2005).
Größte Städte und Gemeinden
Stadt/ Gemeinde | Kreis | Einwohner 30.6.2003¹ | Einwohner 30.6.2005 |
|---|
| Potsdam | Potsdam (Stadt) | 143.985 | 146.635 |
| Cottbus | Cottbus (Stadt) | 108.503 | 105.960 |
| Brandenburg an der Havel | Brandenburg (Stadt) | 75.824 | 74.662 |
| Frankfurt (Oder) | Frankfurt (Stadt) | 67.759 | 64.429 |
| Eberswalde | Barnim | 42.688 | 41.916 |
| Oranienburg | Oberhavel | 40.313 | 41.030 |
| Schwedt/Oder | Uckermark | 39.097 | 37.719 |
| Eisenhüttenstadt | Oder-Spree | 37.837 | 35.388 |
| Falkensee | Havelland | 36.351 | 37.879 |
| Bernau bei Berlin | Barnim | 34.138 | 35.047 |
| Fürstenwalde | Oder-Spree | 33.659 | 33.343 |
| Neuruppin | Ostprignitz-Ruppin | 32.277 | 32.120 |
| Königs Wusterhausen | Dahme-Spreewald | 31.885 | 32.983 |
| Senftenberg | Oberspreewald-Lausitz | 29.716 | 28.983 |
| Rathenow | Havelland | 27.850 | 27.087 |
| Strausberg | Märkisch-Oderland | 26.688 | 26.554 |
| Spremberg | Spree-Neiße | 26.655 | 26.146 |
| Hennigsdorf | Oberhavel | 26.331 | 26.092 |
| Ludwigsfelde | Teltow-Fläming | 24.189 | 24.370 |
| Forst (Lausitz) | Spree-Neiße | 23.228 | 22.694 |
| Guben | Spree-Neiße | 22.897 | 21.623 |
| Blankenfelde-Mahlow | Teltow-Fläming | 22.764 | 23.776 |
| Werder (Havel) | Potsdam-Mittelmark | 22.315 | 22.665 |
| Luckenwalde | Teltow-Fläming | 21.718 | 21.463 |
| Prenzlau | Uckermark | 21.692 | 20.951 |
| Wittenberge | Prignitz | 20.876 | 20.035 |
| Hohen Neuendorf | Oberhavel | 20.710 | 22.154 |
| Lauchhammer | Oberspreewald-Lausitz | 19.626 | 18.916 |
| Finsterwalde | Elbe-Elster | 19.352 | 18.840 |
| Wandlitz | Barnim | 19.207 | 20.102 |
| Teltow |
Potsdam-Mittelmark | 18.914 | 19.644 |
¹ zum Gebietsstand der Kommunalreform vom 26. Oktober 2003
(Siehe auch: Liste der Orte in Brandenburg)
Länderfusion
1996 fand eine Volksabstimmung über einen Staatsvertrag zur Fusion von Brandenburg mit Berlin statt. In Brandenburg wurde jedoch nicht einmal die Mindestzustimmung ("Quorum") von 25 % der Wahlberechtigten erreicht. Damit wäre der Vertrag auch ohne eine einzige Brandenburger Nein-Stimme nicht in Kraft getreten; dass es zusätzlich eine Mehrheit von Nein-Stimmen gab, unterstreicht die fehlende Überzeugungskraft der Idee zum damaligen Zeitpunkt.
Hauptargumente gegen die Zustimmung in Brandenburg war die zahlenmäßige Unterlegenheit der ländlichen (Brandenburger) gegenüber den städtischen (Berlin & "Speckgürtel") Interessen bei 2,5 Millionen Brandenburgern gegenüber 3,5 Millionen Berlinern. Außerdem hätte der gestaffelte Abbau des Stadtstaatenprivilegs für Berlin längerfristig jährliche Verluste von 2 Mrd. ? beim Länderfinanzausgleich ergeben.
Die vom heutigen Ministerpräsidenten Platzeck lange befürwortete Alternative eines Nord-Ost-Landes inkl. Mecklenburg-Vorpommern und der Sachsen-Anhaltischen Altmark und damit einer ländlichen Mehrheit wurde nie ernsthaft verfolgt. Auch den Vorschlag eines Länderrates, einer Art Mini-Bundesrat, besetzt nach einem Flächenschlüssel, hat die Brandenburger Landesregierung nie in die Verhandlungen mit Berlin eingeführt.
Befürworter einer Länderfusion streben immer wieder mal eine erneute Volksabstimmung an.
Jedoch gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Bestrebungen, die letztendlich auf eine Fusion der beiden Länder abzielen, wie etwa die Fusion des SFB mit dem ORB zum RBB oder die Fusion der Deutschen Rentenversicherung Berlin mit der Deutschen Rentenversicherung Brandenburg zum 1. Januar 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Auch die Regierungschefs beider Bundesländer haben sich zum grundsätzlichen Ziel der Länderfusion bekannt.
(Siehe auch: Berlin-Brandenburg)
Wirtschaft
Brandenburgs Industrie und Dienstleistungen haben ihren Schwerpunkt entlang der A 10 rund um die Stadt Berlin sowie in den gesicherten industriellen Kernen. Bei Eisenhüttenstadt an der Oder und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke. Außerdem gibt es in Brandenburg an der Havel ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. Jenseits der gesicherten industriellen Kerne sind die berlin-fernen Teilräume des Landes von der Ernährungsindustrie, dem Holzgewerbe sowie der Landwirtschaft geprägt. Im Süden Brandenburgs befinden sich Braunkohleabbaustätten. Künftig wird ein Schwerpunkt der Landesentwicklung verstärkt auf den Fremdenverkehr gelegt. Des Weiteren befinden sich im Nordosten der Uckermark die Stadt Schwedt mit ihren industriellen Schwerpunkten PCK (Petrolchemie und Kraftstoffe) sowie zwei Papierfabriken mit Überseehafen, der direkt in die Ostsee mündet durch den Kanal.
Landwirtschaft
Einige Leistungen der Landwirtschaft Brandenburgs im Jahr 2004:
- Erntemenge Getreide 3,265 Mio t
- Anzahl Rinder 586100
- davon Milchkühe 174.000
- Milchleistung je Kuh und Tag März/05 22,34 kg
- Anzahl Schweine 788.200
- Anzahl Schafe 144.489
- Eier pro Henne und Jahr 295
Verkehr
Brandenburgs Verkehrswege laufen sternförmig auf Berlin zu. Dies gilt sowohl für Eisenbahnstrecken, als auch für Straßen und Wasserstraßen. Die Eisenbahnstrecken werden durch den Berliner Außenring verbunden, der sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. Weiterhin verläuft der ?Berliner Ring? genannte Autobahnring der A 10 fast ausschließlich durch Brandenburg.
Der wichtigste Flughafen des Bundeslandes befindet sich in Schönefeld; daneben gibt es u. a. den Flughafen Cottbus-Drewitz.
- Zugelassene Kfz 2004
- Neuzulassungen Kfz 2004: 86.409
- Transportierte Personen 2004 (ÖPNV): 141.697.000
Bildung
Primarstufe
Brandenburger Schüler besuchen, anders als in anderen Bundesländern, von der ersten bis zur sechsten Klasse die Grundschule.
Sekundarstufe I und II
Die Berechtigung zum Besuch von Universitäten(Abitur), erhält man in Brandenburg an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, aber auch an Oberstufenzentren und Abendschulen.
Veränderungen in den Schuljahren:
- 2004/2005 Einführung Zentralgestellter Abiturprüfungen
- 2005/2006 Zusammenlegung von Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe zu Oberschulen
- 2005/2006 Einführung eines generellen Rauchverbots für Schüler und Lehrkräfte
- 2005/2006 Qualitätskontrolle der Leistungen der Lehrer durch Visitationsteams
- 2006/2007 Einführung von Kopfnoten
Hochschulen
- Brandenburgische Technische Universität Cottbus
- Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
- Universität Potsdam
- Fachhochschule Lausitz (bestehend aus den Standorten: Cottbus und Senftenberg)
- Fachhochschule Potsdam
- Fachhochschule Brandenburg
- Fachhochschule für Finanzen (Fachbereich: Steuerverwaltung)
- Fachhochschule Eberswalde
- Technische Fachhochschule Wildau
(Siehe auch: Hochschulen in Brandenburg)
Feiertage und Schulferien
Feiertage
| Jahr | Neujahr | Ostern | Tag der Arbeit | Christi Himmelfahrt | Pfingsten | Tag der Deutschen Einheit | Reformationstag | Weihnachten |
| 2006 | 01.01. | 14.04. - 17.04. | 01.05. | 25.05. | 04.06. - 05.06. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. |
| 2007 | 01.01. | 06.04. - 08.04. | 01.05. | 17.05. | 27.05. - 28.04. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. |
| 2008 | 01.01. | 21.03. - 23.03. | 01.05. | 11.05. - 12.05. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. |
Schulferien
| Schuljahr | Unterrichtsbeginn | Herbstferien | Weihnachtsferien | Winterferien | Osterferien | Pfingstferien | Sommerferien |
|---|
| 2005 / 2006 | 09.08. | 04.10. - 15.10. | 22.12. - 03.01. | 30.01. - 03.02. | 12.04. - 21.04. | 26.05. | 06.07. - 19.08. |
| 2006 / 2007 | 21.08. | 02.10. - 14.10. / 30.10. | 27.12. - 05.01. | 05.02. - 10.02. | 04.04. - 13.04. | - | 12.07. - 25.08. |
| 2007 / 2008 | 27.08. | 15.10. - 27.10. | 24.12. - 04.01. | 04.02. - 09.02. | 19.03. - 28.03. | 02.05. | 17.07. - 27.08. |
Landschaften
| - Kyritz-Ruppiner Heide
- Märkische Schweiz
- Niederlausitz
| - Oderbruch
- Prignitz
- Rhinluch
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- Ruppiner Land
- Schorfheide
- Spreewald
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