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 | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Bremen (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte |
|---|
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| Wahlspruch |
 buten un binnen ? wagen un winnen (draußen und drinnen ? wagen und gewinnen) Inschrift über dem Portal des Schütting, Motto der Bremer Kaufleute |
| Basisdaten |
|---|
| Bundesland: | Freie Hansestadt Bremen |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 326,72 km² |
| Einwohner: | 545.807 (01. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.671 Einwohner/km² |
| Arbeitslosenquote: | 15,5 %(November 2005) |
| Höhe: | 11,5 m ü. NN (Markt) |
| Postleitzahl: | 28001?28779 (alte PLZ 2800 und 2820) |
| Vorwahl: | 0421 |
Geografische Lage: Bezugspunkt: Roland | Koordinate: 53° 04? 37,2" N, 08° 48? 32,4" O53° 04? 37,2" N, 08° 48? 32,4" O |
| Kfz-Kennzeichen: | HB |
| Amtliche Gemeindekennzahl: | 04 0 11 000 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 5 Bezirke mit 23 Stadtteilen |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 21 28195 Bremen |
| Website: | www.bremen.de |
| E-Mail-Adresse: | webmaster@bremen.de |
| Politik |
|---|
Bürgermeister und Präsident des Senats: | Jens Böhrnsen (SPD) |
| Regierende Parteien: | Koalition aus SPD und CDU |
Bremische Bürgerschaft: (Wahl am 25. Mai 2003) | SPD 40 Sitze
CDU 29 Sitze
GRÜNE 12 Sitze FDP 1 Sitz DVU 1 Sitz |
Bremen ist eine Hansestadt im Nordwesten Deutschlands.
Die Stadt Bremen ist die Hauptstadt und größte Stadt des Bundeslandes ?Freie Hansestadt Bremen?, zu dem neben Bremen außerdem noch die etwa 60 km nördlich gelegene Seestadt Bremerhaven gehört. "Freie Hansestadt Bremen" ist der Name des Bundeslandes, jedoch nicht der Stadtgemeinde Bremen.
Bremen ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg, eine von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Zur Stadt Bremen gehört auch das Überseehafengebiet in Bremerhaven, für das jedoch die Stadt Bremerhaven auf Grund eines Vertrages mit der Stadt Bremen gemeindeverwaltungsmäßig zuständig ist. Dies wurde in der Verfassung für die Stadt Bremerhaven (§ 8 VerfBrhv) verankert.
Die Stadt Bremen ist Sitz der Bürgerschaft und der meisten staatlichen Behörden des Landes Bremen (Bürgermeister, Senatoren sowie Staatsgerichtshof und Rechnungshof der Freien Hansestadt Bremen).
Die nächste größere Stadt ist Hamburg, etwa 120 km nordöstlich von Bremen. Die Einwohnerzahl der Stadt Bremen überschritt um das Jahr 1875 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Nachbargemeinden
- 1.2 Stadtgliederung
- 1.3 Stadtteile und Ortsteile
- 1.4 Erhebungen in Bremen
- 2 Geschichte
- 2.1 Eingemeindungen
- 2.2 Einwohnerentwicklung
- 2.3 Religion
- 3 Politik
- 3.1 Wappen
- 3.2 Städtepartnerschaften
- 4 Wirtschaft und Infrastruktur
- 4.1 Verkehr
- 4.2 Kfz-Kennzeichen
- 4.3 Medien
- 4.4 Ansässige Unternehmen
- 4.5 Öffentliche Einrichtungen
- 4.6 Bildung, Wissenschaft und Forschung
- 4.7 Freizeit- und Sportanlagen
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Theater
- 5.2 Museen und Ausstellungen
- 5.3 Rund um den Marktplatz
- 5.4 Schlösser und Kirchen
- 5.5 Sonstige Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
- 5.6 Regelmäßige Veranstaltungen
- 5.7 Mundarten
- 5.8 Kulinarische Spezialitäten
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Ehrenbürger
- 6.2 Söhne und Töchter der Stadt Bremen
- 7 Weitere Informationsquellen
- 7.1 Wikipedia
- 7.2 Literatur
- 7.3 Weblinks
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Geografie

Blick auf Teile der Innenstadt von einer der Weserbrücken
Bremen liegt zu beiden Seiten der Weser, etwa 70 km vor deren Mündung in die Nordsee, an der Stelle, an der sich der Fluss zu einem Mündungstrichter, der als Unterweser bezeichnet wird, verbreitert. Bis hierher ist die Weser mit Seeschiffen befahrbar, was die Entstehung des Hafens ermöglichte. Die Landschaft links der Weser nennt man Wesermarsch.
Das Stadtgebiet ist 38 km lang und 16 km breit. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 136,5 km. Bremen ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. Nach Einwohnern ist Bremen die zehntgrößte Stadt Deutschlands. Für Nordwestdeutschland erfüllt es Metropolfunktion.
Nachbargemeinden
Die Stadt Bremen ist ganz von niedersächsischem Staatsgebiet umschlossen. Im Westen grenzen die kreisfreie Stadt Delmenhorst sowie der Landkreis Wesermarsch an, im Norden der Landkreis Osterholz, im Osten der Landkreis Verden und im Süden der Landkreis Diepholz. Die unmittelbar angrenzenden Städte und Gemeinden werden auch als ?Speckgürtel? bezeichnet, da sehr viele Arbeitnehmer Bremens außerhalb und damit in Niedersachsen wohnen und dort Einkommens-/Lohnsteuerpflichtig sind. Dies bedeutet Steuerausfälle für das Land Bremen.
Die Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Schwanewede, Ritterhude, Lilienthal (Landkreis Osterholz); Ottersberg, Oyten, Achim (Landkreis Verden); Weyhe, Stuhr (Landkreis Diepholz); Delmenhorst (kreisfreie Stadt); Lemwerder, Berne und Elsfleth (Landkreis Wesermarsch).
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Bremens ist in fünf Stadtbezirke und diese in 23 Stadtteile eingeteilt. Für Verwaltungsaufgaben sind die 23 Stadtteile zu 17 Ortsämtern zusammen gefasst. Die 23 Stadtteile sind für statistische Zwecke weiter in Ortsteile mit eigenem Namen unterteilt.
Stadtteile und Ortsteile
siehe unter Bremer Ortsteile
Erhebungen in Bremen
Das Bremer Stadtgebiet liegt am Markt 11,5 m ü. NN. Die höchste natürliche Erhebung ist eine Stelle im Friedehorstpark (32,5 m; Bremen-Burglesum).
- Für weitere Erhebungen siehe: Liste der Erhebungen in Bremen.
Geschichte
- 782 Bremen wird zum ersten Mal schriftlich erwähnt.
- 787 Karl der Große gründet das Bistum Bremen. Dadurch wird Bremen zum Zentrum der Christianisierung Nordeuropas.
- 789 Willehad weiht den ersten Bremer Dom auf den Namen des Apostels Petrus, dessen Attribut, der Schlüssel, zum Bremer Wappen wird
- 845 Residenz der Erzdiözese Hamburg-Bremen (Erzbischof Ansgar).
- 888 König Arnulf von Kärnten gewährt der Stiftskirche das Marktrecht.
- 965 Kaiser Otto I. verleiht dem Erzbischof Adaldag das Marktrecht.
- 1043-1072 Erster wirtschaftlicher Aufschwung unter Erzbischof Adalbert
- 1076 Adam von Bremen, Domscholast, beendet die Arbeit an seiner Geschichte des Erzbistums Hamburg und erwähnt darin die Entdeckung Amerikas (Vinlands) durch die Wikinger.
- 1186 Kaiser Friedrich I. Barbarossa verbriefte das erste bürgerliche Gesetz.
- 1260 Bremen wird Mitglied der Hanse
- 1285 Bremen wird das erste Mal aus der Hanse ausgeschlossen (ca. 70 Jahre). Der Grund dafür war Bremens Problem, sich auf die durch die deutsche Ausdehnung in den Ostseeraum geschaffenen (Handels-)Bedingungen einzustellen. Bremens Wohlstand beruhte weniger auf dem Ost-Westhandel als auf den seit dem 11. Jahrhundert sehr lebhaften vorhansischen Handelsverkehr von Süden nach Norden. (Verbindungen mit Norwegen, England und den nördlichen Niederlanden, sowie mit dem Hinterland Weser, Sachsen und Teilen Westfalens). Dem Ausschluss war ein Konflikt zwischen Bremen und den Ostseestädten vorausgegangen. Bremer Kaufleute verweigerten die Einhaltung einer von der wendischen Städteversammlung in Wismar beschlossenen Blockade Norwegens.
- Um 1300 wird der Stadtwall erbaut.
- Im 13. Jahrhundert erlangt Bremen die Unabhängigkeit von den Erzbischöfen.
- 1358 Bremen wird Mitglied der Hanse.
- 1404 Der steinerne Roland wird auf dem Marktplatz errichtet
- 1427 Bremen wird erneut aus der Hanse ausgeschlossen.
- 1500 Bremen wird Mitglied des Niedersächsischen Reichskreises.
- 1533 Aufstand der 104 Männer
- 1563 Bremen wird zum dritten Mal aus dem Hansebund ausgeschlossen.
- 1619-1623 In Bremen-Vegesack wird von holländischen Konstrukteuren der erste künstliche Hafen Deutschlands angelegt.
- 1646 Nach dem Kampf gegen die Schweden im dreißigjährigen Krieg wird Bremen zur Freien Reichsstadt erklärt.
- 1783 Beginn des direkten Transatlantikhandels mit den USA
Nach Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 sicherte der amtierende Bürgermeister Johann Smidt die Unabhängigkeit der freien Stadt im Deutschen Bund.
- 1811 Besetzung durch Frankreich (Napoleon). Integration in das französische Staatensystem als das Departement ?Bouches-du-Weser?.
- 1814 Ende der französischen Besatzungszeit.
- 1815 erhält Bremen auf dem Wiener Kongress den Status eines souveränen Staates. Bremen wird Teil des deutschen Staatenbundes (Deutscher Bund).
- 1827 wird Bremerhaven an der Wesermündung gegründet, da der Fluss zu versanden drohte. Die Siedlung wird später zur eigenständigen Stadt innerhalb des bremischen Staates erhoben.
- 1831 Der Spuckstein an der Westseite des Doms bezeichnet die Stelle, an der bei der letzten öffentlichen Hinrichtung in Bremen - die Giftmörderin Gesche Gottfried ihr Leben ließ. Ihr wurden 15 vollendete und 15 versuchte Morde nachgewiesen. Noch heute äußern Bremer ihre Abscheu, mit zielgenauem Ausspeien auf den Spuckstein.
- 1832 Beginn der Emigration von mehr als sieben Millionen Auswanderern in die "Neue Welt", die bis 1960 andauern soll.
- 1849 wird die Kunsthalle Bremen eröffnet.
- 1866 Bremen wird Mitglied des Norddeutschen Bundes
- 1871 Gründung des Deutschen Reichs. Bremen wird Mitglied des Deutschen Reichs mit dem verfassungsmäßig festgehaltenen Titel Freie Hansestadt Bremen sowie mit einer Stimme im Bundesrat.
- 1888 Anschluss Bremens an den Deutschen Zollverein; Eröffnung des ersten Freihafens
- 1895 Abschluss der Weserkorrektion durch Ludwig Franzius
- 1919 Am 10. Januar wird vom Rathaus aus die ?Bremer Räterepublik? ausgerufen.
- 1920 Bau des Flughafens
- 1928 Einweihung der Columbuskaje in Bremerhaven. Von hier ausgehend wird später durch den Norddeutschen Lloyd mit dem Passagierschiff Bremen das Blaue Band für die schnellste Antlantiküberquerung gewonnen.
- Am 1. November erfolgt durch die ?Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reichs? vom 28. September 1939 die Abtrennung der Stadt Bremerhaven vom Bremer Staatsgebiet und Vereinigung dieser mit der preußischen Stadt Wesermünde zur Großstadt ?Wesermünde?. Außerdem werden die Gemeinden Lesum, Grohn, Schönbeck, Aumund, Blumenthal, Farge, Hemelingen und Mahndorf aus dem Lande Preußen Provinz Hannover aus- und in das Land Bremen sowie in die Stadt Bremen eingegliedert.
- 1945 wird Bremen amerikanisches Besatzungsgebiet (?Amerikanische Exklave? = AE = altes Nummernschild bis 1956) in britisch besetztem Umland.
- Mit Wirkung zum 1. Januar 1947 kommt die Stadt Wesermünde aufgrund des Überseehafens durch eine Vereinbarung vom 21. Januar zwischen der amerikanischen und der britischen Besatzungsmacht unter dem Namen Bremerhaven wieder zum Land Bremen und wird Teil der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland.
- 1949 wird Bremen (bestehend aus der Stadt Bremen und der Stadt Bremerhaven) ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
- 1962 Bei Hafenerweiterungsarbeiten entdeckt man im Schlamm der Weser die Überreste einer verhältnismäßig gut erhaltenen Hanse-Kogge aus dem Jahr 1380, der Ubena von Bremen. Mit den Koggen, die eine Tragfähigkeit von etwa 200 Tonnen hatten, kam die Hanse im Mittelalter zu erheblichem Wohlstand.
- 2004 werden das historische Rathaus und das Wahrzeichen, der steinerne Bremer Roland, zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Eingemeindungen
Wie die meisten ehemaligen Freien Reichsstädte konnte auch Bremen im Laufe der Geschichte neben dem eigentlichen Stadtgebiet umliegende Dörfer für sich gewinnen. Das ?Staatsgebiet? der Freien Reichsstadt Bremen bestand daher aus dem eigentlichen Stadtgebiet, dem sog. ?Landgebiet?, also einer Vielzahl von Landgemeinden, die später als Landkreis Bremen bezeichnet wurden, und der Stadt Vegesack, die sich aus einem alten Dorf nach Anlegung des Hafens zu einem Flecken (ab 1794) und schließlich zu einer Kleinstadt (Stadtrecht seit 1850) entwickelt hatte. Von 1827 bis 1939 und dann wieder ab 1947 gehörte beziehungsweise gehört auch Bremerhaven zum Bremer Staatsgebiet (= Land Freie Hansestadt Bremen), der Freihafen von Bremerhaven ist gleichzeitig eine Exklave der Stadt Bremen, also ein Stadtteil der Stadtgemeinde Bremen. Die Städte Bremerhaven und Vegesack sowie die Gemeinden des Bremer Landgebiets hatten mehr oder weniger eine eigene Verwaltung beziehungsweise die Bürger dieser Gemeinden hatten andere Rechte als die Bürger der Stadt Bremen.
Das eigentliche Stadtgebiet Bremens umfasste bis Mitte des 19. Jahrhunderts nur die sog. Altstadt, die Neustadt (links der Weser) und die außerhalb der Wallanlagen gelegenen Vorstädte. Ab 1849 wurden in mehreren Abschnitten benachbarte Landgemeinden in das Stadtgebiet eingegliedert. Dadurch verkleinerte sich der Landkreis Bremen stetig, bis er 1945 vollständig aufgelöst und seine Gemeinden in die Stadt Bremen eingegliedert wurden. Ab 1945 waren damit zunächst Staatsgebiet und Stadtgebiet Bremens identisch. (Bremerhaven hieß zu jener Zeit Wesermünde und gehörte zur preußischen Provinz Hannover.) Erst seit 1947, als Bremerhaven wieder in das Bremische Staatsgebiet zurückgegliedert wurde, besteht das Land Bremen (wieder) aus zwei Städten.
Im einzelnen wurden folgende Gemeinden in die Stadt Bremen eingegliedert (in Klammer der Flächenzuwachs des Stadtgebiets in ha):
- 1. Januar 1849: Pagentorn, Utbremen, Pauliner Marsch, Stephanikirchweide und Bürgerviehweide (1.212 ha)
- 3. Februar 1872: Stadtwerder (205 ha)
- 1875: Teile der Landgemeinden Neuenland (Buntentor) und Woltmershausen (342 ha)
- 1885: Teil der Landgemeinde Walle (28 ha)
- 21. Oktober 1892: Teile der Landgemeinden Walle und Gröpelingen (256 ha)
- 1. April 1902: Landgemeinden: Bremen-Schwachhausen, Hastedt sowie Teile der Landgemeinden Walle,Gröpelingen und Woltmershausen (2.770 ha)
- 1. April 1921: Landgemeinden Oslebshausen, Neuenland sowie Teile der Landgemeinden Oberneuland-Rockwinkel, Osterholz, Horn, Grambke, Arsten, Habenhausen und Rablinghausen (3.490 ha)
- 1923: Teil der Landgemeinde Oberneuland-Rockwinkel (21 ha)
- 1. April 1938: Hafengebiet der Stadt Bremerhaven
- 1. November 1939: Landgemeinden Büren, Grambkermoor und Lesumbrok sowie Stadt Vegesack (zusammen 2.106 ha) und die zur preußischen Provinz Hannover gehörigen Landgemeinden Aumund, Blumenthal, Farge, Grohn, Lesum und Schönebeck (alle Landkreis Osterholz) sowie Hemelingen und Mahndorf (beide Landkreis Verden - Altkreis Achim) (zusammen 6.787 ha) Die Kirchengemeinde des Ortsteils Achim-Bollen gehört zur Kirche Arbergen und somit zur Bremischen Landeskirche.
- 1. Dezember 1945: Landgemeinden Osterholz, Oberneuland-Rockwinkel, Borgfeld, Lehesterdeich, Blockland, Strom, Seehausen, Lankenau, Huchting, Arsten und Habenhausen (= Auflösung des Landkreises Bremen) (zusammen 13.977 ha)
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl der Stadt Bremen überschritt um das Jahr 1875 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1919 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1955 verdoppelte sich diese Zahl. 1966 erreichte die Einwohnerzahl der Stadt mit über 600.000 ihren historischen Höchststand. Seitdem ist die Bevölkerungszahl wieder gesunken. Ende April 2005 hatte Bremen 546.000 Einwohner.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|
| 1350 | 20.100 | | 1744 | 28.000 | | 1812 | 35.392 | | 1831 | 44.286 | | 3. Dezember 1846 ¹ | 49.700 | | 3. Dezember 1852 ¹ | 53.500 | | 3. Dezember 1855 ¹ | 57.055 | | 3. Dezember 1858 ¹ | 60.100 | | 3. Dezember 1861 ¹ | 67.200 | | 3. Dezember 1864 ¹ | 70.700 | | 3. Dezember 1867 ¹ | 74.900 | | 1. Dezember 1871 ¹ | 82.964 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 102.499 | | 1. Dezember 1880 ¹ | 112.453 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 1. Dezember 1885 ¹ | 118.395 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 125.684 | | 2. Dezember 1895 ¹ | 141.133 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 161.184 | | 1. Dezember 1905 ¹ | 214.953 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 247.437 | | 1. Dezember 1916 ¹ | 210.589 | | 5. Dezember 1917 ¹ | 222.694 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 258.812 | | 16. Juni 1925 ¹ | 294.966 | | 16. Juni 1933 ¹ | 323.331 | | 17. Mai 1939 ¹ | 354.109 | | 31. Dezember 1945 | 366.427 | | 29. Oktober 1946 ¹ | 385.266 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 13. September 1950 ¹ | 444.549 | | 30. Juni 1955 | 499.800 | | 6. Juni 1961 ¹ | 564.517 | | 31. Dezember 1965 | 596.100 | | 27. Mai 1970 ¹ | 582.277 | | 31. Dezember 1975 | 572.969 | | 31. Dezember 1980 | 555.118 | | 31. Dezember 1985 | 526.377 | | 25. Mai 1987 ¹ | 533.455 |
| 31. Dezember 1990 | 551.219 | | 31. Dezember 1995 | 549.357 | | 31. Dezember 2000 | 539.403 | | 30. April 2005 | 545.947 |
|
¹ Volkszählungsergebnis
Religion
Bremen wurde 787 Sitz eines Bistums, das zunächst Köln, nach 845 Hamburg unterstellt war. Beide Bistümer wurden 893 vereinigt. Danach versuchte das Bistum mehrmals sein Herrschaftsgebiet auf den Norden Europas auszudehnen. 1223 ging der Erzbischofstitel von Hamburg auf Bremen über. Hauptkirche war danach der Bremer Dom. Im 13. Jahrhundert wurde im Schnoor ein Franziskanerkloster errichtet. Erste Pfarrkirche wurde die Veits- beziehungsweise Liebfrauenkirche. 1522 wurde in Bremen die erste evangelische Predigt gehalten. Danach zog die Reformation Zug um Zug ein und 1532 wurde auch im Dom die Reformation erzwungen. 1534 erhielt Bremen eine neue Kirchenordnung. Wegen innerkirchlicher Streitigkeiten wurde 1561 der (lutherische) Dom geschlossen. In der Stadt herrschte danach überwiegend das reformierte Bekenntnis vor. 1567 wurde in Bremen ein protestantischer Erzbischof eingesetzt. Anfang des 17. Jahrhundert öffnete sich die Stadt durch Teilnahme an der Dordrechter Synode mehr dem reformierten Bekenntnis. Doch wurde das lutherische Bekenntnis ab 1639 als gleichberechtigt anerkannt, nachdem 1638 der Dom wieder für (lutherische) Gottesdienste geöffnete worden war. Er blieb aber lange Zeit die einzige lutherische Gemeinde der Stadt und wurde nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 der Stadt eingegliedert. Danach verlor sich das reformierte Bekenntnis mehr und mehr, als die Gemeinden teilweise auch lutherische Prediger beriefen. Neue Gemeinden entstanden und wurden nicht mehr zwischen ?lutherisch? und ?reformiert? unterschieden. Als Freie Reichsstadt konnte Bremen seine kirchlichen Angelegenheiten selbst regeln. So wurden zum Beispiel 1860 die Grenzen der Pfarrgemeinden aufgelöst. Die einzelnen Gemeinden erhielten ein weitgehendes Selbstbestimmungsrecht.
Nach dem 1. Weltkrieg erhielt die Bremische Staatskirche eine neue Verfassung (Bremische Evangelische Kirche). Ab 1934 stand an der Spitze der Landeskirche ein Landesbischof, doch wurde nach 1945 die Rechtsstellung von 1920 wieder hergestellt. Die Einzelgemeinden der Stadt sind relativ autonom und haben eine sehr unterschiedliche Tradition und Ausprägung. Die Bremische Evangelische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts bildet das ?Dach? der Einzelgemeinden. An ihrer Spitze steht auch kein Bischof, wie in den meisten anderen Landeskirchen, sondern ein ?Präsident?, ein Nicht-Theologe. Zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört neben den stadtbremischen Gemeinden auch die Vereinigte Protestantische Gemeinde Bremerhaven.
Ab 1648 formierte sich in Bremen auch wieder eine katholische Gemeinde, die aber erst 1816 mit der Überlassung der Johanniskirche wieder ein eigenes Gotteshaus erhielt. 1920 wurde die Pfarrgemeinde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und 1931 wurde Bremen Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Osnabrück, zu dem alle heutigen Pfarrgemeinden der Stadt gehören.
1845 kam es zur Gründung der ersten Bremer Baptistengemeinde (siehe: Baptisten in Bremen, heute: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde). Heute gibt es auf dem Gebiet der Stadt Bremen fünf Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, darunter auch eine englischsprachige internationale Baptistengemeinde.
Ab 1850 entstand in Bremen auch eine Bischöfliche Methodistenkirche, die von hier aus eine reiche Missionstätigkeit in ganz Deutschland ausübte. Heute befindet sich der Sitz dieser Freikirche in Frankfurt am Main.
Auch die Neuapostolische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten sowie die Zeugen Jehovas sind mit mehreren Gemeinden im Stadtgebiet vertreten.
Politik
Die Bremer Legislative, das Parlament des Landes Bremen, ist die Bürgerschaft mit 83 Abgeordneten. Hiervon kommen 67 aus Bremen und 16 aus Bremerhaven. 66 der 67 in der Stadt Bremen gewählten Abgeordneten sind zugleich Mitglied der Bürgerschaft der Stadtgemeinde Bremen und mit dem Senat für die Stadt Bremen verantwortlich (seit Einführung des Kommunalwahlrechts für alle Bürger der Europäischen Union an ihrem Wohnsitz kann sich die Zusammensetzung der Stadtbürgerschaft von der der stadtbremischen Abgeordneten des Landesparlaments unterscheiden). (Bremerhaven hingegen hat eine eigene Stadtverordnetenversammlung.) Die Abgeordneten werden alle 4 Jahre von der Bevölkerung gewählt. Die Bremer Landesregierung ist der Senat. Dieser fungiert gleichzeitig als Magistrat (Stadtregierung) der Stadt Bremen. Vorsitzender des Senats (?Präsident des Senats?) ist der Bürgermeister. Er ist Staatsoberhaupt des Landes Bremen und gleichzeitig Oberhaupt der Stadt Bremen. Aus traditionellen Gründen trägt das Stadtoberhaupt Bremens den Titel Bürgermeister und nicht Oberbürgermeister, wie in den meisten anderen Großstädten Deutschlands. Stellvertreter des Präsidenten des Senats ist der (zweite) Bürgermeister. Die sonstigen Mitglieder des Senats (Senatoren) des Landes Bremen sind den Ministern der anderen Bundesländer vergleichbar und sind für die Stadt Bremen zugleich Dezernenten (?Fachbereichsleiter?).
Bremen ist das einzige Bundesland, in welchem eine einzige Partei, nämlich die SPD, seit der ersten Bürgerschaftswahl 1947 ununterbrochen stärkste Fraktion ist.
Jens Böhrnsen (SPD) ist seit dem 8. November 2005 Bürgermeister und Präsident des Senats.
- Siehe auch: Liste der Bremer Bürgermeister
Bei der Bürgerschaftswahl am 25. Mai 2003 wurde die große Koalition zwischen SPD und CDU trotz starker Verluste der CDU bestätigt.
- Siehe auch: Wahlergebnisse und Senate in Bremen
Wappen

Das Wappen der Freien Hansestadt Bremen zeigt auf rotem Grund einen schräg nach rechts aufgerichteten, mit dem Bart nach links gewandten silbernen Schlüssel gotischer Form (?Bremer Schlüssel?). Auf dem Schild ruht eine goldene Krone, welche über dem mit Edelsteinen geschmückten Reif fünf Zinken in Blattform zeigt. (?Mittleres Wappen?). Beim Kleinen Wappen wird lediglich der Schlüssel ohne Krone abgebildet. Das große Wappen hingegen hat darüber hinaus noch eine Konsole beziehungsweise ein bandartiges Fußgestell, auf dem der Schild ruht. Der Schild wird von zwei aufgerichteten rückwärts schauenden Löwen mit den Vorderpranken gehalten.
Bedeutung: Der Schlüssel ist das Attribut des Apostels Petrus, des Schutzpatrons des Bremer Doms. Er taucht als Wappensymbol bereits 1366 im Stadtsiegel Bremens auf. Im Laufe der Geschichte veränderte sich die Form des Schlüssels mehrmals. Auch zeigte das Stadtwappen teilweise den Hl. Petrus mit dem Schlüssel. Auch die Formen außerhalb des Wappenschildes veränderten sich mehrmals. So taucht etwa der Löwe des großen Wappens erstmals 1618 auf. In seiner heutigen Form geht das Wappen auf die Wappenordnung von 1891 zurück.

Flagge: Von Rot und Weiß mindestens achtmal gestreift und längs des Flaggenstocks mit der den Streifen entsprechenden Zahl abwechselnd roter und weißer Würfel in zwei Reihen gesäumt. In der Mitte der Flagge ein viereckiges weißes Feld mit dem Wappen.
Die Bremer Flagge, umgangssprachlich auch als ?Speckflagge? bezeichnet, soll der Legende nach zu den Vorbildern der US-amerikanischen Flagge (Stars and Stripes) gehört haben.
Städtepartnerschaften
Bremen unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Danzig (Polen), seit 1976 Riga (Lettland), seit 1985 Dalian (China), seit 1985 Rostock (Deutschland) seit 1987
| Haifa (Israel), seit 1988 Bratislava (Slowakei), seit 1989 Corinto (Nicaragua), seit 1989 ?zmir (Türkei), seit 1995
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Wirtschaft und Infrastruktur
Aufgrund der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven ist das Land Bremen Deutschlands Außenhandelsstandort Nummer zwei, gleich nach Hamburg. Die Palette der verschiedenen Handelsgüter die hier im- und exportiert werden, erstreckt sich von Fisch-, Fleisch- und Molkereiprodukten über traditionelle Rohstoffe wie Tee, Baumwolle, Reis und Tabak bis hin zu Wein und Zitrusfrüchten. Um angesichts immer größer werdender Schiffe nicht künftig vom Seehandel abgeschnitten zu werden, beteiligt sich Bremen zusammen mit dem Land Niedersachsen am Projekt JadeWeserPort in Wikipedia
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