Hotels in Coburg - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 48,3 km² |
| Einwohner: | 42.257 (31. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 875 Einwohner je km² |
| Höhe: | 296 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 96450 |
| Vorwahl: | 09561 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 50° 16' N, 10° 58' O50° 16' N, 10° 58' O
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| Kfz-Kennzeichen: | CO |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 63 000 |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile |
Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 96450 Coburg |
| Website: | www.stadt.coburg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@coburg.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Norbert Kastner (SPD) |
Coburg ist Oberzentrum, kreisfreie Stadt und gleichzeitig Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Oberfranken im Norden Bayerns. Coburg gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Bis 1918 war der Ort bekannt als Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg, heute u.a. durch die in Coburg ansässige Versicherungsgruppe HUK-Coburg. Über Coburg erhebt sich die zweitgrößte erhaltene Burg Deutschlands, die Veste Coburg, auch als "Fränkische Krone" bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 2 Geschichte
- 2.1 Überblick
- 2.1.1 Spätmittelalter
- 2.1.2 16. bis 18. Jahrhundert
- 2.1.3 19. Jahrhundert
- 2.1.4 20. und 21. Jahrhundert
- 2.2 Religion
- 2.3 Eingemeindungen
- 2.4 Einwohnerentwicklung
- 3 Politik
- 3.1 Wappen
- 3.2 Stadtrat
- 3.3 1.Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1900
- 3.4 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Theater und Kinos
- 4.2 Lokale Medien
- 4.3 Museen
- 4.4 Bauwerke
- 4.5 Parks
- 4.6 Sport
- 4.7 Regelmäßige Veranstaltungen
- 4.8 Kulinarische Spezialitäten
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 5.1 Statistische Daten der Wirtschaft
- 5.1.1 Ansässige Unternehmen
- 5.2 Verkehr
- 5.3 Institutionen und Einrichtungen
- 5.4 Bildungseinrichtungen
- 5.4.1 Bibliotheken und Archive
- 5.4.2 Hochschulen
- 5.4.3 Schulen
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Ehrenbürger
- 6.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 6.3 Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Coburg
- 7 Sonstiges
- 7.1 Weitere Orte mit dem Namen Coburg
- 7.2 Schiff Coburg
- 7.3 Flugzeug Coburg
- 7.4 Triebzug Coburg
- 7.5 Coburger Marsch
- 8 Literatur
- 9 Weblinks
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Geografie
Die Stadt liegt zwischen dem südlichen Vorland des Thüringer Waldes, den Langen Bergen, sowie dem Maintal und wird von der Itz durchflossen, in die innerhalb des Stadtgebietes die Lauter mündet. Die nächsten Großstädte sind Erfurt, etwa 80 km Luftlinie nördlich, Würzburg, etwa 90 km südwestlich und Nürnberg, etwa 90 km südlich. Die Höhenlage des Marktplatzes ist 296 m über NN, die der Veste 451 m über NN.
Geschichte
Überblick
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Coburg 1056 in einer Schenkungsurkunde des Landes um Coburg von der Polenkönigin Richeza an den Erzbischof Anno von Köln.
Spätmittelalter
Über den Ausbau und die Veränderungen der Stadt im späten Mittelalter gibt es nur wenige Dokumente. Um 1250 wurde ein Franziskanerkloster an der Stelle der heutigen Ehrenburg gegründet. Die ersten Herrscher von Coburg waren die Meranier, 1265 wurden sie von den Hennebergern abgelöst. Das erste Stadtwappen trug folglich die "Henne auf dem Berg". 1331 erhielt Coburg das Stadtrecht und das Recht der eigenen Gerichtsbarkeit von Kaiser Ludwig der Baier verliehen. Von 1330 bis ins 15. Jahrhundert wurde an der Hauptkirche der Stadt, der St.-Moriz-Kirche gebaut.
1353 erbte Markgraf Friedrich IV. von Meißen und somit das Haus Wettin von dem Henneberger Grafen Heinrich die Herrschaft Coburg; Stadtwappen wurde der Meißener Löwe. Seit 1430 ist der Heilige Mauritius Stadtwappen. 1444 fand in der Stadt erstmals ein urkundlich erwähntes Vogelschießen (heute Schützenfest) statt.
16. bis 18. Jahrhundert
1485 wurde Coburg nach der Leipziger Teilung Land der Ernestiner. Da die sächsischen Kurfürsten die Reformation unterstützten, konnte diese schon 1524 in Coburg eingeführt werden. Im Jahr 1530 verweilte Martin Luther ein halbes Jahr auf der Veste, weil er am Reichstag in Augsburg wegen der über ihn verhängten "Acht" nicht teilnehmen konnnte. Coburg war der nächstgelegene sichere Ort zu Augsburg.
Mit Fürst Johann Ernst wurde Coburg 1542 erstmals als Residenzsitz gewählt. Bis 1547 ließ er das aufgelöste Barfüßerkloster zum herzoglichen Stadtschloss Ehrenburg umbauen. Mit dem Tod des kinderlosen Johann Ernst 1553 endete Coburgs erste Dekade als Residenz. 1576 bis 1579 erfolgte der Bau des neuen, erweiterten Rathauses.
Zwischen 1586 und 1633 war Coburg erstmals Residenz und Hauptstadt des voll selbständigen, eigenstaatlichen Herzogtums Sachsen-Coburg. In dieser Periode gab es unter Herzog Johann Casimir in Coburg eine rege Bautätigkeit. Er ließ zwischen 1597 und 1599 für die herzogliche Behörde das Regierungshaus (heute Stadthaus) am Marktplatz errichten, legte den Grundstein zum 1605 eingeweihten Gymnasium Casimirianum und erbaute von 1616 bis 1621 das Zeughaus in der Herrengasse. Zusätzlich wurde die Veste Coburg zur Festung ausgebaut.
Mit der Besetzung der Stadt durch kaiserliche und bayerische Truppen unter Wallenstein 1632 und der erfolglosen Belagerung der Veste Coburg erreichte der Dreißigjährige Krieg auch Coburg. Zwei Jahre später erfolgte durch kaiserliche Truppen unter dem General Graf Lamboy die erneute Besetzung von Stadt und Belagerung der Veste, die diesmal aber aufgrund einer List erfolgreich war. Nach Ende des Krieges war die Anzahl der Einwohner und Häuser um ungefähr die Hälfte reduziert.
Ab 1680 wurde Coburg wieder herzogliche Residenz, diesmal von Herzog Albrecht, der allerdings 1699 kinderlos starb. Dieser baute das 1690 niedergebrannte Schlosses Ehrenburg als Barockschloss wieder auf. 1714 erfolgte der Neubau eines größeren Schützenhauses auf dem Anger. Mit Beendigung der Erbstreitigkeiten unter den Ernestinern und der Schaffung des neuen Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld wurde 1735 Coburg erneut Residenzstadt eines regierenden Herzogs und blieb es nunmehr bis zum Ende der Monarchie 1918. Von 1803 bis 1804 lebte der Dichter Jean Paul in der Stadt. 1806 bekam Coburg seine erste Straßenbeleuchtung. Zwischen 1806 wurde die Stadt durch französische Truppen besetzt und bis 1807 verwaltet, obwohl das Herzogtum Mitglied im Rheinbund war.
19. Jahrhundert
Im Jahr 1826 hatte Herzog Ernst I. bei der letzten Ernestinischen Landesteilung im Tausch für Sachsen-Saalfeld das Herzogtum Sachsen-Gotha erhalten. Das neue Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha wurde immer in Personalunion regiert. Für Coburg bedeutete dies, dass es nicht mehr alleinige Residenzstadt war, der Hof wechselte nunmehr bis zum Ende der Monarchie regelmäßig zwischen Coburg und dem größeren und wohlhabenderen Gotha hin und her. Allerdings behielt Coburg wie Gotha seinen eigenen Landtag und die eigenständige Landesverwaltung. In der Regierungszeit Herzog Ernst I. erfolgte ab 1816 der Neubau der beiden Nordflügel des Residenzschlosses Ehrenburg und mit der Neugestaltung des Schlossplatzes die Schaffung der heutigen Arkaden sowie des Hofgartens. Zusätzlich wurde von 1837 bis 1840 das Hoftheater (heutiges Landestheater) gebaut.
Mit dem Herzoglichen Kunst- und Naturalienkabinett (heutiges Naturkunde-Museum) erhielt die Bevölkerung 1844 einen ersten Zugang zu den Kunstschätzen der Herzöge von Sachsen-Coburg. 1852 wurde in Coburg die herzogliche Baugewerkschule als Vorläuferin der späteren Fachhochschule Coburg gegründet.
Bezüglich der Stadtentwicklung muss 1854 mit der ersten Gasfabrik und 1858 mit dem ersten Eisenbahnanschluss durch die Werrabahn genannt werden. Unter der Regentschaft und dem Patronat des liberalen Nachfolgers Herzog Ernst II. wurde in Coburg 1860 das Erste Deutsche Turn- und Jugendfest veranstaltet. 1862 erfolgte die Gründung des Deutschen Sängerbundes, seit 1872 ist Coburg der ständige Tagungsort des Coburger Conventes (Pfingstkongress).
Der Walzerkönig Johann Strauß kam 1886 von Wien in die Stadt um Coburger Bürger zu werden, damit er sich scheiden lassen konnte. 1894 waren anlässlich der Fürstenhochzeit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein mit der Tochter von Herzog Alfred, Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha, deren gemeinsame Großmutter die Königin Viktoria von England, der Deutsche Kaiser Wilhelm II., der spätere Zar Nikolaus II. von Russland und weitere hocharistokratische Verwandtschaft zu Besuch in Coburg.
20. und 21. Jahrhundert
Erst 1903 wurden in Coburg die Elektrizitätswerke in Betrieb genommen, aber schon 1907 das Krematorium, als eines der ersten in Deutschland. Im gleichen Jahr war auch die Einweihung des Ernst-Alexandrinen-Volksbades. Der Bau des Hallenbades ging auf eine Initiative der Herzogin Alexandrine (Witwe Ernst II.) zurück und wurde von ihr auch finanziell unterstützt. 1913 wurde auf der Brandensteinsebene vom Deutschen Flugverband zur Unterstützung der Militärluftfahrt der Flugstützpunkt Coburg mit Flughallen, als dritter im Deutschen Reich, eröffnet.
Am 14. November 1918 endete mit dem Rücktritt des letzten in Coburg residierenden Herzogs Carl Eduard die Monarchie.
In der ersten freien Volksabstimmung in Deutschland votierten 1919 über 88 % der Wähler gegen den Zusammenschluss des Freistaates Coburg mit dem Land Thüringen. Somit kam es im folgenden Jahr, nach mehreren Jahrhunderten staatlicher Eigenständigkeit, zur Vereinigung mit dem Freistaat Bayern. 1919 wurde das Metallwerk Max Brose & Co gegründet, heute als Brose Fahrzeugteile GmbH mit 2200 Mitarbeitern zweitgrößter Arbeitgeber in Coburg. 1926 erfolgte die Einweihung des Freibades an der Rosenauer Straße.
Ab 1922 entwickelte sich Coburg zu einer bekannten Hochburg des Nationalsozialismus und wurde im englischen Sprachraum später mit The first Nazi town tituliert. Schon 1929 erhielt die NSDAP zum ersten Mal in einer deutschen Stadt bei den Stadtratswahlen die absolute Mehrheit. Es begann die Karriere des späteren Bürgermeisters und Gauleiters Franz Schwede. Dieser sorgte unter anderem dafür, dass 1932 Coburg als erste deutsche Stadt Adolf Hitler die Ehrenbürgerrechte verlieh. Im gleichen Jahr wurde das sogenannte Coburger-Ehrenzeichen, eine der höchsten Auszeichnungen des NS-Regimes, eingeführt.
Zeitgleich mit dem Zuspruch für den Nationalsozialismus entwickelte sich in der Stadt der Antisemitismus. Schon 1923 beklagte sich der jüdische Centralverein bei der Regierung von Oberfranken über Gewalttätigkeiten von NSDAP-Mitgliedern gegen die jüdische Bevölkerung Coburgs. In den folgenden Jahren nahmen die Übergriffe immer mehr zu und fanden einen ersten Höhepunkt schon 1931. 1929 beschloss der Stadtrat die Besteuerung von Warenhäusern und Filialen, diese waren in Coburg generell in jüdischem Besitz. Coburg führte diese Steuer als erste Stadt in Deutschland ein. Am 10. März 1933 begann, zusammen mit Verhaftungen und Misshandlungen, der Boykott sowie die Aufforderung zur Schließung jüdischer Geschäfte. 1933 hatte die jüdische Gemeinde noch 233 Mitglieder, Ende 1942 lebte keiner mehr in der Stadt, da sie entweder ins Ausland geflohen waren oder in Vernichtungslager deportiert wurden.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, den die Stadt relativ unzerstört überstanden hatte, zeigte die Volksabstimmung von 1919 mit dem Anschluss an Bayern unerwartete Folgen. Coburg und der Landkreis Coburg wurden Teil der Amerikanischen Besatzungszone, während das thüringische Hinterland zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte und bis 1989 durch die Zonengrenze von Coburg abgeschnitten blieb.
Im Jahr 1950 verlegte die Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a. G., Erfurt ihren Sitz nach Coburg. Heute heißt die Versicherungsgruppe HUK-COBURG und ist mit über 4400 Mitarbeitern in Coburg der größte Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler.
Obwohl keine Residenzsstadt mehr, hat Coburgs Bedeutung für die Region, insbesondere durch die Vereinigung mit Bayern und durch die Wiedervereinigung Deutschlands, zugenommen. Die Stadt, seit 30. Mai 2005 Europastadt, ist Oberzentrum mit wichtiger Infrastruktur, wie Landestheater, Landesbiliothek, Klinikum und vielen verschiedenartigen Schulen. Daneben gibt es in Coburg über 27.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und mit 1240 Euro pro Einwohner hat die Stadt die höchsten gemeindlichen Steuereinnahmen in Deutschland.
Siehe auch: Haus Sachsen-Coburg und Gotha, Ernestinische Herzogtümer, Coburger Taler, Itzgründisch (Coburger Mundart)
Religion
Der Coburger Raum gehörte seit der Christianisierung Frankens und Thüringens, wohl erstmals um 768, bis zur Einführung der Reformation 1524 zum Bistum Würzburg. Danach war die Stadt über viele Jahrhunderte eine fast ausschließlich protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. 1910 waren über 96% der Bevölkerung Mitglied der evangelischen Landeskirche. Oberhaupt der Landeskirche war der jeweilige Herzog von Sachsen-Coburg als ?summus episcopus?. Dieser ernannte unter anderem die Kirchenregierungen. Die geistliche Leitung hatten die Superintendenten mit Sitz in Coburg. Nach der Vereinigung Coburgs mit Bayern schloss sich 1921 die Evangelische Landeskirche Coburg der Evangelischen-Lutherischen Landeskirche Bayerns an. Innerhalb dieser Landeskirche ist Coburg Sitz des mit über 82.000 Mitgliedern größten Dekanats in Bayern.
| Heutige Religionszugehörigkeit in Coburg |
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| Religion (Konfession) | Anteil |
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| Evangelisch | 60 % |
| Katholisch | 22 % |
| Sonstige | 18 % |
Römisch-katholische Gemeindeglieder zogen spätestens im 18. Jahrhundert wieder in die Stadt. Ihnen wurde es ab 1802 gestattet, Gottesdienste abzuhalten, zuerst in einem Zimmer in der Ketschengasse 1, ab 1806 in der Nikolaus-Kapelle. 1860 erhielten die ca. 600 Katholiken unter der Protektion von Prinz August von Sachsen-Coburg-Koháry den Kirchenneubau St. Augustin als eigene Kirche.
Ab 1826 war die Kirchengemeinde der Erzdiözese Bamberg zugeteilt worden, 1920 dann endgültig.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es heute auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Adventgemeinde (Adventisten) und die Christengemeinschaft.
Ferner sind eine Neuapostolische Gemeinde, eine Alt-Katholische Kirchengemeinde, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und die Zeugen Jehovas in Coburg vertreten.
Eingemeindungen
1934 erfolgte die Eingemeindung von Ketschendorf, Wüstenahorn, Cortendorf und Neuses, um so wieder Garnisonsstandort werden zu können, wofür 30.000 Einwohner notwendig waren. Die siebziger Jahre waren durch eine größere Zahl von Eingemeindungen gekennzeichnet. 1972 waren dies am Jahresanfang Lützelbuch, Löbelstein, Rögen und Seidmannsdorf sowie in Jahresmitte noch Beiersdorf (bekannt für das Schloss Callenberg), Creidlitz und Scheuerfeld. Abgerundet wurden die Eingemeindungen 1976 mit Neu- und Neershof, Neudörfles sowie 1977 mit Bertelsdorf und Glend. Die Fläche der Stadt hatte sich damit seit 1900 von 11,4 km² auf über 47 km² mehr als vervierfacht.
Einwohnerentwicklung
Von 1875 mit 14.600 Einwohnern bis 1933 mit 25.700 Einwohnern hatte Coburg eine konstante Zunahme an Bürgern. Durch die ersten Eingemeindungen 1934 ergab sich ein Sprung auf 29.000 Einwohner, der Höchststand betrug schließlich 1946 51.000 Einwohner, davon ungefähr 15.000 Flüchtlinge. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts hat sich die Einwohnerzahl wenig verändert und beträgt rund 42.000.
Politik
Wappen
Auf dem Coburger Stadtwappen ist der Heilige Mauritius als Mohr dargestellt, der auch Schutzpatron der Stadt ist. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde ab 1934 der unliebsame Mohr gegen ein Schwert mit Hakenkreuz im Knauf ausgetauscht.
Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat
Der Stadtrat Coburgs besteht aus dem Oberbürgermeister und der von der Gemeindeordnung gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl von 40 Stadtratsmitgliedern. Seit der Kommunalwahl vom 27. März 2002 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
- SPD: 18 Sitze
- CSU: 14 Sitze
- Freie Wählergemeinschaft Coburg: 3 Sitze
- FDP: 2 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen: 2 Sitze
- ÖDP: 1 Sitz
1.Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1900
- 1897?1924: Gustav Hirschfeld
- 1924?1931: Erich Unverfähr
- 1931?1934: Franz Schwede
- 1934?1937: Otto Schmidt
- 1937?1938: Wilhelm Rehlein
- 1938?1945: August Greim
- 1945, kommisarisch: Alfred Sauerteig
- 1945, kommisarisch: Eugen Bornhauser
- 1945?1948: Ludwig Meyer
- 1948?1970: Walter Langer, FDP
- 1970?1978: Wolfgang Stammberger, SPD
- 1978?1990: Karl-Heinz Höhn, parteilos
- seit 1990: Norbert Kastner, SPD (Bei seiner Wahl mit 31 Jahren jüngster OB Bayerns)
Städtepartnerschaften
- Cobourg (Ontario) (Kanada)
- Oudenaarde (Belgien)
- Niort (Frankreich)
- Isle of Wight (Großbritannien)
- Gais (Italien)
- Garden City (USA)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Morizkirche in Coburg 2003 | | Veste Coburg vom Hofgarten aus gesehen |
Theater und Kinos
Das Landestheater Coburg wurde in den 1840ern von Herzog Ernst II. als Hoftheater erbaut. Ein nahezu identisches Theater wurde zeitgleich in Gotha errichtet (im 2. Weltkrieg zerstört). Heute zählt das Landestheater zu den schönsten Bauten in Coburg und passt sich in das Gesamtensemble des Schlossplatzes ein. Das mehrteilige klassizistische Bauwerk hat u. a. einen Spiegelsaal und einen schönen Zuschauerraum. Aufgrund der Mitfinanzierung (40 %) durch den Freistaat Bayern kann es auch als drittes bayerisches Staatstheater bezeichnet werden. Es ist ein kleines Drei-Sparten-Theater (Oper/Operette, Schauspiel, Ballett) und hat im Großen Haus 550 Plätze und in der Reithalle 99 Sitzplätze.
Das neue Kino Utopolis ist mit 9 Sälen eines der modernsten in der Region. Es wurde 2001 an Stelle des alten Union-Theaters von 1919 eröffnet und erfreut sich nun mit einer Bar, einem Restaurant und einem Musik-Club großer Beliebtheit.
Lokale Medien
Coburg hat, obwohl es nicht sehr groß ist, zwei täglich erscheinende Zeitungen. Das 1886 gegründete Coburger Tageblatt im Ring Nordbayerischer Tageszeitungen und die Neue Presse. Die beiden lokalen Radiosender heißen Radio 1 und Radio Galaxy Coburg, wobei letzterer ein Ableger vom jugendorientierten Radio Galaxy Bayern ist. TV Oberfranken mit Sitz in Hof ist lokaler Fernsehsender für Oberfranken.
Museen
- Coburger Puppenmuseum
- Grabungsmuseum Kirchhof
- Kunstsammlung der Veste Coburg
- Naturkunde-Museum
- Pavillon des Kunstvereins Coburg mit Wechselausstellungen
- Friedrich-Rückert-Museum
Bauwerke

Ehrenburg und Schlossplatz

Landestheater und Palais Edinburgh
- Veste Coburg
- Der Marktplatz liegt zwischen Rathaus und Stadthaus. In seiner Mitte steht das Prinz-Albert-Denkmal, ein Geschenk der Königin Victoria an die Heimatstadt ihres verstorbenen Gatten. Der feierlichen Enthüllung des Denkmals wohnte die Queen am 26. August 1865 während ihres fünften Besuches in Coburg bei. Zwischen 2004 und 2005 erfolgte eine Neugestaltung des Platzes mit Begrünung, neuer Beleuchtung und Wasserfontänen rund um das Prinz-Albert-Denkmal.
- Residenzschloss Ehrenburg (16.-19. Jh.)
- Das Zeughaus (1621) wurde ursprünglich als Waffenlager errichtet. Später ist es im Stil der Spätrenaissance erweitert worden und erfüllte wechselnde Aufgaben. Heute dient es als Staatsarchiv.
- Das Münzmeisterhaus war ehemaliger Hof des Geschlechtes der Münzmeister genannt von Rosenau, welche 1288 urkundlich erwähnt wurden. Das Haus besteht seit 1333 und ist eines der ältesten Fachwerkhausgebäude Deutschlands.
- Die Stadtkirche St. Moriz (1320-1586) ist Hauptkirche der evangelischen Stadtgemeinde. Der älteste Teil der Kirche, der Ostchor, stammt aus 1330. Das Westportal mit den beiden ungleichen Türmen wurde um 1420 gebaut. Und wiederum einhundert Jahre später erfolgte die Aufrichtung des eigentlichen Kirchengebäudes, des Kirchenschiffes. In der Osterwoche 1530 predigte Martin Luther in der Kirche.
- Gymnasium Casimirianum (1605)
- Schlosskirche (18. Jh.)
- Coburger Rathaus (1414)
- Das Stadthaus ließ Herzog Johann Casimir, dem Rathaus gegenüber liegend, 1601 errichten. Die ehemalige herzogliche Cantzley ist ein Gebäude der Spätrenaissance mit einer reichverziehrten Fassade und vielfarbigen Wandmalereien.
- Hofapotheke (1400), mit spätgotischem Erker und Madonna (1500)
- Das Bürglaßschlösschen gehörte einst Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld, heute befindet sich darin das Coburger Standesamt.
- Die Katholische Stadtpfarrkirche St. Augustin ist ein neugotisches Gotteshaus mit einer Fürstengruft, welches nach Entwürfen von Vincenz Fischer-Birnbaum zwischen 1855 und 1860 errichtet wurde.
- Der Schlossplatz, umfasst von Schloss Ehrenburg, den Arkaden mit Hofgarten sowie Palais Edinburgh und Landestheater, wurde 1830 bis 1837 gestaltet. In der Mitte steht ein Denkmal Herzog Ernsts I..
- Die St. Nikolauskapelle wurde 1473 als Siechenkapelle für Leprakranke erbaut und ist heute im Besitz der Stadt. Sie war ab 1529 Kapelle der evangelischen Gemeinde, ab 1806 Kapelle der katholischen Gemeinde, von 1873 bis 1932 jüdische Synagoge, ab 1946 Kapelle der freikirchlichen Gemeinde und ist seit 1962 Kapelle der altkatholischen Gemeinde.
- Rosenauschlösschen am Rittersteich (1435), Fachwerkbau
- Hahnmühle (1317), Fachwerkbau
- Schloss Callenberg wurde 1122 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1825 Sommerresidenz der Coburger Herzöge. Die dreiflügelige Schlossanlage ist ein bedeutendes Beispiel für die Neugotik in Bayern. Seit 1998 beherbergt das Schloss die private Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz, ab 2004 wird das Deutsche Schützenmuseum aufgebaut.
- Teilweise erhaltene Stadtmauer mit Juden-, Ketschen- und Spitaltor
- Viele Denkmäler, Brunnen, Gedächtnisstätten und historische Ensembles
Parks
- Der Hofgarten, zwischen Schloßplatz und Festungsberg liegend, wurde 1680 durch Herzog Albrecht als 5,5 Hektar großer Barockgarten angelegt. Seine heutige Gestalt als englischer Landschaftspark, mit einer Vielzahl heimischer wie auch seltener Baumarten, erhielt er mit der Erweiterung bis zur Veste 1857 unter Herzog Ernst II. Heute hat der Park aufgrund seiner zentralen Lage eine wichtige Erholungsfunktion für die Bevölkerung und ist gleichzeitig die Frischluftschneise der Stadt. Der Hofgarten beherbergt das Reiterdenkmal Herzog Ernsts II. von 1899, das Mausoleum für Herzog Franz Friedrich Anton und seine Gemahlin (1816/1817), den Herzog-Alfred-Brunnen (1904) sowie das Ehrenmal des Coburger Convents (1926).
- Der Rosengarten am Kongresshaus war einmal die außerhalb der Stadt liegende Zollbauernwiese. Auf diesem Gelände wurde 1929 die Deutsche Rosenschau mit fast 200.000 Besuchern veranstaltet. Der Ende der achtziger Jahre umgestaltete Garten hat unter anderem um 70 verschiedene Sorten von Rosen und Volieren für exotische Vögel. Außerdem ist im Rosengarten der Sinflutbrunnen des Coburger Künstlers Ferdinand Lepcke aufgestellt.
- Rückert-Park im Stadtteil Neuses
- Josiasanlage am Bürglaßschlösschen
Sport
Neben Fußball, der in 16 Vereinen angeboten wird, und mit dem DVV Coburg in der Landesliga vertreten ist, hat traditionell der Schießsport eine besondere Bedeutung in Coburg. Hier gibt es vier Vereine und die Schützengesellschaft Coburg 1354 ist mit einer Luftgewehrmannschaft in der 2. Bundesliga vertreten. Viele Anhänger hat auch der HSC 2000 Coburg, dessen 1. Herrenmannschaft in der Handball Regionalliga Süd spielt und bei seinen Heimspielen einen Zuschauerschnitt von mehr als 1000 Zuschauer hat, bei einer maximalen Kapazität von 1270 in der Angersporthalle. Auch Orientierungslauf gewinnt in Coburg immer mehr an bedeutung, so wurde dieses Jahr erstmals in Coburg eine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und ein Bundesranglistenlauf ausgerichtet.
Regelmäßige Veranstaltungen


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