| Stadtteil | 31.12.2000 | 31.12.2001 | 31.12.2002 | 31.12.2003 | 31.12.2004 | 30.09.2005 |
|---|
| Stadtmitte | 8.071 | 8.082 | 8.064 | 8.127 | 8.243 | 8.313 | | Sandow | 18.124 | 17.487 | 16.921 | 16.685 | 16.543 | 16.475 | | Merzdorf | 858 | 844 | 1.205 | 1.216 | 1.229 | 1.228 | | Dissenchen | 1.187 | 1.217 | 1.227 | 1.219 | 1.195 | 1.203 |
| Branitz | 1.273 | 1.326 | 1.347 | 1.355 | 1.355 | 1.369 | | Kahren | 1.246 | 1.267 | 1.304 | 1.319 | 1.337 | 1.339 | | Kiekebusch | | | | 1.362 | 1.358 | 1.366 | | Spremberger Vorstadt | 14.901 | 14.658 | 14.324 | 14.538 | 14.395 | 14.369 | | Madlow | 1.900 | 1.890 | 1.969 | 1.935 | 1.957 | 1.952 | | Sachsendorf | 20.881 | 19.075 | 17.435 | 15.934 | 14.937 | 14.534 | | Groß Gaglow | | | | 1.433 | 1.463 | 1.452 | | Gallinchen | | | | 2.680 | 2.688 | 2.701 | | Ströbitz | 13.779 | 13.724 | 13.846 | 13.759 | 13.923 | 13.939 | | Schmellwitz | 18.754 | 18.518 | 18.159 | 17.806 | 17.341 | 16.988 | | Saspow | 653 | 661 | 676 | 689 | 683 | 678 | | Skadow | 505 | 505 | 537 | 541 | 554 | 549 | | Sielow |
3.471 | 3.539 | 3.556 | 3.559 | 3.581 | 3.571 | | Döbbrick | 1.879 | 1.921 | 1.896 | 1.854 | 1.875 | 1.860 | | Willmersdorf | 759 | 779 | 773 | 773 | 765 | 770 | | Gesamt | 108.241 | 105.493 | 103.239 | 106.784 | 105.422 | 104.656 |
|---|
Geschichte Der Gerichtsberg mit dem Amtsgericht Cottbus entstand am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelsstraßen. Die eine verband Mitteldeutschland mit Schlesien und die andere führte von Frankfurt (Oder) nach Dresden. Die Cottbuser Siedlungsgeschichte im heutigen Stadtgebiet kann fast 2000 Jahre zurürckverfolgt werden. Im 3. und 4. Jahrhundert nach Christi siedelten sich im Altstadtbereich germanische Siedler an. Im 8. Jahrhundert folgten die Lusici, ein westslawischer Stamm. Im 10. Jahrhundert wurde auf einer Talsandinsel am Westufer der Spree ein mittelslawischer Burgwall erbaut. An dieser Stelle befindet sich heute der Gerichtsberg. Im Schutze der slawischen Burg legten die Wenden eine Vorburgsiedlung an, die sich im 11. und 12. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung entwickelte. Am 30. November 1156 fand Cottbus seine erste urkundliche Erwähnung als Marktflecken. Im Zuge der Eroberung des Ostens durch die Deutschen wurde diese Burg mit einem kaiserlichen Burggrafen besetzt. Mit der planmäßigen Anlage der Stadt im 13. Jahrhundert wurden auch immer mehr Deutsche seßhaft. Wenden und Deutsche lebten seither gemeinsam in dieser Stadt. Im 14. Jahrhundert wurde die Cottbuser Stadtmauer angelegt. Im Jahr 1357 erhielt Cottbus das Straßenprivileg für die Straße nach Frankfurt (Oder). Die "Herren von Cottbus", ein fränkisches Adelsgeschlecht, herrschten von 1199 bis 1445. In den Jahren 1405 und 1406 erteilte Johann III. den Tuchmacher- und Leineweberzünften ihr Privileg. Im Jahr 1429 brachen die Hussiten erfolglos die Belagerung der Stadt ab. Seit 1445, bis auf die Zeit von 1807 bis 1815, stand Cottbus unter Brandenburgischer Herrschaft. Am 4. September 1468 legte ein furchtbarer Brand ganz Cottbus und auch die Oberkirche in Asche. In die kaum wieder aufgebaute Stadt schlug 1479 der Blitz ein, sie brannte abermals völlig ab. 1501 erteilte Kurfürst Joachim I. von Brandenburg das Privileg, das eine Biermeile garantiert. Die ebenfalls seit 1501 nachgewiesenen Wollmärkte und die günstige Lage an den zwei Handelsstraßen erweiterten die Absatzmöglichkeiten. Cottbuser Tuche waren bald in weiten Teilen Deutschlands begehrt. 1522 scheiterte der Versuch von Johannes Briesmann den lutherischen Glauben einzuführen. 1537 setzte Markgraf Johann von Küstrin die Reformation durch. Im Jahr 1544 musste Cottbus alle festen Geschütze auf die nahe gelegene Festung in Peitz schaffen. Auch Pestepedemien und die jahrzehntelange Besatzung nach Ausbruch des 30jährigen Krieges brachten Zerstörung, Not und Elend für die Stadt und deren Bevölkerung. Ohne Geschützanlagen war die Stadt im 30jährigen Krieg kaiserlichen und schwedischen Truppen ausgeliefert. Zweimal zog Wallenstein mit seinen Truppen durch Cottbus und die Stadt erlebte über Jahrzehnte Besatzung, Plünderung und Zerstörung. Am Ende des Krieges lebten nur noch wenige hundert Menschen in Cottbus und schwedische Besatzungstruppen bleiben zurück  Stadtplan von Cottbus aus dem Jahr 1720. Das Stadtgebiet erstreckt sich nur innerhalb der Stadtmauer. Im 18. Jahrhundert siedelten sich die französischen Hugenotten an und Cottbus erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Sie führten neue, bisher unbekannte Gewerbe wie Seidenraupenzucht und Tabakanbau ein und belebten Handwerk und Handel. Cottbuser Tuche waren jetzt auch in Dänemark, Schweden, im Elsaß und in Amerika bekannt. Nach den Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 kam Cottbus mit der ganzen Niederlausitz, die bis dahin sächsisch war, zu Preußen. Im 18. Jahrhundert wurden auch die Wehranlagen zurückgebaut und die Cottbuser nutzen das Gelände, um auf Maulbeerbäumen Seidenraupen zu züchten. Auch wurden Gärten angelegt und die mittelalterliche Stadt begann sich in alle Richtungen auszudehnen. Auf Befehl des preußischen Königs Friedrich II. begann im Jahr 1779 der Aufbau Sachsendorfs. Mit zunehmender Industrialisierung (z.B. Textilindustrie und Braunkohleförderung) im 19. Jahrhundert und durch kommunale Selbstverwaltung erhielt die Stadt einen bedeutenden Aufschwung. Cottbus wurde zum Zentrum der Niederlausitz - zu einer Industriestadt mit moderner Infrastruktur, Kultur- und Sozialbauten. Trotzdem wurde Cottbus auch zu einer grünen Stadt ausgebaut. 1828 zählte die Stadt 7.905 Einwohner. Sie entwickelte sich durch den Bau der Eisenbahnen nach Berlin 1866, nach Görlitz 1867, nach Großenhain 1870, nach Falkenberg/Elster und Guben 1871, nach Frankfurt (Oder) 1876 zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt. Im Jahr 1861 wurde das städtische Gaswerk in Betrieb genommen. Im Jahr 1890 wurde die Wasser- und Abwasserversorgung und 1903 ein Elektrizitätswerk in Betrieb genommen und der Straßenbahnverkehr begann. 1908 erhielt Cottbus ein Stadttheater. Im Ersten Weltkrieg - in der Zeit zwischen 1914 und 1918 - verloren etwa 1.000 Cottbuser ihr Leben. Die Folgen des Krieges und der Novemberrevolution waren katastrophal. In der Reichskristallnacht 1938 wurde die Cottbuser Synagoge abgebrannt. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein US-amerikanischer Bombenangriff am 15. Februar 1945 große Teile der Stadt. Dabei wurden rund 4.000 Sprengbomben auf das Bahnhofsgelände, die östlichen und südlichen Stadtbezirke, die Branitzer Siedlung und mehrere Industriebetriebe geworfen. Die Bilanz des Luftangriffes waren 1.000 Tote, darunter 400 Kinder, 2.500 Verwundete, 356 zerstörte Wohnhäuser sowie 3.600 beschädigte Wohnungen, so dass über 13.000 Cottbuser obdachlos waren. Am 22. April 1945 nahmen sowjetische Streitkräfte nach dreitägigen verlustreichen Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht die Stadt ein. Als Bezirkshauptstadt zu DDR-Zeiten wird Cottbus ab 1957 zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten. Aber auch das Bauwesen, die Textil- und Möbelindustrie sowie die Nahrungsmittelproduktion bestimmten die Wirtschaftsstruktur der Stadt, die 1976 den Status einer Großstadt erhielt. Mit dem Vollzug der deutschen Einheit im Oktober 1990 begann durch die Privatisierung der Wirtschaft ein tiefgreifender Strukturwandel in Stadt und Region. Cottbus wurde zu einem Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum. Im Zuge der brandenburgischen Kreisreform von 1993 wurde der Landkreis Cottbus Teil des neu gebildeten Landkreises Spree-Neiße. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. Im Jahr 2001 gewann die Stadt Gold beim Bundeswettbewerb "Unsere Stadt blüht auf". ReligionenChristentum Die Oberkirche in Cottbus Die Stadt Cottbus gehörte anfangs zum Bistum Meißen. 1522 wurde ein erster Versuch unternommen, in der Stadt die Reformation einzuführen. Doch gelang es erst Markgraf Johann von Cüstrin 1537. Danach teilte die Stadt die Geschicke des gesamten Landes Brandenburg und war über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. An Kirchen gab es die Oberkirche und die Klosterkirche, die jedoch später ausbrannte und erst 1911 wieder hergestellt wurde. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es ab 1620 auch eine reformierte Gemeinde auf dem Schloss. 1714 wurde die Schlosskirche erbaut, die 1870 einen Turm erhielt. Bereits 1701 war eine Hugenottenkolonie gegründet worden. 1817 wurden durch den König beide Konfessionen innerhalb Preußens zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Somit gehörten die protestantischen Gemeinden von Cottbus zur "Evangelischen Kirche in Preußen" bzw. deren Provinzialkirche Brandenburg, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand die Kreuzkirche, 1911 die Lutherkirche und danach weitere Kirchen. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Brandenburgs Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg) mit einem Bischof an der Spitze. 2004 fusionierte die Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die protestantischen Kirchengemeinden von Cottbus gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Cottbus innerhalb des gleichnamigen Sprengels, dessen Sitz (Generalsuperintendentur) sich ebenfalls in Cottbus befindet. Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es auch mehrere Freikirchen in Cottbus, u.a. eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Biblische Glaubensgemeinde Cottbus e.V. und eine Freie Christliche Gemeinde in Sachsendorf. Nach Einführung der Reformation gab es in Cottbus nur noch wenige Katholiken, die von den Ordensgeistlichen des Zisterzienserklosters Neuzelle betreut wurden. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde für die Katholiken in Cottbus die Begräbniskirche "Ad Sanctam Portam" (Zur heiligen Pforte) als Fachwerkbau errichtet. Diese Kirche musste aber 1840 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Die Zahl der Katholiken in der Stadt vermehrte sich jedoch, so dass diese 1850 wieder den Bau einer eigenen Kirche ("Zum Guten Hirten") erreichen konnten. 1932 wurde die Marienkirche errichtet. 1989 folgte das Gemeindezentrum "Edith Stein". Die Pfarrgemeinden gehörten seinerzeit zum Erzbistum Breslau. Als dessen Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Oder-Neiße-Grenze geteilt wurde, bildete der westlich der Neiße bei Deutschland verbliebene Teil des Bistums Breslau das "Erzbischöfliche Amt Görlitz" mit einem Kapitelsvikar als Leiter. Diesem folgte 1971 ein Generalvikar und schließlich 1972 ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Damit war die formelle Trennung vom Erzbistum Breslau endgültig vollzogen. Am 8. Juli 1994 wurde die Apostolische Administratur Görlitz per Dekret zum Bistum erhoben und der neu errichteten Kirchenprovinz Berlin unterstellt. Die Pfarrgemeinden der Stadt Cottbus gehören somit seit 1994 zum Dekanat Cottbus/Neuzelle des Bistums Görlitz. JudentumNach der Wende entstand durch den Zuzug jüdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion wieder eine jüdische Gemeinde. Diese zählt heute etwa 350 Mitglieder. Die Gemeinde hat jedoch bis heute keine würdige Synagoge. EingemeindungenIn der Geschichte der Stadt wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen nach Cottbus eingegliedert: - 1871: Schlossgebiet, Mühleninsel, Metzt und Markgrafeninsel
- 1872: Brunschwig am Berge, Brunschwig in der Gasse, Brunschwig Rittergut und Gemeinde Ostrow
- 1904: Landgemeinde Sandow und Gutsbezirk Brunschwig
- 1926: Teilgebiet von Madlow
- 1927: Teilgebiet von Branitz und Ströbitz
- 1950: Madlow, Sachsendorf und Ströbitz sowie Teilgebiete von Groß Gaglow und Klein Gaglow
- 1974: Branitzer Park
- 1994: Branitz, Dissenchen, Döbbrick, Kahren, Maiberg, Merzdorf, Schlichow, Sielow, Skadow, Willmersdorf
- 2003: Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch
EinwohnerentwicklungDie Einwohnerentwicklung von Cottbus ist starken Schwankungen ausgesetzt. Die Schwankungen der Einwohnerzahl zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert sind Folgen der Pest. Die Bevölkerungszahl von Cottbus überschritt 1976 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1989 erreichte die Einwohnerzahl mit fast 130.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenrückgang bis 2005 etwa 25.000 Einwohner verloren. Nach einer Erhebung der Stadtverwaltung Cottbus vom 1. Juli 2005 verließen vom 1. Januar 1990 bis zum 31. Dezember 2004 rund 90.000 Einwohner die Stadt. In der gleichen Zeit wurden 60.000 Zuzüge registriert. Ohne Berücksichtigung von Mehrfachzählungen der gleichen Personen würde dies inklusive der Sterbefälle und Geburten innerhalb dieses Zeitraums einen fast kompletten Austausch der Einwohnerschaft bedeuten Dies zeigt auf jeden Fall beispielhaft für Ostdeutschland die nach der Wende eingesetzte heftige demographische Umgestaltung. Mit Stand vom 31. Juli 2005 gab es in Cottbus 105.438 Einwohner. 51.390 davon waren männlich, 54.048 weiblich. 13 Personen waren 100 Jahre alt oder älter. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Zahlen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|
| 1400 | 2.000 | | 1599 | 490 | | 1652 | 280 | | 1719 | 3.205 | | 1730 | 2.263 | | 1737 | 4.000 | | 1750 | 3.205 | | 1783 | 4.396 | | 1801 | 5.400 | | 1807 | 5.503 | | 1814 | 6.137 | | 1828 | 7.905 | | 1. Dezember 1834 | 8.079 | | 3. Dezember 1849 ¹ | 8.660 | | 3. Dezember 1858 ¹ | 9.310 | | 3. Dezember 1861 ¹ | 10.700 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 3. Dezember 1864 ¹ | 12.100 | | 3. Dezember 1867 ¹ | 13.370 | | 1. Dezember 1871 ¹ | 21.900 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 22.612 | | 1. Dezember 1880 ¹ | 25.584 | | 1. Dezember 1885 ¹ | 28.249 | | 1. Dezember 1890 ¹ | 34.910 | | 2. Dezember 1895 ¹ | 38.000 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 39.322 | | 1. Dezember 1905 ¹ | 46.269 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 48.643 | | 1. Dezember 1916 ¹ | 41.802 | | 5. Dezember 1917 ¹ | 40.643 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 48.046 | | 16. Juni 1925 ¹ | 50.420 | | 16. Juni 1933 ¹ | 52.081 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 55.509 | | 1. Dezember 1945 ¹ | 37.791 | | 29. Oktober 1946 ¹ | 49.131 | | 31. August 1950 ¹ | 60.874 | | 31. Dezember 1955 | 64.508 | | 31. Dezember 1960 | 66.813 | | 31. Dezember 1964 ¹ | 73.358 | | 1. Januar 1971 ¹ | 83.444 | | 31. Dezember 1975 | 96.944 | | 31. Dezember 1981 ¹ | 116.092 | | 31. Dezember 1985 | 124.752 | | 31. Dezember 1988 | 128.639 | | 31. Dezember 1990 | 125.891 | | 31. Dezember 1995 | 123.214 | | 31. Dezember 2000 | 108.491 | | 30. September 2005 | 104.656 |
|
¹ Volkszählungsergebnis
PolitikAn der Spitze der Stadt Cottbus stand wohl schon seit dem 13. Jahrhundert ein Bürgermeister, doch sind nur einige Namen überliefert. Sie fungierten wohl als Sprecher der Bewohner und waren dem Schlossherrn unterstellt. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert gab es auch einen Rat, der aus Ratsmännern und 4 Bürgermeistern bestand. Später änderte sich die Zahl der Bürgermeister. Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt meist den Titel "Oberbürgermeister". Der Rat trug dann die Bezeichnung Stadtverordnetenversammlung. Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister nach den Bestimmungen der Deutschen Gemeindeordnung von der NSDAP eingesetzt und die Stadtverordnetenversammlung aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Stadtverordnetenversammlung wieder frei gewählt. Sie ist das Hauptorgan der Stadtverwaltung, die zuletzt am 26. Oktober 2003 von den Bürgerinnen und Bürgern für eine fünfjährige Zeit gewählt wurde. Die nächste Kommunalwahl wird somit 2008 stattdinden. Das Gremium wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung. Der Oberbürgermeister wird ebenfalls direkt vom Volk gewählt. Bei den letzten Oberbürgermeister-Wahlen am 22. September 2002 konnte sich kein Kandidat der Parteien durchsetzen, und es wurde die parteilose Karin Rätzel (früher SPD) gewählt. Die Enttäuschung über die Kommunalpolitik der Parteien führte bei der Kommunalwahl 2003 zu der sehr geringen Wahlbeteiligung von 28,41 % und dem Stimmengewinn der parteilosen Liste AUB. Im nachfolgenden sind die Oberbürgermeister der Stadt Cottbus seit 1803 aufgelistet: | Amtsbeginn | Amtsende | Amtsinhaber |
|---|
| 1803 | 1831 | Johann Christian Krenkel | | 1831 | 1848 | Johann Gottlob Roemelt | | 1848 | 1848 | Wilke | | 1849 | 1880 | Leopold Jahr | | 1880 | 1892 | Dr. Karl Mayer | | 1892 | 1914 | Paul Werner | | 1914 | 1925 | Dr. Hugo Dreifert | | 1926 | 1926 | Heinrich Nollner | | 1927 | 1933 | Dr. Erich Kreutz | | 1933 | 1937 | Dr. Henricus Haltenhoff |
| | Amtsbeginn | Amtsende | Amtsinhaber |
|---|
| 1937 | 1945 | Franz Viktor | | 1945 | 1946 | Max Döring | | 1946 | 1949 | Otto Weihrauch | | 1949 | 1953 | Hans Bertram | | 1953 | 1954 | Margarete Schahn | | 1954 | 1958 | Herbert Bomski | | 1958 | 1973 | Heinz Kluge | | 1973 |
1989 | Erhard Müller | | 1989 | 2003 | Waldemar Kleinschmidt | | 2003 | | Karin Rätzel |
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Die Stadtverordnetenversammlung hat neben der Oberbürgermeisterin derzeit 50 Mitglieder. Diese teilen sich wie folgt auf die Parteien auf: - CDU (14 Sitze)
- Die Linkspartei.PDS (13 Sitze)
- SPD (9 Sitze)
- Aktive Unabhängige Bürger (AUB) (7 Sitze)
- Bündnis 90/Die Grünen (3 Sitze)
- FDP (2 Sitze)
- Frauenliste Cottbus (FLC) (2 Sitze)
Die bisherigen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung waren Klaus Bernhard Friedrich (CDU), Reinhard Beer (SPD) und Siegfried Kretzsch (SPD). Seit dem Jahr 2003 ist Michael Wonneberger (CDU) der Vorsitzende. Die Wahlberechtigten Bürger von Cottbus wählen vorwiegend die SPD und die Linkspartei.PDS Damit unterscheiden sie sich klar vom Bundesdurchschnitt. Im nachfolgenden sind die Wahlergebnisse der Stadt Cottbus seit 1993 aufgelistet:
| Partei | Kommunalwahl 1993 | Kommunalwahl 1998 | Europawahl 1999 | Kommunalwahl 2003 | Europawahl 2004 | Bundestagswahl 2005 |
|---|
| CDU | 20,12 % | 23,75 % | 25,03 % | 24,14 % | 19,60 % | 17,50 % | | SPD | 28,50 % | 36,39 % | 30,13 % | 19,98 % | 21,20 % | 39,30 % | | Linkspartei.PDS | 27,89 % | 23,87 % | 32,71 % | 26,76 % | 36,50 % | 27,40 % | | Bündnis 90/Die Grünen | 6,04 % | 5,82 % | 3,40 % | 6,10 % | 8,70 % | 5,30 % | | FDP | 5,01 % | 3,10 % | 2,20 % | 4,76 % | 4,70 % | 6,30 % | | AUB | - | - | - | 13,96 % | - | - | Wikipedia Hier können Sie Ihre Hotels Cottbus buchen: Best Western, Mövenpick, Ibis, Scandic, Mercure, Holiday Inn und viele mehr, Hotels am Flughafen, Airport-Hotels, Messe Hotels, uvm. . | |
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