Hotels in Dortmund - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| Wahlspruch: Das Herz Westfalens, stark in Europa |
| Basisdaten |
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe |
| Regionalverband: | Regionalverband Ruhr |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 280,3 km² |
| Einwohner: | 584.939 (1. August 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.086 Einwohner/km² |
| Höhe: | 50-254 m über NN |
| Postleitzahlen: | 44001 bis 44388 |
| Vorwahlen: | 0231 (Ortsnetz Dortmund) 02304 (Ortsnetz Schwerte) |
| Geografische Lage: | Koordinate: 51° 31? N, 7° 28? O51° 31? N, 7° 28? O |
| Kfz-Kennzeichen: | DO |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 13 000 |
| UN/LOCODE: | DE DTM |
| NUTS-Region:: | DEA52 (Dortmund) |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtbezirke |
Adresse der Stadtverwaltung: | Friedensplatz 1 44122 Dortmund |
| Website: | www.dortmund.de |
| E-Mail-Adresse: | redaktion@dortmund.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Dr. Gerhard Langemeyer (SPD) |
| Mehrheit im Stadtrat: | SPD, Bündnis 90/Die Grünen |
| Letzte Wahl: | 26. September 2004 (Stichwahl: 10. Oktober 2004) |
| Nächste Wahl: | Herbst 2009 |
| Schuldenstand: | 979,5 Mio. ? (4. März 2004) |
| Bevölkerung |
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| Arbeitslosenquote | 17,6 % (28. Juli 2005) |
| Ausländeranteil | 12,7 % (30. November 2004) |
| Eingeschriebene Studenten (Uni/FH/etc.) | ca. 30.000 (SS 2005) |
Altersstruktur: (31. Dezember 2003) | | 0-18 J. | 17,2 % | | 18-65 J. | 63,6 % | | über 65 J. | 19,2 % |
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Dortmund (westfälisch Düörpm, seltener Düöpm; lateinisch Tremonia) ist eine kreisfreie Stadt im östlichen Ruhrgebiet. Sie ist die größte Stadt sowie Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Je nach genauem Zähldatum und Quelle liegt sie an der sechsten bis achten Stelle der größten deutschen Städte. Flächenmäßig ist Dortmund die neuntgrößte kreisfreie Stadt Deutschlands.
Dortmund hat sich von einer Industriestadt zu einem bedeutenden Hightech-Standort in NRW entwickelt: Früher vor allem bekannt durch Stahl, Kohle und Bier sowie durch den örtlichen Fußballverein, vollzog sich der Wandel von der Schwerindustrie über Dienstleistung und Forschung bis zur Hochtechnologie. Dortmund ist wichtigster Verkehrsknoten im östlichen Ruhrgebiet und Anziehungspunkt für das bis auf die westlichen Nachbarstädte ländlich geprägte Umland. Seit Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze 1895 ist Dortmund Großstadt.
Wahrzeichen der Stadt sind die Reinoldikirche, das Dortmunder U und der Florianturm, sowie der Signal-Iduna-Park und die Westfalenhallen.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Geografische Lage
- 1.2 Ausdehnung des Stadtgebiets
- 1.3 Nachbargemeinden
- 1.4 Stadtgliederung
- 1.5 Klima
- 2 Demografie
- 3 Geschichte
- 3.1 Stadtgeschichte
- 3.2 Entwicklung des Ortsnamens
- 3.3 Eingemeindungen
- 3.4 Einwohnerentwicklung
- 4 Religionen
- 4.1 Christliche Religion
- 4.2 Nichtchristliche Religionsgemeinschaften
- 5 Politik
- 5.1 Bundestagsabgeordnete
- 5.2 Kommunalwahlergebnisse
- 5.3 Sitzverteilung im Stadtrat
- 5.4 Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister
- 5.5 Oberstadtdirektoren
- 5.6 Landräte des Landkreises Dortmund (bis zum 22. März 1928)
- 5.7 Landräte des Landkreises Hörde (bis 1929)
- 5.8 Wappen und Farben
- 5.9 Städtepartnerschaften
- 6 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 6.1 Theater
- 6.2 Musik
- 6.3 Museen
- 6.4 Galerien
- 6.5 Kino
- 6.6 Bauwerke
- 6.6.1 Industriedenkmäler
- 6.6.2 Plätze
- 6.6.3 Burgen und Schlösser
- 6.6.4 Kirchenbauten
- 6.6.5 Sportstätten
- 6.7 Urbane Viertel
- 6.8 Parks und Grünflächen
- 6.9 Regelmäßige Veranstaltungen
- 6.10 Kulinarische Spezialitäten
- 7 Sport
- 8 Wirtschaft und Infrastruktur
- 8.1 Traditionelle Wirtschaftssektoren, Wandel und Perspektiven
- 8.2 Strukturwandel
- 8.3 Arbeitslosigkeit
- 8.4 Verkehr
- 8.4.1 Fernverkehr
- 8.4.2 Nahverkehr
- 8.5 Ansässige Unternehmen
- 8.6 Messen
- 8.7 Medien
- 8.7.1 Zeitungen und Zeitschriften
- 8.7.2 Fernsehen
- 8.7.3 Hörfunk
- 8.7.4 Online-Magazine und Blogs
- 8.7.5 Verlage
- 8.8 Öffentliche Einrichtungen
- 8.9 Bildung und Forschung
- 8.9.1 Hochschulen
- 8.9.2 Forschungsinstitute
- 9 Persönlichkeiten
- 10 Literatur
- 11 Weblinks
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Geografie
Geografische Lage
Dortmund liegt im mittleren Westen der Bundesrepublik Deutschland. Südlich der Stadt erheben sich die Ausläufer des Ardeygebirges und des Sauerlandes, nördlich grenzt das Münsterland an Dortmund. Im Osten liegt die fruchtbare Soester Börde und im Westen das industriell geprägte Ruhrgebiet, dem auch Dortmund angehört. Dortmund liegt am Oberlauf der Emscher und am Mittellauf der Ruhr. In letztere mündet südlich der Stadtgrenze (unterhalb der Hohensyburg und bereits auf dem Stadtgebiet von Hagen) die Lenne. Nördlich der Stadt fließt die Lippe. Der Dortmund-Ems-Kanal bindet Dortmund an das Binnenschifffahrtskanalnetz an.
Höchste Erhebung Dortmunds ist der Klusenberg mit 254 m über Normalnull. Der niedrigste Punkt befindet sich mit 50 m über Normalnull im Nordwesten des Stadtteils Mengede an der Stelle, an der die Emscher aus dem Stadtgebiet austritt. Als Stadtmittelpunkt und damit allgemeiner Referenzpunkt gilt die Reinoldikirche, 85,42 m über Normalnull, auf 7° 28' 6" östlicher Länge und 51° 30' 58" nördlicher Breite gelegen. In Dortmund gilt wie in ganz Deutschland die Mitteleuropäische Zeit, die mittlere Ortszeit bleibt dieser gegenüber 30 Minuten und 7,7 Sekunden zurück.

Blick auf Dortmund vom Ardeygebirge
Ausdehnung des Stadtgebiets
Das Stadtgebiet Dortmunds umfasst 280,347 km². Die längste Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 21 km, in Ost-West-Richtung 23 km. Dortmunds Stadtgrenze ist insgesamt 126 km lang, 76 km teilt sie sich mit dem Kreis Unna, 21 km mit dem Kreis Recklinghausen, 17 km mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, 10 km mit der Stadt Bochum und 2 km mit der Stadt Hagen.
Nachbargemeinden
Im Nordwesten grenzt der Kreis Recklinghausen mit den Städten Castrop-Rauxel und Waltrop an Dortmund. Von Nordosten bis Südosten ist Dortmund vom Kreis Unna mit den Städten Lünen, Kamen, Unna, der Gemeinde Holzwickede sowie der Stadt Schwerte umklammert. Daran schließt sich die kurze Stadtgrenze zur kreisfreien Stadt Hagen direkt im Süden an. Weiter westlich stößt Dortmund an den Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Städten Herdecke und Witten. Genau im Westen liegt schließlich die kreisfreie Stadt Bochum.
Stadtgliederung

Lage der Stadtbezirke Dortmunds
Dortmund gliedert sich in die zwölf Stadtbezirke
- Innenstadt-West,
- Innenstadt-Nord,
- Innenstadt-Ost,
- Eving,
- Scharnhorst,
- Brackel,
- Aplerbeck,
- Hörde,
- Hombruch,
- Lütgendortmund,
- Huckarde und
- Mengede.
Siehe auch: Liste der Stadtteile in Dortmund
Klima
Dortmund liegt wie ganz Deutschland in einer gemäßigten Klimazone. Tendenziell ist das Klima in Dortmund eher maritim als kontinental geprägt, es zeigen sich einige typische klimatische Merkmale dicht besiedelter Räume. Die Niederschlagsmenge ist mit jährlich 750 mm im langjährigen Durchschnitt deutlich niedriger als in den umliegenden Mittelgebirgen. Der meiste Regen fällt im Sommerzeitraum (Juli durchschnittlich 80-90 mm), der wenigste im Winterzeitraum (Februar durchschnittlich 40-50 mm). Die Winter sind mit -6°-11° C im Januar mild und die Sommer mit 10°-35° C im August relativ kühl. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9-10° C.
Demografie
In Dortmund leben mehr Frauen als Männer. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung liegt bei 51,6 Prozent, der der männlichen Bevölkerung entsprechend bei 48,4 Prozent.
Seit gut 20 Jahren zeigt die natürliche Bevölkerungsbewegung eine negative Tendenz. Das bedeutet, dass die Anzahl der Sterbefälle höher ist als die der Geburten. Diese Bevölkerungsverluste werden teilweise durch den Zuzug von Menschen ausgeglichen. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete Dortmund einen Wanderungsüberschuss.
Der Ausländeranteil an der Dortmunder Bevölkerung liegt bei 12,7 Prozent, davon wiederum kommen 23,5 Prozent aus den EU-Mitgliedstaaten. Die größte Gruppe der ausländischen Einwohner bilden Türken, gefolgt von Jugoslawen und Polen. Zwischen den Stadtbezirken gibt es große Unterschiede beim Anteil der ausländischen Bevölkerung. Leben in den Stadtbezirken Brackel und Aplerbeck nur etwa 5 Prozent ausländische Bürger, so sind es im Stadtbezirk Innenstadt-Nord 41,5 Prozent.
Quelle: Jahresbericht Dortmunder Bevölkerung 2005, Stadt Dortmund - Amt für Statitik und Wahlen
Geschichte
Stadtgeschichte
Erste Spuren der Besiedlung auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet reichen bis in die Bronzezeit zurück. Dortmund wurde um 880 bis 885 das erste Mal als ?Throtmanni? (altsächsisch für ?Schlundberg?) erwähnt. 990 findet sich die Ersterwähnung der Dortmunder Marktrechte. Im 11. Jahrhundert wurde der Legende nach Reinoldus der Schutzpatron der Stadt. 1152 fand in Dortmund eine große Reichsversammlung unter Kaiser Friedrich Barbarossa statt. Im Jahr 1293 wird der Stadt Dortmund das Braurecht verliehen.

Kupferstich der Stadt Dortmund von 1647
Im Grundriss der Hansestadt spielt der Hellweg als Handelsstraße eine besondere Rolle. Infolge des Dreißigjährigen Kriegs verlor Dortmund sehr an Bedeutung. Die Einwohnerzahl Dortmunds sank bis zum Jahre 1793 auf 4500 Einwohner.
Bis 1803 war das zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis gehörende Dortmund Freie Reichsstadt, dann kam die Stadt als Exklave zum Fürstentum Oranien-Nassau. 1806 wurde Dortmund als Teil des französischen Großherzogtum Berg Präfektur des Ruhrdepartements. Nach dem preußischen Sieg über Napoleon fiel Dortmund 1815 schließlich an die preußische Provinz Westfalen. Hier wurde Dortmund 1817 Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirk Arnsberg, aus dem Dortmund 1875 ausschied, um eine kreisfreie Stadt zu werden.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann durch die Kohlenförderung und Stahlverarbeitung der erneute Aufstieg Dortmunds und der Wandel zu einer Industriestadt. Seit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 wurde Dortmund zu einem wichtigen Verkehrsknoten im Ruhrgebiet. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistete 1899 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und damit des Hafens.
Bereits 1905 begann mit der Eingliederung von Körne eine Welle von Eingemeindungen, die mit dem Gesetz über die kommunale Neuordnung des Ruhrgebiets von 1928 ihren Höhepunkt mit der Eingemeindung der Stadt Hörde (die bereits 1340 Stadtrechte erhielt) erreichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt mitsamt ihrer historischen Kirchen stark zerstört. 98 % der innerstädtischen Besiedlungsflächen lagen in Trümmern. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurde zunächst erwogen, die Innenstadt nicht wieder aufzubauen. Der Wiederaufbau ging insgesamt gesehen aber so schnell voran, dass 1950 der 500.000. Einwohner geboren wurde.
Siehe auch: Geschichte der Stadt Dortmund
Entwicklung des Ortsnamens
Dortmund wurde um das Jahr 882 erstmals in den Urbaren des Klosters Werden namentlich erwähnt. Der lateinische Eintrag lautet ?In Throtmanni liber homo Arnoldus VIII denarios nobis solvit? (deutsch: ?In Throtmanni zahlt uns der freie Mann Arnold 8 Pfennige?). Wenige Jahre später, im Jahr 899, wurde Dortmund erneut in einer Urkunde erwähnt, diesmal als Trutmania. Aus den folgenden Jahren finden sich viele verschiedene Einträge wie Trutmenni (928), Thortmanni (939), Trotmannia (941), Drotmanni (953), Thrutmanniu (978), Therotmani, Thertmanni, Thertamanni (983-1002), Trutmundi (997), Dretmonna und Thortmanne (1002-34), Trutmonia (1024), Trytemanne (1030), Trudimonia (1033) und so weiter, die aber alle auf denselben Lautstamm zurückzuführen sind. Die Verwendung der einzelnen Bezeichnungen erscheint dabei willkürlich. 1152 und damit ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Dortmund stellte Kaiser Friedrich I. dem Kölner Erzbischof Arnold II. eine Urkunde aus, die die lateinische Bezeichnung ?in burgo Tremonia? (deutsch: ?in der Stadt Tremonia?) enthält. Von diesem Zeitpunkt an findet sich in den lateinischen Quellen nur noch die Bezeichnung Tremonia und es wird vermutet, dass dies auf eine Anordnung Friedrich Barbarossas zurückgeht. Erst als im 14. Jahrhundert wieder deutsche Quellen aufkamen, finden sich auch wieder sprachlich weiterentwickelte Formen des ursprünglichen Namens wie Dorpmunde oder Dortmunde. Diese Formen wurden dann im westfälischen Platt zu Düörpm (seltener auch Düöpm) verkürzt.
Die dem Wortstamm Throtmanni ähnlichen Namensformen leiten sich aus dem Altsächsischen her und geben bis heute Rätsel auf. Der Germanist Paul Derks übersetzte Throtmanni mit ?Siedlung am gurgelnden Gewässer? (wörtlich: ?Gurgel-? oder ?Kehlbach?). Der Namensforscher Jürgen Udolph führte aber in einer ausführlichen Untersuchung Dortmund auf Throtmande zurück und übersetzt dies mit ?Schlundberg?, also ein Berg mit einem oben befindlichen, tiefen Einschnitt. Beide Interpretationen schließen auf die Beschreibung besonderer geografischer Gegebenheiten, die heute aber aufgrund der Bebauung nicht mehr nachvollziehbar sind. Die Bezeichnung Tremonia leitet sich nicht direkt aus diesem Wortstamm ab. Man vermutet, dass bei Verwendung dieser Bezeichnung der gute phonetische Klang und der aus volksetymologischer Perspektive vorhandene Sinngehalt eine Rolle spielten. Der Name würde sich dann aus den Wörtern tres oder tria (lateinisch für drei) und moenia (Mauer) zusammensetzen und soviel wie Dreimauernstadt bedeuten. Nicht nachvollziehbar ist dabei aber, inwieweit damit tatsächlich auf eine dreifache Ummauerung der Stadt angespielt wird. Auch die Namensform Throtmanni unterlag volksetymologischen Deutungen. So verweisen Chronisten des Spätmittelalters auf zwei Dörfer, das ?alde? und das ?neue Dorp?, die beide bei einer Burg ?Munda? gelegen haben sollen und den Siedlungskern der Stadt Dortmund darstellen. Diese sächsische Burg sei durch die Römer (oder auch die Franken) belagert und erobert worden. Vom römischen Schlachtruf ?trucide, trucide? (deutsch: ?Metzelt sie nieder, metzelt sie nieder?) hätten die Sachsen in Ermangelung von Lateinkenntnissen nur trutz oder trot verstanden und daraufhin zunächst die Römer und später den Ort selbst spöttisch als Trotmanni (Trutzmänner) bezeichnet.
Eingemeindungen
In die Stadt Dortmund wurden folgende Gemeinden eingemeindet:
- 1905: Gemeinde Körne
- 1914: Gemeinden Deusen, Dorstfeld, Eving, Huckarde, Kemminghausen, Lindenhorst, Rahm und Wischlingen
- 1918: Gemeinden Brackel und Wambel
- 1928: Stadtkreis (seit 1911) Hörde und Gemeinden Asseln, Bodelschwingh, Bövinghausen, Brechten, Brüninghausen, Ellinghausen, Schwieringhausen, Grevel, Holthausen, Kirchderne, Kirchlinde, Kley, Lanstrop, Lütgendortmund, Marten, Mengede, Nette, Oespel, Westerfilde, Wickede und Teile von Derne (alle Landkreis Dortmund)
- 1929: Gemeinden Aplerbeck, Barop, Berghofen, Kirchhörde, Kurl, Schüren, Sölde, Syburg und Wellinghofen sowie Teile von Somborn (alle Landkreis Hörde)
- 1975: Gemeinden Holzen und Lichtendorf sowie Teile von Buchholz
Einwohnerentwicklung

Diagramm der Bevölkerungsentwicklung Dortmunds von 1380 bis 2005
Um 1300, während der Zeit der Hanse, galt Dortmund mit bis zu 15.000 Einwohnern mit Köln und Soest als eine der größten Städte im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Im Laufe des Mittelalters sanken bedingt durch Kriege und Fehden sowie durch Pestepidemien die Einwohnerzahlen auf etwa 4.000. 1793 hatte Dortmund 4.500 Einwohner. Bis 1895 wuchs die Kernstadt im Zuge der Industrialisierung auf 110.000 Menschen.
Nach der Eingemeindung der Stadt Hörde und der Landkreise Dortmund und Hörde lebten 1929 etwa 536.000 Personen in der Stadt. Der 2. Weltkrieg entvölkerte das zerstörte Dortmund. 1945 zählte man 340.000 Menschen. Danach siedelten sich viele ins ländliche Umland evakuierte Menschen und Flüchtlinge in Dortmund an. Die Einwohnerzahlen stiegen rasch. 1965 wurde mit 657.804 Bürgern ein Höchststand erreicht. Stadtplaner träumten von einer Millionenmetropole, doch es kam anders. Bis 2000 sank die Einwohnerzahl auf 588.994 Menschen.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ?Ortsanwesende Bevölkerung?, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die ?Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung?. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|
| 1300 | 15.000 | | 1380 | 8.000 | | 1480 | 7.500 | | 1600 | 4.000 | | 1700 | 3.000 | | 1793 | 4.500 | | 1825 | 5.794 | | 1. Dezember 1834 ¹ | 6.860 |
| 3. Dezember 1849 ¹ | 10.515 | | 3. Dezember 1858 ¹ | 22.099 | | 3. Dezember 1861 ¹ | 23.300 | | 3. Dezember 1864 ¹ | 27.400 | | 3. Dezember 1867 ¹ | 33.500 | | 1. Dezember 1871 ¹ | 44.420 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 1. Dezember 1880 ¹ | 66.544 | | 1. Dezember 1885 ¹ | 78.435 | | 1. Dezember 1890 ¹ | 89.663 | | 2. Dezember 1895 ¹ | 111.232 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 142.733 | | 1. Dezember 1905 ¹ | 175.577 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 214.226 | | 1. Dezember 1916 ¹ | 268.077 | | 5. Dezember 1917 ¹ | 250.536 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 295.026 | | 16. Juni 1925 ¹ | 321.743 | | 16. Juni 1933 ¹ | 540.875 | | 17. Mai 1939 ¹ | 542.261 | | 31. Dezember 1945 | 433.156 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 29. Oktober 1946 ¹ | 436.491 | | 13. September 1950 ¹ | 507.349 | | 25. September 1956 ¹ | 607.885 | | 6. Juni 1961 ¹ | 641.480 | | 31. Dezember 1965 | 657.804 | | 27. Mai 1970 ¹ | 639.634 | | 31. Dezember 1975 | 630.609 | | 31. Dezember 1980 | 608.297 | | 31. Dezember 1985 | 572.094 | | 25. Mai 1987 ¹ | 584.089 | | 31. Dezember 1990 | 599.055 | | 31. Dezember 1995 | 598.840 | | 31. Dezember 2000 | 588.994 | | 31. Juli 2005 | 584.939 |
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¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Christliche Religion

Der Alter Markt und die Reinoldikirche
Dortmund gehörte seit der Gründung zum Erzbistum Köln und war Sitz eines Archidiakonats. Ab 1523 fasste allmählich die Reformation Fuß. Doch wurde erst ab 1562 das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt. Die Stadt war danach überwiegend protestantisch. Als Freie Reichsstadt konnte Dortmund auch die religiösen Angelegenheiten selbst regeln und so erhielt die Stadt 1570 ein neues Kirchenregiment. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Das reformierte Bekenntnis war bis 1786 überhaupt nicht zugelassen. 1625 errichtete der Rat die Superintendentur Dortmund. Hieraus entstand nach dem Übergang an Preußen der spätere Kirchenkreis Dortmund innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen westfälischer Provinzialkirche. Später wurde der Kirchenkreis Dortmund in vier Kirchenkreise aufgeteilt. Heute bilden die Kirchenkreise Dortmund-Mitte-Nordost (22 Kirchengemeinden), 2002 fusioniert aus den Kirchenkreisen Dortmund-Mitte und Dortmund Nordost, Dortmund-Süd (14 Kirchengemeinden) und Dortmund-West (14 Kirchengemeinden) mit ihren zugehörigen Kirchengemeinden zusammen mit dem benachbarten Kirchenkreis Lünen (5 Kirchengemeinden) den ?Verband der evangelischen Kirchengemeinden und Kirchenkreise in Dortmund und Lünen? innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Auch nach Einführung der Reformation gab es noch wenige Katholiken in Dortmund, die weiterhin zum Erzbistum Köln gehörten. Ihnen verblieben zunächst nur die Klosterkirchen für gottesdienstliche Nutzungen. 1616 erhielt jedoch das Dominikanerkloster wieder Pfarrrechte. Nach 1803 wurden die katholischen Klosterkirchen entweder säkularisiert oder gar abgebrochen. Die Kirche des aufgehobenen Dominikanerklosters blieb als Propsteikirche erhalten. 1821 wurden die Katholiken dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Infolge starker Zuwanderung im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert, insbesondere aus der damaligen Provinz Posen, nahm auch die Zahl der Katholiken stark zu. 1832 wurde Dortmund Sitz eines katholischen Dekanats, das später in die Dekanate Mitte, Nordost, Süd und West unterteilt wurde, zu denen heute alle Pfarrgemeinden der Stadt Dortmund gehören. Die Dekanate Dortmund-Nordost und Dortmund-Süd umfassen jedoch auch Pfarrgemeinden, die nicht zum Stadtgebiet Dortmunds gehören.

Christuskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Dortmund-Mitte, erbaut um die Jahrhundertwende
Neben den evangelischen (34,7 % der Dortmunder gehören der evangelischen Kirche an) und katholischen Gemeinden (29,7 % der Dortmunder gehören der römisch-katholischen Kirche an) in Dortmund gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter mehrere evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten) (Christuskirche Dortmund-Mitte, Feldherrnstraße, Brückengemeinde Dortmund-Hörde, Auferstehungsgemeinde Dortmund-Eving, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Asseln, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Mitte, Saarbrücker Straße und Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Huckarde), die Freie Evangelische Gemeinde Dortmund-Körne und die Evangelisch-methodistische Kirche Dortmund-Mitte.
Auch die Orthodoxen, die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (?Mormonen?) sowie die Alt-Katholische Kirche sind in Dortmund vertreten.
Siehe ergänzend auch Religionsgeschichte der Stadt Dortmund.
Nichtchristliche Religionsgemeinschaften
Bedeutendste nichtchristliche Religionsgemeinschaft in Dortmund ist der Islam. Viele Moscheen und Gebetshäuser (vor allem in der stark türkisch besiedelten nördlichen Innenstadt) machen dies deutlich.
Die 4200 Mitglieder starke orthodoxe jüdische Kultusgemeinde betreibt in Dortmund neben der Synagoge auch einen Kindergarten.
Weiterhin beherbergt Dortmund zwei Thai-Buddhistische Gemeindezentren: den Wat Pah Analayo und den Wat Dhammabharami.
Für die hinduistische Gemeinde der in Dortmund lebenden Tamilen ist der Sri Kamadchi Ampal-Tempel in Hamm von großer Bedeutung. Außerdem existiert eine Baha'i-Gemeinde.
Politik
An der Spitze der Stadt Dortmund stand in Zeiten der Freien Reichsstadt der 18köpfige später 12köpfige Rat, welcher im Laufe der Zeit verschiedentlich zusammengesetzt war. Die Amtszeit dauerte zunächst ein Jahr, wobei die Mitglieder turnusmäßig wechselten, sodass es einen ?alten Rat? und einen ?neuen Rat? beziehungsweise ?sitzenden Rat? gab. Seit Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Ratsherren auf Lebenszeit gewählt. Von den 6 Obersten Ratsherren führten zwei den Titel ?Bürgermeister?. Der 7. Sitz war dem Freigrafen vorbehalten. Nach 1803 übernahm ein fürstlich-oranischer Stadtmagistrat die Amtsgeschäfte und in französischer Zeit gab es einen Maire, dem ein Munizipalrat zur Seite stand. Nach
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