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 | Dieser Artikel befasst sich mit der deutschen Stadt Dresden, andere Bedeutungen unter Dresden (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
|---|
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 328,30 km² |
| Einwohner: | 489.259 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.490 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 3,1 % |
| Arbeitslosenquote: | 15,0 % (September 2005) |
| Höhe: | 113 m ü. NN (Altmarkt) |
| höchster Punkt: | 383 m ü. NN (Triebenberg) |
| tiefster Punkt: | 101 m ü. NN (Cossebaude) |
| Postleitzahlen: | 01001-01462 (alte PLZ: 8010?8090) |
| Telefonvorwahl: | 0351 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 51° 02' N, 13° 44' O51° 02' N, 13° 44' O |
| Kfz-Kennzeichen: | DD |
| Gemeindeschlüssel: |
14 2 62 000 |
| UN/LOCODE: | DE DRS |
| Stadtgliederung: | 10 Ortsämter/9 Ortschaften |
Adresse der Stadtverwaltung: | Dr.-Külz-Ring 19 01067 Dresden |
| Website der Stadt: | www.dresden.de |
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung @dresden.de |
| Amtliches Mitteilungsblatt: | Dresdner Amtsblatt |
| Politik |
|---|
| Oberbürgermeister: | Ingolf Roßberg (FDP, für Initiative OB für Dresden) |
| Regierende Parteien: | CDU, FDP, DSU, Freie Bürger |
Fraktionen im Stadtrat: 70 Mandate | CDU Linke Bündnis 90/Die Grünen SPD FDP (inkl. DSU) Bürgerfraktion (darunter: Bürgerliste Freie Bürger Volkssolidarität) Fraktionslose (Nat. Bündnis) | Sitze: 21 17 9
8 6 (1) 6
(2) (2) (2) 3 |
| Letzte Stadtratswahl: | 13. Juni 2004 |
Dresden (sorbisch: Drje?d?any; abgeleitet aus dem altsorbischen Dre??any für Sumpf- oder Auwaldbewohner, tschechisch: Drá??any) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Sie liegt nordwestlich des Elbsandsteingebirges und an der Nordabdachung des Osterzgebirges sowie am Übergang vom Ober- zum Mittellauf der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, der letzten durchbruchartigen Tallandschaft des Flusses.
Bereits in der Steinzeit besiedelt und 1206 erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sich Dresden zur kurfürstlichen und königlichen Residenz. Dresden ist das politische und kulturelle Zentrum des Freistaates. Es hat den Status einer kreisfreien Stadt, ist Sitz des Regierungsbezirks Dresden und zahlreicher Hochschulen. Die Einwohnerzahl der Stadt Dresden überschritt ca. 1852 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Dresden bildet den Kern des gleichnamigen Ballungsgebietes in Mitteleuropa und ist dadurch Verkehrsknotenpunkt und ein wirtschaftliches Zentrum. Zusammen mit den Ballungsräumen Chemnitz-Zwickau sowie Leipzig-Halle bildet dieser Ballungsraum die ?Metropolregion Sachsendreieck?.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geographie
- 1.1 Natur
- 1.2 Umgebung
- 1.3 Stadtgliederung
- 2 Geschichte
- 2.1 Religionen
- 2.2 Entwicklung des Stadtgebiets
- 3 Politik
- 3.1 Stadtverwaltung, -gremien und -politik
- 3.2 Räumliche Gliederung der Kommunalpolitik
- 3.3 Historische Entwicklung
- 3.3.1 Liste der Oberbürgermeister seit 1853
- 3.3.2 Entwicklung des Wappens
- 3.4 Bundestagsabgeordnete
- 3.5 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Theater und Bühnen
- 4.2 Musik
- 4.3 Museen und Galerien
- 4.3.1 Staatliche Museen und Landesmuseen
- 4.3.2 Nationale Museen
- 4.3.3 Städtische Museen
- 4.3.4 Weitere Museen
- 4.3.5 Zeitgenössische Kunst in Dresden
- 4.4 Bibliotheken
- 4.5 Kinos
- 4.6 Bauwerke
- 4.6.1 Kulturelles Erbe
- 4.6.2 Kirchen und Synagogen
- 4.6.3 Moderne Bauwerke
- 4.6.4 Kritik am Städtebau
- 4.6.5 Brücken
- 4.6.6 Technische Bauwerke
- 4.6.7 Brunnen, Denkmäler und Skulpturen
- 4.6.8 Sonstige
- 4.7 Ausflugsziele/ Erholung
- 4.7.1 In Dresden
- 4.7.2 In der näheren Umgebung
- 4.8 Freizeit
- 4.8.1 Vereine
- 4.8.2 Sportanlagen
- 4.8.3 Nachtleben
- 4.9 Regelmäßige Veranstaltungen
- 4.9.1 Frühjahr
- 4.9.2 Sommer
- 4.9.3 Herbst
- 4.9.4 Winter
- 4.10 Kulinarische Spezialitäten
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 5.1 Kennzahlen
- 5.2 Ansässige Unternehmen
- 5.3 Einzelhandel
- 5.4 Traditionsunternehmen/Ehemalige Unternehmen
- 5.5 Verkehr
- 5.5.1 Straßenverkehr
- 5.5.2 Öffentlicher Verkehr
- 5.5.3 Güterverkehr
- 5.6 Medien
- 5.6.1 Tageszeitungen
- 5.6.2 Sonstige Zeitungen und Zeitschriften
- 5.6.3 Rundfunk und Fernsehen
- 5.6.4 Trivia
- 5.7 Öffentliche Einrichtungen
- 5.8 Bildung und Forschung
- 5.8.1 Hochschulbildung und universitäre Forschung
- 5.8.2 Außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtungen
- 5.8.3 Projekte
- 5.8.4 Einrichtungen für Technologietransfer und Innovationsförderung
- 5.8.5 Erfindergeist und Patente
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Ehrenbürger
- 6.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 7 Quellen und Literatur
- 8 Weblinks
- 8.1 Wikimedia-Projekte
- 8.2 Allgemein
- 8.3 Architektur
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Geographie

Dresdner Innenstadt vom Süd-Südosten bei Goppeln ? v.l.n.r. Räcknitz, Zschertnitz und Teile der Südvorstadt
Dresden liegt beiderseits der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, eingebettet zwischen den Ausläufern des Osterzgebirges, dem Steilabfall der Lausitzer Granitplatte und dem Elbsandsteingebirge auf etwa 113 Meter über Normalnull. Unter anderem wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage am Fluss und seiner barocken und mediterranen Architektur sowie der klimatisch vorteilhaften Besonderheiten wird die Stadt auch ?Elbflorenz? genannt. Die höchste Erhebung des erweiterten Dresdner Stadtgebietes ist der 384 m hohe Triebenberg, der nördlich der Elbe liegt.
Die Stadt ist nach teils großflächigen Eingemeindungen, aber auch aufgrund der Siedlungsallokation, ihrer Fläche nach hinter Berlin, Hamburg und Köln die viertgrößte Großstadt Deutschlands.
Wichtige Flüsse in Dresden sind die Elbe, die die Stadt als einziges schiffbares Gewässer durchfließt, die Weißeritz und der Lockwitzbach, beides linke Nebengewässer der Elbe, die im Osterzgebirge entspringen, sowie die Prießnitz, ein rechter Nebenfluss der Elbe.
Siehe auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen
Natur

In der Nähe der drei Elbschlösser gehen Dresdner Heide und Elbwiesen ineinander über
Dresden gehört nach großflächigen Eingemeindungen mit 63 % Grün- und Waldfläche zu den grünsten Großstädten in Europa. Die Dresdner Heide bildet eine geschlossene Waldfläche im Dresdner Norden. Im erweiterten Stadtgebiet gibt es vier Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 331 ha, 12 Landschaftsschutzgebiete mit mehr als 11.000 ha teilweise deckungsgleich mit neun FFH-Gebieten mit 1.800 ha Fläche. Zahlreiche denkmalgeschützte Gärten, Alleen und Parkanlagen sowie Friedhöfe bilden 110 Naturdenkmäler oder geschützte Landschaftsbestandteile.
Umgebung
Nahe gelegene deutsche Großstädte sind Chemnitz (80 km südwestlich), Leipzig (100 km nordwestlich) und Berlin (200 km nördlich). 150 km südlich befindet sich die tschechische Hauptstadt Prag, die Goldene Stadt, 230 km östlich liegt Breslau (Wroc?aw) in Polen.
In der Nachbarschaft liegen der Landkreis Kamenz mit der Stadt Radeberg, der Landkreis Sächsische Schweiz mit den Städten Pirna und Heidenau, der Weißeritzkreis mit der Stadt Freital und der Landkreis Meißen mit Moritzburg und der Stadt Radebeul. Alle erwähnten Städte grenzen direkt an Dresden an und bilden den Kernraum des Ballungsraumes Dresden. Etwas weiter entfernt liegt Riesa und die Bergstadt Freiberg.
Stadtgliederung
Zur ursprünglichen Stadt Dresden gehörten Stadtteile, die in der gegenwärtigen Struktur fast alle den Ortsämtern Altstadt und Neustadt zugehörig sind. Neben den innerhalb der Stadtfestung liegenden Teilen entstanden außerhalb der Stadtmauern, jedoch meist auf Dresdner Flur, Vorstädte, die auf Anweisung sächsischer Herrscher angelegt worden waren und zum Teil nach diesen benannt wurden. Die Antonstadt ist mittlerweile weitestgehend unter dem Begriff Äußere Neustadt bekannt. Die anderen ?königlichen? Vorstädte blieben dagegen als Begriff erhalten. Später wuchs die Stadt vor allem im 19. Jahrhundert, als weitere Dörfer dichter bebaut wurden. Der Begriff Vorstadt wurde später für weitere Stadtteile nicht mehr verwendet.
1958 bereits war das Stadtgebiet von Dresden in die fünf Stadtbezirke Mitte, Ost, West, Süd und Nord eingeteilt worden.

Auflösung der Nummerierung in der Tabelle
Seit 1991 ist das Stadtgebiet von Dresden in zehn Ortsamtsbereiche eingeteilt. Nach Eingemeindungen kamen später neun Ortschaften hinzu.
Dresden gliedert sich gegenwärtig in zehn Ortsamtsbereiche und neun Ortschaften. Die Ortsamtsbereiche wurden aus dem Stadtgebiet vor 1990 gebildet, während die Ortschaften durch nach 1990 eingemeindete Flächen gebildet wurden. Der Ortsamtsbereich mit der höchsten Bevölkerung ist der um Blasewitz, das flächengrößte der von Loschwitz. Die größte und bevölkerungsreichste Ortschaft ist Schönfeld-Weißig, die sich im Schönfelder Hochland erstreckt. Die Dresdner Innenstadt liegt in den Ortsamtsbereichen Altstadt und Neustadt.
Bei den neun Ortschaften, die teilweise auch aus mehreren Ortsteilen bestehen, handelt es sich um die erst Ende der 1990er Jahre eingegliederten ehemals selbständigen Gemeinden. Eine Ausnahme ist der Ortsteil Kauscha, der, bis 1999 zu Bannewitz gehörig, dem Ortsamt Prohlis angegliedert wurde.
| Die 10 Ortsamtsbereiche und die 9 Ortschaften mit ihren zugehörigen Orts- und Stadtteilen |
|---|
| Ortsamt/Ortschaft | Einwohner (Hauptwohnsitz) (31. Dez 2003) |
Fläche in km² | Dichte in Einw./km² | Stadtteile/Ortsteile |
| (1) Altstadt | 47 811 | 17,00 | 2.812 | Innere Altstadt, Friedrichstadt, Johannstadt, Pirnaische Vorstadt, Seevorstadt und Wilsdruffer Vorstadt |
| (2) Neustadt | 36 098 | 14,85 | 2.431 | Albertstadt, Äußere Neustadt, Innere Neustadt, Leipziger Vorstadt und Radeberger Vorstadt |
| (3) Pieschen | 43 923 | 16,20 | 2.711 | Pieschen, Trachenberge, Mickten, Kaditz, Trachau und Übigau |
| (4) Klotzsche | 19 469 | 27,10 | 718 | Klotzsche, Hellerau, Rähnitz und Wilschdorf |
| (5) Loschwitz | 18 428 | 68,84 | 268 | Loschwitz, Weißer Hirsch, Rochwitz, Wachwitz, Niederpoyritz, Hosterwitz, Söbrigen, Oberpoyritz, Bühlau, Pillnitz und die Dresdner Heide |
| (6) Blasewitz | 76 784 | 14,48 | 5.303 | Blasewitz, Striesen, Tolkewitz, Gruna, Dobritz und Seidnitz |
| (7) Leuben | 36 198 | 13,05 | 2.774 | Leuben, Laubegast, Alttolkewitz, Kleinzschachwitz, Zschieren, Meußlitz, Großzschachwitz, Sporbitz und für Teile von Niedersedlitz und Dobritz |
| (8) Prohlis | 54 292 | 21,10 | 2.573 | Großluga, Kleinluga, Kauscha, Leubnitz-Neuostra, Lockwitz, Nickern, Niedersedlitz, Prohlis, Reick, Strehlen, Torna und Teile von Mockritz |
| (9) Plauen | 47 621 | 15,80 | 3.014 | Plauen, Südvorstadt, Coschütz, Gittersee, Kaitz, Kleinpestitz, Mockritz, Gostritz, Räcknitz und Zschertnitz |
| (10) Cotta | 63 084 | 19,34 | 3.262 | Briesnitz, Kemnitz, Stetzsch, Cotta, Omsewitz-Burgstädtel, Leutewitz, Gorbitz, Wölfnitz, Löbtau, Naußlitz, Roßthal-Neuimptsch, Dölzschen |
| (11) Altfranken | 1 093 | 1,28 | 854 | |
| (12) Cossebaude | 5 237 | 8,04 | 651 | Gohlis, Niederwartha, Cossebaude, Neu-Leuteritz |
| (13) Gompitz | 3 047 |
11,72 | 260 | Gompitz, Ockerwitz, Pennrich, Roitzsch, Steinbach, Zöllmen, Unkersdorf |
| (14) Langebrück | 3 713 | 6,95 | 534 | |
| (15) Mobschatz | 1 452 | 8,50 | 171 | |
| (16) Oberwartha | 366 | 2,03 | 180 | |
| (17) Schönborn | 501 | 5,20 | 96 | |
| (18) Schönfeld-Weißig | 12 570 | 41,33 | 304 | Borsberg, Cunnersdorf, Eichbusch, Eschdorf, Gönnsdorf, Helfenberg, Malschendorf, Pappritz, Reitzendorf, Rockau, Rossendorf, Schönfeld, Schullwitz, Weißig und Zaschendorf |
| (19) Weixdorf | 5 966 | 15,49 | 385 | Weixdorf, Marsdorf, Lausa, Friedersdorf und Gomlitz |
Geschichte
Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Dresdens

Blick auf Dresdner Altstadt mit Augustusbrücke um 1900
Erste Siedlungen bestanden im Dresdner Raum bereits in der Jungsteinzeit. Die Furt durch die Elbe in Höhe der heutigen Altstadt bestand wahrscheinlich schon im frühen Mittelalter. Dresdens Besiedlung blieb trotz der lukrativen Lage an der Elbe und der fruchtbaren Böden aufgrund der starken Bewaldung problematisch.
Im Jahre 1206 wird Dresden erstmals urkundlich erwähnt. Die damalige Bezeichnung war Dresdene; sie ist vermutlich vom slawischen Begriff ?Dre??any? (?Auwaldbewohner?) abgeleitet, mit dem ursprünglich die Bewohner des Ortes bezeichnet worden waren.

Stadtplan von Dresden um 1895
Ende des 15. Jahrhunderts wird Dresden Residenzstadt der sächsischen Herrscher und erfährt mit der Erhebung des wettinischen Herrschaftsbesitzes zum Kurfürstentum und Königreich eine Aufwertung als politisches und kulturelles Zentrum. Durch den Übergang der kurfürstlichen Würde innerhalb des Hauses Wettin (Wittenberger Kapitulation) wird die Stadt zur Hauptstadt des wichtigsten protestantischen Landes innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In dieser Zeit wurden auch wichtige kulturelle Einrichtungen begründet, die bis in die Gegenwart die besondere Geltung Dresdens ausmachen.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Dresden nie geplündert oder zerstört, aber durch Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche Stagnation in seiner Entwicklung gestört. Die Geschichte seit dem Dreißigjährigen Krieg ist dann sehr wechselvoll: Zum Einen entstanden in Dresden die bekannten Bauwerke und Parkanlagen; auf der anderen Seite war Dresden in fast alle großen europäischen Kriege verwickelt und wurde dabei mehrfach beschädigt.
1685 brannte Altendresden komplett ab und wurde über mehrere Jahrzehnte wiederaufgebaut und erst 1732 als ?Neue Königliche Stadt? vollendet. Schon seit längerem wird der Stadtteil deshalb als Neustadt bezeichnet. Unter August II., genannt ?August der Starke?, errang Dresden die kulturelle Bedeutung, die es bis in die Moderne besitzt. Im Dezember 1745 wurde Dresden im österreichischem Erbfolgekrieg zum ersten Mal durch Preußen erobert. Erneut wurde Dresden im Siebenjährigen Krieg 1756 durch Preußen eingenommen. Als sich die österreichische Armee der Stadt näherte, ließ der preußische Gouverneur Teile der Stadt abbrennen. 1760 belagerte Preußen Dresden erfolglos und beschoss dabei die Innenstadt. 1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freude, die lyrische Vorlage für die Hymne der Europäischen Union, in Dresden.
Im Frühjahr des Jahres 1791 wurde in Dresden bzw. im nahe gelegenen Ort Pillnitz mit der Pillnitzer Deklaration ein Initial für die mehr als 150 Jahre währende Feindseligkeit zwischen Deutschland und Frankreich gelegt. Darin riefen die vornehmlich deutschen Monarchen die europäischen Mächte zur Zerschlagung der Französischen Revolution auf. Bereits in die Befreiungskriege gegen Napoleon war Dresden intensiv involviert. Im Jahr 1813 fanden zahlreiche vorentscheidende Schlachten der Völkerschlacht bei Leipzig um Dresden herum statt. Sachsen und damit Dresden kämpfte auf der Seite von Frankreich, die Stadt wurde durch die Franzosen weiter befestigt und durch deren Truppen geschützt.
Im weiteren 19. Jahrhundert blieb Dresden von Kriegen verschont und wurde Hauptstadt eines der stärksten Königreiche auch ab 1871 im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg blieb die Stadt unberührt. Nach der Novemberrevolution 1918 wurde Dresden Hauptstadt des Freistaates Sachsen.
Auch im Zweiten Weltkrieg sah es lange so aus, als würde Dresden von Kriegshandlungen verschont bleiben, bis im Frühjahr 1945 weite Teile des Stadtgebietes durch britische und US-amerikanische Luftangriffe schwer beschädigt wurden. Die genaue Zahl der Opfer ist ungewiss. Man nimmt Opferzahlen in Höhe von etwa 25.000 bis 40.000 Toten an. Offiziell anerkannt ist heute die Zahl von 35000 Toten. Dass die Opferzahl höher liegen könnte, ist gegenwärtig stark umstritten und seit Jahrzehnten Diskussionsfokus. So gehen einige Historiker von bis zu 350.000 Toten aus, da viele Menschen in der Bombennacht völlig verbrannten.
Dresden war seit Jahrhunderten ein militärisches Zentrum. Im Dresdner Norden wurde die Albertstadt als autarke Militärstadt angelegt, die unter den Nationalsozialisten weiter ausgebaut wurde. Zwischen 1939 und 1945 wurden auch KZ-Häftlinge, v. a. aus den Lagern in Auschwitz und Flossenbürg, in der Stadt in Baracken interniert. Sie arbeiteten in der Rüstungsindustrie Dresdens.
Nach 1945 standen in und um Dresden die 1. Gardepanzerarmee der Sowjetunion sowie die 7. Panzerdivision der Nationalen Volksarmee. Nie zuvor in Friedenszeiten standen so viele Truppen in Dresden wie zwischen 1945 und 1990. In den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung wurden alle Truppenteile verlegt oder aufgelöst.
Während der Zeit des Sozialismus wurden viele Reste der alten Stadt beseitigt. Ruinen des barocken Dresden sowie Kirchen wurden gesprengt. Die unzerstörte äußere Neustadt blieb aufgrund von Bürgerprotesten erhalten. In Prohlis und Gorbitz entstanden Großsiedlungen in Plattenbauweise auf zuvor unbebautem Land. Die Johannstadt und andere Gebiete im Stadtzentrum wurden ebenso in Großblockbauweise überbaut. Nur wenige alte Gebäude wurden wieder hergerichtet. Das zerstörte Stadtzentrum wurde nach den Idealen des sozialistischen Wohnungsbaus neu angelegt. Erst spät wurden Semperoper, Zwinger und die Kathedrale wiederaufgebaut.

Elbehochwasser im August 2002
Nach der Wende 1989 wurden nochmals einige alte Gebäude abgerissen. Viele andere wurden jedoch mit Hilfe steuerlicher Subventionen wieder hergerichtet. Viele Gebiete Dresdens gelten daher als Beispiele für die gelungene Restauration von Baudenkmälern und stehen als Gesamtensembles unter Denkmalschutz.
Im August 2002 wurde die Stadt von der sogenannten ?Jahrhundertflut? getroffen. Dabei überschwemmten mehrere Nebengewässer und die Elbe die Stadt. Die Elbe erreichte einen Pegelstand, der die bis dato schwersten Hochwasser von 1784, 1799 und 1845 übertraf. Das Reparieren von Straßen und Infrastruktur dauerte nach dem Hochwasser bis in die Gegenwart an. Betroffene Bauwerk waren wesentlich schneller wieder hergerichtet.
Im Jahr 2005 wurde nach zehnjähriger Bauzeit der Wiederaufbau der Frauenkirche im Rohbau fertig gestellt und die Kirche am 30. Oktober geweiht. Im Jahr 2006 feiert die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen, formal an der ersten urkundlichen Erwähnung festgemacht.
Religionen
Siehe auch: Hauptartikel Religionen in Dresden
In Dresden gehören etwa 20.000 Menschen einer römisch-katholischen und etwa 75.000 einer evangelisch-lutherischen Gemeinde an. Dies entspricht einem Anteil von 4 bzw. 15 % an der Gesamtbevölkerung mit Erstwohnsitz in Dresden.
Die Reformation setzte sich in Dresden 1539 durch. Ab etwa 1571 vertrat die Stadt ein strenges Luthertum. Im Jahre 1661 gab es in Dresden erstmals wieder katholische Gottesdienste. Kurfürst Friedrich August I. veranlasste 1697 den Wechsel des Hofstaates zum katholischen Glauben, um zum polnischen König August II. gekrönt werden zu können. Die katholischen Gemeinden wurden erst 1807 den evangelischen gleichgestellt und blieben nach Mitgliederzahl bis heute eine kleine Minderheit. Ab 1949 trat die Mehrzahl der Dresdner aus der - meist evangelischen - Kirche aus. Der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder ging von etwa 85 % auf 22 % 1989 zurück. Seit 1980 ist Dresden erstmals in seiner Geschichte Sitz eines Bischofs, wobei die katholische Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen geweiht wurde.
Die Stadtverwaltung schätzt die heutige Anzahl der Mitglieder von Freikirchen und nicht-christlichen Gemeinden auf etwa 5.000 Menschen.
Entwicklung des Stadtg
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