Hotels in Duisburg - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf |
| Landschaftsverband: | Rheinland |
| Regionalverband Ruhr |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 232,82 km² |
| Einwohner: | 502.976 (31. Mai 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.160 Einwohner/km² |
| Höhe: | 31 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 47001-47279 (alt 4100) |
| Vorwahlen: | 02 03, 0 20 65, 0 20 66, 0 28 41, 0 21 51 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 51° 27? 00?? n. Br., 6° 45? 00?? ö. L.51° 27? 00?? n. Br., 6° 45? 00?? ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | DU |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 12 000 |
| UN/LOCODE: | DE DUI |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtbezirke mit 46 Stadtteilen |
Hausanschrift der Stadtverwaltung: | Burgplatz 19 47051 Duisburg |
| Website: | www.duisburg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@stadt-duisburg.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Adolf Sauerland (CDU) |
| Schulden: | 0,85 Mrd. ? (März 2005) |
| Bevölkerung |
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| Arbeitslose: | 40.335 (Nov.2005, 01.12.05) |
| Gemeldete Stellen: | 651 (Nov.2005, 01.12.05) |
| Arbeitslosenquote: | 17,3 % (Okt.2005, 01.12.05) |
| Ausländeranteil: | 14,9 % (Januar 2005) |
| Altersstruktur: | | 0-17 Jahre: | 18,3 % | | 18-65 Jahre: | 56,3 % | | ab 65 Jahre: | 25,4 % | | (Januar 2004) |
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Duisburg ([dy?sb?rk] liegt am Niederrhein im westlichen Ruhrgebiet. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland und im Regionalverband Ruhr. Duisburg ist fünftgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens und 12. größte Stadt Deutschlands.
Der Hafen mit seinem Zentrum im Stadtteil Ruhrort gilt als größter Binnenhafen Europas. Die Stadt ist Sitz der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer. Sie beheimatet eine Universität, die im Jahre 2003 mit der Nachbaruniversität Essen zur Universität Duisburg-Essen fusioniert wurde.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Räumliche Lage
- 1.2 Nachbarstädte
- 1.3 Stadtgliederung
- 2 Namensursprung
- 3 Geschichte
- 3.1 Nachrömische Zeit
- 3.2 Mittelalter
- 3.3 Neuzeit und Industrialisierung
- 3.4 Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus
- 3.5 Zweiter Weltkrieg
- 3.6 Nachkriegszeit und Gegenwart
- 3.7 Religionen
- 3.7.1 Christenheit
- 3.7.2 Judentum
- 3.7.3 Islam
- 3.8 Eingemeindungen
- 3.9 Einwohnerentwicklung
- 4 Politik und Gesellschaft
- 4.1 Die Oberbürgermeister 1873?2004
- 4.2 Die Oberstadtdirektoren 1946?1997
- 4.3 Der Stadtrat
- 4.4 Stadtwappen
- 4.5 Städtepartnerschaften
- 5 Kultur, Sehenswürdigkeiten, Freizeit
- 5.1 Kunst im öffentlichen Raum
- 5.2 Theater
- 5.3 Veranstaltungsorte
- 5.4 Kinos
- 5.5 Museen
- 5.6 Kunstförderung
- 5.7 Bauwerke
- 5.8 Freizeiteinrichtungen
- 5.9 Sport
- 6 Infrastruktur und Wirtschaft
- 6.1 Verkehr
- 6.1.1 Häfen
- 6.1.2 Schiene
- 6.1.3 Straße
- 6.2 Unternehmen
- 6.3 Medien
- 6.4 Öffentliche Einrichtungen
- 6.5 Bildung und Forschung
- 7 Persönlichkeiten
- 7.1 Ehrenbürger
- 7.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 8 Literatur
- 9 Weblinks
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Geografie
Räumliche Lage
Duisburg liegt am Rande des niederbergischen Hügellandes, an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten dieser Flüsse. Im Norden der Stadt münden die Alte Emscher und die Kleine Emscher in den Rhein. In der Landesplanung ist Duisburg als Oberzentrum eingestuft.
Nachbarstädte
Die Stadt Duisburg grenzt im Westen und Norden an die Städte Moers, Rheinberg und Dinslaken im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreien Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, im Süden an die Stadt Ratingen im Kreis Mettmann, die kreisfreie Stadt Düsseldorf, die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss und die kreisfreie Stadt Krefeld.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Duisburgs besteht heute aus sieben Stadtbezirken, die sich in 46 Stadtteile unterteilen.
Mehr Informationen zu den Stadtteilen von Duisburg findet man über Links in der Stadtteil-Liste.
Namensursprung
Die erste Silbe des Namens der Stadt soll auf das germanische "deus" zurückgehen, was soviel wie "feuchtes Gebiet" oder "Überschwemmungsgebiet" bedeutet. Duisburg bedeutet demnach "Befestigter Ort im Überschwemmungsgebiet".
Eine andere Deutung geht davon aus, dass der Name sich vom altdeutschen "duis" = Hügel ableitet. Danach bedeutet Duisburg soviel wie "Burg auf dem Hügel". Damit könnte die auf einer leichten Anhöhe über dem Rhein stehende ursprüngliche Hofanlage mit Graben, Wall und Palisadenzaun im Bereich des heutigen Rathauses gemeint sein.
Duisburg ist nicht der einzige Ort in Europa mit diesem Namen. Ein Ortsteil von Tervuren in Belgien trägt denselben Namen. In der niederländischen Provinz Gelderland gibt es eine Stadt namens Doesburg.
Geschichte
Nachrömische Zeit

Huldigungs-Umritt Heinrichs II.
Intensive Ausgrabungen haben eine feste Besiedlung des hochwassergeschützten ?Burgplatzes? bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Der ?Alte Markt? war seit dem 5. Jahrhundert der zentrale Handelsplatz der Stadt, die durch ihre Lage am Hellweg und an einer Rheinfurt ausgezeichnet war. Die Römer unterhielten hier eine regelmäßige Präsenz zur Sicherung des Rheinübergangs und der Ruhrmündung.
- 420 Neubesiedlung der Duisburger Altstadt. Franken aus dem Inneren Germaniens übernehmen die Stellung der Römer.
- 883 Die Normannen beziehungsweise Wikinger erobern Duisburg und überwintern hier. Die frühest datierte schriftliche Erwähnung Duisburgs geht aus der Chronik des Regino von Prüm hervor. Die Handschrift befindet sich heute in der Stadtbibliothek der Stadt Trier.
Mittelalter

Verlagerung des Rheinverlaufs

Duisburg im Mittelalter (Modellaufnahme)
Aufgrund seiner günstigen geographischen Lage auf eine Hochterrasse am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr wurde in Duisburg etwa um 740 mit der Anlage eines Königshofes begonnen. Im 10. Jahrhundert erfolgt der Ausbau zu einer Königspfalz. Belegt sind mindestens 18 Königsaufenthalte in jenem Jahrhundert. 929 findet in der Stadt eine Reichssynode statt. 1002 trifft der Erzbischof von Köln auf Heinrich II. und wählt ihn zusammen mit dem Bischof von Lüttich zum König. Bis 1290 ist Duisburg reichsfreie Stadt, dann wird sie von König Rudolf von Habsburg gegen 2000 Silbermark an den Grafen von Kleve verpfändet. In der Folgezeit wird Duisburg Mitglied der Hanse. Durch die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg, die vor etwa 1000 Jahren geschah, und der im 14. Jahrhundert zunehmenden Verlandung des toten Rheinarms wurde die wirtschaftliche Entwicklung jedoch unterbrochen. Von der Kaufmannsstadt entwickelte sich Duisburg zur Ackerbürgerstadt. Das Wirken von Gerhard Mercator und die Gründung der Universität im Jahre 1655 schufen die Anerkennung als ?Gelehrtes Duisburg? (?Duisburgum Doctum?).
- Im 11. Jahrhundert gelangt eine Münze aus Duisburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt.
- zirka 1000 verlagert der Rhein seinen Hauptstrom von Duisburg weg, der so entstandene Altrheinarm bleibt noch lange Zeit schiffbar.
- 1120 Bau einer Stadtbefestigung.
- 1145 Der Johanniterorden gründet vor den Toren der Stadt seine erste deutsche Niederlassung.
- 1279 Stadt laut einer Urkunde von König Lothar III..
- zirka 14. Jahrhundert Der tote Rheinarm verlandet, Duisburg ist vom Rhein abgeschnitten.
- 1445 Ein Überfall des Kölner Erzbischofs kann abgewehrt werden.
- 1566 Vollendung des farbigen Stadtplans durch Johannes Corputius.
- 1666 Duisburg fällt mit dem Herzogturm Kleve an Brandenburg beziehungsweise Preußen.
- 1674 Kurfürst Friedrich Wilhelm verbietet der Stadt, sich weiterhin als Reichsstadt zu bezeichnen.
Neuzeit und Industrialisierung

Duisburg, Stadtmauer am Innenhafen
Das Aufblühen von Tabak- und Textilmanufakturen im ausgehenden 17. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die mit der Industrialisierung zur ?Montanstadt? führte. Große Industriewerke (Thyssen, Krupp, ...) bestimmten die Stadtentwicklung maßgeblich mit. Um die Werke entstanden neue Siedlungen für die Arbeiter der Betriebe.
- 1674 Regelmäßige Schiffsverbindung mit Nimwegen (Börtschifffahrt).
- 1693 Der Rat erteilt dem Weber Heinrich Wintgens die Genehmigung einer Manufaktur.
- 1713 Den klevischen Städten wird durch Friedrich Wilhelm I. verboten, Ratsherren und Bürgermeister zu wählen.
- 1716 Bau des ersten Hafenbeckens in Ruhrort.
- 1717 Erste Ausgabe des ?Duisburger Intelligenzblattes?.
- 1763 Johann Gerhard Böninger gründet die erste Tabakfabrik in Duisburg.
- 1770 Beginn des Ausbaus der Ruhr zur Schifffahrtsstraße.
- 1816 Duisburg wird im Zuge der Preußischen Verwaltungsgliederung nach dem Wiener Kongress 1815 dem Landkreis Dinslaken in der preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg zugeordnet, die bereits 1822 mit der Provinz Großherzogtum Niederrhein zur Rheinprovinz vereinigt wurde.
- 1818 Auflösung der alten Universität Duisburg.
- 1823 Aus den Landkreisen Dinslaken und Essen wird der neue Landkreis Duisburg gebildet.
- 1824 Bau der Schwefelsäurefabrik des Fr. W. Curtius, Beginn der Industrialisierung.
- 1828 Franz Haniel eröffnet in Ruhrort eine Werft für Dampfschiffe.
- 1846 Duisburg wird zunächst an den südlichen Teil der Köln-Mindener Eisenbahn angebunden, im Folgejahr wird die Weiterführung der Strecke durch das nördliche Ruhrgebiet bis Minden fertig gestellt.
- 1873 Duisburg scheidet aus dem Landkreis Duisburg aus und wird Stadtkreis.
- 1881 Eröffnung der Pferdebahn.
- 1897 Eröffnung der ersten elektrischen Straßenbahn.
- 1905 Meiderich und Ruhrort werden nach Duisburg eingemeindet.
- 1911 Hamborn scheidet aus dem Landkreis Dinslaken aus und wird mit bereits 103.000 Einwohnern Stadtkreis.
Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus
Aus der Euphorie über den Ersten Weltkrieg 1914 wird bereits 1915 Ernüchterung. Die britische Seeblockade führt zu Hunger und einer nachhaltigen Radikalisierung der Massen. Nach Kriegsende 1918 herrscht auch in Duisburg Anarchismus. Es gibt wilde Streiks, Straßenschlachten und Feuergefechte zwischen rechten und linken Gruppierungen. Eine Hyperinflation enteignet den Mittelstand. 1921 folgt die Besetzung der Stadt durch Franzosen und Belgier. Zu Begehung des französischen Nationalfeiertags parodieren französische Truppen am 14. Juli 1922 durch die Straßen der besetzten Stadt. Im September des Jahres 1925 verlassen Franzosen und Belgier die Stadt, nachdem die deutsche Regierung den Dawes-Plan akzeptiert. Nach einer Phase der wirtschaflichen Beruhigung gerät die Stadt bereits Ende 1929 in eine neue Rezession. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf die Stadt besonders hart. Damals hatte sie mit 34,1 % die höchste Arbeitslosenquote des deutschen Reiches.
- 1921 Am 8. März rückt das französische Infanterie-Regiment 168 in die Städte Duisburg und Düsseldorf wegen ausstehender Reparationen ein. Mit der Besetzung Duisburgs sichert sich Frankreich eine Schlüsselstellung für die Besetzung des übrigen Ruhrgebiets. Die Versammlungsfreiheit wird aufgehoben und die Duisburger Presse unterliegt einer Zensur.
- 1923 Von den Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus beginnen französische und belgische Truppen im Januar mit der Besetzung des Ruhrgebiets. Die Duisburger Untergruppe der Separatistengruppe "Rheinischer Unabhängigkeitsbund" ruft am 22. Oktober die "Rheinische Republik" aus. Franzosen und Belgier beenden am 29. November die Herrschaft der Duisburger Separatisten.
- 1925 Im September des Jahres 1925 verlassen die letzten französischen Truppen das Duisburger Stadtgebiet
- 1929 Die Stadtkreise Duisburg und Hamborn werden zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn zusammengelegt.
- 1935 Der Stadtkreis Duisburg-Hamborn wird in Stadtkreis Duisburg umbenannt.
- 1938 am 9. November zerstören Nationalsozialisten die große Synagoge in der Junkerstraße.
Zweiter Weltkrieg

Rheinufer im Norden Duisburgs mit Industriekulisse
Als logistisches Zentrum des Ruhrgebietes und bedeutender Standort der Chemie- und Hüttenindustrie wird Duisburg bald zum primären Angriffsziel alliierter Bomber. Dabei werden nicht nur die Industrieanlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung angegriffen.
Duisburg war seit 1936 Garnisonsstadt. Nach der unter Bruch des Versailler Vertrages und des Locarno Abkommens erfolgten militärischen Besetzung des Rheinlandes am 7. März 1936 - der sog. Remilitarisierung - erfolgte die Verlegung des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 79 in die Stadt. Etwa ein Jahr später wurde die Stationierung erster Flakeinheiten - einer schweren und einer leichten Flakstammbatterie - in der damals noch im Bau befindlichen Neuenhof-Kaserne am 6. April 1937 mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt gewürdigt. Bis 1945 waren vorrangig diverse Truppenteile der damaligen Luftwaffe in Duisburg stationiert. Neben zwei Flak-Kasernen gab es ein größeres Munitionsdepot im Bereich der heutigen Sechs-Seen-Platte sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Flakeinheiten der Flakgruppe Duisburg, die im gesamten Stadtgebiet des heutigen Duisburgs, aber auch in den angrenzenden Gemeinden verteilt eingesetzt waren. Daneben gab es in Duisburg am Kaiserberg ein Flugwachkommando (Fluko), in welchem vorrangig Duisburger Frauen eingesetzt waren. Trotz der immensen militärischen Präsenz bleiben die deutschen Verteidigungsbemühungen letztlich erfolglos und können die Zerstörung der Stadt nicht verhindern. Als Einflugschneise zum Ruhrgebiet erlebt Duisburg ab 1943 praktisch tägliche Luftalarme.
- 1941 unter anderem am 12./13. Juni werfen britische Maschinen 445 Tonnen Bomben ab.
- 1943 äscherten 577 britische Bomber am 12./13. Mai die gesamte Innenstadt von Duisburg mit 1599 t Bomben ein und machten 96.000 Menschen obdachlos.

Eine Lancaster wirft am 15. Oktober 1944 Stabbrandbomben (links), Brandbomben und eine Luftmine (rechts) auf Duisburg ab.
- 1944 erleidet die Stadt die schwersten Schäden, als unter anderem am 22. Mai über 2000 Tonnen Bomben fallen, eine Menge, die am 14./15. Oktober noch mehr als vervierfacht wird, als in drei Angriffswellen jeweils mehr als 1000 Halifax, Lancaster und Mosquito-Bomber über Duisburg erscheinen. Es folgten zahlreiche weitere Großangriffe in ähnlicher Größenordnung.
- 1945 kamen zu den Bombenschäden die Zerstörungen während des Endkampfes um die Stadt, die am Nordwestrand des Ruhrkessels lag und seit Ende Februar 1945 mit Artillerie beschossen wurde. Während für den Norden der Stadt am 28. März der Krieg vorbei war, endete der Krieg in den südlich der Ruhr gelegenen Stadtbereichen erst am 12. April 1945 mit dem Einmarsch Angehöriger der 17th Airborne Division, einem Teil der 9th US-Army.
Mehr als 299 Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstörten das alte Stadtbild ganz erheblich. 80 Prozent der Wohngebäude waren zerstört oder stark beschädigt. In der Folge wurde praktisch die gesamte Stadt inklusive der Infrastruktur neu aufgebaut, wodurch die meisten historischen Merkmale verschwanden. Weitergehende Informationen zu Duisburg im Zweiten Weltkrieg sind vom Arbeitskreis Garnison Duisburg zusammengetragen worden.
Nachkriegszeit und Gegenwart

Landschaftspark Duisburg-Nord
Am Ende des 20. Jahrhunderts hat die Stadt mit erheblichen Strukturproblemen zu kämpfen. Es kommt zu einem nie da gewesenen Arbeitsplatzabbau in der Stahlindustrie. 1986 versuchen die Arbeitnehmer der Krupp-Hütte in Rheinhausen sich erfolglos gegen die Schließung des Werkes durchzusetzen. Besonders bedrohlich für die Stadt ist auch die rasante Abnahme der Bevölkerung, die zu einem Kaufkraftverlust führt. Der abnehmenden Attraktivität als Einkaufsstadt und Unternehmensstandort versucht die Stadt mit mehreren Mitteln entgegenzuwirken. So war seit Jahren die Ansiedlung eines großen Einkaufszentrum (?Mall?, Arbeitstitel: Multi Casa) in Innenstadtnähe geplant. Da der Stadtrat Mitte 2005 in einer umstrittenen Entscheidung beschloss, das Baugelände gegen den Willen des Investors als Sondergebiet auszuweisen, ist die Zukunft dieses Projektes ungeklärt.
- 1975 ? Eingemeindung der Orte Walsum, Homberg, Rheinhausen, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl. Gegen Pläne der Landesregierung, die Städte Moers, Kamp-Lintfort, Rheinkamp-Baerl, Neukirchen-Vluyn und Kapellen einzugemeinden, wodurch Duisburg eine Einwohnerzahl von weit über 700 000 erreicht hätte, können sich die betroffenen Städte erfolgreich zur Wehr setzen.
- 1977 - Erster Höhepunkt der Stahlkrise, die im Jahre 1975 ihren Anfang nimmt. Seit 1974 sinkt die Rohstahlerzeugung von 32,2 Mio. t auf 21,5 Mio. t. Die Krise hat weite Teile des Ruhrgebiets erfasst. Im produzierenden Gewerbe gehen 200.000 Arbeitsplätze im Ruhrgebiet verloren.
- 1979 - Zum ersten Mal wird in Duisburg und weiten Teilen des Ruhrgebiets Smogalarm am 17. Januar ausgelöst.
- 1981 - Erster Tatort mit Horst Schimanski löst Proteste in Duisburg aus.
- 1982 - Revierweite Proteste der Stahlarbeiter gegen Schließungs- und Entlassungsabsichten der Stahlunternehmen im Ruhrgebiet. Krupp legt das Walzwerk in Duisburg-Rheinhausen still.
- 1983 ? Stadtjubiläum ? 1100 Jahre Duisburg.
- 1985 - In Duisburg und anderen Städten des westlichen Ruhrgebiets wird im Januar die höchste Smogalarm-Stufe ausgelöst. Günter Wallraffs Buch Ganz unten wird veröffentlicht.
- 1987 - Krupp beabsichtigt die Schließung des Kruppschen Hüttenwerks, Proteste der Arbeitnehmer auf der Brücke der Solidarität.
- 1989 - Duisburg trägt die XV. Sommer-Universiade aus.
- 1990 ? Radio Duisburg startet als erstes lokales Privatradio in Nordrhein-Westfalen.
- 1999 ? Das neue jüdische Gemeindezentrum mit Synagoge am Innenhafen wird eröffnet.
- 2004 ? Am 19. Juli ist Duisburg von einem Tornado betroffen, der im Hafen zwei Ladekräne umwirft, das Stadttheater abdeckt und weitere Schäden anrichtet.
- 2005 - Beginn der Bauarbeiten am City-Palais, das ein Spielcasino aufnehmen soll.
- 2005 - Austragungsort der World Games vom 14. Juli bis zum 24. Juli 2005.
- 2005 ? Beginn der Bauarbeiten zum Forum an der Kö. Das viel größer angelegte ähnliche Projekt Multicasa wird auf Grund eines vorangegangenen Ratsbeschlusses nicht gebaut.
Religionen
Christenheit
Duisburg gehörte im Mittelalter zum Bistum Lüttich, später zum Erzbistum Köln. 1543 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt im evangelischen Sinne gepredigt und in den Folgejahren auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt (?Brot und Wein?) gefeiert, so dass bis 1555 die Reformation endgültig Fuß fassen konnte. Vorherrschend war das reformierte Bekenntnis. 1610 wurde der Synodalverband der reformierten Gemeinden Jülich, Kleve und Berg gegründet, zu dem auch die Gemeinde in Duisburg gehörte. Die Gegenreformation konnte sich nicht durchsetzen. 1727 bildete sich auch eine lutherische Gemeinde. Beide Konfessionen vereinigten sich 1891 zur unierten Gemeinde von Duisburg. In preußischer Zeit wurde Duisburg Sitz einer Superintendentur innerhalb Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, aus der später der Kirchenkreis Duisburg innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Walsum gehört zum Kirchenkreis Dinslaken und das linksrheinische Duisburg zum Kirchenkreis Moers. Duisburg ist Sitz der großen evangelischen Hilfsorganisation Kindernothilfe.
Die nach der Reformation in Duisburg verbliebenen Katholiken gehörten weiterhin zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung 1801 kam Duisburg zum Bistum Münster. Seit 1958 gehören die zurzeit 36 Pfarrgemeinden der Dekanate Duisburg-Süd, Duisburg-Mitte, Duisburg-Ruhrort und Duisburg-Hamborn zum damals neu gegründeten Bistum Essen. Die 18 Pfarrgemeinden des linksrheinischen Dekanats Duisburg-West und des zum Dekanat Dinslaken gehörenden Pfarrverbands Walsum liegen im Bereich des Bistums Münster.
Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Duisburg sind Mitglied in der 1993 gegründeten Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Duisburg. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören darüber hinaus die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, die Armenische Apostolische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Freikirchen sowie die Apostolische Gemeinschaft an. Außerdem gibt es in Duisburg diverse weitere christliche Kirchen und Gemeinschaften.
Judentum
Die jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen zählt 2.773 Mitglieder. Ihr Gebetsraum ist die Duisburger Synagoge.
Islam
Etwa 8 Prozent der Duisburger Bürgerinnen und Bürger bekennen sich zum Islam.
Eingemeindungen
Zu Beginn des 19. Jahrhundert bildete die Stadt Duisburg im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve zusammen mit der als Enklave im Herzogtum Berg und im Landkreis Düsseldorf liegenden Ortschaft Wanheim-Angerhausen die Bürgermeisterei Duisburg. Zum Stadtgebiet gehörten noch weitere Dörfer beziehungsweise Wohnplätze und Siedlungen, wie etwa Duissern, Feldmark, Neuenkamp, Neudorf und Hochfeld. 1801 wurde das zu Moers gehörende Kasslerfeld nach Duisburg umgemeindet.
1815 kam die Stadt nach dem Zusammenbruch der französischen Herrschaft wieder zu Preußen und wurde im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates 1816 dem neu gebildeten Landkreis Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve in der Provinz Jülich-Kleve-Berg zugeteilt. Schon 1822/23 traten die erste Änderungen ein: Die beiden Rheinprovinzen wurden vereinigt, ebenfalls die Regierungsbezirke Kleve und Düsseldorf und aus den Landkreisen Dinslaken und Essen der neue Landkreis Duisburg gebildet. 1857 schied die Stadt Duisburg durch Einführung der Städteordnung aus der Bürgermeisterei Duisburg aus. Die Bürgermeisterei Duisburg-Land bestand danach nur noch aus der Ortschaft Wanheim-Angerhausen. Im Jahre 1873 wurde Duisburg kreisfrei und 1902 das mittlerweile zum Landkreis Mülheim an der Ruhr gehörende Wanheim-Angerhausen mit der Stadt Duisburg vereinigt.
Danach folgten weitere Eingliederungen, und zwar:
- am 1. Oktober 1905: die Städte Meiderich (Stadtrechte seit 1895) und Ruhrort (Stadtrechte seit 1857, mit der 1904 eingegliederten Gemeinde Beeck).
- am 1. August 1929: die Stadt Hamborn (seit 1900 kreisangehörige Stadt im Landkreis Ruhrort, später Dinslaken und seit 1911 Stadtkreis) sowie die Ortschaften Rahm, Huckingen, Buchholz, Wedau, Bissingheim, Mündelheim, Großenbaum, Serm, Ehingen und Hüttenheim (alle Amt Angermund, Landkreis Düsseldorf). Die neugegliederte Stadt erhielt zunächst den Namen Duisburg-Hamborn, der 1935 in ?Duisburg? geändert wurde.
- am 1. Januar 1975: die Städte Homberg (Stadtrechte seit 1921), Rheinhausen (gebildet 1923 aus den Bürgermeistereien Friemersheim und Hochemmerich, Stadtrechte seit 1934) und Walsum (Stadtrechte seit 1958), die Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen (bis 1950 Amt Rumeln) sowie der Ortsteil Baerl der Gemeinde Rheinkamp (bis 1950 Bürgermeisterei Repelen-Baerl).
Duisburg-Hamborn
Duisburg-Hamborn war von 1929 bis 1935 der Name der heutigen Stadt Duisburg. Ihren Doppelnamen erhielt die neu gebildete Stadt 1929, als die beiden Stadtkreise Duisburg und Hamborn zusammen mit den im Süden liegenden Gemeinden zu einem neuen Stadtkreis vereinigt wurden. 1935 wurde die Stadt in Duisburg umbenannt. Schon vorher waren die Doppelnamen von Barmen-Elberfeld in Wuppertal und von Gelsenkirchen-Buer aufgegeben worden. 1940 wurde auch Krefeld-Uerdingen in Krefeld umbenannt.
Einwohnerentwicklung

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