Hotels in Gelnhausen - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| fehlt noch |  |
| Basisdaten |
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: |
Darmstadt |
| Kreis: | Main-Kinzig-Kreis |
| Fläche: | 45,18 km² |
| Einwohner: | 21.808 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 483 Einwohner je km² |
| Höhe: | 121-180 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 63571 |
| Vorwahl: | 06051 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 50° 12' N, 09° 10' O50° 12' N, 09° 10' O |
| Kfz-Kennzeichen: | MKK, alt: HU, ganz alt: GN |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 35 010 |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile/Stadtbezirke |
Adresse der Stadtverwaltung: | Obermarkt 7 63571 Gelnhausen |
| Offizielle Website: | www.gelnhausen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@gelnhausen.de |
| Politik |
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| Bürgermeister: | Jürgen Michaelis (CDU) |
Gelnhausen, die Barbarossa-Stadt, ist Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Osten von Hessen. Sie liegt auf halber Strecke zwischen Frankfurt am Main und Fulda am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Geografische Lage
- 1.2 Nachbargemeinden
- 1.3 Stadtgliederung
- 1.4 Einwohner
- 2 Geschichte
- 3 Politik
- 3.1 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Museen
- 4.2 Bauwerke
- 4.2.1 Kaiserpfalz
- 4.2.2 Hexenturm
- 4.2.3 Evangelische Marienkirche
- 4.2.4 Katholische Kirche St. Peter
- 4.2.5 Ehemalige Synagoge
- 4.3 Sport
- 4.4 Regelmäßige Veranstaltungen
- 4.4.1 Grimmelshausen-Preis
- 4.4.2 Philipp-Reis-Preis
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Söhne und Töchter der Stadt
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
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Geografie
Geografische Lage
Gelnhausen liegt im Kinzigtal. Die Kinzig, die im Mittelalter ab Gelnhausen schiffbar war, fließt direkt durch die Stadt.
Nachbargemeinden
Gelnhausen grenzt im Norden an die Gemeinde Gründau, im Nordosten an die Stadt Wächtersbach, im Osten an die Gemeinde Biebergemünd, in Süden an die Gemeinde Linsengericht, sowie im Westen an die Gemeinde Hasselroth.
Stadtgliederung
Gelnhausen besteht neben dem Stadtkern aus den Stadtteilen Hailer, Haitz, Höchst, Meerholz, und Roth.
Einwohner
(jeweils zum 31. Dezember)
- 1998 - 21.656
- 1999 - 21.750
- 2000 - 21.799
- 2001 - 21.835
- 2002 - 21.670
- 2003 - 21.773
- 2004 - 21.808
Geschichte
Gegründet wurde Gelnhausen im Jahr 1170 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), was ihr den Beinamen "Barbarossastadt" einbrachte. Als Ort für diese Gründung diente eine verkehrsgünstig gelegene Stelle, an der sich die Via Regia, die Handelsstraße von Frankfurt am Main nach Leipzig mit einigen anderen kreuzte. Friedrich gründete die Stadt, indem er drei Dörfer an dieser Stelle zur Reichsstadt Gelnhausen zusammenfasste.
Kaiserliche Handelsprivilegien, wie z.B. eine Zollbefreiung, führten rasch zu einer Ansiedlung von Kaufleuten. Das in diesem Zusammehang verliehene Stapelrecht trug sein übriges dazu bei, dass der Handel in Gelnhausen recht schnell florierte.
Bis zum Dreißigjährigen Krieg behielt Gelnhausen den Status als reiche Handelsstadt. Allerdings machten mehrmalige Plünderungen durch Söldnertruppen aus ihr eine nahezu unbewohnbare Stadt.
Von den Folgen des Krieges hat sich Gelnhausen erst Mitte des 19. Jahrhunderts wieder vollständig erholt. In dieser Zeit siedelt sich die Gummi-Industrie in der Stadt an und sorgt für einen wirtschaftlichen Aufschwung.
1974 verlor Gelnhausen zwar zunächst die Kreisstadtrechte, blieb jedoch ein regionales Zentrum im Kinzigtal. Gleichzeitig mit der Eröffnung des zentralen Landratsamtes des Main-Kinzig-Kreises wurde Gelnhausen im Juli 2005 wieder Kreisstadt. Der Kreis erhielt als KfZ-Kennzeichen MKK.
Politik
Städtepartnerschaften
Es bestehen Städtepartnerschaften mit
- Clamecy, Nevers (Frankreich)
- Marling (Südtirol, Italien)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Gebäude der früheren Augusta-Schule am nördlichen Ende des Obermarktes beherbergt das Heimatmuseum. Hier finden sich Ausstellungsstücke aus allen Epochen der Geschichte von Gelnhausen. Die ältesten Fundstücke aus der Gegend sind 300.000 Jahre alt.
Eine besondere Einrichtung ist der sogenannte Fund des Monats. Hierbei wird ein Exponat aus dem Museum im Foyer des Rathauses ausgestellt.
Bauwerke
Kaiserpfalz
Die Kaiserpfalz (auch "Barbarossaburg" genannt) wurde direkt nach der Stadtgründung südostlich von Gelnhausen auf einer Kinziginsel gebaut. Sie war einer der kleineren Pfalzbauten Friedrichs I. Als Fundament für ihren Bau dienten ca. 12.000 Baumstämme.
Es handelt sich um die besterhaltene Pfalz der Stauferzeit. Ihre Steinmetzarbeiten sind herausragend für die damalige Zeit.
Die Pfalz war 10 Jahre nach Stadtgründung Schauplatz eines wichtigen Reichstags. Heinrich dem Löwen wurde auf diesem Reichstag 1180 in Abwesenheit der Prozess gemacht, und seine Länder wurden neu aufgeteilt.
Heute ist die Kaiserpfalz eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Gelnhausen, die auch von Besuchern besichtigt werden kann. Aufgrund der baulichen Expansion der Stadt liegt die Kaiserpfalz nun im Ortskern.
Hexenturm
Der Hexenturm ist ein original erhaltener Geschützturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Erbaut wurde er zwischen 1447 und 1478 während der Hussitenkriege, um die Stadt gegen Angriffe der Taboriten (einer radikalen Gruppe von Hussiten) zu schützen. Deren Bewaffnung umfasste nämlich auch kleinere Belagerungsgeschütze. Da diese auf Wagen des Trosses fest montiert waren, stellten sie eine in dieser Form unbekannte Gefahr dar. Der mit 24 Metern Gesamthöhe und 9 Metern Durchmesser recht beachtliche Turm war eine Reaktion auf diese technische Neuentwicklung.
Den Namen erhielt er dadurch, dass während der Hexenverfolgungen dort vermeintliche Hexen eingekerkert wurden. In der ersten Zeit seines Bestehens hatte er den Namen Fratzenstein.
Evangelische Marienkirche
Die Marienkirche ist die ehemalige katholische Kirche Gelnhausens. Sie stammt vermutlich aus dem späten 12. Jahrhundert und wird 1223 das erste Mal urkundlich in einem Schutzbrief des Papstes Honorius III. für das Kloster Selbold erwähnt. In dieser Urkunde, die 1238 durch eine weitere bekräftigt wird, sichert der Papst den Chorherren des Klosters Selbold die Patronatsrechte über die Marienkirche zu.
Die Marienkirche verblieb bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1543 in dessen Besitz. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirche laut einem Vertrag mit der Stadt Gelnhausen evangelisch. Das Innere der Kirche (insbesondere der mittelalterliche Lettner) blieb dabei jedoch im Wesentlichen erhalten.
Die verschiedenen Bauabschnitte der Kirche sind ihrem Äußeren teilweise recht deutlich sichtbar. Die ersten größeren Restaurierungsarbeiten gab es ab 1877. Seit ca. 1962 wurde die Kirche in mehreren Etappen restauriert. Hierbei wurden viele der Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert wieder rückgängig gemacht oder in ihrer Form entschärft.
Katholische Kirche St. Peter
Der Ursprung von St. Peter liegt im frühen 13. Jahrhundert. Die Kirche war als Stadtpfarrkirche von den reichen Bürgern Gelnhausens geplant worden. Dies brachte die Stadt in Konflikt mit dem Kloster Selbold, das zu diesem Zeitpunkt das Patronatsrecht für alle Kirchen in Gelnhausen innehatte. Der Streit eskalierte bis hin zum Papst Gregor IX., der 1238 im Sinne des Klosters entschied.
Im 13. bis 15. Jahrhundert wurde die Kirche in der Funktion als Trau-, Tauf- und Beerdigungskirche urkundlich erwähnt.
Nach der Reformation ging die Kirche in das Eigentum der Stadt über. In den darauffolgenden Jahren verfiel die Kirche immer weiter. 1830 ging das Kirchengebäude an einen Kaufmann. Nach Abbruch des zweiten Kirchturmes wurde in der Kirche eine Zigarrenfabrik eingerichtet.
Im Jahr 1920 kaufte die Katholische Gemeinde Gelnhausen die Kirche und ließ sie in den folgenden 18 Jahren notdürftig restaurieren. Eine komplette Sanierung erfolgte erst in den Jahren 1982/83. Hierbei wurde darauf Wert gelegt, dass die Baustile aus den verschiedenen Epochen in das Konzept integriert wurden und so der Charakter der Kirche erhalten blieb.
Das Gebäude war ursprünglich als dreischiffige Basilika im spätromanischen Stil geplant. Während das Querschiff wohl den Planungen entspricht, sind Langhaus und Seitenschiffe kürzer als geplant ausgefallen. 1920 wurden der Chorraum und zwei viereckige Glockentürme stilverfälschend angebaut. Über dem Lettner, der erst in der grundlegenden Sanierung von 1982/83 eingebaut worden ist, erhebt sich ein Triumphbogen im romanischen Stil.
Ehemalige Synagoge
Die Synagoge in Gelnhausen hat in Ihrem Bestehen eine rege An- und Umbautätigkeit erfahren, so dass sich Teile von ihr nur bis an den Anfang des 17. Jahrhunderts zurückdatieren lassen.
Den Zerstörungen, denen viele jüdische Gotteshäuser in der "Reichskristallnacht" zum Opfer fielen, entging die Gelnhäuser Synagoge. Sie wurde im September 1938 verkauft. Da bereits Monate vorher die letzten Gemeindemitglieder aufgrund ständiger Anfeindungen die Stadt verlassen hatten, existierte zu diesem Zeitpunkt keine jüdische Gemeinde mehr in Gelnhausen.
1981 kaufte die Stadt das Gebäude und begann mit umfangreichen Sanierungsarbeiten. Seit deren Abschluss im Jahr 1986 ist sie ein Ort kultureller Begegnung in Gelnhausen.
Sport
Neben vielen anderen zahlreichen Sportvereinen und Leistungsträgern wurden vor allem die in den 80er und 90er Jahren für den Turnverein Gelnhausen (TVG) startenden Athleten Harald Schmid und Edgar Itt national und international bekannt.
Regelmäßige Veranstaltungen
Grimmelshausen-Preis
Der Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis ist ein mit 10.000 Euro dotierter Literaturpreis. Er wird in jedem ungeraden Jahr am 15. September abwechselnd in Gelnhausen und in der Stadt Renchen vergeben.
Philipp-Reis-Preis
Dieser alle zwei Jahre verliehene Preis zeichnet Personen aus, die sich um die Nachrichtentechnik verdient gemacht haben.
Der Preis wurde 1987 anläßlich des 125. Jahrestages der Präsentation des Telefones durch Philipp Reis gestiftet. Träger der Stiftung sind die Städte Gelnhausen und Friedberg (Hessen) sowie die Deutsche Telekom AG und der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Gelnhausen liegt direkt an der A66 zwischen Frankfurt am Main und Fulda.
Der Bahnhof der Stadt liegt an der parallel zur A66 verlaufenden Bahnstrecke. Dieser ist Haltepunkt für den Regionalverkehr von Fulda beziehungsweise Wächtersbach nach Frankfurt am Main (RE 50). Des weiteren verbindet die Lahn-Kinzig-Bahn Gelnhausen mit Gießen.
Im Westen der Stadt liegt ein öffentlicher Flugplatz, der für Kleinflugzeuge bis 3,5 Tonnen geeignet ist. Dort starten und landen sowohl Motorflugzeuge, Hubschrauber und UL-Flugzeuge als auch Segelflugzeuge.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Heinrich Cassebeer war ein in Gelnhausen geborener Naturwissenschaftler. Zudem war er mehrfach ehrenamtlicher Bürgermeister von Gelnhausen.
- Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen, einer der bekanntesten Söhne Gelnhausens ist der um 1620 geborene Schriftsteller Grimmelshausen, dessen berühmtestes Werk Der abenteuerliche Simplicissimus ist. Nach ihm ist auch das örtliche Gymnasium benannt.
- Jost Hoen, geboren um 1500 in Gelnhausen, war Magister, Pädagoge und Staatsmann.
- Die Brüder Oskar und Hans Fischinger waren zwei Filmregisseure.
- Hans Joachim Fröhlich (Gelnhausen 16. Dezember 1923 in Meerholz), Forstwissenschaftler.
- Klaus Ploghaus ist ein ehemaliger Leichtathlet, der - in den 1970er und 1980er Jahren zu den weltbesten Hammerwerfern gehörte.
- Philipp Reis, im Jahr 1834 wird Phillip Reis in Gelnhausen geboren. Das 1861 von ihm vorgestellte Telefon gilt als seine Erfindung.
- Wolfram Weimer, der Chefredakteur des Magazins für politische Kultur Cicero.
Literatur
- Deutscher Städteatlas; Band: I; 4 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob ?, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Gelnhausen, Autor: Heinz Stoob. ISBN: 3-89115-304-x; Dortmund-Altenbeken, 1973.
Weblinks
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