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Gummersbach liegt im Bergischen Land, im Südosten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Oberbergischen Kreises im Regierungsbezirk Köln. Die Stadt ist Sitz des Oberbergischen Kreises. Sie wurde früher auch als Lindenstadt bezeichnet, da Lindenbäume die Hauptstraße säumten. Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts nannten die Bürger ihre Stadt auch Klein-Paris.

links unten Steinmüller - Mitte Zentrum und Kreishaus - oben rechts Fachhochschule und Berufskolleg Hepel
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Stadtgebiet / Ortsteile
- 1.2 Nachbargemeinden
- 2 Geschichte
- 3 Einwohnerentwicklung
- 4 Städtepartnerschaften
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Zentrum
- 5.2 Oberbergischer Dom
- 5.3 Hülsenbusch
- 5.4 Lieberhausen
- 5.5 VfL Gummersbach
- 6 Verkehr
- 6.1 Schienen- und Busverkehr
- 6.2 Straßen
- 7 Öffentliche Einrichtungen
- 7.1 Schulen
- 7.2 Hochschulen
- 7.3 Kliniken
- 8 Persönlichkeiten
- 8.1 Söhne und Töchter der Stadt
- 8.2 Zeitweise in Gummersbach gelebt
- 8.3 Ehrenbürger
- 9 Weitere Informationsquellen
- 9.1 Innerhalb der Wikipedia
- 9.2 Literatur
- 9.3 Weblinks
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Geografie
Stadtgebiet / Ortsteile
Apfelbaum | Becke | Berghausen | Bernberg | Birnbaum | Bracht | Bredenbruch | Brink | Bruch | Brunohl | Bünghausen | Deitenbach | Derschlag | Dieringhausen | Drieberhausen | Dümmlinghausen | Elbach | Erbland | Erlenhagen | Flaberg | Frömmersbach | Grünenthal | Gummeroth | Hagen | Halstenbach | Hardt | Hardt-Hanfgarten | Helberg | Herreshagen | Hesselbach | Höfen | Hömel | Hülsenbusch | Hunstig | Kalkkuhl | Karlskamp | Koverstein | Lantenbach | Lieberhausen | Liefenroth | Lobscheid | Lope | Lützinghausen | Luttersiefen | Mühle | Neuenhaus | Neuenschmiede | Niedergelpe | Niedernhagen | Niederseßmar | Nochen | Oberrengse | Ohmig | Peisel | Piene | Rebbelroth | Recklinghausen | Reininghausen | Remmelsohl | Rodt | Rospe | Schneppsiefen | Schönenberg | Schusterburg | Sonnenberg | Steinenbrück | Straße | Strombach | Unnenberg | Veste | Vollmerhausen | Waldesruh | Wasserfuhr | Windhagen | Wörde | Würden
Nachbargemeinden
| Lindlar | Marienheide | Meinerzhagen, Drolshagen |
| Engelskirchen, Lindlar |  | Bergneustadt |
| Engelskirchen | Wiehl | Reichshof |
Geschichte
1109 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt und zwar in der "Herabsetzung der bischöflichen Kathedralsteuer für die Kirche in Gummeresbracht durch Eb. Friedrich" (Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte von Klaus Pampus). Die Schreibweise der Erstnennung war Gummeresbracht. Im Jahr 1857 erhielt Gummersbach die Stadtrechte.
Gebietsreform
Im Zuge der Kommunalgebietsreform wurden 1969/1975 große Teile der Gemeinden Gimborn und Lieberhausen nach Gummersbach eingegliedert (§ 15 Abs. 1 Köln-Gesetz); zugleich wurden kleinere Gebiete in die Stadt Wiehl und in die Gemeinde Marienheide ausgliedert sowie aus diesen jeweils auch nach Gummersbach eingegliedert (§§ 15 Abs. 2 und 3, 16 Nr. 1 Köln-Gesetz).
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohnerzahl |
| 1890 | 7.748 |
| 1910 | 16.050 |
| 1925 | 17.310 |
| 1950 | 30.617 |
| 1953 | 31.557 |
| 1957 | 32.150 |
| 1967 | 32.822 |
| 1977 | 49.285 |
| 1990 | 50.965 |
| 1995 | 54.462 |
| 2000 | 54.314 |
| 2002 | 54.318 |
| 2003 | 54.203 |
| 2004 | 53.183 |

Städtepartnerschaften
Die Stadt Gummersbach hat mehrere Städtepartner und pflegt freundschaftliche Beziehungen zu folgenden Städten:
- Afandou auf Rhodos, Griechenland (seit 16. Oktober 2001)
- Burg in Sachsen-Anhalt (seit 1. November 1990)
- La Roche-sur-Yon, Frankreich (seit 1968)
- L?bork, Polen (ehemals Lauenburg / Pommern, es bestehen freundschaftliche Beziehungen - keine Partnerschaft. 1955 haben der Oberbergische Kreis und die Stadt Gummersbach eine Patenschaft für die aus Lauenburg stammenden Vertriebenen übernommen, die sich alle 2 Jahre in Gummersbach treffen.)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zentrum
Im heutigen Zentrum der Stadt steht die Alte Burg, ein im Jahre 1700 vom damaligen Amtsvogt Pollmann erbautes burgähnliches Wohnhaus. Es liegt im Bereich der Fußgängerzone, an der Kaiserstraße.
Oberbergischer Dom
In der Nähe des ursprünglichen alten Stadtkerns, der Marktstraße, befindet sich die Evangelische Kirche, der so genannte Oberbergische Dom. Es ist eine romanische Hallenkirche aus dem 11. Jahrhundert.
Hülsenbusch
Die evangelische Kirche Hülsenbusch wurde im 18. Jahrhundert nach einem Ortsbrand wieder aufgebaut und barock ausgestattet.
Lieberhausen
In Lieberhausen steht eine Bunte Kerke, eine protestantische Kirche mit mittelalterlichen Deckengemälden. In einem Restaurant gegenüber der Kirche kann man den Lieberhäuser Eierkuchen essen.
VfL Gummersbach
Die Herrenmannschaft des VfL Gummersbach war in den siebziger Jahren und achziger Jahren eine der erfolgreichsten Handball-Mannschaften Europas und ist bis heute nach gewonnenen Titeln die erfolgreichste Handball-Vereinsmannschaft der Welt.
Erfolge des VfL Gummersbach:
Deutscher Meister: 1966 - 1967 - 1969 - 1973 - 1974 - 1975 - 1976 - 1982 - 1983 - 1985 - 1988 -1991
Deutscher Pokalsieger: 1978 - 1979 - 1983 - 1985
Sieger des Europacup der Landesmeister (Championsleague): 1967 - 1970 - 1971 - 1974 - 1983
Sieger des Europacup der Pokalsieger: 1979 - 1983
EHF-Cup-Sieger: 1982
Europameister der Vereine: 1983
Verkehr
Schienen- und Busverkehr
Der Bahnhof Gummersbach liegt an der eingleisigen Volme-Agger-Bahn (DB-Kursbuchstrecke 459), auf der im Schienenpersonennahverkehr stündlich die Oberbergische Bahn (RB 25) nach Köln und Marienheide verkehrt.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von DB Regio NRW.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Die zur Zeit nicht betriebene Strecke von Marienheide über Meinerzhagen und Brügge nach Lüdenscheid soll reaktiviert werden, wobei in Brügge ein Anschluss an die Volmetalbahn (RB 52) nach Hagen hergestellt werden soll.
Vom 27. März 1915 bis zum 25. November 1919 gab es in Gummersbach eine Dampfbahn, wobei der Güterverkehr mit Dampflokomotiven durchgeführt wurde. Vom 1. Oktober 1915 bis zum 4. Oktober 1953 betrieb die OVAG auch eine Straßenbahn mit der Normalspur von 1435 mm. Sie führte von Gummersbach über Niederseßmar, Derschlag und Dümmlinghausen bis zur Aggertalsperre. Auf diesem Gleiskörper, der mit einer Abzweigung auch ins Becke-Tal reichte, wurden die Produkte der Industrie in den Tälern des oberen Aggertals, besonders aber die der Steinindustrie in Dümmlinghausen sowie in "Talbecke" nach Derschlag bzw. Niederseßmar zu der Anbindung an das Schienen-Netz der Reichsbahn transportiert. Siehe auch Oberbergische Verkehrs-AG Eine kleine zweiachsige Elektrolokomotive, ähnlich der bekannten Krokodil-Lokokomotive der Eisenbahn, diente ausschließlich diesem Güterverkehr.
Siehe auch: Eisenbahnnetz im Oberbergischen Land.
Von Gummersbach wurden vom 25. November 1948 bis zum 30. September 1962 zwei Oberleitungsbuslinien über Niederseßmar nach Dieringhausen und Bergneustadt betrieben. Der zunehmende Dieselbusbetrieb führte schon nach 14 Jahren zur Stilllegung.
Etwa 100 m vom Bahnhof entfernt befindet sich der in den 1980er Jahren erbaute zentrale Busbahnhof der Stadt. Über 400 Busse der OVAG, VBL und RVK verlassen werktags den Busbahnhof, am Wochenende sind es etwa 220 bis 250. Der Busbahnhof verfügt über 8 Bussteige auf denen insgesamt 15 Linien fahren. Die Busse verbinden die Stadt mit den umliegenden Stadtteilen wie Berghausen, Bernberg, Derschlag, Dieringhausen, Lieberhausen, Niedersessmar, Steinenbrück, Strombach und Windhagen sowie die Wohngebiete der Innenstadt Berstig, Hepel und Steinberg, entweder als Linien- oder Rundverkehr. Außerdem fahren von hier aus auch Linien Richtung Bergneustadt, Drolshagen, Engelskirchen, Hückeswagen, Lindlar, Marienheide, Nümbrecht, Olpe, Overath / Köln, Reichshof, Remscheid-Lennep, Ründeroth, Waldbröl, Wiehl und Wipperfürth häufig im halbstunden Takt.
Straßen
Im Fernstraßenbereich ist Gummersbach über die Bundesautobahnen 4 (E 40) (Aachen - Köln - Gummersbach - Olpe) und 45 (E 41) (Castrop-Rauxel - Dortmund - Frankfurt) sowie die Bundesstraße 256 (Wipperfürth - Gummersbach - Altenkirchen (WW) - Neuwied - Koblenz) und Bundesstrasse 55(Jülich - Köln - Overath - Gummersbach - Olpe - Meschede - Lippstadt - Rheda-Wiedenbrück) erschlossen.
Öffentliche Einrichtungen
Schulen
Das [[Städtische Gymnasium Moltkestraße] 1764 gegründet später folgten folgende Schulen:
- Gemeinschaftsgrundschule Gummersbach-Körnerstraße
- Gemeinschaftsgrundschule Gummersbach-Bernberg
- Jakob-Moreno-Schule, Schule für Lernbehinderte
- Städtische Gesamtschule Gummersbach-Derschlag
- Städtische Realschule Gummersbach-Hepel
- Städtische Realschule Gummersbach-Steinberg
- Städtisches Gymnasium Grotenbach
- Berufskolleg Gummersbach
- Kaufmännische Schule Gummersbach
- BildungsCentrum Oberberg für Technik und Wirtschaft
- Musikschule Gummersbach e. V.
Hochschulen
- Fachhochschule Köln, Campus Gummersbach
- Studienzentrum Gummersbach der Fernuniversität des Landes NRW
- Wirtschaftsfachschule des Berufkollegs Oberberg
Kliniken
- Kreiskrankenhaus Gummersbach, Wilhelm-Breckow-Allee
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- 1909, 7. Juni, Fritz Eschmann (im Ortsteil Dieringhausen), ? 27. Februar 1997, deutscher Politiker (SPD), MdB, Landrat des Oberbergischen Kreises
- 1952, 26. Juli, Heiner Brand, ehemaliger Handball-Nationalspieler, jetzt Handball-Bundestrainer
- Bastian Neumann, TV-Moderator und Medienwissenschaftler
- Jürgen Domian, Radiomoderator
- Bruno Goller, Maler
- Dr. Ottmar Kohler, "Der Arzt von Stalingrad"
- Ida Lessing geb. Heuser (1817-1880), Ehefrau des Malers Carl Friedrich Lessing
- Prof. Dr. Rolf Peffekoven, Finanzwissenschaftler
- Alwine Schroedter geb. Heuser (1820-1892), Ehefrau des Malers Adolph Schroedter
- Hella von Sinnen, Komikerin
- Jan Sosniok, Schauspieler
- Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball Bundes (DHB)
- Fred Viebahn, Schriftsteller
- Manuel Wolff, Fußballspieler
Zeitweise in Gummersbach gelebt
- Dr. Friedrich-Wilhelm Goldenbogen, ehemaliger Oberkreisdirektor
- Prof. Dr. Jürgen Habermas, Deutschlands wahrscheinlich bekanntester noch lebender Philosoph
- Johann Peter Heuser - Kaufmann
- Albert Ackermann - Unternehmer
- Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler - Historiker
Ehrenbürger
- 10. Juni 1916: Bernhard Krawinkel, Industrieller
- 2. August 1927: Karl Bockhacker, Industrieller
- 15. Februar 1952: Carl Hugo Steinmüller, Industrieller
Weitere Informationsquellen
Innerhalb der Wikipedia
- Mühlen in Gummersbach
- Kreis- und Stadtbücherei Gummersbach
Literatur
- Gerhard Pomykaj: Gummersbacher Geschichte, Band 1: Von den Anfängen bis zum Beginn der Napoleonischen Herrschaft, Gummersbach 1993
- Gerhard Pomykaj / Jürgen Woelke: Marksteine Gummersbacher Geschichte, Ein Kurzführer, Gummersbach 2000
- Jürgen Woelke: Alt-Gummersbach, Band 1 und 2, Gummersbach 1975 und 1980
- Stadt Gummersbach 1857-1982, 125 Jahre Stadtrechte, Gummersbach 1982
Weblinks
| Wikinews: Gummersbach ? Aktuelle Nachrichten |
| Wikisource: Ernst Zimmermann ? Quellentexte |
- Artikel von daheim & unterwegs
- Anmerkungen zur Geschichte und Informationen zum Wappen
Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis
Bergneustadt | Engelskirchen | Gummersbach | Hückeswagen | Lindlar | Marienheide | Morsbach | Nümbrecht | Radevormwald | Reichshof | Waldbröl | Wiehl | Wipperfürth
Kategorie: Ort im Oberbergischen Land
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