Hotels in Hamm - Sonderangebote und Restplätze sortiert nach Preis, Kategorie, usw. in Hamm  | Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen. Weitere Orte mit diesem Namen, siehe Hamm (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte |
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 |  | | Basisdaten |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | | Regierungsbezirk: | Arnsberg | | Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe | | Regionalverband Ruhr | | Kreis: | Kreisfreie Stadt | | Fläche: | 226,26 km² | | Einwohner: | 184.491 (31. Mai 2005) | | Bevölkerungsdichte: | 815 Einwohner/km² | | Höhe: | 63 m ü. NN | | Postleitzahl: | 59000-59077 (alt: 4700) | | Vorwahlen: | 02381, 02385, 02388, 02383, 02384, 02389, 02382, 02307 | | Geografische Lage: | Koordinate: 51° 40' n. Br., 7° 49' ö. L.51° 40' n. Br., 7° 49' ö. L. | | Kfz-Kennzeichen: | HAM | | Gemeindeschlüssel: | 05 9 15 000 | | Stadtgliederung: | 7 Stadtbezirke | Adresse der Stadtverwaltung: | Theodor-Heuss-Platz 16 59065 Hamm | | Website: | www.hamm.de | | E-Mail-Adresse: | info@stadt.hamm.de | | Politik |
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| Oberbürgermeister: | Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) | | Schulden: | 278,492 Mio. ? (31. Dezember 2003) | | Bevölkerung (31. Dezember 2003) |
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| Arbeitslosenquote: |
13,6 % (28. Februar 2005) | | Altersstruktur: | | 0?18 Jahre: | 21,2 % | | 19?64 Jahre: | 60,6 % | | ab 65 Jahre: | 18,2 % |
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Hamm ist eine Stadt im östlichen Ruhrgebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Kreisfreie Stadt, nordöstlich von Dortmund, im Regierungsbezirk Arnsberg ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen und ist Mitglied im Regionalverband Ruhr. Die Stadt in ihren heutigen Grenzen besteht im Wesentlichen seit der Gebietsreform, die mit Wirkung des 1. Januars 1975 wirksam wurde, als die kreisfreie Stadt Hamm mit den umliegenden Gemeinden zur neuen kreisfreien Stadt Hamm vereinigt wurde. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und machte Hamm zur Großstadt. Heute hat Hamm rund 184.000 Einwohner. Die Stadt ist Sitz des größten deutschen Oberlandesgerichts. Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Nachbargemeinden
- 1.2 Stadtgliederung
- 2 Geschichte
- 2.1 Eingemeindungen
- 2.2 Einwohnerentwicklung
- 2.3 Religionen
- 3 Politik
- 3.1 Stadtrat
- 3.2 Wappen
- 3.3 Städtepartnerschaften
- 4 Wirtschaft und Infrastruktur
- 4.1 Verkehr
- 4.2 Medien
- 4.3 Bildung
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Stadtbüchereien
- 5.2 Theater
- 5.3 Künstlerviertel
- 5.4 Museen
- 5.5 Bauwerke
- 5.6 Parks
- 5.7 Regelmäßige Veranstaltungen
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Ehrenbürger
- 6.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 7 Literatur
- 8 Siehe auch
- 9 Weblinks
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GeografieHamm liegt in der westfälischen Tieflandsbucht im landschaftlichen Übergang von innerem Münsterland zu den fruchtbaren Hellwegbörden etwa 60 m hoch auf den beiderseitigen flachgeböschten breiten Terrassen der mittleren Lippetalung zu beiden Seiten der Lippe und deren südlichem Zufluss Ahse. Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich im Stadtbezirk Bockum-Hövel und misst 102,0 m ü. NN, der niedrigste Punkt ist ?Am Lausbach? und misst 37,7 m ü. NN. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 104,0 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 18,2 und in West-Ost-Richtung 21,9 km. Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamm. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Lippetal, Welver, Werl (alle Kreis Soest), Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne (alle Kreis Unna), Ascheberg (Kreis Coesfeld) sowie Drensteinfurt und Ahlen (beide Kreis Warendorf) StadtgliederungDas Stadtgebiet ist in die sieben Stadtbezirke Hamm-Mitte, Uentrop, Rhynern, Pelkum, Herringen, Bockum-Hövel und Heessen eingeteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern, die bei jeder Kommunalwahl von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt werden. Die Bezirksvertretung wählt aus ihrer Mitte den Bezirksvorsteher als Vorsitzen und Repräsentanten des Stadtbezirks. Für statistische Zwecke sind die Stadtbezirke in so genannte ?statistische Bezirke? und diese wiederum in ?Baublöcke? unterteilt. Die statistischen Bezirke sind mit einer zweistelligen Nummer und mit einem besonderen Namen gekennzeichnet. Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken: - Hamm-Mitte: City, Innenstadt-Süd, Innenstadt-Ost, Süden östlich Werler Straße, Süden westlich Werler Straße, Westen, nördlich Lange Straße, Westen südlich Lange Straße, Bahnhof einschließlich Ortsgüterbahnhof
- Uentrop: Kurpark, Mark, Braam, Werries, Geithe, Ostwennemar, Norddinker, Vöckinghausen, Frielinghausen, Uentrop Ortskern
- Rhynern: Berge, Westtünnen westlich Heideweg, Westtünnen östlich Heideweg, Rhynern Ortskern, Osttünnen, Freiske, Wambeln, Allen
- Pelkum: Wiescherhöfen/Daberg, Lohauserholz, Selmigerheide/Weetfeld, Zechensiedlung, Harringholz, Pelkum Ortskern, Westerheide, Lerche
- Herringen: Westenfeldmark, Ostfeld, Heidhof, Herringen Ortskern, Nordherringen, Herringer Heide, Sandbochum
- Bockum-Hövel: Nordenfeldmark-West, Hövel-Mitte, Hövel-Nord, Hövel-Radbod, Bockum, Barsen, Holsen, Geinegge, Hölter
- Heessen: Nordenfeldmark-Ost, Mattenbecke, Zeche-Sachsen, Heessener Gartenstadt, Heessener Dorf, Westhusen, Dasbeck, Frielick
Geschichte Der Bahnhof von Hamm wird am 6. April 1945 von US-Soldaten eingenommen.  Oberlandesgericht am Otto-Krafft-Platz in Hamm/Westfalen Nachdem die Stadt Nienbrügge zerstört wurde, bot der Graf Adolf I. von der Mark den Einwohnern an, auf seinem Land zu siedeln. Diese Siedlung wurde im März 1226 urkundlich am Aschermittwoch gegründet. Da sie auf der Landspitze zwischen der Einmündung der Ahse in die Lippe entstand und ein solches Areal im Mittelalter als ?Ham? bezeichnet wurde, erhielt diese Siedlung den Namen ?tom Hamme?. Hieraus entstand dann der Stadtname Hamm. 1350 wird Hamm von der großen Pest heimgesucht, die nur sieben Familien überlebt haben sollen. 1392 wurde die Grafschaft Mark mit dem Herzogtum Kleve vereint und Hamm verlor seine Bedeutung als Hauptstadt der Grafschaft Mark. 1609 kam Hamm durch Erbfolge unter preußische Herrschaft. Da die Erbfolge zwischen den Dynastien der Pfalzgrafen von Neuburg und den Kurfürsten von Brandenburg umstritten waren, dauerte die Unsicherheit über die Zugehörigkeit zu Preußen bis 1666 an. 1787 wurde durch die preußische Verwaltung eine Kriegs- und Domänenkammer für die Grafschaft Mark in Hamm eingerichtet. Als einer ihrer Präsidenten wurde 1793 Freiherr vom Stein ernannt. 1792 wird Hamm Sitz der Exilregierung der beiden Königsbrüder Ludwig XVIII. & des späteren Karl X. Die beiden folgen einer Einladung Friedrich Wilhelm II. und verbringen mehrere Monate in Hamm. Ihre Residenz ist das heutige Marienhospital. 1808 kam Hamm zum Großherzogtum Berg und wurde Sitz eines Kantons innerhalb des Arondissements Hamm im Ruhrdepartement. Ab 1813 gehörte die Stadt zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein und 1815 wurde Hamm endgültig preußisch. Die Stadt wurde Sitz eines Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg der Provinz Westfalen. Auch die meisten heute zu Hamm gehörigen Stadtteile gehörten zur Grafschaft Mark und wurden 1815 der preußischen Provinz Westfalen zugeordnet. Lediglich Bockum-Hövel und Heessen gehörten bis 1803 zum Fürstbistum Münster. 1806 kamen auch diese Orte zum Großherzogtum Berg, 1813 zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein und 1815 zur Provinz Westfalen. 1820 wurde das damalige ?Appellationsgericht? (heute Oberlandesgericht) von Kleve nach Hamm verlegt. In der Zeit von 1882 bis 1900 wirkte der vormalige preußische Kultusminister Adalbert Falk als Oberlandesgerichtspräsident in Hamm. Im Jahre 1836 wurde in Hamm die revidierte Städteordnung eingeführt. Mit Wirkung vom 11. April 1901 schied Hamm aus dem Kreis Hamm aus um eine kreisfreie Stadt zu werden. Sie blieb aber noch Sitz des Kreises Hamm, der jedoch 1929 seinen Sitz nach Unna verlegte und infolgedessen 1930 in Kreis Unna umbenannt wurde. Von 1911 bis 1913 wurde unter dem Stadtbaurat Otto Krafft die Ahse aus der Innenstadt verlegt, wodurch die Stadtentwicklung einen neuen Schub erhielt. Im 2. Weltkrieg wurde Hamm durch 55 alliierte Luftangriffe zu 60 % zerstört. Anfang April 1945 wird es von US-Truppen eingenommen. EingemeindungenIn die Stadt Hamm wurde 1939 die Gemeinde Mark (Amt Rhynern), die Keimzelle der nach ihr benannten Grafschaft Mark eingegliedert. 1968 folgte die Eingliederung der Gemeinden Berge und Westtünnen (Amt Rhynern) sowie des Großteils der Gemeinde Wiescherhöfen (Amt Pelkum), Kreis Unna. Ihre heutige Ausdehnung erhielt die kreisfreie Stadt Hamm im Rahmen der kommunalen Neuordnung von 1974, die zum 1. Januar 1975 umgesetzt wurde. Damals wurden folgende Städte und Gemeinden nach Hamm eingegliedert: - Stadt Bockum-Hövel Kreis Lüdinghausen
- Stadt Heessen Kreis Beckum
- Gemeinde Uentrop, (Kreis Unna), gebildet 1968 aus den Gemeinden Braam-Ostwennemar, Frielinghausen, Haaren, Norddinker, Schmehausen, Uentrop, Vöckinghausen und Werries
- Gemeinde Rhynern (Kreis Unna, ohne Hilbeck), gebildet 1968 aus den Gemeinden Allen, Freiske, Hilbeck, Osterflierich, Osttünnen, Rhynern, Süddinker und Wambeln (Hilbeck kam jedoch 1975 zu Werl)
- Gemeinde Pelkum (Kreis Unna), gebildet 1968 aus den Gemeinden Herringen, Lerche, Pelkum, Sandbochum, Weetfeld und Teilen von Wiescherhöfen (bis 1968 Amt Pelkum)
EinwohnerentwicklungEinwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). | Jahr | Einwohner |
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| 1618 | ca. 1.000 | | 1719 | 3.250 | | 1798 | 3.065 | | 1818 | 4.680 | | 1832 | 6.272 | | 1871 | 16.924 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 18.877 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 24.969 | | 1. Dezember 1895 ¹ | 28.589 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 31.369 |
| | Jahr | Einwohner |
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| 1. Dezember 1905 ¹ | 38.429 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 43.663 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 45.756 | | 16. Juni 1925 ¹ | 50.040 | | 16. Juni 1933 ¹ | 53.532 | | 17. Mai 1939 ¹ | 59.035 | | 13. September 1950 ¹ | 59.866 | | 6. Juni 1961 ¹ | 70.641 | | 31. Dezember 1970 | 84.600 | | 30. Juni 1975 | 172.500 |
| | Jahr | Einwohner |
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| 30. Juni 1980 | 171.600 | | 30. Juni 1985 | 166.500 | | 1. Januar 1989 | 173.611 | | 31. Dezember 1990 | 179.639 | | 30. Juni 1997 | 181.300 | | 31. Dezember 2003 | 184.961 | | 31. Dezember 2004 | 184.926 |
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¹ Volkszählungsergebnis ReligionenDurch das Stadtgebiet Hamms verläuft seit Jahrhunderten eine Bistumsgrenze. Das Gebiet nördlich der Lippe gehörte bzw. gehört zum Bistum Münster, während das Gebiet südlich der Lippe zum Erzbistum Köln, Dekanat Dortmund gehörte. 1337 wurde Hamm Sitz einer von Mark abgetrennten Pfarrei, die bis 1553 katholische Pfarrkirche Hamms blieb, dann wurde sie lutherisch. Die dann noch in der Stadt verbliebenen Katholiken wurden bis 1638 vom Franziskanerkloster betreut, welches ab 1660 offiziell die pfarramtlichen Rechte wahrnehmen konnte. 1821 kam das Gebiet südlich der Lippe zum Bistum bzw. Erzbistum Paderborn, während das nördliche Gebiet beim Bistum Münster verblieb. Hamm wurde Sitz eines Dekanats. 1825 erhielten die Katholiken wieder ihre eigene Pfarrei St. Agnes, von der 1897 die Pfarrei St. Joseph, 1909 die Pfarrei Liebfrauen und 1938 die Pfarrei St. Bonifatius abgetrennt wurden. Im Gebiet des Bistums Münster entstand 1897 die Pfarrei Herz-Jesu durch Abtrennung von Heessen. Heute gehören folgende Pfarrgemeinden der Stadt Hamm zum Dekanat Hamm-Nord des Bistums Münster: Herz Jesu Hamm, Maria Königin Hamm, Christus König, Herz Jesu, St. Pankratius und St. Stephanus (alle in Hamm-Bockum-Hövel) sowie St. Josef, St. Marien, St. Stephanus und St. Theresia (alle in Hamm-Heessen). Zum Dekanat Hamm des Erzbistums Paderborn gehören die Pfarrgemeinden Christkönig, Hl. Kreuz, Liebfrauen, St. Agnes, St. Antonius, St. Bonifatius (Hamm-Werries), St. Bonifatius (Hamm-Westen), St. Elisabeth, St. Georg, St. Josef, St. Liborius, St. Marien, St. Michael, St. Regina und Zur Hl. Familie. Bereits ab 1533 fasste die Reformation Fuß in Hamm. Doch wurde sie erst 1553 endgültig eingeführt. Vorherrschend war zunächst das lutherische Bekenntnis, ab 1585 das reformierte Bekenntnis. Die Lutheraner konnten erst ab 1650 wieder eigene Gottesdienste feiern. Beide Gemeinden vereinigten sich im 19. Jahrhundert, als in ganz Preußen die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt wurde, zu einer evangelischen Gemeinde. 1821 wurde Hamm Sitz einer Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren westfälischer Provinzialkirche. Hieraus entstand der heutige ?Kirchenkreis Hamm?, zu dem heute 18 evangelische Kirchengemeinden der Stadt Hamm und den benachbarten Städten und Gemeinden Ahlen, Bönen, Sendenhorst, Hilbeck (Stadtteil von Werl) und Werne innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören. Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Hamm gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinde) und eine Evangelisch-methodistische Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Hamm vertreten. Die Jüdische Gemeinde wurde während der Nazi-Zeit zerstört, der größte Teil ihrer Mitglieder in die Vernichtungslager deportiert, die Synagoge auf Kosten der Jüdischen Gemeinde abgerissen. Heute erinnert ein Mahnmal in der Mitte der Stadt auf dem Santa-Monica-Platz in Form der Umrisse der Synagoge an diese dunkle Zeit. In den letzten Jahren haben muslimische Einwohner der Stadt zahlreiche Gebetsräume und kleine Moscheen errichtet. Weit über die Grenzen Hamms bekannt ist der Hindu-Tempel ?Sri Kamadchi Ampal? in Hamm-Uentrop, zu dem Jahr für Jahr tausende gläubiger Hindus aus ganz Europa pilgern. Politik Rathaus der Stadt Hamm/Westfalen (ehemaliges Oberlandesgericht) An der Spitze der Stadt ist bereits seit 1279 ein Rat nachweisbar. Er wechselte jährlich. Der ?sitzende Rat? hatte 12 Mitglieder, die nach Ablauf des Amtsjahres den ?alten Rat? bildeten. Wurde der Rat anfangs vom Stadtherrn ernannt, so wählte ihn die Bevölkerung ab 1376. Später wurde er indirekt durch 8 Kurherren gewählt. Vorsitzende des Rates war zunächst ein, später zwei Bürgermeister. Im 18. Jahrhundert nannte man den ersten Bürgermeister ?ratender Bürgermeister?, sein Kollege hieß ?zweiter Bürgermeister?. Seit dem 16. Jahrhundert gab es einen Magistrat als geschäftsführendes Organ des Rates. Diesem gehörten die Bürgermeister, zwei Kämmerer und zwei Fiscimeister an. Ab 1718 wurde der jährlich wechselnde Rat durch den ständigen Magistrat ersetzt. In französischer Zeit leitete ein Maire die Stadtverwaltung und ab 1835 mit Einführung der revidierten Städteordnung gab es wieder einen Magistrat mit einem Bürgermeister, der ab 1892 den Titel Oberbürgermeister erhielt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten ?Rat der Stadt?, dessen Mitglieder man als ?Stadtverordnete? bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister Die Bürgermeister des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind nur teilweise bekannt (in Klammern Hinweise auf die entsprechenden Quellen; OV= A. Overmann:Die Stadtrechte der Graffschaft Mark 2. Hamm, Münster 1903). Die Bürgermeisterposten wurden über Jahrhundert hinweg durch sogenannte Kurmänner jeweils für ein Jahr gewählt: - 1263 Gerhardus und Menhardus (OV)
- 1268 Hinricus (OV)
- 1275 Gerwinus Herinc (OV)
- 1279 Goswin Asbeck
- 1288 Gerwin Hering (Verleihung der Befestigungsrechte an die Stadt Hamm)
- 1290 Gerwinus Herinc (OV)
- 1305 Henricus Herinc (OV)
- 1314 Godefridus de Thunne (OV)
- 1324 Detmarus Herinch (OV)
- 1327 Hermannus Rode (OV)
- 1329 Hermannus Rode (OV)
- 1338 Dethmarus (OV)
- 1354 Themo (OV)
- 1362 Theme (OV)
- 1364 Theme (Dietrich von Volmerstein verpfändet Güter an Bürgermeister Theme aus Hamm)
- 1370 Theime und Albert Wedege, Bürgermeister (OV)
- 1378 Theime und Jacob van Attendorn, Bürgermeister (OV)
- 1386 Rolef van Westerwinkele, Bürgermeister (OV)
- 1387 Sander Lorinch, Godeke des Richters, Bürgermeister (OV)
- 1392 Johan Morckyn (OV)
- 1396 Walter van Heringen (OV)
- 1403 Johann Krose (OV)
- 1405 Johann Krose (OV)
- 1409 Alef van Zwene (OV)
- 1412 Johann Crose und Herman van Galen (OV)
- 1414 Herman van Galen (OV)
- 1416 Johan Kroes (Vermächtnis an das St. Antonio Gasthaus)
- 1417 Herman van Galen (OV)
- 1427 Gerd Knyppinch (OV)
- 1430 Lubbert van Rensinge (OV)
- 1433 Hinrik Rodinchus (OV)
- 1437 Bitter van Hemerde gen. Veleko (OV)
- 1439 Hinrich Rodinchus und Hinrich Nederhove (OV)
- 1455 Heinrich Rodinghus und Hermann von Sweve (Gründung des Franziskaner-Klosters in Hamm)
- 1458 Herman van Zweve (OV)
- 1461 Herman van Lemgo (OV)
- 1467 Hermann von Lemgo (Belehnung durch Bernhard VII zur Lippe)
- 1478 Herman van Zweve (OV)
- 1482 Diderick Godeskusen und Johan Deyterdes (OV)
- 1483 Herman van Zweve und Johan Deythard (OV)
- 1486 Aelbert Brechte (OV)
- 1487 Ailbert Brechte (OV)
- 1488 Gerd Brunynchues (OV)
- 1496 Johann Rodinchus (OV)
- 1508 Meynhart Deythard (OV)
- 1511 Hinrick Bruyninchuyss (OV)
- 1514 Henrik Drove (OV)
- 1518 Meynhart Deythard und Hinrick Bruyninchuyss (OV)
- 1519 Hinrik Drove (OV)
- 1524 Everd Everswyn und Johann Rodinckhyuss (OV)
- 1525 Hinrick Bruyninckhus (OV)
- 1526 Meinhart Deithert (OV)
- 1529 Hynrich Bruyninchuyss (OV)
- 1533 Johann Deythart (OV)
- 1534 Bonaventura Drove (OV)
- 1538 Bonaventura Droven, Jürgen Rodinckhus (geben Stadtchronik in Auftrag)
- 1540 Albert Brüninghaus, Peter Rödinghausen (vertreten Hamm auf dem Hansetag)
- 1547 Herman Schurckman (OV)
- 1552 Herman Schurckman (OV)
- 1554 Werner Brechte
- 1555 Herman Schurckman (OV)
- 1556 Johann Brecht (OV)
- 1558 Johann Brechte (OV)
- 1559 Albert Brechte (OV)
- 1561 Christopher Rodinckhus, Herman Schurckmann, Johann Brechte (OV)
- 1571 Johann van Huiszen (OV)
- 1573 Everhardt Eberswin, Meinhart Diethart, Hinrich Bruninckuis (OV)
- 1575 Everhardt Eberswin (OV)
- 1576 Andreas Rodinckhuis (OV)
- 1580 Andreis Roddinckhausen (OV)
- 1588 Henrich Bruninckhausen und Andreas Rodinkhausen (OV)
- 1592 Gerdt Schurckman (OV)
- 1599 Johann van Hausen (OV)
- 1611 Johann von Hausen, Bonaventura Brünninghausen, Hermann von Hausen (Schulaufsicht)
- 1612 Bürgermeister Eberschwein (Sitzung der Schulbehörde)
- 1616 Meinhardt Diethart (OV)
- 1620 Bonaventura Bruninckhausen (OV)
- 1627 Erasmus Schmidt (OV)
- 1628 Erasmus Schmidt und Henricus Spackler (OV)
- 1649 Johann von Hausen und Jakob Göbbelsen (Einsetzung durch die Regierung)
- 1660 Bürgermeister Altfeld
- 1686 Dr. Neuhaus (wird als Stadtadvocatus angestellt)
- 1703 Bürgermeister Christian Ludwig Wortmann
Ab 1719 werden die Bürgermeister vom preußischen König eingesetzt. Sie besitzen i.d.R. eine juristische Ausbildung. Bekannt sind: - 1764 Erster Bürgermeister Hofrat Rademacher
- 1777 Bürgermeister Hohdahl und Bürgermeister Keller (Protokoll der Schnadjagd)
- 1779 Bürgermeister Hohdahl
- 1800 Bürgermeister Möller (Anlage des Ostenfriedhofs)
- 1803 Bürgermeister Möller (veröffentlicht ein Buch zur Geschichte der Stadt Hamm)
Ab dem 19. Jahrhundert ist die vollständige Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister(innen) von Hamm bekannt: - 1816?1835: Heinrich Christian Quade, Bürgermeister
- 1836?1843: Heinrich Theodor Biermann, Bürgermeister
- 1843?1856: Eduard Loerbroks, Bürgermeister
- 1856?1864: Wilhelm Jahn, Bürgermeister
- 1865?1874: Emil Tiermann, Bürgermeister
- 1874?1881: Gustav Staude, Bürgermeister
- 1881?1892: Paul Werner, Bürgermeister
- 1892?1920: Richard Matthaei, Oberbürgermeister
- 1920?1933: Josef Schlichter, Oberbürgermeister
- 1933?1945: Erich Deter, Oberbürgermeister
- 1945?1946: Josef Schlichter, Oberbürgermeister
- 1946?1952: Ferdinand Poggel, Oberbürgermeister
- 1952?1954: Heinz Diekmann, Oberbürgermeister
- 1954?1956: Heinrich Langes, Oberbürgermeister
- 1956?1964: Werner Figgen, Oberbürgermeister
- 1964?1979: Dr. Günter Rinsche, Oberbürgermeister
- 1979?1984: Werner Figgen, Oberbürgermeister
- 1984?1994: Prof. Sabine Zech, Oberbürgermeisterin
- 1994?1999: Jürgen Wieland, Oberbürgermeister
- 1999 ? heute: Thomas Hunsteger-Petermann (CDU), Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren 1946?1999 - 1946?1958: Dr. Ferdinand Schultz
- 1958?1976: Dr. Hans Tigges
- 1976?1988: Dr. Walter Fiehe
- 1988?1994: Dr. Jochen Stemplewski
- 1994?1999: Dr. Dieter Kraemer
StadtratDer Rat der Stadt Hamm hat seit 2004 insgesamt 58 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen: | CDU | SPD | GRÜNE | FDP | BG Hamm | REP | DSP | Parteilos | Gesamt | | 2004 | 28 | 20 | 3 | 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 58 |
WappenDas Wappen der Stadt Hamm zeigt in Gold einen in drei Reihen von Rot und Silber geschachteten Balken. Die Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wurde der Stadt Hamm 1934 verliehen. StädtepartnerschaftenHamm unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Neufchâteau (Frankreich), seit 1967 Santa Monica, Bundesstaat Kalifornien (USA), seit 1969 Bradford (Vereinigtes Königreich), seit 1976 (doch gab es schon seit den 1950er Jahren Kontakte) Chattanooga, Bundesstaat Tennessee (USA), seit 1977 Mazatlan (Mexiko), seit 1978 Toul (Frankreich), seit 1987 Oranienburg (Brandenburg), seit 1990 Beschreibungstexte entnommen von (c) Wikipedia Hier können Sie Ihre Hotels Hamm buchen: Best Western, Mövenpick, Ibis, Scandic, Mercure, Holiday Inn und viele mehr, Hotels am Flughafen, Airport-Hotels, Messe Hotels, uvm. . |