Hotels in Heidelberg - Sonderangebote und Restplätze
sortiert nach Preis, Kategorie, usw. in Heidelberg
| Wappen | Karte |
|---|
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| Basisdaten |
|---|
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Region: | Rhein-Neckar-Odenwald |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Geografische Lage: | Koordinate: 49° 25' N, 08° 42' O49° 25' N, 08° 42' O |
| Höhe: | 116 m ü. NN |
| Fläche: | 108,83 km² |
| Einwohner: | 143.123 (31. Dez. 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.315 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 16,6 % |
| Postleitzahlen: | 69001?69126 (alt: 6900) |
| Vorwahl: | 06221 (und 06202 im Grenzhof) |
| Kfz-Kennzeichen: | HD |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 21 000 |
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile |
Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 10 69117 Heidelberg |
| Offizielle Website: | www.heidelberg.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@heidelberg.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeisterin: | Beate Weber (SPD) |
Heidelberg ist eine Großstadt am Fluss Neckar im Nordwesten von Baden-Württemberg. Sie ist durch ihre Altstadt, ihr Schloss sowie ihre Universität weltbekannt und eines der beliebtesten Ziele ausländischer Touristen in Deutschland.
Mit über 140.000 Einwohnern ist Heidelberg die fünftgrößte Stadt Baden-Württembergs. Sie ist kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des umliegenden Rhein-Neckar-Kreises. Die dicht besiedelte Region, in der Heidelberg liegt, wird als Rhein-Neckar-Dreieck bezeichnet.
Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im Portal Heidelberg.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geschichte
- 1.1 Vorgeschichte
- 1.2 Antike
- 1.3 Mittelalter
- 1.4 Neuzeit
- 1.5 Die Zeit des Nationalsozialismus
- 1.6 Nach dem 2. Weltkrieg
- 2 Geographie
- 2.1 Flora und Fauna
- 2.2 Verwaltungsstrukturen, Region
- 2.3 Nachbargemeinden
- 2.4 Stadtgliederung und Eingemeindungen
- 2.4.1 Innenstadt
- 2.4.2 Zentrum
- 2.4.3 Süden
- 2.4.4 Westen
- 2.4.5 Norden
- 2.4.6 Osten
- 2.4.7 Sonstige Gebiete
- 2.5 Einwohnerentwicklung
- 2.6 Religionen
- 2.6.1 Christentum
- 2.6.2 Judentum
- 2.6.3 Islam
- 2.6.4 sonstige christliche
- 3 Politik
- 3.1 Stadtoberhäupter und Gemeinderat
- 3.2 Sonstige Gremien
- 3.2.1 Bezirksbeirat
- 3.2.2 Ausländerrat/Migrationsrat
- 3.2.3 Jugendgemeinderat
- 3.2.4 Dezernate
- 3.2.5 Ombudsfrau/-mann
- 3.3 Wappen
- 3.4 Städtepartnerschaften
- 3.4.1 Die Stadt als Namenspate
- 4 Wirtschaft und Infrastruktur
- 4.1 Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen
- 4.2 Ansässige Unternehmen
- 4.3 Verkehr
- 4.4 Medien
- 4.5 Gerichte
- 4.6 Bildung und Forschung
- 4.6.1 Universität, Hochschulen
- 4.6.2 Forschung
- 4.6.3 Schulen
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Bauwerke
- 5.1.1 Die Wahrzeichen der Stadt
- 5.1.2 Bedeutende Kirchen
- 5.1.3 Historische Bauwerke
- 5.1.4 Neuzeitliche Bauwerke
- 5.1.5 Historische Orte
- 5.2 Museen
- 5.3 Theater
- 5.4 Kino
- 5.5 Orchester und Chöre
- 5.6 Senioren- und Bürgerzentren
- 5.7 Sehenswürdigkeiten im Umland
- 5.8 Regelmäßige Veranstaltungen
- 5.9 Heidelberg in der Dichtung
- 5.10 Sprachen, Dialekt
- 6 Persönlichkeiten
- 7 Siehe auch
- 8 Literatur
- 9 Weblinks
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Geschichte
Vorgeschichte

Das Heidelberger Schloss, Carl Philipp Fohr, 1815
1907 wurde in Mauer in der Nähe von Heidelberg der Unterkiefer des Homo heidelbergensis gefunden, der auf ein Alter von etwa 600.000 Jahren geschätzt wird.
Dort, wo der Neckar in die Rhein-Ebene übergeht, sowie auf dem Heiligenberg nördlich des Neckars hat man Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit, der Kelten und der Römer gefunden.
Antike
Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Neuenheim befand sich zu römischer Zeit eine Siedlung mit Militärlager. Zeitweise führte eine winterfeste Brücke vor dem Zusammenfluss mit dem Rhein über den Neckar. Die auf Höhe der Ziegelgasse nachgewiesene Furt war nicht ganzjährig benutzbar.
Mittelalter
Seit dem frühen Mittelalter befand sich auf dem hinteren Gipfel des Heiligenberg das Michaelskloster, eine Probstei des Klosters Lorsch. Die älteste schriftliche Erwähnung Heidelbergs stammt aus dem Jahr 1196. Viele der umliegenden Gemeinden und Ortsteile sind allerdings erheblich älter. Einige von ihnen werden im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt (Handschuhsheim und Neuenheim 765, Rohrbach 766, Kirchheim und Wieblingen 767, Bergheim 769) und wurden demnach im 6. bis 8. Jahrhundert besiedelt. Nördlich von Handschuhsheim liegt die Wüstung Hillenbach, besiedelt zwischen 767 und etwa 1300.
Die Universität wurde im Jahr 1386 gegründet. Sie ist damit die älteste Universität auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Seit 1225 (unter Herzog Ludwig I. von Bayern) bis in die frühe Neuzeit war Heidelberg Residenz des Pfalzgrafen bei Rhein, der zu den weltlichen deutschen Kurfürsten zählte. Die historische Bezeichnung für dessen Herrschaftsgebiet war Kurpfalz.
Neuzeit

Der gesprengte Turm des Heidelberger Schlosses, Carl Blechen, um 1830
Von der ersten Phase des Dreißigjährigen Kriegs war auch Heidelberg betroffen: Nachdem Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz ("Winterkönig"), 1619 als böhmischer Gegenkönig gewählt, 1620 in der Schlacht am Weißen Berge geschlagen wurde, eroberte Johann Tserclaes Graf von Tilly als Heerführer der Katholischen Liga 1622 Heidelberg und erbeutete die Bibliotheca Palatina. Sie wurde von Herzog Maximilian I. (Bayern) 1623 an Papst Gregor XV. verschenkt und der Bibliotheca Vaticana einverleibt.
Heidelberg wurde erneut am 2. März 1689 (und noch einmal 1693) im Zuge des französisch-pfälzischen Erbfolgekriegs erobert und durch die Franzosen unter General Mélac verwüstet. Dabei wurde die Altsstadt und das Schloss teilweise zerstört. Dies gehört seither zu den weltweit berühmtesten romantischen Schlossruinen und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands überhaupt.
Im Jahre 1720 wurde die Residenz des Kurfürsten nach vergeblichen Wiederaufbauversuchen nach Mannheim verlegt. 1763 wird die Kurpfälzische Akademie gegründet.
Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Heidelberg mit der gesamten rechtsrheinischen Pfalz an das Kurfürstentum (ab 1806 Großherzogtum) Baden. 1808 wurde die Stadt Sitz des Stadtamtes Heidelberg. Daneben gab es noch ein Ober- und ein Unteramt Heidelberg, welche 1813 zum Landamt Heidelberg vereinigt wurden. Stadtamt und Landamt Heidelberg wurden 1826 zum Oberamt Heidelberg zusammengeschlossen, aus dem 1863 das Bezirksamt Heidelberg hervorging, welches 1924 um die Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Eberbach erweitert wurde.
1840 wird mit dem Teilstück Mannheim - Heidelberg der Badischen Hauptbahn die erste Eisenbahnlinie in Baden eröffnet. 1846 entsteht in Heidelberg die erste Freiwillige Feuerwehr.
1860 wird das Schloss zum ersten Mal ?bengalisch? beleuchtet - Beginn, auch noch heute, jeden Feuerwerks.
Um 1900 kommt es zu Restaurierungen und historisierenden Ausbauten des Schlosses. 1930 Grundsteinlegung für die Neue Universität(Hörsaalgebäude), gespendet von US-Bürgern.
Aus den Bezirksämtern Heidelberg und Wiesloch wurde schließlich 1938 der Landkreis Heidelberg gebildet, der bis 1972 bestand. 1939 schied die Stadt Heidelberg aus dem Landkreis Heidelberg aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Heidelberg mit dem Landkreis Mannheim zum heutigen Rhein-Neckar-Kreis vereinigt. Er umgibt die Stadt vollständig. Heidelberg selbst blieb eine kreisfreie Stadt und wurde zugleich "Kreisstadt" des neuen Landkreises.
Die Zeit des Nationalsozialismus
Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 begann in Deutschland eine Zeit der organisierten Diskriminierung und Verfolgung von Juden und anderen "nichtarischen" Mitbürgern. Am 1. April jenes Jahres rufen Nationalsozialisten zum Boykott jüdischer Geschäfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen auf. Am 5. April 1933 gibt Reichskommissar Robert Wagner in vorauseilendem Gehorsam den "badischen Judenerlaß" heraus, zwei Tage vor den entsprechenden Reichsgesetzen. Er leitet die Zwangsbeurlaubung aller "nichtarischer" Beamten ein. Obwohl die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg schriftlich gegen die Ausschließung ihrer jüdischer Kollegen protestiert werden am 7. April 1933 alle "Nichtarier" im öffentlichen Dienst gegen ihren Willen in den Ruhestand geschickt. Bis 1940 verliert die Universität Heidelberg 59 habilitierte Hochschullehrer aus rassischen oder politischen Gründen. Dies entspricht rund 29 % des gesamten damaligen Lehrpersonals. Der Stadtschulrat und NSDAP Kreisleiter Wilhelm Seiler schließt 1935 alle jüdischen Kinder vom Unterricht an Volksschulen im Stadtgebiet aus. Juden verlieren am 15. September 1935 vollends alle politischen Rechte mit dem reichsweiten Erlass der Nürnberger Gesetze.

Tor des KZ Dachau mit Inschrift "Arbeit macht frei"
Am 9. November 1938 erreichen die Ausschreitungen gegen Juden einen neuen Höhepunkt. In der Nacht brennen Heidelberger Bürger die Synagogen in Heidelberg und Rohrbach nieder. Der orthodoxe Betsaal in der Plöck wird ebenfalls zerstört. Am nächsten Tag beginnt die systematische Deportation Heidelberger Juden mit der Verschleppung 150 jüdischer Mitbürger in das Konzentrationslager Dachau. Etwa zwei Jahre später, am 22. Oktober 1940, findet die "Aktion Wagner-Bürckel" statt. Etwa 280 Juden aus Heidelberg sowie weitere 114 aus den Gemeinden des Landkreises werden in das Internierungslager Gurs deportiert. Insgesamt 6504 in Baden, der Pfalz und dem Saarland lebende Juden werden in dieser ersten Massendeportation verschleppt. Lediglich 50 kg Gepäck und 100 Reichsmack in bar waren pro Person erlaubt. Drei Viertel der deportierten Juden kamen im Lager Gurs ums Leben, viele der Älteren bereits schon im ersten Winter 1940/41.
Nach dem 2. Weltkrieg

Eine typische Seitenstraße in der Heidelberger Altstadt
Heidelberg überstand als eine der wenigen deutschen Großstädte den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt. Die Stadt wird Standort der US-Army und hoher Kommandostellen der US-Army und der NATO. Der hohe amerikan. Bevölkerungsanteil trägt zu einer neuen Völkerfreundschaft zwischen beiden Ländern bei. Der Radiosender des AFN tut ein übriges.
Der Durchgangsverkehr wird aus Bergheim heraus an den Neckar (Iqubal-Ufer) verlegt. Straßenbahn in der Hauptstraße eingestellt.
Bei einem der ersten Terroranschläge der RAF am 24. Mai 1972 auf das Europahauptquartier der US-Armee werden drei US-Soldaten getötet und fünf verletzt. Im selben Jahr finden mit den Sommer-Paralympics 1972 erstmals die Weltfestspiele der Behinderten in Deutschland statt.
Erste Hochhäuser wurden gebaut: Menglerbau, Schwesternhochäuser, Studentenwohnheim, Print Media, Science-tower der SRH (neue FH-Heidelberg). Verkehrsbauwerke beeinflussen das Stadtbild sehr nachdrücklich.
Zur Zeit bemüht sich Heidelberg für das Gesamtbild von Altstadt und Schloss um den Eintrag ins Weltkulturerbe durch die Unesco.
Geographie

Blick vom Philosophenweg auf die Altstadt mit Schloss, Heiliggeistkirche und Alter Brücke
Heidelberg liegt zum Teil in der Oberrheinischen Tiefebene überwiegend am linken Ufer des unteren Neckar, vor dessen Ausfluss aus dem Odenwald (siehe auch Portal:Odenwald) in einer länglich, flussaufwärts sich zuspitzenden Talsohle, umgrenzt vom Königstuhl (568 m) und Gaisberg (375 m). Der Neckar fließt hier von Ost nach West. Am rechten Neckarufer erhebt sich der Heiligenberg (445 m). Der Neckar mündet etwa 22 km nordwestlich, gemessen vom Ende der Talsohle, in den Rhein. Die im 20 Jahrhundert eingemeindeten Orte reichen über das Neckartal in die Bergstraße hinein, die von Wiesloch im Süden über Heidelberg bis nach Darmstadt in Hessen führt.
Flora und Fauna
Da Heidelberg in einer der wärmsten Regionen Deutschlands liegt, gedeihen hier für mitteleuropäische Verhältnisse einige Besonderheiten, wie etwa Mandel- und Feigenbäume, oder auch ein Ölbaum im Freiland (Gaisbergstraße). Der Balkon der Stadt mit vielen exotischen Gewächsen ist der Philosophenweg gegenüber der Altstadt. Dort wurde 2000 auch wieder erfolgreich mit dem Weinanbau begonnen.
Außerden gibt es in Heidelberg eine der vitalsten freilebenden Populationen des Halsbandsittichs am Römerkreis sowie eine einzigartige freilebende Population der bestandgefährdeten Schwanengans, die man vor allem auf der Neckarinsel vor Bergheim und auf den Neckarwiesen antreffen kann.
Heidelberg liegt im Verlaufe des Europäischen Fernwanderweges (Mittelschweden - Silkeborg Umbrien).
Verwaltungsstrukturen, Region
Heidelberg ist Sitz des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreis innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald. Sie selbst ist eine kreisfreie Stadt innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe. Heidelberg gehört zum Verdichtungsraum Rhein-Neckar, der neben Teilen von Süd-Hessen und der Vorderpfalz in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst und bildet mit einer großen Anzahl von weiteren Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum. 2005 wurde das Rhein-Neckar-Dreieck europäische Metropolregion.
Innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald bildet Heidelberg neben Mannheim ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Heidelberg übernimmt für die umliegenden Gemeinden Bammental, Dossenheim, Eppelheim, Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Leimen, Neckargemünd, Nußloch, Sandhausen, Schönau, Schriesheim, Wiesenbach und Wilhelmsfeld auch die Funktion eines Mittelbereichs im Rahmen der Verwaltungsstrukturen des Landes.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen direkt an die Stadt Heidelberg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend nördlich vom Neckar, genannt und gehören fast alle zum Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Schönau, Neckargemünd, Bammental, Gaiberg, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Plankstadt, Eppelheim, Mannheim (kreisfreie Stadt) und Edingen-Neckarhausen.
Stadtgliederung und Eingemeindungen
Die Stadt Heidelberg ist in 14 Stadtteile gegliedert, die meist einen eigenen Bezirksbeirat haben, der zu wichtigen den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören ist. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Heidelberg.
Innenstadt
Der älteste Stadtteil Heidelbergs ist die Altstadt. Er befindet sich auf der Südseite des Neckars und beinhaltet den historischen Kern der Stadt. Die meisten der Sehenswürdigkeiten Heidelbergs wie das Heidelberger Schloss befinden sich in der Altstadt. Wegen ihres reichen kulturellen Erbes bewarb sich Heidelberg 2004 um eine Anerkennung der Altstadt als Weltkulturerbe der UNESCO. Ebenfalls zu diesem Stadtteil gehören die weiter außerhalb gelegenen Gebiete Vorstadt, die Molkenkur, der Kohlhof sowie der Speyerer Hof.
Der andere Stadtteil von Heidelberg, welcher zusammen mit der Altstadt die Innenstadt bildet, ist das westlich der Altstadt gelegene Bergheim. Das ehemalige Dorf Bergheim ist interessanterweise älter als die Altstadt. Überreste menschlicher Besiedlung lassen sich bis in die frühe Steinzeit zurückverfolgen. Bergheim wurde 769 erstmals im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt. 1392 wurde das Dorf Bergheim aufgelöst und die Bewohner in die schnell wachsende Residenzstadt Heidelberg zwangsumgesiedelt.
Zentrum
Unmittelbar südwestlich der Heidelberger Innenstadt befindet sich die Weststadt, die im Süden in die Südstadt übergeht. Diese Stadtteile entstanden durch das rasche Bevölkerungswachstums Heidelberg während der Industrialisierung sowie nach dem 2. Weltkriegs. In der Südstadt befindet sich der Heidelberger Bergfriedhof, auf dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten beigesetzt sind. Besonders erwähnenswert ist weiterhin das Mark-Twain-Village der Südstadt, in dem US Soldaten mit ihren Angehörigen wohnhaft sind. In naher Zukunft werden die West- und Südstadt wohl weiter expandieren: Der sich zur Zeit in Gründung befindende Stadtteil Bahnstadt schließt sich im Süden an diese beiden Stadtteile an.
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heidelberg eingegliedert wurden| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|
| 1891 | Neuenheim | 497 |
| 1903 | Handschuhsheim | 1.546 |
| 1920 | Wieblingen | 966 |
| 1920 | Kirchheim | 1.375 |
| 1927 | Rohrbach | 1.140 |
| 1920/35 | Grenzhof | 445 |
| 1. Januar 1975 | Ziegelhausen | 1.475 |
Süden
Weiter südlich befindet sich der Stadtteil Rohrbach mit dem Hasenleiser und dem Bierhelder Hof. Nach Südwesten wird Heidelberg durch die beiden noch sehr jungen Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund abgeschlossen.
Westen
Der größte und am schnellsten wachsende Stadtteil Heidelbergs ist Kirchheim. Kirchheim bildet den südwestlichen Teil Heidelbergs und wurde 1920 eingemeindet. Ebenfalls zu Kirchheim gerechnet werden der Kirchheimer Hof, das Patrick-Henry-Village (eine 1947 gegründete Siedlung der US-Army), der Pleikartsförster Hof sowie Neurott.
Am westlichen Rand von Heidelberg befindet sich der Pfaffengrund. Er lässt sich in ein nördlich gelegenes Industriegebiet sowie in ein Wohngebiet im Süden aufteilen. Der Name Pfaffengrund leitet sich von von dem mittelalterlichen Flurnamen ab, die Gegend selbst wurde bis 1920 als Ackerland verwendet.
Weiter nördlich liegt Wieblingen mit dem Grenzhof und dem Ochsenkopf. Ebenso wie Kirchheim und der Pfaffengrund wurde Wieblingen 1920 ein Stadtteil Heidelbergs. Urkundklich erwähnt wurde Wieblingen erstmals im Lorscher Kodex im Jahr 767.
Norden
Gegenüber der Innenstadt, auf dem nördlichen Ufer des Neckars, befindet sich der Stadtteil Neuenheim. Die Entwicklung Neuenheims begann bereits in der vorrömischen Zeit, im Jahre 1891 wurde es dann eingemeindet. Es ist der erste Stadtteil Heidelbergs, welcher durch Eingemeindung einer bereits bestehenden Siedlung Teil des Stadtgebiets wurde. Besonders erwähnenswert ist das Neuenheimer Feld, in welchem sich der neue Campus der Ruprecht-Karls-Universität befindet.
Weiter nördlich liegt Handschuhsheim, welches wenige Jahre nach Neuenheim, im Jahre 1903, eingemeindet wurde. Der Name Handschuhsheim geht vermutlich auf einen Gutsbesitzer im Frühmittelalter zurück.
Osten
Im Osten, auf der Südseite des Neckars gelegen, befindet sich Schlierbach. Der Ort wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend zählt heute zu den gehobeneren Wohngegenden Heidelbergs.
Auf der gegenüberliegenden Neckarseite befindet sich Ziegelhausen mit dem Peterstal. Ziegelhausen wurde einige Jahre vor Schlierbach urkundlich erwähnt, im Jahre 1220. Die Gegend wurde vermutlich bereits schon zu römischer Zeit besiedelt.
Sonstige Gebiete
Zu einigen Stadtteilen gehören noch weitere, kleine, separat gelegene Wohnplätze, Gehöfte. Entlang dem Neckar gibt es Richtung Neckargemünd zwei Campingplätze.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg überschritt im Zweiten Weltkrieg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Sie ist übrigens eine Stadt mit internationaler Bevölkerung - davon eine der größten US-amerikanischen Gemeinden außerhalb Nordamerikas, die allerdings in der Heidelberger Einwohnerstatistik nicht geführt wird. Im Juni 2004 zählte Heidelberg (ohne Angehörige der US-Armee und deren Angehörige) 142.666 Einwohner.
Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand| Jahr | Einwohner |
|---|
| um 1439 | etwa 5.200 |
| um 1588 | etwa 6.300 |
| 1717 | 1.220 Familien |
| 1784 | 10.754 |
| 1810 | 10.312 |
| 1830 | 13.345 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 19.983 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 31.739 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 43.998 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 56.016 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 73.034 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 84.759 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 84.273 |
| 1946 | 111.766 |
| 13. September 1950 ¹ | 118.449 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 125.300 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 129.656 |
| 30. Juni 1975 | 130.000 |
| 30. Juni 1980 | 131.900 |
| 30. Juni 1985 | 133.800 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 127.768 |
| 30. Juni 1997 | 130.300 |
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Christentum
In Heidelberg wurde schon sehr früh die Reformation eingeführt. Anfangs war die Bevölkerung eher Martin Luther zugetan, doch führte Kurfürst Ottheinrich 1556 das reformierte Bekenntnis nach Johannes Calvin ein. (1563 ?Heidelberger Katechismus?. Über lange Zeit war Heidelberg somit eine protestantische Stadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt zum Teil rekatholisiert, doch blieb das reformierte beziehungsweise lutherische Bekenntnis vorherrschend. Die Fürstenfamilie siedelte zu diesem Zweck (Gegenreformation) Jesuiten an. Die Hauptkirche (Heilig Geist) wurde durch eine Mauer zwischen den Konfessionen bis 1930 geteilt.
Allmählich machte die katholische Bevölkerung jedoch fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus.
1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. Heute gehören die protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Dekanat Heidelberg innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heidelberg der Erzdiözese Freiburg.
Judentum
Gegen die jüdischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z.B. 1819 zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer jüdisch
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