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sortiert nach Preis, Kategorie, usw. in Koblenz
 | Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Großstadt Koblenz, weitere Orte gleichen Namens unter Koblenz (Begriffsklärung) |
| Koblenz |
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Blick von der Festung Ehrenbreitstein auf Koblenz und das Deutsche Eck |
| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | Koordinate:
50° 21' 35" N, 7° 35' 52" O50° 21' 35" N, 7° 35' 52" O |
| Höhe: | 64,7 m ü. NN |
| Fläche: | 105,02 km² |
| Postleitzahlen: | 56001 - 56077 (alt: 5400) |
| Vorwahlen: | 0261 (02606 für Lay) |
| Kfz-Kennzeichen: | KO |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 11 000 |
| UN/LOCODE: | DE KOB |
| Stadtgliederung: | 28 Stadtteile, darunter 6 Ortsbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Gymnasialstr. 2 56068 Koblenz |
| Website: | www.koblenz.de |
| E-Mail-Adresse: | internet@stadt-koblenz.de |
Bevölkerung (Stand: Januar 2005) |
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| Einwohner: | 106.681 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.016 Einwohner je km² |
| Schuldenstand: | ca. 37,2 Mio. ? (2006) |
| Arbeitslosenquote: | 9,1% |
| Ausländeranteil: | 9,3% |
| Altersstruktur: | 0-14 Jahre: 13,2% 15-64 Jahre: 65,4% ab 65 Jahre: 21,4% |
| Geschlecht: | männlich: 47,7% weiblich: 52,3% |
| Konfession: | katholisch: 55,8% evangelisch: 19,2% sonst.: 25% |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Dr. Eberhard Schulte-Wissermann (SPD) |
| Stärkste Fraktion: | CDU |
Koblenz (frz. Coblence) ist eine Großstadt im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die kreisfreie Stadt ist nach Mainz und Ludwigshafen die drittgrößte des Bundeslandes und bildet eines seiner fünf Oberzentren. Sie ist Sitz der Universität Koblenz-Landau, der Verwaltung des Landkreises Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (bis 1999 Bezirksregierung Koblenz) und eines Oberlandesgerichts.
Koblenz gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; im Jahr 1992 feierte sie ihr 2000-jähriges Bestehen. Der ursprüngliche lateinische Name Confluentes (dt.: die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der Mündung der Mosel in den Rhein am so genannten Deutschen Eck ab. Bis 1926 lautete die Schreibweise der Stadt Coblenz. Seit 1962 ist Koblenz eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Die nächst größeren Städte sind Bonn (etwa 60 km rheinabwärts) und Mainz (etwa 90 km rheinaufwärts). Teile von Koblenz gehören seit 2002 zum Weltkulturerbe "Oberes Mittelrheintal". Das Römerkastell in Koblenz-Niederberg wiederum gehört zum Obergermanisch-Rätische Limes, der seit 2005 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht.
Inhaltsverzeichnis- 1 Allgemeines über die Stadt
- 1.1 Nachbargemeinden
- 1.2 Stadtgliederung
- 1.3 Eingemeindungen
- 1.4 Einwohnerentwicklung
- 1.5 Klima
- 1.6 Religionen
- 1.7 Koblenzer Dialekt
- 2 Geschichte
- 2.1 Frühgeschichte
- 2.2 Römische Zeit
- 2.3 Fränkische Zeit
- 2.4 Kurfürstliche Zeit
- 2.5 Französische Zeit
- 2.6 Preußische Zeit
- 2.7 20. Jahrhundert
- 2.8 21. Jahrhundert
- 3 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 3.1 Profane Bauwerke
- 3.2 Plätze
- 3.3 Kirchen
- 3.4 Sport
- 3.5 Museen
- 3.6 Bibliotheken
- 3.7 Bühnen
- 3.8 Koblenzer Karneval
- 3.9 Kulinarische Spezialitäten
- 3.10 Regelmäßige Veranstaltungen
- 3.11 Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
- 4 Politik
- 4.1 Die Stadtoberhäupter seit 1813
- 4.2 Aktueller Stadtrat
- 4.3 Wappen
- 4.4 Städtepartnerschaften
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 5.1 Wirtschaft
- 5.2 Behörden
- 5.3 Bundeswehr
- 5.4 Verkehr
- 5.5 Medien
- 6 Bildung
- 6.1 Hochschulen
- 6.2 Schulen
- 7 Persönlichkeiten
- 7.1 Ehrenbürger
- 7.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 8 Literatur
- 9 Weblinks
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Allgemeines über die Stadt

Panorama der Koblenzer Innenstadt

Landschaften im Umkreis Mayen - Koblenz
Koblenz liegt am "Deutschen Eck", einer durch Mosel und Rhein gebildeten Mündungsspitze. Die Stadt wird begrenzt von den Ausläufern des Hunsrücks im Süden und der leicht hügeligen Landschaft des Maifeldes (Ausläufer der Eifel) im Westen. Die rechts des Rheins gelegenen Stadtteile im Osten des Stadtgebiets liegen in den Ausläufern des Westerwaldes, welche, zum Teil mit starkem Gefälle, bis dicht an den Fluss heranreichen.
Die zwischen Mosel und Rhein im Süden gelegenen Stadtteile sind teilweise mit üppigen Mischbaumbestand bewaldet und bilden die "Grüne Lunge" und das Naherholungsgebiet von Koblenz. Dieser Abschnitt des Rheins gehört zum Mittelrhein.
Koblenz liegt auf 64,7 m Höhe am Deutschen Eck gemessen. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet mit 382 m ist der Kühkopf im Stadtwald.
Nachbargemeinden
Die kreisfreie Stadt Koblenz grenzt an drei Kreise:
- im Nordosten an den Westerwaldkreis (Simmern und Eitelborn),
- im Osten an den Rhein-Lahn-Kreis (Lahnstein, Fachbach und Miellen) und
- im Süden, Westen und Norden an den Landkreis Mayen-Koblenz (Rhens, Waldesch, Dieblich, Winningen, Kobern-Gondorf, Bassenheim, Mülheim-Kärlich, St. Sebastian, Weitersburg, Vallendar, Niederwerth und Urbar)
Stadtgliederung

Blick auf Güls und die Mosel
Das Stadtgebiet von Koblenz ist in 28 Stadtteile gegliedert. Hiervon bilden sieben Stadtteile insgesamt sechs Ortsbezirke, deren Anliegen gegenüber der Stadt durch einen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher vertreten werden. Die übrigen 21 Stadtteile haben keine Ortsbeiräte.
Die 28 Stadtteile von Koblenz sind Altstadt, Arenberg (Ortsbezirk zusammen mit Immendorf), Arzheim (Ortsbezirk), Asterstein, Bubenheim (Ortsbezirk), Ehrenbreitstein, Goldgrube, Güls mit Bisholder (Ortsbezirk), Horchheim, Horchheimer Höhe, Immendorf (Ortsbezirk zusammen mit Arenberg), Karthause, Kesselheim (Ortsbezirk), Lay (Ortsbezirk), Lützel, Metternich, Mitte, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg (mit Neudorf), Oberwerth, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Rauental, Rübenach (Ortsbezirk), Stolzenfels (Ortsbezirk), Süd und Wallersheim.
Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Koblenz eingegliedert wurden:
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha | Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|
| 1. Juli 1891 | Neuendorf mit Lützel | 547 | 7. Juni 1969 | Kapellen-Stolzenfels | ? |
| 1. April 1902 | Moselweiß | 382 | 7. November 1970 | Arenberg-Immendorf | ? |
| 1. Oktober 1923 | Wallersheim | 229 | 7. November 1970 | Arzheim | 487 |
| 1. Juli 1937 | Asterstein (Teil von Pfaffendorf) | ? | 7. November 1970 | Bubenheim | ? |
| 1. Juli 1937 | Ehrenbreitstein | 120 | 7. November 1970 | Güls mit Bisholder | ? |
| 1. Juli 1937 | Horchheim | 772 | 7. November 1970 | Lay | ? |
| 1. Juli 1937 | Metternich | 483 | 7. November 1970 | Rübenach | ? |
| 1. Juli 1937 | Niederberg | 203 | | | |
| 1. Juli 1937 | Pfaffendorf mit Asterstein | 369 | | | |
| 7. Juni 1969 | Kesselheim | ? | | | |
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Bevölkerung verteilt sich auf eine Fläche von 105 km², so dass heute in Koblenz 1.026 Menschen auf einem km² leben (Einwohnerdichte).

Bevölkerungsentwicklung in Koblenz
| Jahr | Ein- wohner | Jahr | Ein- wohner | Jahr | Ein- wohner | Jahr | Ein- wohner |
|---|
| 1469 | 1.193 | 1. Dezember 1871 ¹ | 24.902 | 16. Juni 1925 ¹ | 58.322 | 31. Dezember 1980 | 117.101 |
| 1663 | 1.409 | 1. Dezember 1885 ¹ | 31.669 | 1. Juli 1930 | 62.833 | 31. Dezember 1985 | 112.301 |
| 1778 | 7.475 | 1. Dezember 1890 ¹ | 32.664 | 16. Juni 1933 ¹ | 65.257 | 25. Mai 1987 ¹ | 108.247 |
| 1800 | 7.992 | 1. Juli 1891 | 37.273 | 1. Juli 1937 | 85.983 | 31. Dezember 1990 | 109.648 |
| 1808 | 11.077 | 2. Dezember 1895 ¹ | 39.639 | 17. Mai 1939 ¹ | 91.110 | 31. Dezember 1995 | 109.242 |
| 1812 | 11.793 | 1. Dezember 1900 ¹ | 45.146 | 29. Oktober 1946 ¹ | 53.062 | 31. Dezember 2000 | 107.641 |
| 1820 | 11.324 | 1. April 1902 ¹ | 49.317 | 13. September 1950 ¹ | 66.444 | 31. Oktober 2005 | 106.911 |
| 1836 | 13.307 | 1. Dezember 1905 ¹ | 53.902 | 6. Juni 1961 ¹ | 99.240 | | |
| 1846 | 19.475 | 1. Dezember 1910 ¹ | 56.328 | 27. Mai 1970 ¹ | 101.374 | | |
| 1852 | 22.033 | 8. August 1919 ¹ | 56.676 | 31. Dezember 1970 | 120.079 | | |
| 1861 | 22.175 | 31. Dezember 1920 | 59.549 | 31. Dezember 1975 | 119.258 | | |
Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter, beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Klima
Koblenz liegt in der sogenannten gemäßigten Zone mit gemäßigt kühlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Im westdeutschen Tiefland und im Rheingraben bringen diese Winde vom Atlantik und der Nordsee her jährlich etwa 700 mm Niederschlag. Koblenz ist mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 10,8°C und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 674 mm ganzjährig humid. Kältester Monat ist mit einer Temperatur von 2,7°C der Januar, wärmster Monat der Juli mit einem Schnitt von 19,5°C.
Religionen
Durch die Zugehörigkeit zum Erzstift Trier wurde die Stadt über Jahrhunderte von katholischen Erzbischöfen regiert. Während der Reformationszeit gab es lediglich einige wenige protestantische Gemeindemitglieder in benachbarten Gemeinden. Durch das im Jahr 1784 durch den Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen erlassene Toleranzedikt wurden reiche Protestanten offiziell geduldet und ihr Zuzug gestattet. 1802 erhielten diese das ehemalige St. Görgenkloster als Gottesdienstraum. Als Koblenz 1815 Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz wurde, nahm die Zahl protestantischer Gemeindemitglieder stärker zu. Im Jahre 1902 erbauten sie sich schließlich die Christuskirche.
Heute gehören die evangelischen Kirchengemeinden - sofern sie nicht einer Freikirche angehören - zum Kirchenkreis Koblenz der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Koblenz innerhalb der Region Koblenz der Diözese Trier. Im Ortsteil Arenberg steht das Kloster Arenberg, in dem die Arenberger Dominikanerinnen (Schwestern der heiligen Katharina von Siena) zu Hause sind. In einer Parklandschaft zwischen Arenberg und Immendorf wurde von 1845 bis 1860 durch Pfarrer Johann Baptist Kraus die Landschaftsbilderbibel Arenberg "Die heiligen Orte zu Arenberg, genannt Roter Hahn" geschaffen, die heute unter Denkmalschutz steht.
In Pfaffendorf steht das Kloster Bethlehem der Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung. Gegründet 1904 durch Mutter M. Ignatia von Herling wurde es 1944 zu zwei Dritteln zerstört und wird erst seit 1953 von den Schwestern wieder bewohnt.
Koblenzer Dialekt
Der in Koblenz gesprochene Dialekt, das so genannte Kowelenzer Platt, gehört zum Moselfränkischen. Er unterscheidet sich von anderen rheinischen Dialekten vor allem im Tonfall. Dem singenden, ja melodischen Sprechen des Rheinländers steht eine ebene Tonlage mit einer besonderen Vorliebe für breite Laute und Verlängerung der Lautdauer im Koblenzer Dialekt gegenüber. In der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich (1794-1814) flossen auch viele französische Dialektwörter mit ein, z.B. Blümo (Federbett), Filou (Lausbub), Monnie (Geld), Drottewaar (Bürgersteig), Fissemadente (Ausrede). Interessant ist, dass die Lautverschiebungen von Stadtteil zu Stadtteil verschieden sind, was oft zu einem Mischdialekt führt.
Koblenz verfügt über die älteste Mundart-Wortsammlung im Rheinland. Schon 1787 publizierte der Koblenzer J.H. von Bleul eine Wortliste in mehreren Folgen im "Allgemeinen Churtrierischen Intelligenzblatt". Hannelore Kraeber veröffentlichte mit dem "Neuen Wörterbuch der Koblenzer Mundart" eine dokumentierte Koblenzer Sprachsammlung aus über 200 Jahren. Diese gilt als Rarität unter den Mundartaufzeichnungen.
Ein Beispiel für den Koblenzer Dialekt ist das Schängellied, die Hymne von Koblenz.
Geschichte
Zugehörigkeit von Koblenz: 
Frühgeschichte
Das fruchtbare und verkehrsgünstig gelegene Gebiet am Zusammenfluss von Mosel und Rhein wurde seit der mittleren Steinzeit (ca. 9000 v. Chr.) kontinuierlich besiedelt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es Funde von Siedlungsresten und Grabstätten aus der Zeit der Rössener Kultur bis zu den Kelten. Im Jahr 2005 stieß das Koblenzer Amt für archäologische Denkmalpflege bei Grabungen auf der Festung Ehrenbreitstein auf eine frühzeitliche Palisade, die nach hinten mit einem Erdaushub verstärkt wurde und etwa auf 1000 v. Chr. datiert werden kann. Somit befand sich 250 Jahre vor der Gründung Roms nachweislich eine Festung auf dem Plateau des Ehrenbreitstein.
Römische Zeit

Teilausgrabung und Teilrekonstruktion eines römischen Bauernhofes am Remstecken im Stadtwald
Im Gallischen Krieg gegen die Germanen erreichten römische Truppen unter Julius Caesar 55 v. Chr. den Rhein und errichteten zwischen Koblenz und Andernach einen ersten Rheinübergang. Siedlungsreste in der Nähe des heutigen Münzplatzes belegen die römische Besiedlung um das Jahr 20 v. Chr.. Koblenz zählt somit zu den ältesten Städten Deutschlands. Im Jahr 9 v. Chr. wurde am Zusammenfluss von Mosel und Rhein ein Kastell zur Sicherung der Rheinstraße Mainz-Köln-Xanten erbaut. Die Römer nannten es "Castellum apud Confluentes", was so viel wie "Kastell bei den Zusammenfließenden" bedeutet. Zu dieser Zeit siedelten hier die Treverer, die die gesamte Moselregion beherrschten. Das Kastell gehörte zu der etwa 85 n. Chr. gegründeten römischen Provinz "Germania Superior".
Eine 350 Meter lange Pfahlbrücke über den Rhein wurde um 49 n. Chr. zwischen dem heutigen Ehrenbreitstein und der Koblenzer Rheinseite erbaut. Sie bestand aus über 600 Eichenstämmen mit eisenbewehrten Spitzen, sog. Pfahlschuhen, von denen 51 heute erhalten sind. Die Moselbrücke, 50 m neben der heutigen Balduinbrücke gelegen, wurde als Teil der Rheinstraße erbaut. Im 2. Jahrhundert wurde ein Hilfstruppenkastell in Koblenz-Niederberg zum Schutz des römischen Limes errichtet, doch bereits im Jahr 259 durch die Franken zerstört.
Oberhalb von Koblenz wurde im heutigen Stadtwald unweit der Römerstrasse eine Tempelanlage für den römischen Merkur und die gallische/keltische Rosmerta erbaut. Dort gefundene römische Münzen belegen eine Nutzung der Anlage bis in das 5. Jahrhundert. Am Remstecken finden sich Überreste eines römischen Bauernhofes (Villa rustica), der teilweise ausgegraben und teilrekonstruiert ist. Beim Abzug der römischen Truppen im 5. Jahrhundert wurden Rhein- und Moselbrücken zerstört. Bis heute zeugen Mauerreste und Straßenzüge in der Koblenzer Altstadt vom einstigen Kastell aus römischer Besiedlungszeit.
Fränkische Zeit

Basilika St. Kastor und Kastorbrunnen
Mit Zusammenbruch des Weströmischen Reiches Mitte des 5. Jahrhundert wurde Koblenz von den Franken erobert und ein fränkischer Königshof gegründet. Infolge der Reichsteilung Karls des Großen vom 6. Februar 806 in der Divisio Regnorum fiel Koblenz an dessen Sohn Karl der Jüngere. Dieser starb aber früh und so kam Koblenz nach dem Tode von Karl dem Großen 814 an seinen Sohn Ludwig den Frommen.
Wegen Aufständen im Jahr 830 zwischen den Söhnen Ludwigs des Frommen (Lothar I., Karl der Kahle, Ludwig der Deutsche) untereinander und gegen den Vater, kam es zu einer zweiten Reichsteilung und Karl der Kahle erhielt 837 u.a. Koblenz. Durch diese Teilung kam es zu Unruhen im Reich und es fanden 842 in der 836 geweihten Kastorkirche Verhandlungen zwischen den drei Enkeln Karls des Großen statt, die schließlich zur Teilung des Fränkischen Reichs im Vertrag von Verdun 843 führten. Koblenz fiel damit an das nach Lothar I. benannte Mittelreich Lotharingien.
855 wurde das Reich Lothars I. unter seinen drei Söhnen aufgeteilt (Teilung von Prüm) und Koblenz kam an Lothar II. Nach dessen Tod wurde das Mittelreich 870 mit dem Vertrag von Mersen unter den Brüdern Lothars I. (Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle) erneut aufgeteilt. Der Ostteil des Reiches mit Koblenz wurde nun von Ludwig dem Deutschen regiert. Von Raubzügen der Normannen blieb auch Koblenz nicht verschont und wurde 882 zerstört. Nach einer kurzzeitigen Unterbrechung gehörte Koblenz schließlich ab 925 ganz zum Ostfränkischen Reich, das spätere Heilige Römische Reich.
Kurfürstliche Zeit
Kaiser Heinrich II. schenkte 1018 dem Trierer Erzbischof Poppo von Babenberg den fränkischen Königshof. Seit dem Jahr 1198 gehörten die Erzbischöfe von Trier zum Kurfürstenkollegium. Kurtrier war eines der sieben ursprünglichen Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Das weltliche Herrschaftsgebiet des Erzbischofs von Trier gehörte zum kurrheinischen Kreis und umfasste im Wesentlichen die Gebiete links und rechts der Unterläufe von Mosel und Lahn. Seine Hauptstadt war Trier, Residenzstadt wurde im 17. Jahrhundert Koblenz.

Koblenzer Altstadt: Florinskirche (links), Liebfrauenkirche (rechts) und im Hintergrund die Basilika St. Kastor

Deutschordensballei mit dem Kreuz des Deutschen Ordens
Der Ehrenbreitstein kam 1020 mit der neu erbauten Burg an die Trierer Erzbischöfe. Es war ihr Brückenkopf für den rechtsrheinischen Besitz des Kurfürstentums und galt als ihre sicherste Burg. So wurden hier in gefährdeten Zeiten die größten Heiligtümer des Landes aufbewahrt, z.B. der Kopf des heiligen Matthias (Bistumspatron) von 1380 bis 1422 und der Heilige Rock von 1657 bis 1794.
Die heute evangelische Florinskirche wurde um 1100 unter dem Trierer Erzbischof Bruno von Lauffen als romanische dreischiffige Kirche des ehemaligen Stiftes St. Florin erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde sie im Stil der Gotik verändert. Um 1180 begann der Bau der romanischen Liebfrauenkirche. Ein Vorgängerbau der Kirche aus dem 5. Jahrhundert ging auf eine spätantike Halle aus der Zeit des Kaisers Valentinian I. (364 - 375) zurück. Die katholische Liebfrauenkirche wurde im 15. Jahrhundert erweitert. Die von Weitem sichtbaren barocken Hauben stammen aus dem Jahr 1688.
Am 7. März 1138 wurde der Staufer Konrad III. in Lützelkoblenz zum König gewählt. Lützelkoblenz ist eine kleine Siedlung nördlich von Koblenz auf der gegenüberliegenden Moselseite und bedeutet so viel wie Klein-Koblenz. Im ausgetrockneten Moselbett bei Koblenz kam es im Oktober 1198 zur Schlacht zwischen König Philipp von Schwaben und König Otto IV.
Kurfürst Theoderich von Wied rief 1216 die Ritter des Deutschen Ordens nach Koblenz und schenkte ihnen einen Teil des Geländes der Kastorkirche mitsamt dem dort befindlichen St.-Nikolaus-Krankenhaus. Eine Motivation für die Ansiedlung des Ordens war in dessen Eignung für die Krankenpflege zu sehen. Unmittelbar an der Ecke, wo die Mosel in den Rhein fließt, entstand bald danach die Deuts
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