Hotels in Krefeld - Sonderangebote und Restplätze sortiert nach Preis, Kategorie, usw. in Krefeld | Wappen | Karte |
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| Krefeld in NRW |  | | Wahlspruch |
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| Es gibt Gute, Böse und Krefelder | | Basisdaten |
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | | Regierungsbezirk: | Düsseldorf | | Landschaftsverband: | Rheinland | | Kreis: | Kreisfreie Stadt | | Fläche: | 137,68 km² | | Einwohner: | 239.402 (August 2005) | | Bevölkerungsdichte: | 1.739 Einwohner/km² | | Höhe: | 39 m ü. NN | | Postleitzahlen: | 47701 - 47839 (alt 4150) | | Vorwahlen: | 0 21 51 | | Geografische Lage: | Koordinate: 51° 20? 00?? n. Br., 6° 34? 00?? ö. L.51° 20? 00?? n. Br., 6° 34? 00?? ö. L. | | Kfz-Kennzeichen: | KR | | Gemeindeschlüssel: | 05 1 14 000 | | Stadtgliederung: | 9 Stadtbezirke mit 19 Stadtteilen | Hausanschrift der Stadtverwaltung: | Von-der-Leyen-Platz 1 47798 Krefeld | | Website: | www.krefeld.de | | E-Mail-Adresse: | stadtservice@krefeld.de |
| Politik | | Oberbürgermeister: | Gregor Kathstede (CDU) (seit 10.2004) | | Schuldenstand: | 271,8 Mio ? (Stand: 08. August 2005) | | Bevölkerung (31. Dezember 2002) |
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| Arbeitslosenquote: | 13,4 % (31. August 2005) | | Ausländeranteil: | 13,6 % | | Altersstruktur: | | 0-18 Jahre: | 18,1 % | | 18-65 Jahre: | 63,4 % | | ab 65 Jahre: | 18,5 % |
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Die "Samt- und Seidenstadt" Krefeld (ab 1900 auch Crefeld), ist eine Kreisfreie Stadt am linken Niederrhein, nordwestlich von Düsseldorf, südwestlich von Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Krefeld ist mit 239.402 Einwohnern (Stand August 2005) eine Großstadt mittlerer Größe. Innerhalb des Regierungsbezirks Düsseldorf nimmt sie gegenwärtig der Einwohnerzahl nach den 6. Platz ein. Krefeld wurde zur Großstadt, als seine Einwohnerzahl um 1890 die 100.000-Einwohner-Grenze überschritt. Die Stadt besteht in ihren heutigen Grenzen im wesentlichen seit 1929, als der damalige Stadtkreis Krefeld (Crefeld) mit der Stadt Uerdingen und anderen Gemeinden zur Stadt Krefeld-Uerdingen vereinigt wurde. 1940 wurde diese in Krefeld umbenannt und 1975 nochmals geringfügig vergrößert.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Räumliche Lage
- 1.2 Stadtgebiet
- 1.3 Nachbarstädte
- 2 Geschichte
- 2.1 Von den Anfängen bis zum 17. Jahrhundert
- 2.2 18. Jahrhundert
- 2.3 19. Jahrhundert
- 2.4 20. Jahrhundert
- 2.5 Religionen
- 2.6 Wachstum bis 1843
- 2.7 Eingemeindungen
- 2.8 Einwohnerentwicklung
- 3 Politik
- 3.1 Stadtwappen
- 3.2 Stadtfarben
- 3.3 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Mundart
- 4.2 Theater
- 4.3 Museen und Galerien
- 4.4 Literatur
- 4.5 Bauwerke
- 4.6 Sonstige Sehenswürdigkeiten
- 4.6.1 Krefelder Parkanlagen
- 4.6.2 Botanischer Garten
- 4.6.3 Krefelder Zoo
- 4.6.4 Hülser Berg
- 4.7 Sport
- 4.8 Sportveranstaltungen
- 4.9 Regelmäßige Veranstaltungen
- 4.9.1 Flachsmarkt
- 4.9.2 Pottbäckermarkt
- 4.9.3 Größte Straßenmodenschau der Welt
- 4.9.4 Sonstige regelmäßige Veranstaltungen
- 5 Kulinarisches
- 5.1 Braukunst
- 5.2 Naschwerk
- 6 Infrastruktur und Verkehr
- 6.1 Luftverkehr
- 6.2 Schienen- und Busverkehr
- 6.3 Straßen
- 6.4 Fahrrad
- 6.5 Historische Dampfeisenbahn
- 7 Wirtschaft
- 7.1 Chemische Industrie
- 7.2 Metallindustrie
- 7.3 Maschinenbau
- 7.4 Fahrzeugbau
- 7.5 Textilindustrie
- 7.6 Sonstiges
- 7.7 Medien
- 8 Öffentliche Einrichtungen und Bildung
- 9 Persönlichkeiten
- 9.1 Ehrenbürger
- 9.2 Söhne und Töchter der Stadt Krefeld
- 9.3 Musiker und Musikgruppen
- 10 Sonstiges
- 11 Literatur
- 12 Weblinks
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GeografieRäumliche LageKrefeld liegt am westlichen Ufer des Rheins, an der "Krefeld-Kempener Platte" zur mittleren Niederrheinebene. Das Stadtzentrum liegt etwa 7 km vom Rheinufer entfernt, doch reicht das Stadtgebiet seit der Eingemeindung Linns bis an den Fluss heran. Die Uferlänge auf Krefelder Gebiet beträgt 6,2 km. Die Breite des Flusses variiert zwischen 320 und 400 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 12 km und in West-Ost-Richtung 13,1 km. Die Höhenlage der Stadtmitte beträgt 39 m über NN. Die höchste natürliche Erhebung im gesamten Stadtgebiet ist der Hülser Berg und misst 63 m über NN, die höchste Erhebung überhaupt ist der Inrather Berg, eine alte Schuttdeponie aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs mit 87 m über NN. In der Landesplanung ist Krefeld als Oberzentrum eingestuft. StadtgebietDas Stadtgebiet Krefelds gliedert sich in die 9 Stadtbezirke Mitte, West, Nord, Hüls, Süd, Fischeln, Oppum-Linn, Ost und Uerdingen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung und einen Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretung wird von der Bevölkerung des Stadtbezirks bei jeder Kommunalwahl gewählt. Die Stadtbezirke sind in 19 Stadtteile, diese wiederum in mehrere statistische Bezirke unterteilt. Siehe hierzu Liste der Stadtteile von Krefeld. Die 19 Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern: - 010 Stadtmitte
- 020 Kempener Feld/Baackeshof
- 030 Inrath/Kliedbruch
- 040 Cracau
- 050 Dießem/Lehmheide
- 060 Benrad-Süd
- 070 Forstwald
- 080 Benrad-Nord
- 090 Hülser Berg
- 100 Traar
| - 110 Verberg
- 120 Gartenstadt
- 130 Bockum
- 140 Linn
- 150 Gellep-Stratum
- 160 Oppum
- 170 Fischeln
- 180 Uerdingen
- 190 Hüls
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NachbarstädteDie Stadt Krefeld grenzt im Norden an die Städte Neukirchen-Vluyn und Moers im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreie Stadt Duisburg, im Süden an die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss sowie die Städte Willich, Tönisvorst und Kempen im Kreis Viersen. GeschichteVon den Anfängen bis zum 17. Jahrhundert Ein Modell des Kastell Gelduba Im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten die Römer am Rhein auf dem Gebiet des heutigen Krefelder Stadtteils Gellep das Kastell Gelduba. An verschiedenen anderen Plätzen im Krefelder Stadtgebiet fanden sich die Überreste römischer Landhäuser sowie einer Tempelanlage. Im Mittelalter wuchs eine Bauernsiedlung an einem Ort namens "Krinvelde". Ob ein "Krähenfeld" der Namensgeber ist, ist immer noch fraglich. Die Herkunft konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Die "Hohe Straße", zwischen Köln und Geldern war eine bedeutende Straße, die ihren Namen "Hochstraße" bis heute behalten hat. Sie wurde so genannt, weil sie oberhalb des Rheines lag und dadurch vor Überschwemmungen sicher war. Erstmals wird Krefeld 1150 im Werdener Urbar erwähnt. 1361 erhielt das Dorf Krefeld das Recht einen Jahr- und Wochenmarkt abzuhalten. Am 1. Oktober 1373 verlieh Kaiser Karl IV. "Crefeld" die Stadtrechte. Dadurch war der Ort, der zur Grafschaft Moers gehörte, besser geschützt vor den Übergriffen der Raubritter auf der Burg Linn. Die älteste Krefelder Kirche, die Dionysiuskirche ( heute Alte Kirche ), wurde auf einem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Bau errichtet und erhielt 1472 einen neuen Turm. Schon wenige Generationen später breiteten sich die Ideen der Reformation in Europa aus, und 1560 wurde die Grafschaft Moers protestantisch. 1584 wurde Krefeld im Truchsessischen Krieg völlig zerstört. 1594 verschenkte Gräfin Walburga, die Witwe des Grafen Adolf von Neuenahr-Moers, die Herrlicheit Krakau, wie Krefeld auch genannt wurde, an Prinz Moritz von Oranien. Die Grafschaft Moers, und damit auch Krefeld, wurden daufhin am 4. Juli 1598 von den Generalstaaten und Erzherzog Albert von Österreich für neutral erklärt. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 wurde das protestantische Krefeld zum Zufluchtsort für verfolgte Wiedertäufer und Mennoniten. 1646 beklagten sich die reformierten Pfarrer Krefelds öffentlich beim Grafen von Moers darüber, dass die Mennoniten in Krefeld Versammlungen abhielten. Aufgrund dieser für Nicht-Mennoniten undurchsichtigen Treffen wurden die Mennoniten der Aufrührerschaft und Verschwörung bezichtigt. Da ihr Glaube sie als überzeugte Pazifisten auszeichnet, waren sie oft üblen Beschimpfungen und Gängeleien ausgesetzt.  Der Rathausplatz heißt Von-der-Leyen-Platz  Seidenweber-Denkmal Meister-Ponzelar; Südwall, Ecke Ostwall Von größter Bedeutung für Krefeld war die Niederlassung des 1656 aus Radevormwald ausgewiesenen Mennoniten Adolf von der Leyen. Seine Söhne begründeten die Seidenweberei in Krefeld. Von der Leyen war der Stammvater einer ganzen Dynastie von Seidenfabrikanten, unter ihnen die sogenannten Seidenbarone, die Krefeld zu großem Wohlstand verhalfen. Durch Monopole förderte Friedrich II. in Krefeld die Seidenweberei. Somit entwickelte sich in Krefeld eine stark ausgeprägte Textilindustrie. Diese Situation machte die Stadt Krefeld sehr wohlhabend und sie bekam ihren noch heute gültigen Beinamen "Samt- und Seidenstadt". Hundert Jahre später war die Hälfte der Krefelder Bevölkerung in der Seidenindustrie beschäftigt. An die vielen Weber der Stadt erinnert heute am Südwall Ecke Ostwall das Seidenweberdenkmal, die Statue eines Seidenwebers mit geschulterter Tuchrolle, von den Krefeldern Meister Ponzelar genannt. Auf dem Bild unter der Statue, im Sockel eingelassen, ist eine für damals typische Webstube dargestellt. Gewebt wurde seinerzeit in Heimarbeit in einer eigens dafür mit einem Webstuhl eingerichteten Webstube eines Weberhauses. Einige dieser typischen Häuser haben die Bombardierungen im zweiten Weltkrieg und mehrere Stadtmodernisierungen unbeschadet überstanden und stehen heute unter Denkmalschutz. Der Strom von Glaubensflüchtlingen aller Konfessionen hielt stetig an - es waren mehr, als die Stadt überhaupt fassen konnte. Die Stadt wurde erst bei der 1. Stadterweiterung von 1693 gezielt erweitert. Schon bald kam es zu Ausschreitungen und Übergriffen auf die Andersgläubigen. 1683 wanderten daher die ersten 13 Familien auf einem Schiff mit dem Namen ?Concord? nach Amerika aus und gründeten in Pennsylvanien die Ortschaft Germantown. Sie waren hauptsächlich Quäker und Mennoniten, welche die in Pennsylvanien vom Gouverneur William Penn zugesicherte absolute Meinungs- und Glaubensfreiheit lockte. Heute ist Germantown ein Stadtteil von Philadelphia. Diese 13 Familien waren die ersten Deutschen, die als geschlossene Gruppe nach Amerika auswanderten. Die Deutsche Bundespost nahm 1983 die 300 Jahrfeier "Deutsche in Amerika", die in Philadelphia und in Krefeld als "Philadelphiade" gefeiert wurde zum Anlass eine Sonderbriefmarke herauszugeben. Gedenkstein für die Auswanderer unweit der Dionysius Kirche | Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost zur 300 Jahrfeier "Deutsche in Amerika" von 1983 | | Germantown Avenue bei Philadelphia
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18. JahrhundertIm frühen 18. Jahrhundert begann die Industrialisierung. Samt, Seide und Seidenbrokat waren die Verkaufsschlager. Kaiser und Könige aus der ganzen Welt und nicht zuletzt der katholische Klerus kleideten sich gerne in prunkvollen Gewändern aus den kostbaren Stoffen aus Krefeld. Zu den prominetesten Kunden gehörten Napoleon und der preußische König Friedrich II.. Der Niedergang der Samt- und Seidenindustrei in Krefeld wurde durch die durch viele Kriege und Revolutionen bedingte Dezimierung der Monarchie und letztlich durch ein päpstliches Dekret Mitte des 20. Jahrhunderts eingeleitet, welches den Geistlichen das Tragen von all zu kostbaren Gewändern verbot.  Denkmal der Schlacht an der Hückelsmay 1702 starb Wilhelm III. von Oranien, und Krefeld fiel daraufhin an Preußen. Die beiden Brüder Friedrich und Heinrich von der Leyen verließen 1731 den elterlichen Betrieb und gründeten eine eigene Firma. Dieses Textilunternehmen entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einem Weltunternehmen mit Weltruf und übte zunehmend Einfluss auf die Verhältnisse der Stadt aus. Friedrich war der Repräsentant der Firma, Heinrich ihr Organisator. Die beiden reichen Brüder unterstützten ihre Mennonitengemeinde indem sie die Prediger bezahlten, ein Armenhaus stifteten und eine neue Kirchenorgel kauften. Dennoch hat der Reichtum der von der Leyens mit ihrem fürstlichen Lebensstil die einstigen Glaubensgedanken wie Frömmigkeit, Bescheidenheit verdrängt. Friedrich Wilhelm I. erkannte bei seinem Besuch in Krefeld 1738: ?Die Mennonisten sind hier keine rechten Mennonisten, sondern Bastarde, sonst aber gute Christen und biedere Leute.?. Den Von der Leyens machte er dennoch, oder gerade deshalb Zugeständnisse: ?Sie können sich auf mich verlassen, ich werde sie zu jeder Zeit protegieren, daß dero Fabrik und Handlung kein Mensch Tort tun kann.?. Trotz der pazifistischen Privilegien, die der preußische König weiterhin bestätigte, wurde die Stadt im 18. Jahrhundert wieder durch mehrere Kriege in Mitleidenschaft gezogen (s. Spanischer Erbfolgekrieg, Polnischer Erbfolgekrieg). Der nächste preußische König Friedrich II. erlaubte den Katholiken in Krefeld eine eigene Kirche, die Dionysiuskirche, zu bauen: Sie wurde 1754 fertiggstellt. Vier Jahre später ging der Name der pazifistischen Stadt durch die "Schlacht bei Krefeld" in die Kriegsgeschichte ein: Im Siebenjährigen Krieg trafen am 23. Juni 1758 preußische Truppen unter dem Kommando des Prinzen Ferdinand von Braunschweig und ein französisches Heer am südlichen Stadtrand zusammen. Trotz ihrer Übermacht wurden die Franzosen besiegt - ein Gedenkstein am einstigen Schlachtfeld, der Hückelsmay, erinnert heute noch an die über 6000 Gefallenen, die dort begraben liegen. Friedrich II. besuchte zweimal die Stadt Krefeld: 1751 und 1763. Bei seinem zweiten Besuch verlieh er der Familie von der Leyen Monopolrechte für die Seidenproduktion, so dass aufkommende Konkurrenten gezwungen waren, in das benachbarte Herzogtum Jülich-Berg beziehungsweise das Kurfürstentum Köln abzuwandern. An die 4.000 Bürger arbeiteten bereits für die Von der Leyens, das war etwa die Hälfte aller Einwohner der Stadt. 80% alle produzierten Waren gingen in den Export bis nach Amerika und Russland. Das Portfolio umfasste Seiden- und Samtbänder, Paramenten, Borten, Hals- und Taschentücher und Seidenstrümpfe sowie Tuchware. Alles in exklusiven und erlesenen Qualitäten versteht sich. Um 1768 liefen allein für die beiden Brüder von der Leyen über 700 Webstühle. Die Nummer zwei unter den Krefelder Seidenfabrikanten, die Firma Floh, besaß gerade mal an die 100 Seidenwebstühle. Die Webstühle waren stets Eigentum des jeweiligen Fabrikanten und wurden an die angestellten Weber lediglich ausgeliehen. Gewebt wurde meist in Heimarbeit. 1781 vermerkte Friedrich der Große, König von Preußen: ?Crefeld und die dasigen Manufacturen sehe ich als ein Kleinod an, von welchem die Werber wegbleiben müssen; zeigt Mir daher nur die Regimenter näher an, welche sich dergleichen Exzesse zu Schulden kommen lassen. Ich werde ihnen schon den Weg zur Stadt und ihren Manufacturen zu verperren wissen. Auswärts mögen sie werben, soviel sie wollen, von dergleichen nützlichen Fabriquen sollen sie aber durchaus wegbleiben.?. Dies bedeutete, dass in Krefeld von nun an keine Rekruten von der Armee angeworben werden durften. Während anderenorts ganze Stammbelegschaften in den Krieg zogen, konnte in Krefeld auch in Kriegszeiten mit nahezu gleicher Quantität die gewohnt hohen Qualitäten gefertigt werden. 1794 betrug das Betriebsvermögen der Von der Leyens 1.280.000 Taler. Das war nicht nur für damalige Verhältnisse eine unvorstellbar hohe Summe. Ein Webergeselle verdiente zu der Zeit etwa 10 Taler, eine einfache Wohnung kostete 1 Taler Miete pro Monat. In dem auf die Französische Revolution folgenden französisch-preußischen Krieg wurde Krefeld wie das übrige linksrheinische Territorium noch im selben Jahr von den Franzosen besetzt. Die Stadt wurde wie das gesamte linksrheinische Gebiet von Frankreich annektiert und 1798 zum Verwaltungssitz eines Arrondissements des Roerdepartements bestimmt. 19. JahrhundertDie Gedanken der Revolution fanden durchaus Zustimmung bei vielen Bürgern, die auch Napoléon Bonaparte 1804 bei seinem Besuch in der Stadt zujubelten. Aus den Aufzeichnungen der Familie von Beckerath geht zum Besuch Napoleons in Krefeld folgendes hervor: ?Bonaparte wurde auf dem Felde bei Königshof empfangen. Der Kaiser hatte einen gelblichen Teint, graue Augen, dunkles Haar und seine Züge waren nicht unangenehm. Nachdem der Maire von der Leyen seine Rede abgelesen hatte, nickte er freundlich mit dem Kopf, sah auf seine Uhr und befahl fortzufahren. Er war kaum in der Stadt, so sahen wir ihn mit dem Maire Arm in Arm gehen. Nachdem Bonaparte die Fabriken besehen, ließ er den Gemeinderat zusammenkommen und fragte unter anderem, wie viele Millionäre denn in Crefeld seien.?. Die Franzosenzeit endete am 14. Januar 1814 - von nun an war Krefeld wieder preußisch.  Historische Stadtkarte von 1842 1816 wurde Krefeld Sitz des Kreis Krefeld, der 1929 im Kreis Kempen-Krefeld aufging. 1828 rebellierten Seidenweber der Firma von der Leyen gegen Lohnkürzungen. Preußische Husaren schlugen die Aufständischen nieder. Um 1840 wurden die mittelalterlichen Befestigungsanlagen eingeebnet, um Platz für einen Ring breiter Boulevards (Nord-, West-, Süd-, Ost-Wall) zu schaffen. Dies wird fälschlicherweise dem Baumeister und Architekten Adolf von Vagedes zugeschrieben. Der Wahre Baumeister bleibt jedoch unbekannt. Vagedes indes machte bereits 1819 Pläne für die Erweiterung der Stadt. 1843 wurde Krefeld nach Plänen von Umpfenbach bis zu den heutigen Ringstraßen erweitert. Die Märzrevolution von 1848 war auch in Krefeld spürbar - im Januar 1849 gab es bei Straßenkämpfen sogar ein Todesopfer. Das technische Zeitalter begann in Krefeld 1849 mit Eröffnung der Eisenbahn von Aachen nach Oberhausen (Bergisch-Märkische Eisenbahn). 1863 kam es zu einem Eklat beim Besuch von König Wilhelm I.. Außer den Mitgliedern des Preußenvereins verweigerten die meisten Krefelder dem König die üblichen Ehrenbezeugungen und blieben einfach zu Hause. Als ihm 1870 ein Denkmal gesetzt werden sollte, verlangte Wilhelm, der die Beleidigung nicht vergessen hatte, es müsse der Stadt den Rücken zukehren. Der Sockel dieses Denkmals ist noch heute im Krefelder Stadtgarten zu sehen. Die Statue selber wurde im zweiten Weltkrieg für die Rüstung eingeschmolzen. 1872 schied Krefeld aus dem Kreis Krefeld aus und wurde kreisfreie Stadt. Am 17. Juni 1894 starb der Luftfahrtpionier Hermann Lattemann in Krefeld bei einem fatalen Experiment, als er seinen Ballon zum Fallschirm umwandeln wollte. 20. Jahrhundert Postkarte von 1908 zeigt die Hochstraße wahrscheinlich Ecke Schwanenmarkt Am 9. Juni 1902 wurde die 3. Sinfonie Gustav Mahlers in Krefeld unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Elf Tage später jubelten die Krefelder Kaiser Wilhelm II. zu - die Zurückhaltung, die sie seinem Großvater entgegengebracht hatten, war vergessen. 1914 zogen auch Krefelder in den Ersten Weltkrieg - die pazifistischen Privilegien waren schon seit 1794 Geschichte. Nach Kriegsende wurde Krefeld 1919 von belgischen Truppen besetzt. Am 22. Oktober 1923 stürmten rheinische Separatisten das Krefelder Rathaus, es gab Tote und Verletzte, aber ansonsten blieb die Aktion ohne politische Folgen. 1929 wurde Krefeld mit Uerdingen, Fischeln, Gellep-Stratum, und anderen Gemeinden zum Stadtkreis Krefeld-Uerdingen vereinigt und der Restkreis in Landkreis Kempen-Krefeld umbenannt. Bereits 1907 hatte es eine große Erweiterung des Stadtgebietes gegeben, damals wurden Bockum, Oppum und Verberg eingemeindet. 1933 marschierte Krefeld mit dem übrigen Deutschland in den Nationalsozialismus. Am 9. November 1938 wurden auch in Krefeld die Synagogen niedergebrannt und Geschäfte jüdischer Kaufleute zerstört. Der Zweite Weltkrieg verschonte Krefeld nicht: Am 21. Juni 1943 wurden bei einem Luftangriff große Teiles des Ostens der Stadt getroffen, die Innenstadt wurde durch einen von Brandbomben verursachten Feuersturm erheblich zerstört. Wundersamerweise blieb der große Hauptbahnhof bis auf wenige Beschädigungen unversehrt. Die Befreiung kam am 3. März 1945 durch den Einmarsch amerikanischer Soldaten. Die Krefelder Stahlwerke sollten ursprünglich demontiert werden, aber man konnte dies noch abwenden. In den 50er Jahren erlebten sie ebenso wie die Textilindustrie einen neuen Aufschwung. 1975 wurde Krefeld durch die Eingemeindung von Hüls erneut vergrößert. Noch einmal war der Name Krefeld Synonym für eine pazifistische Bewegung: Am 16. Oktober 1980 wurde in der Stadt auf einer Konferenz der Friedensbewegung (unter anderem mit Petra Kelly und Gert Bastian) der "Krefelder Appell" gegen den NATO-Doppelbeschluss formuliert. Bei einem Staatsbesuch des US-Vizepräsidenten George H. W. Bush anlässlich der Philadelphiade in Krefeld am 25. Juni 1983 demonstrieren über 20.000 Menschen, dabei kommt es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen militanten Demonstranten und der Polizei. Religionen Die Mennoniten Kirche an der Königstraße  Die Katholische Hauptpfarrkirche Krefelds, St. Dionysius (im moment wird die Spitze erneuert) Krefeld und Uerdingen gehörten anfangs zum Erzbistum Köln und waren dem Archidiakonat des Domdekans, beziehungsweise dem Dekanat Neuss unterstellt. 1560 führten die Grafen von Moers in Krefeld die Reformation ein. Durch die Verpfändung Krefelds an die Oranier galt in Krefeld eine begrenzte Religionsfreiheit, die sich auf das private religiöse Leben beschränkte. Das Kloster Johannes Baptista wurde von den Katholiken weiter genutzt. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen waren jedoch dem reformierten Pfarrer vorbehalten. Diese, wenn auch eingeschränkte, Religionsfreiheit führte viele aus religiösen Gründen verfolgte Menschen aller Konfessionen in die Stadt. Eine besonders starke Gruppe bildeten die Mennoniten, die schon im Jahre 1693 eine eigene Kirche bauen konnten. Erst unter den Preußen durften ab 1744 die Katholiken wieder selber Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse vornehmen. 1748 bauten die Lutheraner ihre eigene Kirche; 1754 wurde die katholische Dionysiuskirche fertiggestellt. Obwohl die Bevölkerung mehrheitlich immer katholisch war, dominierten die Reformierten die Stadt. Alle öffentlichen Ämter bis hinab zum Nachtwächter wurden von Reformierten bekleidet. Die soziale Struktur der Konfessionen ließ sich auf einen einfachen Nenner bringen: Die Mennoniten hatten das Geld, die Reformierten das Sagen und die Katholiken die Arbeit. Anders war es in Uerdingen. Durch die Zugehörigkeit der Stadt zum Erzbistum Köln blieb die Stadt auch nach der Reformation katholisch. Alle katholischen Pfarrgemeinden im heutigen Stadtgebiet gehörten bis 1802 zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung kamen die Gemeinden zum Bistum Aachen, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde, so dass das Gebiet ab 1821 erneut zum wieder errichteten Erzbistum Köln kam, Hüls und Benrad kamen jedoch zum Bistum Münster. Krefeld wurde Sitz eines Dekanats. 1930 wurden alle Pfarrgemeinden des gesamten Gebiets dem neu errichteten Bistum Aachen zugeordnet. Das Dekanat Krefeld wurde in drei Dekanate Mitte, Süd und Ost aufgeteilt. Heute gehören alle Pfarrgemeinden der Stadt Krefeld zu den Dekanaten Mitte, Ost, Bockum/Oppum, West, Süd und Nordwest innerhalb der "Region Krefeld", zu der weitere Gebiete außerhalb Krefelds gehören. Hauptkirche der Stadt Krefeld ist die Pfarrkirche St. Dionysius. Weitere Kirchen sind St. Andreas, St. Anna, St. Antonius, St. Bonifatius, Christus König, St. Clemens, St. Cyriakus, St. Elisabeth, St. Elisabeth von Thüringen, St. Franziskus, St. Gertrudis, Heilige Schutzengel, St. Heinrich, Herz-Jesu Königshof, Herz-Jesu Bockum, St. Hubertus, St. Johann Baptist, St. Josef Krefeld-Mitte, St. Josef Krefeld-Nordwest, Liebfrauenkirche, St. Karl Borromäus, St. Margareta, St. Mariä Himmelfahrt, Maria Waldrast, St. Martin, St. Michael, St. Norbertus, St. Paul, Pax-Christi, St. Peter, St. Pius X., St. Stephan und St. Thomas Morus. Mit dem Übergang an Preußen gehörten die protestantischen Gemeinden Krefelds zur Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen. Krefeld wurde Sitz eines Superintendenten, aus dem später der Kirchenkreis Krefeld (heute Krefeld-Viersen) innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Die Kirchengemeinden wurden in mehrere Kirchengemeinden aufgeteilt beziehungsweise neue Kirchengemeinden entstanden. Der heutige Kirchenkreis Krefeld-Viersen umfasst außer den Krefelder Kirchengemeinden auch viele Gemeinden außerhalb der Stadt Krefeld. In Krefeld gibt es heute folgende Kirchen (in Klammer die zugehörige Kirchengemeinde und soweit bekannt das Baujahr der Kirche): Alte Kirche, Erlöserkirche und Johanneskirche (alle Kirchengemeinde Alt Krefeld), Friedenskirche (Friedenskirchengemeinde, 1874), Pauluskirche (Pauluskirchengemeinde, 1900/1901), Lutherkirche und Markuskirche (beide Kirchengemeinde Krefeld Süd), Christuskirche (Kirchengemeinde Krefeld Ost), Kreuzkirche und Auferstehungskirche (beide Kirchengemeinde Oppum), Lukaskirche, Thomaskirche und das Gemeinsame Haus (ökumenisch) in Elfrath (alle Kirchengemeinde Nord), Kreuzkirche (Kirchengemeinde Hüls), Michaelskirche und Johanneskirche (beide Kirchengemeinde Uerdingen). Neben den römisch-katholischen und evangelischen Gemeinden sowie der bereits erwähnten Mennonitengemeinde gibt es in Krefeld weitere Freikirchen, darunter eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde und die Heilsarmee. Ferner eine Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde und eine Altkatholische Kirchengemeinde. Sie alle sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Krefeld. Weitere religiöse Vereinigungen in Krefeld sind die Christengemeinschaft, die Neuapostolische Kirche und die jüdische Gemeinde. Wachstum bis 1843Ursiedlung nach der Stadterhebung 1373 1. Stadterweiterung 1693 2. Stadterweiterung 1711 3. Stadterweiterung 1738 4. Stadterweiterung 1752 5. Stadterweiterung 1766 6. Stadterweiterung 1819 7. Stadterweiterung 1843
A,B,C : Niedertor (Hülser Tor) D,E : Obertor (Fischelner Tor) F : Neues Tor (Linner Tor) G : Bröcksken (Brücke über den Stadtgraben) H : Pforte nach Cracau I : Westtor (Pforte nach St. Tönis)
EingemeindungenFolgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden nach Krefeld eingemeindet: - 1901: Linn (Stadtrecht seit 1314)
- 1907: Bockum, Verberg und Oppum (alle Bürgermeisterei Bockum)
- 1929: Bildung des Stadtkreises Krefeld-Uerdingen (1940 in Stadtkreis Krefeld umbenannt) durch Vereinigung folgender Städte und Gemeinden
- Stadtkreis Krefeld
- Stadt Wikipedia
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