Hotels in Paderborn - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Detmold |
| Kreis: | Paderborn |
| Gemeindeart: | Große kreisangehörige Stadt |
| Fläche: | 180 km² |
| Einwohner: | 143 392 Einwohner (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 774 Einwohner je km² |
| Höhe: | 94 - 347 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 33041 - 33106 (alt: 4790) |
| Vorwahl: | 05251, 05252, 05254, 05293 |
| Geografische Lage: |
Koordinate: 51° 43' N, 8° 46' O51° 43' N, 8° 46' O |
| Kfz-Kennzeichen: | PB |
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 74 032 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtbezirke |
Adresse der Stadtverwaltung: | Am Abdinghof 11 33098 Paderborn |
| Offizielle Website: | www.paderborn.de |
| Politik |
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| Bürgermeister: | Heinz Paus (CDU) |
| Regierende Partei: | CDU |
| Schulden: | 127 Mio. ? (vsl. Stand: 2004) |
Die Universitätsstadt Paderborn liegt im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Bis 1806 war sie Hauptstadt des Fürstbistums Paderborn. Die größte Stadt und Kreisstadt des Kreises Paderborn innerhalb der Region Ostwestfalen-Lippe (Regierungsbezirk Detmold) ist nach der Landesplanung eines der Oberzentren des Landes und hat den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.
Die Stadt in ihren heutigen Grenzen besteht seit der Gebietsreform des Jahres 1975, als die Stadt Paderborn durch Eingliederung umliegender Gemeinden vergrößert wurde. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die Grenze 100.000 zur Großstadt. Heute gehört Paderborn mit 143.000 Einwohnern zu den kleineren Großstädten Nordrhein-Westfalens.
Inhaltsverzeichnis- 1 Geografie
- 1.1 Nachbargemeinden
- 1.2 Stadtgliederung
- 2 Geschichte
- 2.1 Zeittafel
- 2.2 Einwohnerentwicklung
- 2.3 Religion
- 2.4 Paderborn im Nationalsozialismus
- 3 Politik
- 3.1 Bürgermeister
- 3.2 Stadtdirektoren
- 3.3 Rat der Stadt
- 3.4 Wappen
- 3.5 Städtepartnerschaften
- 4 Wirtschaft und Infrastruktur
- 4.1 Verkehr
- 4.2 Ansässige Unternehmen
- 4.3 Medien
- 4.4 Öffentliche Einrichtungen
- 4.5 Bildung/Forschung
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Theater
- 5.2 Museen/Galerien
- 5.3 Musik
- 5.4 Bauwerke
- 5.5 Parks
- 5.6 Naturdenkmäler
- 5.7 Sport
- 5.8 Regelmäßige Veranstaltungen
- 5.9 Kulinarische Spezialitäten
- 5.10 Freizeitangebote
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Söhne und Töchter der Stadt
- 6.2 Ehrenbürger
- 6.3 Weitere Persönlichkeiten
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
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Geografie
Paderborn liegt im südöstlichen Winkel der Westfälischen Tieflandsbucht, hart südlich der oberen Lippeniederung in der Quellmulde der Pader, am Fuß der hier nach Süden und Osten ansteigenden Paderborner Hochfläche und östlich des Austritts der Alme zur Lippe. Mit ca. 4 km Länge ist die Pader, Namensgeber der Stadt, und mit über 200 Quellen (=Born), der kürzeste Fluss Deutschlands. Neben den genannten Flüssen gibt es im Stadtgebiet noch folgende Seen: Altensenner See, Lippesee, Padersee, Nesthauser See, Rothesee
Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich im Stadtteil Neuenbeken und misst 347 m über NN, der niedrigste im Stadtteil Sande und misst 94 m über NN.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Paderborn. Sie gehören alle zum Kreis Paderborn und werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Hövelhof, Bad Lippspringe, Altenbeken, Lichtenau, Borchen, Salzkotten, Delbrück.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Paderborns besteht aus dem Zentrum und den Stadtteilen Benhausen, Dahl, Elsen, Marienloh, Neuenbeken, Schloß Neuhaus/Sande und Wewer (§ 3 der Hauptsatzung). Bei den sieben Stadtteilen handelt es sich um die 1969 und 1975 im Rahmen der Gebietsreform eingegliederten ehemals selbständigen Gemeinden, wobei Schloß Neuhaus und Sande einen gemeinsamen Stadtbezirk bilden. Jedoch wird Sande weiterhin als eigener Stadtteil geführt.
In den Stadtbezirken Schloß Neuhaus/Sande und Elsen werden vom Rat der Stadt nach jeder Kommunalwahl Bezirksausschüsse eingerichtet. Für die übrigen Stadtteile wählt der Rat der Stadt jeweils einen Ortsvorsteher. Ferner gibt es in den Stadtbezirken Schloß Neuhaus/Sande und Elsen jeweils eine Bezirksverwaltungsstelle. Die Bezirksausschüsse und die Ortsvorsteher sollen die Belange des Stadtteiles gegenüber dem Rat wahrnehmen und können auch bestimmte Aufgaben der laufenden Verwaltung übertragen bekommen.
Neben den genannten Stadtteilen unterscheidet man noch einen weiteren neu entstandenen Stadtteil Sennelager. Somit unterscheidet man in Paderborn neben dem Zentrum heute folgende Stadtteile: Benhausen, Dahl, Elsen, Marienloh, Neuenbeken, Sande, Schloß Neuhaus, Sennelager und Wewer.
Geschichte
Zeittafel
- Paderborn war bereits 777 Sitz eines Reichstages unter Karl dem Großen.
- 799 war die Paderborner Pfalz Treffpunkt von Karl dem Großen und dem damaligen Papst Leo III., der vor einer Rebellion aus Rom flüchten musste. Er gründete das Bistum Paderborn, aus dem das heutige Erzbistum Paderborn hervorging.
- 836 - Überführung der Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn. Damit beginnt die älteste Städtepartnerschaft in Europa.
- Im Alten Reich war die Stadt Hauptstadt des gleichnamigen Hochstiftes.
- 1009-1015 - Bau des Paderborner Doms
- 1180 - Bau der Stadtmauer. Diese blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten, erst dann wurde sie "geschleift" (d.h. abgetragen)
- 1295 - Mitglied der Hanse (Wichtigste Handelswege: Via Regia (Frankfurt - Bremen); Hellweg (Aachen - Königsberg (Preußen)).
- 1612 - Gründung des Theodorianum
- 1613-1618 - Bau des Rathauses
- 1614 - Gründung der Theologischen Fakultät Paderborns.
- 1630 - Friedrich von Spee schreibt im Paderborner Jesuitenkolleg die "Cautio Criminalis" gegen den Hexenwahn.
- 1802 - Das Fürstbistum Paderborn fällt an Preußen.
- 1803 - F. Sertürner, Apotheker aus Neuhaus, isoliert erstmals Morphin aus Opium.
- 1807-1813 gehörte Paderborn zum napoleonischen Königreich Westfalen
- 1816 - nach endgültiger Zugehörigkeit zu Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 wird Paderborn Sitz eines Kreises, der in den folgenden Jahrzehnten mehrmals seine Grenzen verändert
- 1818 - Auflösung der Theologischen Fakultät Paderborns durch die preußische Regierung.
- 1850 - Eröffnung der Königlich Westfälischen Eisenbahn Richtung Hamm
- 1853 - Durchgängige Eröffnung der Eisenbahn Hamm - Paderborn - Kassel
- 1879 - Eingliederung des Weilers Dören (Gemeinde Benhausen)
- 1898 - Eröffnung der Eisenbahn Richtung Büren (Westfalen)
- 1903 - Eröffnung der Eisenbahn Richtung Bielefeld (Senne-Bahn)
- 1906 - Eröffnung der Eisenbahn Richtung Lippspringe
- 1930 - Das Bistum Paderborn wird zum Erzbistum erhoben. Seither ist die Stadt Sitz der Mitteldeutschen Kirchenprovinz (Erzbistum Paderborn). Dem Erzbistum sind zunächst die Bistümer Fulda und Hildesheim, seit 1994 Fulda, Erfurt, und Magdeburg als Suffraganbistümer zugeordnet.
- 1945 - Paderborn wird insbesondere am 17. Januar und 27. März zu fast 80% durch alliierte Bombenangriffe zerstört
- 1969 - Eingliederung der Gemeinden Marienloh und Wewer
- 1972 - Neugründung der Universität Paderborn.
- 1975 - Im Rahmen des "Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland/Paderborn (Sauerland/Paderborn-Gesetz)", das mit Wirkung vom 1. Januar in Kraft tritt, werden die Gemeinden Benhausen, Dahl, Elsen (Paderborn), Neuenbeken, Sande und Schloß Neuhaus mit der Stadt Paderborn zur neuen Stadt Paderborn zusammen geschlossen. Dadurch überschreitet die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze, Paderborn wird Großstadt. Der Kreis Paderborn erhält seine heutige Ausdehnung durch Anschluss des bisherigen Kreises Büren.
- 1994 - "4. Landesgartenschau NRW" in Paderborn am Schloß Neuhaus.
- 1996 - Besuch von Papst Johannes Paul II.
- 1999 - Feier des Bistumsjubiläums und des 1200 jährigen Jubiläums des Treffens von Karl dem Großen und Papst Leo III.
- 2001 - Deutschlands größte Uni-Party mit knapp 20.000 Menschen auf dem Campus der Universität Paderborn; Übertragung durch MTV
- 2002 - Verkauf der Stadtwerke (PESAG: Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG) an E.ON AG
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
| Jahr | Einwohner- zahlen |
|---|
| 1272 | ca. 500 | | 1571 | 553 | | 1763 | 2.500 | | 1831 | 7.760 | | 1871 | 13.726 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 13.701 | | 1. Dezember 1890 ¹ | 17.986 | | 1. Dezember 1895 ¹ | 19.980 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 23.502 | | 1. Dezember 1905 ¹ | 26.469 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 29.441 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 32.095 |
| | Jahr | Einwohner- zahlen |
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| 16. Juni 1925 ¹ | 33.719 | | 16. Juni 1933 ¹ | 37.272 | | 17. Mai 1939 ¹ | 42.490 |
| 13. September 1950 ¹ | 40.270 | | 6. Juni 1961 ¹ | 53.984 | | 31. Dezember 1970 | 68.200 | | 30. Juni 1975 | 103.500 | | 30. Juni 1980 | 109.600 | | 30. Juni 1985 | 109.800 | | 1. Januar 1989 | 114.148 | | 30. Juni 1997 | 135.900 | | 31. Dezember 2003 | 141.800 | | 31. Januar 2004 | 142.500 | | 30. Juni 2005 | 143.392 |
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¹ Volkszählungsergebnis
Religion
In Paderborn wurde 799 das gleichnamige Bistum gegründet, aus dem sich später das Hochstift Paderborn als geistliches und zugleich weltliches Territorium innerhalb des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation entwickelte, das bis 1802 bestand. Von Lippstadt und Hessen aus wurde ab 1525 versucht, die Reformation einzuführen. Sie begann im Minoritenkloster und wurde aber 1528 durch einen Aufruhr Bischofs Erich beendet. 1532 begannen erneut Versuche im Minoritenkloster die Reformation einzuführen. Ab 1566 gab es sogar starke Bestrebungen, die Reformation einzuführen, sogar im Domkapitel. Die Marktkirche wurde protestantisch. Ab 1580 erfolgte durch die Jesuiten eine starke Rekatholisierung, 1596 ließ Bischof Dietrich die protestantische Marktkirche gewaltsam schließen. Trotz großer Unterstützung durch die Hessen konnte sich die protestantisch gesinnte Stadt jedoch nicht durchsetzen, da sich Bischof Dietrich 1604 die Stadt wieder vollständig unterwarf. Danach gab es keine protestantischen Gottesdienste mehr in der Stadt. Ein kurzes Aufblühen des Protestantismus um 1622 konnte jedoch den Katholizismus nicht mehr besiegen und so blieb Paderborn bis 1802 eine ausschließlich katholische Stadt. Neben dem Dom gab es mehrere Pfarrkirchen. Nach Aufhebung des Hochstifts Paderborn wurde Anfang des 19. Jahrhunderts das Bistum Paderborn neu umschrieben und auf Grund des Preußen-Konkordates von1929 im darauf folgenden Jahre zum Erzbistum erhoben. Die heutigen Pfarrgemeinden der Stadt gehören alle zum Dekanat Paderborn innerhalb der Region Hochstift des Erzbistums.
Ab 1802 formierte sich auch eine protestantische Gemeinde, die infolge Zuzugs immer weiter wuchs. Ihr wurde zunächst die Abdinghofkirche, dann die Alexiuskapelle, 1817 die Busdorfkirche und 1863 endgültig die Abdinghofkirche zur Verfügung gestellt. Gehörten die Protestanten der Stadt zunächst zur Kreissynode Bielefeld, so wurde Paderborn 1840 Sitz einer eigenen Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren westfälischer Provinzialkirche. Aus der Kreissynode Paderborn entwickelte sich der heutige "Kirchenkreis Paderborn", zu dem heute 24 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören. Der Kirchenkreis umfasst alle Kirchengemeinden der Kreise Höxter und Paderborn sowie die Kirchengemeinde Lügde aus dem Kreis Lippe. Die 3 Kirchengemeinden auf dem Paderborner Stadtgebiet sind Paderborn (Abdinghofkirche, Martin-Luther-, Markus-, Matthäus-, Johannes- und Lukas-Gemeindezentrum sowie Gemeindezentrum Auf der Lieth), Elsen und Schloß Neuhaus (mit den Kirchen in Schloß Neuhaus und in Sennelager). Die Protestanten der Stadtteile Benhausen, Marienloh und Neuenbeken gehören zur benachbarten Kirchengemeinde Bad Lippspringe.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Paderborn gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die "Freie Christengemeinde" und das "International Christian Fellowship (Lukas Zentrum)" (beide zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden gehörig), eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG) und eine Adventgemeinde.
Auch die Neuapostolische Kirche (gegründet 1952, Kirchweihe 1963) ist in Paderborn vertreten. Des Weiteren gibt es sechs Gemeinden der Zeugen Jehovas, vier davon in Englisch, Italienisch, Russisch und Türkisch. An der Talle steht das Gotteshaus der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde.
In Paderborn existieren zwei islamische Gemeinden und eine jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge. Die jüdische Kultusgemeinde Paderborn umfasst dabei die Kreise Paderborn, Soest und Höxter.
Im Jahr 2004 sind ca. 55% der Paderborner Bevölkerung katholisch, 20% evangelisch und 25% ohne Bekenntnis oder sonstiges.
Paderborn im Nationalsozialismus

Mahnmal für die ermordeten Juden Paderborns
In der Zeit der Weimarer Republik war Paderborn eine Hochburg der bürgerlichen Zentrumspartei, die fast immer eine absolute Mehrheit erreichte. 1929 wurde dann der erste NSDAP-Ortsverband in Paderborn gegründet, der zuerst noch sehr klein war, sich aber schon bald Straßenschlachten mit der KPD lieferte. Nach der Machterlangung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 wurden auch schon bald Hitler und der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg zu Ehrenbürgern ernannt.
Im katholisch geprägten Paderborn konnte sich der Nationalsozialismus als Ideologie nie richtig etablieren, an eine Verdrängung des Katholizismus durch den ?Glauben? an den Nationalsozialismus war erst recht nicht zu denken. Dennoch gab es auch in Paderborn Sympathisanten, die zum Beispiel den ?Filter?, das Propagandablatt der NSDAP in Paderborn, lasen. Auch während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der landesweit jüdische Geschäfte und Synagogen vandaliert und angezündet wurden, gab es in Paderborn Ausschreitungen, die sich gegen die jüdische Gemeinde in Paderborn richteten. Am Morgen des 10. November 1938 brannte schließlich auch die Paderborner Synagoge.
Auch in Paderborn fanden viele Deportationen statt: Über hundert Juden aus Paderborn kamen um. Einige der reicheren jüdischen Bürger der Stadt konnten sich vorher ins Ausland absetzen.
Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, blieb das Paderborner Leben davon relativ unberührt, auch wenn viele der Männer im Kriegsverlauf in den Krieg ziehen mussten. Es gab einige vereinzelte Bombenangriffe auf den Bahnhof, bei denen nur wenige Menschen verletzt wurden und umkamen. Als die deutsche Luftabwehr allerdings im Zuge der sich abzeichnenden Niederlage zunehmend an Kraft verlor, wuchs auch die Gefahr für Paderborn. Mit ihrer mittelalterlich anmutenden Innenstadt, die noch zum Großteil aus Holzhäusern bestand, bot die Stadt ein empfindliches Angriffsziel. 1944 wurden verstärkt Hitlerjungen und BDM-Mädchen als Flakhelfer eingesetzt. Die Paderborner Bürger verfolgten aufmerksam die Radionachrichten, die sie bei Gefahr für ?Konrad Siegfried 2?, dem deutschen Codewort für Paderborn, in die Bunker oder Keller schickten.
Am 17. Januar 1945 schließlich folgte der erste große Luftangriff auf Paderborn. Bis jetzt hatte man geglaubt oder gehofft, dass die Stadt, die noch sehr ländlich geprägt war, kein großes militärisches Ziel für die Alliierten biete und deshalb nicht bombardiert werden würde. Daher war das Entsetzen nach dem Bombenangriff, der 256 Leben forderte, groß, und es wurde eine Massenflucht auf das Land ausgelöst. Aber nicht alle Bewohner konnten oder wollten fliehen, weil sie es sich nicht leisten konnten oder keine Verwandten auf dem Land hatten. Am 23. März wurde Paderborn abermals angegriffen, es starben über 40 Menschen. Am Dienstag, dem 27. März 1945 folge schließlich der letzte und größte Luftangriff auf Paderborn. Mindestens 344 der wenigen Tausend Menschen, die noch in Paderborn verblieben waren, verloren ihr Leben; am Ende waren 85% der Innenstadt zerstört. Am 1. April folgte schließlich die Eroberung Paderborns durch amerikanische Streitkräfte.
Politik
An der Spitze der Stadt stand seit etwa 1100 ein vom Bischof ernannter "comes civitatis". Seit dem 13. Jahrhundert kam allmählich auch ein Rat und ein Bürgermeister auf. Bischof Bernhard V. gewährte die freie Ratswahl, die jährlich an Silvester stattfand. Im 15. Jahrhundert gab es einen 40-köpfigen Bürgerausschuss, welcher jährlich an Mariä Lichtmess (2. Februar) gewählt wurde. Ab 1532 wurde die Zahl auf 24 reduziert. Er wurden dann vom Rat, und dieser wiederum vom Bürgerausschuss gewählt. Daneben gab es im 15. und 16. Jahrhundert den "Vierer", ein aus den vier Bauerschaften der Stadt gewähltes Gremium, das den Rat zu bestätigen hatte. 1599 bis 1604 leitete ein fürstbischöflicher Amtmann und Schultheiß, der über dem Rat stand, die Stadt. Der Rat hatte dann 12 Mitglieder, darunter 2 Bürgermeister und 2 Kämmerer. 1619 und 1639 wurde die Verwaltung reorganisiert. Ab 1800 gab es einen Magistrat, der aus einem regierenden und einem beisitzenden Bürgermeister, einem Syndikus, 2 Kämmerern, 8 Ratsherren und 4 Gemeinheitsdeputierten bestand. Ab 1805 gab es den Stadtmagistrat mit einem Stadtdirektor und 1807 bildete die Stadt einen Kanton mit einem Maire an der Spitze. In preußischer Zeit leitete ein Bürgermeister und ein Rat die Stadt. Ende des 19. Jahrhunderts trug das Stadtoberhaupt teilweise den Titel Oberbürgermeister.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Bürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Bürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Bürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
Bürgermeister
- 1804 - 1807: Johann Gottfried David Busse
- 1808 - 1819: Anton Bernhard Meyer
- 1820 - 1848: Alexander Brandis, Stadtdirektor, später Bürgermeister
- 1850: von Beesten
- 1851 - 1857: Julius von zur Mühlen
- 1857 - 1871: Julius Woerdehoff, ab 1869 Oberbürgermeister
- 1871 - 1872: Theodor Dillenburger
- 1872 - 1894: Franz Franckenberg
- 1895 - 1919: Otto Plaßmann, ab 1912 Oberbürgermeister
- 1919 - 1933: Philipp Haerten
- 1933 - 1938: Andreas de Voys
- 1938 - 1945: Rudolf Kosiek
- 1945: Dr. Heinrich Zacharias
- 1945 - 1946: Dr. Norbert Fischer
- 1946 - 1968: Christoph Tölle
- 1968 - 1988: Herbert Schwiete
- 1988 - 1999: Wilhelm Lüke
- 1999 - heute: Heinz Paus
Stadtdirektoren
- 1946 - 1952: Dr. Norbert Fischer
- 1952 - 1971: Wilhelm Sasse
- 1971 - 1991: Wilhelm Ferlings
- 1991 - 1999: Dr. Werner Schmeken
Rat der Stadt
Der Rat der Stadt Paderborn hat gegenwärtig 58 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:
- CDU 30 Sitze
- SPD 13 Sitze
- Grüne 6 Sitze
- FDP 4 Sitze
- FBI: 3 Sitze
- DIP: 2 Sitze
Wappen
Das Wappen der Stadt Paderborn zeigt in Rot vier goldene Pfähle unter einem roten Schildhaupt mit durchgehendem ebenfalls goldenem Kreuz. Die Stadtfarben sind rot-gelb. Das Wappen wurde der Stadt 1931 vom Innenministerium des Staates Preußen verliehen. Es hat aber bereits eine alte Tradition. Das Kreuz steht für das ehemalige Hochstift Paderborn. Die Pfähle werden mit dem Stadtbanner erklärt, das in den Siegeln der Stadt im 13. Jahrhundert auftaucht. Man spricht gelegentlich auch von einem ?redenden? Wappen, denn die Pfähle können auch von ?Palborn?, der mundartlichen Bezeichnung der Stadt, herrühren.
Städtepartnerschaften
Paderborn unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Le Mans (Frankreich), seit 836, älteste europäische Städtefreundschaft, offizielle Städtepartnerschaft jedoch erst seit 1967
Bolton (Großbritannien), seit 1975
Belleville, Bundesstaat Illinois (USA), seit 1990
Pamplona (Spanien), seit 1992
Przemysl (Polen), seit 1993
Debrecen (Ungarn), seit 1994
Pskow (Russland)
In Vorbereitung ist derzeit eine Partnerschaft mit der Stadt Qingdao (China).
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straßen
Paderborn liegt an der A33, der Verbindungsautobahn zwischen der A2 Oberhausen-Berlin und der A44 Dortmund-Kassel. Von Westen, aus Richtung Dortmund/Soest ist die Stadt über die B1 erreichbar, von Osten aus Richtung Höxter über die B64, die auch in nordwestlicher Richtung nach Münster führt. Von Süden aus Richtung Warburg/Korbach ist die Stadt über die B68 erreichbar.
Öffentlicher Verkehr
Paderborn gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph).
Der Bahnhof Paderborn liegt an der Strecke Hamm?Kassel. Auf dieser West-Ost-Achse verkehren im Zweistundentakt ICE- und IC-Züge der Linien Düsseldorf ? Erfurt ? Berlin ? Stralsund und Düsseldorf ? Erfurt ? Leipzig. Darüber hinaus bestehen Nahverkehrsverbindungen in das Ruhrgebiet, nach Hannover, Holzminden, Herford und Bielefeld.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen nach der Privatisierung die Busse des PaderSprinters (früher war es die Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG "PESAG"). Alle Linien fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Nahverkehrsverbunds Paderborn-Höxter.
Flughafen
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt liegt rund 15 km süd-westlich der Stadt und etwa 2 km vom Dorf Ahden entfernt, das zur Stadt Büren gehört. Angeboten werden verschiedene inländische Ziele, wie Frankfurt am Main, Stuttgart, München, aber auch ausländische Ziele wie London, Manchester, Bournemouth, Zürich und Wien. Darüber hinaus starten viele Chartermaschinen in südliche Urlaubsziele.
Zwischen dem Hauptbahnhof Paderborn und dem Flughafen verkehren stündliche Schnellbuslinien, die 20 Min. benötigen.
Der Flughafen ist direkt von der A44, über die Abfahrt Büren, zu erreichen.
Ansässige Unternehmen
- Benteler (Stahl/Rohr, Automobiltechnik, Handel)
- L-LAB
- C-LAB
- Claas Industries
- dSpace
- Flextronics
- Fujitsu Siemens Computers
- HDO (Druckguß- und Oberflächentechnik)
- Hella Leuchtensysteme
- Jobware Online-Service GmbH
- Orga Kartensysteme
- Orga Systems
- Siemens (Siemens Business Services)
- Wikipedia
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