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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
|---|
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf |
| Landschaftsverband: | Rheinland |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 89,45 km² |
| Einwohner: | 163.923 (31. Mai 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.833 Einwohner je km² |
| Höhe: | 53-276 m NN |
| Postleitzahl: | 42601-42719 (alt: 5650) |
| Vorwahl: | 0212 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 51° 10' N, 7° 5' O51° 10' N, 7° 5' O |
| Kfz-Kennzeichen: | SG |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 22 000 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtbezirke |
Adresse der Stadtverwaltung: | Cronenberger Str. 59/61 42648 Solingen |
| Offizielle Website: | www.solingen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@solingen.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Franz Haug (CDU) |
Solingen ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist nach dem nordöstlich angrenzenden Wuppertal und vor Remscheid die zweitgrößte Stadt der drei bergischen Großstädte und ein Mittelzentrum des Landes.
Die Einwohnerzahl Solingens überschritt 1929 nach einer kommunalen Gebietsreform und der damit einhergehenden Neustrukturierung und Erweiterung des Stadtgebietes die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geografie
- 1.1 Nachbargemeinden
- 1.2 Stadtgliederung
- 2 Geschichte
- 2.1 Religionen
- 2.2 Eingemeindungen
- 2.3 Einwohnerentwicklung
- 3 Politik
- 3.1 Jugendstadtrat
- 3.2 Wappen
- 3.3 Städtepartnerschaften
- 4 Wirtschaft und Infrastruktur
- 4.1 Verkehr
- 4.2 Medien
- 4.3 Die größten Arbeitgeber (alphabetisch)
- 4.4 Öffentliche Einrichtungen
- 4.5 Bildungseinrichtungen
- 4.5.1 Gymnasium August-Dicke-Schule
- 4.5.2 Friedrich-Albert-Lange-Schule
- 4.5.3 Schulzentrum Vogelsang
- 4.5.3.1 Gymnasium Vogelsang
- 4.5.3.2 Realschule Vogelsang
- 4.5.4 Humboldtgymnasium
- 4.5.5 Gymnasium Schwertstraße
- 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 5.1 Theater/Clubs/Diskotheken
- 5.2 Museen
- 5.3 Bauwerke
- 5.4 Regelmäßige Veranstaltungen
- 6 Sport
- 6.1 Sportvereine
- 6.2 Sport-Events
- 7 Persönlichkeiten
- 7.1 Ehrenbürger
- 7.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 8 Literatur
- 9 Weblinks
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Geografie
Solingen liegt südwestlich von Wuppertal im Bergischen Land. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 89,45 Quadratkilometer, davon rund 50 % landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzt. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 62 Kilometer, die größte Ost-West-Ausdehnung 15,6 Kilometer und die größte Nord-Süd-Ausdehnung 11,7 Kilometer. Die Länge des Hauptflusses Wupper im Stadtgebiet beträgt 26 km. Mit 276 m über NN liegt der höchste Punkt im Stadtgebiet am ehemaligen Gräfrather Wasserturm, dem heutigen Lichtturm. Der tiefste Punkt befindet sich westlich von Götsche und südlich von Verlach und liegt 53 m über NN.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Solingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Wuppertal und Remscheid (beides kreisfreie Städte), Wermelskirchen und Leichlingen (Rheinland) (beide Rheinisch-Bergischer Kreis) sowie Langenfeld (Rheinland), Hilden und Haan (alle Kreis Mettmann).
Stadtgliederung

Solingen Mitte: Clemens Kirche und Clemensgalerie
Das Stadtgebiet Solingens besteht heute aus fünf Stadtbezirken. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung, die aus 15 beziehungsweise 13 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung nennt man Bezirksvertreter. Sie werden von der Bevölkerung des Stadtbezirks auf fünf Jahre gewählt. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig beziehungsweise sind zu allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirks zu hören.
Die 5 Stadtbezirke:
- Gräfrath
- Wald
- (Solingen-)Mitte
- Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
- Höhscheid/Burg
In den einzelnen Stadtbezirken gibt es teilweise noch Stadtteile, Wohnplätze oder Wohngebiete (so genannte Hofschaften) mit eigenem Namen, deren Grenzen aber oftmals nicht genau festgelegt sind. Hierzu gehören beispielsweise: Balkhausen, Brabant, Broßhaus, Central, Dahl, Demmeltrath, Dorperhof, Flachsberg, Fürk, Fürkeltrath, Fuhr, Glüder, Gosse, Hackhausen, Hasenmühle, Hasseldelle, Hästen, Ittertal, Kannenhof, Katternberg, Ketzberg, Kohlfurth, Kotzert, Krahenhöhe, Landwehr, Mangenberg, Mankhaus,Maubes, Meigen, Müngsten, Nümmen, Papiermühle, Piepersberg, Rüden, Schaberg, Schieten, Schnittert, Theegarten, Unterland, Weyer, Widdert,Wilzhaus, Zum Holz.
Geschichte
Siehe Hauptartikel Geschichte Solingens
Der Name der zukünftigen Stadt soll angeblich erstmals 1067 von einem westfälischen Schreiber in Form von Solonchon benutzt worden sein. Ab diesem Zeitpunkt sollen zwei Abwandlungen belegt sein:
- Solonchon - Solengen (1168, 1172) - Soileggen (1363, 1366, 1377) oder Soleggen (1365) - Solingen (1174)
- (Solungun) - Solonchon (1067) - Solungen (1356, 1382) - Solingen.
Seit dem Mittelalter ist Solingen das Zentrum der deutschen Klingen-, Messer- und Schneidwarenindustrie und es verfügt noch heute über einen geltenden Ruf für Markenqualität. Durch die Solingenverordnung aus dem Jahr 1994 ist der Name Solingen gesetzlich geschützt.
Erneut geriet 1993 weltweit Solingen in die Schlagzeilen durch einen Brandanschlag, bei dem fünf türkische Mädchen und Frauen getötet wurden; siehe Mordanschlag von Solingen.
Religionen
Die Stadt Solingen gehörte schon von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums Köln beziehungsweise zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Obwohl in Solingen unter den Grafen von Berg nach und nach die Reformation Einzug hielt, gab es in der Stadt auch weiterhin Katholiken, deren Gemeinde ab 1658 vom Landesherrn neu dotiert wurde. 1701 erhielten Sie auch wieder eine eigene Kirche. 1827 wurde Solingen Sitz eines eigenen Dekanats (heute Stadtdekanat Solingen) innerhalb des neu umschriebenen Erzbistums Köln, zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören.
Wie bereits gesagt, fasste die Reformation in Solingen nur Zug um Zug Fuß. 1590 entstand eine reformierte Gemeinde, die der Bergischen Synode angeschlossen wurde. Erst 1649 wurde die Pfarrkirche der Stadt den Reformierten übergeben. Lutherische Gemeindeglieder gab es seit Anfang des 17. Jahrhunderts, 1635 wurde eine lutherische Gemeinde gegründet. 1672 wurden die religiösen Verhältnisse in einem Religionsvergleich geregelt. In Gräfrath wurde 1590 ebenfalls die Reformation eingeführt. 1629 ist dort ein Konsistorium nachgewiesen und ab 1716 gab es auch einige Lutheraner. Beide Konfessionen vereinigten sich ab 1838 zu einer unierten Gemeinde. In ganz Preußen war bereits 1817 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt worden.
Gehörten die protestantischen Gemeindeglieder Solingens anfangs zur Kreissynode Lennep (heute ein Stadtteil von Remscheid), so wurde in Solingen 1843 eine eigene Synode eingerichtet und die Stadt Sitz eines eigenen Superintendenten. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Solingen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu dem die meisten Gemeinden Solingens gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Lediglich die Gemeinde Burg an der Wupper gehört zum Kirchenkreis Lennep.
Heute gehören etwa 34% der Bevölkerung der Stadt Solingen zur evangelischen Kirche und etwa 26% zur römisch-katholischen Kirche. Außerdem gibt es in Solingen aber auch eine griechisch-orthodoxe Kirche.
Ferner sind verschiedene Freikirchen in Solingen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Gemeinde der Christen Ecclesia, mehrere Freie evangelische Gemeinden (FeG) und die Heilsarmee.
Weitere Religionsgemeinschaften in Solingen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche.
Eingemeindungen
Das Stadtgebiet Solingens hat sich wie folgt entwickelt:
1889 wurde die Stadt Dorp (Stadtrechte seit 1856) eingegliedert und 1896 wurde Solingen eine kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Kreises Solingen. Auf Grund des "Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes", das am 1. August 1929 in Kraft trat, wurde die Stadt Solingen mit den Städten Gräfrath, Höhscheid, Ohligs (bis 1891 Merscheid) und Wald, die alle seit 1856 die Stadtrechte besaßen und zum Kreis Solingen gehörten, zu einer (neuen) kreisfreien Stadt mit dem Namen Solingen vereinigt. Schließlich erfolgte am 1. Januar 1975 die Eingliederung der Stadt Burg an der Wupper und des Ortsteils Höhrath, der bis dahin zur Stadt Wermelskirchen gehörte. Beide Orte gehörten bis dahin zum Rhein-Wupper-Kreis.
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
| Jahr | Einwohner |
|---|
| 1747 | 400 Wohnungen | | 1804 | 2.871 | | 1845 | 6.127 | | 1871 | 14.040 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 15.142 | | 1. Dezember 1890 ¹ | 36.540 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 45.249 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 50.536 | | 8. Oktober 1919 ¹ |
48.912 | | 16. Juni 1925 ¹ | 51.929 | | 16. Juni 1933 ¹ | 140.162 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 140.466 | | 13. September 1950 ¹ | 147.845 | | 6. Juni 1961 ¹ | 169.930 | | 31. Dezember 1970 | 177.100 | | 30. Juni 1975 | 173.500 | | 30. Juni 1980 | 166.600 | | 30. Juni 1985 | 157.900 | | 1. Januar 1989 | 160.824 | | 30. Juni 1997 | 164.900 | | 30. Juni 2003 | 164.396 |
¹ Volkszählungsergebnis |
Politik
Die Bürger der Stadt Solingen konnten bereits seit 1374 einen Rat und einen Bürgermeister wählen. Der Bürgermeister wechselte jährlich am 24. Juni. Nach dem Übergang an Preußen wurde Solingen 1816 Sitz eines Kreises, der sich im Laufe der Zeit mehrmals veränderte und schließlich im Rhein-Wupper-Kreis aufging. 1856 wurde in Solingen die preußische Städteordnung eingeführt und 1896 wurde Solingen kreisfrei. An der Spitze der Stadt stand nun ein Oberbürgermeister, der während der Zeit der Nationalsozialisten von der NSDAP eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt.
Der Rat der Stadt Solingen hat gegenwärtig (Stand: Oktober 2005) 68 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:
| CDU | SPD | FDP | Bündnis 90/Die Grünen | Bürgergemeinschaft für Solingen | Freie Bürger Union | Solingen Aktiv | Gesamt |
| 2005 | 23 | 19 | 6 | 6 | 6 | 6 | 2 | 68 |
Oberbürgermeister seit 1894
- 1894-1896: Friedrich Haumann
- 1896-1928: August Dicke
- 1928-1930: Schmidhäußler, geschäftsführender Oberbürgermeister
- 1930-1933: Joseph Brisch
- 1933-1937: Dr. Dr. Helmut Otto
- 1937-1945: Dr. Rudolf Brückmann
| - 1945: Oskar Rieß
- 1945-1946: Josef Brisch
- 1946: Albert Müller
- 1946-1948: Gerhard Hebborn
- 1948-1955: Eugen Maurer
- 1955-1961: Karl Haberland
- 1961-1964: Otto Voos
| - 1964-1972: Heinz Dunkel
- 1973-1975: Elisabeth Roock
- 1975-1976: Otto Voos, zweite Amtszeit
- 1976-1984: Georg Schlößer
- 1984-1997: Gerd Kaimer
- 1997-1999: Ulrich Uibel
- 1999-heute: Franz Haug
|
Oberstadtdirektoren 1946-1997
- 1946-1963: Gerhard Berting
- 1964-1976: Dr. Willi Fischer
- 1976-1981: Dr. Friedhelm Schmitz-Herscheid
- 1981-1991: Dr. Peter Hölz
- 1991-1997: Dr. Ingolf Deubel
Jugendstadtrat
Zusätzlich zu dem Stadtrat besitzt die Stadt ein Gremium für Jugendliche. Der Jugendstadtrat wird alle zwei Jahre von den Jugendlichen selber gewählt und besteht aus 21 Jugendstadträten. Er soll die Probleme der Jugend ansprechen und für die Lösung eintreten. Mit Hilfe des Stadtrates gelang es dem Jugendstadtrat z.B. die Skaterhalle "Rollhaus" zu verwirklichen oder die Nachtexpresse zur Diskothek "GetAway" einzurichten.
Wappen

Wappen der Stadt Solingen
Das Wappen der Stadt Solingen zeigt in Blau zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen, mit denen ein goldener Anker verschränkt ist. Dabei steht der Anker als Symbol für den Schutzheiligen der Stadt, Clemens, der den Märtyrertod durch Ertränken fand. Über dem Schild ist eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen. Die fünf Türmchen symbolisieren nicht - wie oft fälschlicherweise angenommen - die fünf Städte aus denen 1929 Solingen gebildet wurde, sondern geben nur an, dass Solingen mehr als 10.000 Einwohner hat. Am 17. Juli 1935 erhielt die Stadt Solingen das Recht zum Führen dieses Wappens. Der Entwurf des Wappens stammt vom Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher.
Städtepartnerschaften
Solingen unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
Z?otoryja (Goldberg) in Polen, seit 1955
Gouda in den Niederlanden, seit 1957
Chalon-sur-Saône in Frankreich, seit 1960
Blyth in Großbritannien, seit 1962
Jinotega in Nicaragua, seit 1985
Ness Ziona in Israel, seit 1986
Thiès im Senegal, seit 1990
Aue in Sachsen, seit 1990
Wirtschaft und Infrastruktur
Historisch betrachtet, besagt schon der Beiname "Klingenstadt", dass hier das Herz der deutschen Schneidwarenindustrie sitzt. Auch heute noch dominiert die Schneidwarenindustrie die Wirtschaft in Solingen. Allerdings sind im Laufe der Jahrzehnte weitere Zweige der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie hinzugekommen. So haben in Solingen auch viele Zulieferer der Automobilindustrie ihren Firmensitz.
Verkehr
- Auto: Solingen ist erreichbar über die Autobahnen A 3 Köln-Oberhausen (Ausfahrt Solingen), A 46 Düsseldorf-Wuppertal (Ausfahrt Haan-Ost) und A 1 Köln-Dortmund (Ausfahrt Wermelskirchen-Burg)
All diese Autobahnen und Anschlussstellen liegen aber außerhalb des Stadtgebiets, was Solingen unter den deutschen Großstädten einzigartig macht. Die in den 1970ern geplante Autobahn A 54 durch das Stadtgebiet wurde nur als vierspurige Schnellstraße L141 zwischen Schlagbaum und der Ohligser Heide realisiert und besitzt keinen direkten Anschluss an das übrige Fernstraßennetz. Eine Weiterführung der Autobahn A54/Landesstraße L141 nach Westen zur Autobahn A 542 und nach Osten über Remscheid, Radevormwald und Halver nach Lüdenscheid ist derzeit nicht mehr geplant.
Die Planung aus dem gleichen Zeitraum für den südlichen Abschnitt der Autobahn A 31 über Gräfrath, Oberketzberg, Stöcken, Hassedelle und Müngsten weiter zur Autobahn A 1 ist ebenfalls verworfen worden.
- Bahn: Dreh- und Angelpunkt ist der ICE-Halt Solingen-Ohligs; kurioserweise fährt nur die RegionalBahn Ohligs - Remscheid - Wuppertal-Oberbarmen (Linie RB47, der 'Müngstener' genannt) über Solingen Hbf; eine Umbenennung des Fernzug-Bahnhofs Solingen-Ohligs in Solingen Hbf ist jedoch geplant, wobei Solingen Hbf gleichzeitig durch den neuen Haltepunkt Solingen-Grünewald und den neuen Bahnhof Solingen-Mitte ersetzt werden soll. Ferner gibt es den Halt Solingen-Schaberg in unmittelbarer Nähe zur Müngstener Brücke und Solingen-Vogelpark im Westen der Stadt.
- O-Bus: Neben Esslingen (bei Stuttgart) und Eberswalde (bei Berlin) verfügt Solingen als dritte deutsche Stadt über ein umfangreiches O-Bus-Netz, das hauptsächlich den innerstädtischen, öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bestreitet. Einzigartig hingegen ist die Drehscheibe für Busse bei der Endhaltestelle 'Burg an der Wupper', welche jedoch Verkehrslogistischbedingt abgerissen werden soll. Aus Platzmangel wurde diese, eher aus dem Bahnbetrieb bekannte Lösung auf Kraftfahrzeuge übertragen und verwirklicht.
Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen neben den O-Buslinien mehrere normale Buslinien der Stadtwerke Solingen GmbH. Solingen ist darüber hinaus auch an das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr (siehe S-Bahn Rhein-Ruhr) angeschlossen. Von Solingen-Ohligs verkehrt die Linie S7 über Düsseldorf zum Flughafen Düsseldorf. Alle Verkehrsmittel in Solingen sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Süden (Leichlingen, Wermelskirchen, Köln) gilt seit 1. Februar 2005 einheitlich der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.
Medien
Die älteste Solinger Tageszeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung am Ort, ist das im Verlag B. Boll erscheinende Solinger Tageblatt; als weitere Tageszeitung erscheint die Solinger Morgenpost, eine Lokalausgabe der Rheinischen Post. Ableger dieser Zeitungen sind die beiden wöchentlich erscheinenden kostenlosen Anzeigenblätter Das Solinger und Solinger Wochenpost.
Aktuelle Nachrichten für Solingen (und die Nachbarstadt Remscheid) sendet der Lokalsender Radio RSG auf den Frequenzen 94,3 und 107,9 MHz.
Die größten Arbeitgeber (alphabetisch)
- Evertz Gruppe (Dienstleister für die Stahlindustrie)
- General Electric Healthcare (Medizintechnische Geräte)
- C.Rob. Hammerstein (Automobilzulieferer)
- Johann Kretzer GmbH & Co. KG (Scheren)
- Kronprinz (Aluräder/Stahlräder)
- Rasspe Systemtechnik GmbH & Co KG (Produkte für die Landmaschinenindustrie und Spezialmaschinenmesser für Papierschneidemaschinen)
- Richartz GmbH (Taschenmesser, Sommeliermesser, Maniküreprodukte)
- Stadt-Sparkasse Solingen
- Städtisches Klinikum Solingen
- Walbusch Walter Busch GmbH & Co KG (Versandhandel)
- Wilkinson Sword (Nassrasierer)
- Wüsthof Dreizackwerk (Kochmesser)
- Zwilling J.A.Henckels (Kochmesser, Maniküreprodukte, Bestecke)
Öffentliche Einrichtungen
Solingen ist Standort eines Amtsgerichtes, darüberhinaus ist ein Arbeitsgericht hier angesiedelt. Außerdem verfügt die Stadt über eine eigene Polizeiinspektion.
Bildungseinrichtungen
Neben Schulen aller Schulformen (24 Grundschulen, 5 Hauptschulen, 3 Realschulen, 3 Gesamtschulen und 4 Gymnasien) finden sich in Solingen auch 6 Sonderschulen und 3 Berufskollegs.
Darüber hinaus sind in Solingen die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft und das Walter-Bremer-Institut beheimatet.
Gymnasium August-Dicke-Schule
Die August-Dicke-Schule ist ein städtisches Gymnasium mit knapp 1.000 Schülerinnen und Schülern.
Das Gebäude liegt mitten im Stadtkern von Solingen.
Die Genehmigung der Regierung für die Gründung der heutigen August - Dicke - Schule wurde am 15. August 1873 erteilt. Den Namen verdankt die Schule dem Oberbürgermeister der Stadt Solingen in den Jahren 1896 - 1928, Herrn August Dicke, einem Ehrenbürger der Stadt Solingen, der die Entwicklung Solingens am Beginn dieses Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.
Schon anläßlich der Einweihung des Schulgebäudes schrieben die Zeitungen, dies sei die schönste Schule Westdeutschlands. Die Architektur ist in bestem Sinne Ausdruck ihrer Zeit: Massiv, viergeschossig im symmetrischen und gesteigerten Aufbau mit horizontaler und rhythmischer Gliederung. Das Haus ist einfach, sachlich, funktional, aber mit einer imposanten Wirkung, im Geist einer neuen Sachlichkeit und Formgebung erbaut.
1984 wurde das Schulgebäude unter Denkmalschutz gestellt, und 1998 wurde das Ziegelmauerwerk der Fassade umfangreich restauriert.
Mit Beginn des Schuljahres 2003 / 2004 ist an der August-Dicke-Schule eine Klasse mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil eingerichtet worden. Zusätzlich zum Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse ein natur-wissenschaftliches Unterrichtsangebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft, die für die Klassen 5 bis 8 verpflichtend, aber nicht versetzungsentscheidend ist. Diese Arbeitsgemeinschaft endet nach der Klasse 8, da in den Klassen 9 und 10 im Wahlpflichtbereich die Möglichkeit der naturwissenschaftlichen Schwerpunktbildung besteht.
Friedrich-Albert-Lange-Schule
Die Friedrich-Albert-Lange-Schule ist eine städtische Gesamtschule in Solingen Wald. Die nach Friedrich Albert Lange benannte Schule wurde 1990 gegründet und bekam vier Jahre später ihr erstes Erweiterungsgebäude. Ein weiteres Nebengebäude entstand 1995/96, um die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs unterzubringen. Ende 2001 wurde zudem noch eine zweite (größere) Turnhalle eingeweiht, da vorher Schüler gezwungen waren, in anderen Schulen den Sportunterricht zu absolvieren.
Schulzentrum Vogelsang
Im Schulzentrum Vogelsang sind das Gymnasium Vogelsang und die Realschule Vogelsang untergebracht. Es liegt im Norden Solingens an der Grenze der Bezirke Gräfrath und Wald. Das 1979 fertiggestellte Gebäude ist mit ca. 1700 Schülern (ca. 1000 am Gymnasium, ca. 700 an der Realschule) der größte Schulkomplex Solingens. 1982 setzte sich der Verbund aus Realschule und Gymnasium mittels einer breiten Bürgerbewegung erfolgreich gegen die Umwandlung in eine Gesamtschule zur Wehr.
Gymnasium Vogelsang
Das Gymnasium Vogelsang wurde 1972 gegründet und ist damit das jüngste der vier Solinger Gymnasien. Zunächst im so genannten ?Roten Esel?, dem Gebäude einer ehemaligen Volksschule aus roten Ziegelsteinen im Stadtteil Wald, und einigen anderen Dependancen untergebracht, zog die Schule 1979/80 an ihren heutigen Standort, das neugebaute Schulzentrum Vogelsang auf der namengebenden Anhöhe.
Als einziges Solinger Gymnasium bietet es seit Mitte der 80er Jahre in Klasse 5-7 einen Montessori-Zweig mit mehreren Wochenstunden Freiarbeit an. Ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt ist der musisch-künstlerische Bereich mit Musik, Theater und bildender Kunst, zum Beispiel Streicherklassenunterricht (Erlernen eines Streichinstruments im Musikunterricht) in Klasse 5 und 6 und Leistungskurse im Fach Kunst in der gymnasialen Oberstufe.
Realschule Vogelsang
Die Realschule Vogelsang bietet ebenfalls, als einzige Realschule in Solingen, einen Montessori-Zweig (Klasse 5-10) an.
Humboldtgymnasium
Das Humboldtgmnasium besitzt eine 5-zügige Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) und ein differenzierte Sekundarstufe II (Jahrgänge 11 bis 13). Es existiert seit 1903 und hat über 1.200 Schüler. Das Schulgebäude kann in drei Teile gegliedert werden: in den Neubau (fertiggestellt im Jahr 2002), den 2003 sanierten Klassentrakt und in den Oberstufentrakt (beide 1978 eingeweiht). Im Namen der Schule sind die beiden Brüder Alexander von Humboldt und Wilhelm von Humboldt verankert.
Gymnasium Schwertstraße
Das städtische Gymnasium Schwertstraße (GSS), liegt im Zentrum Solingens. Es wurde am 15. Oktober 1841 unter dem Namen ?Höhere Handelsschule? gegründet, und ist somit bereits über 150 Jahre alt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es komplett zerstört, und später wieder aufgebaut. Heute hat das Gymnasium etwa 1.000 Schüler. Seit einigen Jahren bietet die Schule mehrere spezielle Schulzweige an, beispielsweise einen bilingualen Zweig für Englisch und seit neustem eine "Streicherklasse" in der die Schüler in Kooperation mit der Solinger Musikschule, Unterricht in Geige, Violine etc. erhalten. Bekannte Personen, die in der Schule an der Schwertstraße waren, sind unter anderem Rudolf Cronau, Walter Scheel, Michael Lesch und Veronica Ferres.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater/Clubs/Diskotheken
- Theater- und Konzerthaus mit Theater, Kammermusik- und Konzertsaal.
- Getaway, Veranstaltungshalle und Diskothek.
- Cobra, Kulturzentrum mit Veranstaltungshalle, Kneipe und Kino.
- Rollhaus, Halle für BMX, Skateboarding und Inline-Skating (Ein Projekt des Jugendstadtrats).
- Libelle, eine Club-
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