Hotels in Stuttgart - Sonderangebote und Restplätze
sortiert nach Preis, Kategorie, usw. in Stuttgart
 | Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Großstadt Stuttgart, weitere gleichnamige Städte unter Stuttgart (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Region: | Stuttgart |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Geografische Lage: | Koordinate: 48° 47' N, 09° 11' O48° 47' N, 09° 11' O |
| Tiefster Punkt: | 207 m ü. NN |
| Höchster Punkt : | 549 m ü. NN |
| Fläche: | 207,36 km2 |
| Einwohner: | 592 691 (30.11.2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.858 Einwohner je km2 |
| Ausländeranteil: | 22,0 % (31.10.2005) |
| Ausländische Herkunft: | 34,0 % (30.06.2004) |
| Arbeitslosenquote: | 8,7 % (September 2005) |
| Postleitzahlen: |
70001-70619 (alte PLZ: 7000) |
| Vorwahl: | 0711 |
| Kfz-Kennzeichen: | S |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 11 000 |
| UN/LOCODE: | DE STR |
| NUTS-Code: | DE111 (Stuttgart, Stadtkreis) |
| Stadtgliederung: | 23 Stadtbezirke mit 141 Stadtteilen |
Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 70173 Stuttgart |
| Webseite: | www.stuttgart.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Wolfgang Schuster (CDU) |
Stuttgart ist eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist die Hauptstadt und mit gut 590.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs, sowie mit den gleich großen Städten Essen und Dortmund je nach genauem Zähldatum und Quelle schwankend auf den Plätzen 6 bis 8 der größten deutschen Städte. Sie ist mit Sitz von Landtag und Landesregierung sowie zahlreicher Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 204 km nordwestlich und München etwa 220 km südöstlich von Stuttgart. In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf Schwäbisch lautet ihr Name Schduargett, auf Bayrisch Stuggart.
Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (4.007.385 Einwohner, 30. Juni 2005) und der Region Stuttgart (2.666.849 Einwohner, 30. Juni 2005) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).
Inhaltsverzeichnis- 1 Geographie
- 1.1 Geografische Lage
- 1.2 Raumplanung
- 1.3 Nachbargemeinden
- 1.4 Stadtgliederung
- 1.5 Klima
- 2 Geschichte
- 2.1 Religionen
- 2.2 Eingemeindungen
- 2.3 Einwohnerentwicklung
- 3 Politik
- 3.1 Gemeinderat
- 3.2 Stadtoberhäupter seit 1800
- 3.3 Wappen
- 3.4 Städtepartnerschaften
- 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 4.1 Theater
- 4.2 Museen
- 4.3 Bibliotheken
- 4.4 Archive
- 4.5 Musik
- 4.6 Bauwerke
- 4.6.1 Brücken
- 4.6.2 Industriebauwerke
- 4.6.3 Kirchen
- 4.6.4 Schlösser
- 4.6.5 Tunnel
- 4.6.6 Türme
- 4.6.7 Weitere Gebäude
- 4.7 Parkanlagen und Seen
- 4.7.1 Mineralbäder
- 4.7.2 Diverses
- 4.8 Sport
- 4.9 Regelmäßige Veranstaltungen
- 5 Wirtschaft und Infrastruktur
- 5.1 Verkehr
- 5.2 Medien
- 5.3 Bildung und Forschung
- 5.4 Militärische Einrichtungen
- 6 Persönlichkeiten
- 6.1 Ehrenbürger
- 6.2 Söhne und Töchter der Stadt
- 6.3 Prominente Bewohner
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
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Geographie
Geografische Lage

Blick von der Weinsteige zum Killesberg
Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich im sog. "Stuttgarter Kessel", einer Talerweiterung des (inzwischen meist verdeckt fließenden) in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.
Raumplanung
Die Stadt liegt im Zentrum des Verdichtungsraums Stuttgart. Zu diesem gehören neben dem Stadtkreis Stuttgart nahezu alle Gemeinden der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis innerhalb der Region Stuttgart und darüber hinaus im Norden die Gemeinden um Heilbronn und im Süden die Gemeinden im Raum Reutlingen und Tübingen.
Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist.
Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in 5 innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen "Bezirksbeirat" und einen "Bezirksvorsteher" (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig).
Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
- Siehe auch Liste der Stadtteile von Stuttgart.
| Die 23 Stadtbezirke mit Anzahl der zugehörigen Stadtteile |
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| Innere Stadtbezirke |
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| Stuttgart-Mitte (10), Stuttgart-Nord (11), Stuttgart-Ost (8), Stuttgart-Süd (7), Stuttgart-West (9) |
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| Äußere Stadtbezirke |
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| Bad Cannstatt (18), Birkach (3), Botnang (1), Degerloch (5), Feuerbach (8), Hedelfingen (4), Möhringen (9), Mühlhausen (5), Münster (1), Obertürkheim (2), Plieningen: (5), Sillenbuch (3), Stammheim (2), Untertürkheim (8), Vaihingen (4), Wangen (1), Weilimdorf (6), Zuffenhausen (11) |
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Klima
Durch die Kessellage und der dichten Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und schwüles Klima. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich. Im Sommer kommt es immer wieder zur so genannten Inversions-Wetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch im Kessel.
Geschichte

Stuttgart (etwa 1890 bis 1900)

Historische Karte der Umgebung von Stuttgart (1888)

Historische Karte von Stuttgart (1888)
Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudolf war ein Sohn Kaisers Otto I. des Großen. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal. Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen.
Die Siedlung nahe des Gestüts befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie übrigens auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal.
Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg. Die US-amerikanische Besatzungsmacht erklärte Stuttgart 1946 zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden, das 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.
Am 22. Oktober 1845 fährt die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim- ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz).
Gegen Ende des 2. Weltkrieges, insbesondere im Sommer 1944 wurde Stuttgart bei anglo-amerikanischen Luftangriffen in weiten Teilen zerstört. Nach dem Krieg wurde insbesondere auf Betreiben des neuen Oberbürgermeisters Arnulf Klett beim Wiederaufbau auf historische Konstruktionen weitgehend verzichtet (vor allem am ehemals historischen berühmten Marktplatz). Die Idee war, eine autogerechte Metropole für das 20.Jahrhundert zu schaffen. So wurden auch ganze Straßenzüge und Plätze, die überhaupt nicht oder sehr gering beschädigt waren, abgerissen. Im 150. Todesjahr von Friedrich Schiller wurden 1955 die letzten Reste seiner alma mater, der Hohen Karlsschule abgetragen (Nähe Neues Schloss, Landtag), um für die Verbreiterung der Bundesstrasse Platz zu schaffen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt Stuttgart in der amerikanischen Besatzungszone, die noch 1946 zum Land Württemberg-Baden wird. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern am 25. April 1952 wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.
1. Oktober 1978. Die S-Bahn in Stuttgart beginnt auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)
Religionen
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen innerhalb der Prälatur ("Sprengel") Stuttgart. Größte Freikirche ist die Biblische Glaubens-Gemeinde.
Seit dem 18. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche, die heutige Domkirche St. Eberhard, erbaut 1808-1811 (heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart). In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. Die Gemeindeglieder gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Filder und Stuttgart-Nord der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3%. Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 % und zum protestantischen Glauben noch ca. 30 %. Der Rest gehört anderen Religionen an oder ist konfessionslos.
(Siehe auch Kirchen in Stuttgart).
Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
| 1. April 1901 | Gaisburg | 253,8 |
| 1. April 1905 | Cannstatt, Untertürkheim, Wangen | 2.566,9 |
| 1. August 1908 | Degerloch | 718,4 |
| 1. April 1922 | Botnang, Hedelfingen, Kaltental, Obertürkheim | 2.035,6 |
| 1. Oktober 1923 | Brühl (Ausgliederung nach Esslingen) | -28,2 |
| 1. Juli 1929 | Hofen | 921,3 |
| 1. April 1931 | Zuffenhausen | 718,4 |
| 1. Mai 1931 | Rotenberg | 163,3 |
| 1. Juli 1931 | Münster | 360,4 |
| 1. Mai 1933 | Feuerbach (mit Weilimdorf), Mühlhausen, Zazenhausen | 3.283,6 |
| 1. April 1937 | Heumaden, Rohracker, Sillenbuch, Uhlbach | 1.312,9 |
| 1. April 1942 | Birkach (mit Riedenberg), Fasanenhof, Möhringen, Plieningen, Solitude, Stammheim, Vaihingen (mit Rohr) | 6.222,2 |
Einwohnerentwicklung
Stuttgart überschritt 1875 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl. 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 640.000 ihren historischen Höchststand. Ende Oktober 2005 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 593.069 Menschen. Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt je nach genauem Zähldatum und Quelle in Deutschland an der sechsten bis achten Stelle.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
Siehe auch: Einwohnerzahlen der Stuttgarter Stadtbezirke
| Jahr | Einwohner |
|---|
| 1400 | 4.000 | | 1589 | 9.000 | | 1631 | 8.327 | | 1648 | 4.500 | | 1698 | 13.000 | | 1707 | 16.000 | | 1730 | 11.300 | | 1758 | 17.225 | | 1798 | 18.467 | | 1802 | 21.545 | | 3. Dezember 1852 ¹ | 50.003 | | 3. Dezember 1855 ¹ | 46.500 | | 3. Dezember 1861 ¹ | 56.100 | | 3. Dezember 1864 ¹ | 69.100 | | 3. Dezember 1867 ¹ | 75.800 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 1. Dezember 1871 ¹ | 91.600 | | 1. Dezember 1875 ¹ | 107.273 | | 1. Dezember 1880 ¹ |
117.303 | | 1. Dezember 1885 ¹ | 125.901 | | 1. Dezember 1890 ¹ | 139.817 | | 2. Dezember 1895 ¹ | 158.321 | | 1. Dezember 1900 ¹ | 166.699 | | 1. Dezember 1905 ¹ | 249.443 | | 1. Dezember 1910 ¹ | 286.218 | | 1. Dezember 1916 ¹ | 263.863 | | 5. Dezember 1917 ¹ | 263.057 | | 8. Oktober 1919 ¹ | 309.197 | | 16. Juni 1925 ¹ | 341.967 | | 16. Juni 1933 ¹ | 415.028 | | 17. Mai 1939 ¹ | 458.429 |
| | Jahr | Einwohner |
|---|
| 31. Dezember 1945 | 359.319 | | 29. Oktober 1946 ¹ | 413.528 | | 13. September 1950 ¹ | 497.677 | | 25. September 1956 ¹ | 601.115 | | 6. Juni 1961 ¹ | 637.539 | | 31. Dezember 1965 | 628.585 | | 27. Mai 1970 ¹ | 633.158 | | 31. Dezember 1975 | 600.421 | | 31. Dezember 1980 | 580.648 | | 31. Dezember 1985 | 561.628 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 551.904 | | 31. Dezember 1990 | 579.988 | | 31. Dezember 1995 | 585.604 | | 31. Dezember 2000 | 583.874 | | 31. Oktober 2005 | 593.069 |
|
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein "Stadtoberamt" und ein "Amtsoberamt" (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor.
Nach Einführung des Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung Schultheiß, in Städten Stadtschultheiß trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der "Württembergischen Gemeindeordnung" von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohner eingeführt.
- Siehe auch Wahlergebnisse in Stuttgart seit 1999
Gemeinderat
Wahl am 13. Juni 2004
- CDU 32,9% (-5,3) - 21 Sitze (-4)
- SPD 22,8% (-0,6) - 14 Sitze (-1)
- GRÜNE 18,7% (+5,7) - 11 Sitze (+3)
- FW 9,7% (+3,3) - 6 Sitze (+2)
- FDP/DVP 6,5% (+0,3) - 4 Sitze (=)
- REP 3,9 % (-1,0) - 2 Sitze (-1)
- PDS 1,8% (+0,1) - 1 Sitz (=)
- SÖS 1,7% (+1,7) - 1 Sitz (+1)
- Andere 2,0% (-4,2) - 0 Sitze (=)
Stadtoberhäupter seit 1800
(bis 1811: Stadtoberamtmann; 1811-1819: Stadtdirektor; ab 1820: Oberbürgermeister)
- 1799 - 1804: Christian Heinrich Günzler (Stuttgart 1758; ? 1842)
- 1805 - 1811: Gottfried Eberhard Hoffmann
- 1811 - 1813: Eberhard von Wächter
- 1813 - 1819: Karl Friedrich von Dizinger
- 1820 - 1833: Dr. jur. August Willibald Feuerlein (Stuttgart 1781; ? 1850)
- 1833 - 1861: Georg Gottlob Gutbrod (Stuttgart 1791; ? 1861)
- 1862 - 1872: Heinrich (von) Sick (Stuttgart 1822; ? 1881)
- 1872 - 1892: Prof. Dr. Friedrich Hack (Stuttgart 1843; ? 1911)
- 1893 - 1899: Emil (von) Rümelin (Stuttgart 1846; ? 1899)
- 1899 - 1911: Heinrich von Gauß (Stuttgart 1858; ? 1921)
- 1911 - 1933: Dr. Karl Lautenschlager (Stuttgart 1868; ? 1952)
- 1933 - 1945: Dr. Karl Strölin (Stuttgart 1890; ? 1952)
- 1945 - 1974: Dr. Arnulf Klett (Stuttgart 1905; ? 1974)
- 1974 - 1996: Dr. Manfred Rommel (Stuttgart 1928), CDU
- 1997 - 2006: Dr. Wolfgang Schuster (Stuttgart 1949), CDU
Wappen

Blick vom Fernsehturm Richtung Innenstadt
Bild:L 2 stuttgartwappen.gif Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt in Gold ein steigendes schwarzes Pferd. Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11. April 1938 im amtlichen Gebrauch. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb. Die Stadtflagge wurde am 10. Juli 1950 vom württemberg-badischen Ministerrat verliehen.
Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Das Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein "redendes" Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.
Städtepartnerschaften
Stuttgart unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- St. Helens, Vereinigtes Königreich, seit 1948
- Cardiff, Vereinigtes Königreich, seit 1955
- St. Louis, USA, seit 1960
- Straßburg, Frankreich, seit 1962
- Mumbai (früher Bombay), Indien, seit 1968
- Menzel-Bourguiba, Tunesien, seit 1971
- Kairo, Ägypten, seit 1979
- ?ód?, Polen, seit 1988
- Brünn, Tschechien, seit
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