Hotels in Wetzlar - Sonderangebote und Restplätze
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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten |
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Gießen |
| Landkreis: | Lahn-Dill-Kreis |
| Fläche: | 75,67 km² |
| Einwohner: | 52.545 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 694 Einwohner je km² |
| Höhe: | 148-401 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 35521?35586 (alt: 6330) |
| Vorwahl: | 06441 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 50° 34' N, 8° 30' O50° 34' N, 8° 30' O |
| Kfz-Kennzeichen: | LDK (alt: L) (alt: WZ) |
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 32 023 |
Adresse der Stadtverwaltung: | Ernst-Leitz-Straße 30 35578 Wetzlar |
| Offizielle Website: | www.wetzlar.de |
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@wetzlar.de |
| Politik |
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| Oberbürgermeister: | Wolfram Dette (FDP) |
Wetzlar, ehemalige Freie Reichsstadt und Sitz des Reichskammergerichts, ist das industrielle, ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in Mittelhessen. Sie ist Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises in Hessen. Das Stadtgebiet liegt in Höhe der Mündung der Dill in die Lahn beiderseits dieser Flüsse. Gemeinsam mit der unmittelbar östlich angrenzenden Universitätsstadt Gießen und dem gemeinsamen Umland bildet Wetzlar einen kleinen Ballungsraum im Zentrum Mittelhessens. Auch zum nahen Rhein-Main-Gebiet bestehen enge Verflechtungen; Frankfurt am Main liegt nur 60 km südlich von Wetzlar.
Inhaltsverzeichnis- 1 Überblick
- 2 Wappen
- 3 Geographie
- 4 Geschichte
- 4.1 Vor- und Frühgeschichte
- 4.2 Freie Reichsstadt
- 4.2.1 Der falsche Kaiser Tile Kolup
- 4.2.2 Blütezeit
- 4.2.3 Stadtbankrott
- 4.2.4 Von der Reformation bis zum Dreißigjährigen Krieg
- 4.2.5 Das Reichskammergericht in Wetzlar
- 4.2.6 Goethe in Wetzlar
- 4.2.7 Das Ende der Freien Reichsstadt
- 4.3 Wetzlar als preußische Provinzstadt
- 4.3.1 Wetzlar wird Industriestadt
- 4.3.2 Erzbergbau und Hüttenwesen
- 4.4 Wetzlar im 20. Jahrhundert
- 5 Politik
- 5.1 Stadtgliederung
- 5.2 Städtepartnerschaften
- 6 Kultur und Sehenswürdigkeiten
- 6.1 Historische Altstadt
- 6.2 Wetzlarer Dom
- 6.3 Nennenswerte Kirchen
- 6.4 Parks, Anlagen
- 6.5 Denkmale, Kunstwerke, Brunnen
- 6.6 Theater und Konzerte
- 6.7 Feste und Veranstaltungen
- 6.8 Museen und Bibliotheken
- 6.9 Galerien
- 6.10 Musik, Gesang, Tanz
- 6.11 Vereine für Geschichte und Brauchtum
- 6.12 Kulinarische Besonderheiten
- 7 Sport
- 8 Wirtschaft und Infrastruktur
- 8.1 Verkehr
- 8.2 Einzelhandel
- 8.3 Ansässige Unternehmen
- 8.4 Medien
- 8.5 Bildung
- 9 Persönlichkeiten
- 10 Literatur
- 11 Weblinks
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Überblick

Blick auf den Dom und die Alte Lahnbrücke
Die Stadt ist Oberzentrum und Sitz der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises und wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Wie sechs weitere größere Mittelstädte in Hessen ist Wetzlar eine Stadt mit Sonderstatus, d. h. sie übernimmt Aufgaben des Landkreises und gleicht damit in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt.
Wetzlar liegt in meist hügeligem Terrain im Lahntal und erstreckt sich bis auf die Anhöhen beiderseits des Tals. Auf einem höhergelegenen Plateau im Zentrum steht der romanische Dom mit einem Hauptturm aus rotem Sandstein. Die historische Altstadt, jetzt Fußgängerzone, mit ihren behutsam restaurierten Fachwerkhäusern, zieht sich mit Gassen und kleinen Plätzen terrassenförmig zur Lahn und zur alten Lahnbrücke hinab. Stellenweise ist noch eine gut erhaltene Stadtmauer zu sehen, deren Verlauf z.T. von breiten Grüngürteln und zahlreichen Parkanlagen gesäumt wird. Die Straßenzüge außerhalb des historischen Kerns haben teilweise mittelalterlichen Vorstadtcharakter. Diese historischen Stadtteile sind vorwiegend von kleinteiligem Einzelhandel geprägt. Der neuere Teil Wetzlars, geprägt durch Anlagen des produzierenden Gewerbes, brachte auch im Wohnungsbau eine Reihe gutbürgerlicher Wohnhäuser und Villen hervor vor allem während der Blütezeit Wetzlars als Leica-Stadt (Villen von Leitz, Kellner, Barnack) und als Buderus-Standort (Weiße Villa, u.a.); sowie eine Reihe für die damalige Zeit moderner Meisterhäuser und Arbeitersiedlungen. Die Stadt zählt heute insgesamt ca. 53.000 Einwohner, wovon ca. 6.900 nichtdeutscher Staatsangehörigkeit sind.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die historische Altstadt, der Dom, die 750 Jahre alte Lahnbrücke, die Reichsburgruine Kalsmunt, das Lottehaus sowie die Burgruine Hermannstein. Es gibt eine reiche Auswahl an bedeutenden Museen.
Zu den interessantesten Kirchenbauten neben dem Dom zählen die Hospitalkirche, die Franziskanerkirche, die Michaeliskapelle, das Kloster Altenberg und die Überreste der Theutbirg-Basilika.
Als kulturelle Höhepunkte sind zu nennen: die Wetzlarer Festspiele, die Stadthallen mit Theater, die Mittelhessen-Arena mit Konzerten, Sportveranstaltungen und Show-Business, die Phantastische Bibliothek oder die Phantastiktage. Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ist ein Literaturpreis, der seit 1983 jährlich vergeben wird.
Dass in der Stadt gut und gerne gefeiert wird, ist seit dem Jahr 1318 bezeugt. König Ludwig verlieh der Stadt das Recht, am Tag des heiligen Gallus, also alljährlich am 16. Oktober, einen Jahrmarkt abzuhalten.
Wetzlar ist auch als Sportstadt mit vielen Sportstätten und -vereinen bekannt (darunter einige Bundesliga-Mannschaften).
Wappen
Der schwarze Reichsadler auf rotem Grund mit goldener Krone steht für die Reichsunmittelbarkeit als ehemalige Reichsstadt. Vor dem in der Ansicht nach links gewendeten Adlerkopf befindet sich in Schnabelhöhe ein silbernes Tatzenkreuz, es steht für das ehemalige Münzrecht der Reichsstadt. Das Wappen blieb seit dem 13. Jahrhundert nahezu unverändert.
Geographie
Wetzlar liegt in Mittelhessen an der Lahn, kurz nach ihrer Richtungsänderung von Süd nach West in Höhe der Dillmündung. Die Stadt liegt im Trennungspunkt hessischer Mittelgebirge: südlich der Lahn liegt der Taunus; nördlich der Lahn und westlich der Dill beginnt der Westerwald; nördlich der Lahn, aber östlich der Dill beginnt das Rothaargebirge.
Nachbarstädte Wetzlars sind Gießen (lahnaufwärts, von Zentrum zu Zentrum etwa 12 km), Koblenz 80 km lahnabwärts, Limburg an der Lahn 40 km westlich, Siegen 50 km nordwestlich, Dillenburg 30 km nördlich, Marburg 30 km nordöstlich sowie Frankfurt am Main 60 km südlich.
Wetzlar und Gießen sind die beiden Kerne des kleinen (etwa 200.000 Einwohner) mittelhessischen Ballungsgebiets, in den Tälern von Lahn (Osten und Westen) und Dill (Norden) grenzen dichtbebaute Nachbargemeinden an, deren Bebauung teilweise unmittelbar in die Wetzlars übergeht. Die Wetzlar im Nordwesten, Nordosten und Süden umgebenden Mittelgebirge sind dagegen waldreich und sehr dünn besiedelt.
An das Wetzlarer Stadtgebiet grenzen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten:) Gießen, Langgöns, Hüttenberg, Schöffengrund, Solms, Aßlar und Lahnau.
Geschichte
Vor- und Frühgeschichte
Bereits in der Altsteinzeit war die Wetzlarer Region besiedelt. Durch die vom Klima begünstigte Lage blieben dort die Menschen auch in der Würmeiszeit vor rd. 50.000 Jahren. Man findet hier alte Gräberfelder. In der Bronzezeit dominierten Hügelgräber, wie man sie beispielsweise im Finsterloher Wald antrifft. Auf der Gemarkung Wetzlars bestanden drei keltische Siedlungen. Der in der Nähe liegende Dünsberg war eine keltische Fluchtburg, wo wahrscheinlich kurz vor der Zeitenwende eine Schlacht zwischen Römern und Kelten stattgefunden hat. Über das Schicksal der dortigen Kelten ist nichts bekannt.
Die Römer hatten in Dorlar ein Militärlager, und in Waldgirmes, unmittelbar an der heutigen Stadtgrenze, befand sich eine zivile Siedlung im Aufbau. Die Römer zogen sich nach der Schlacht im Teutoburger Wald aus der Region um Wetzlar in den südlichen Taunus zurück. Die Endsilbe des Stadtnamens -lar verweist auch auf eine Siedlung keltischen Ursprungs (vgl. auch Goslar, Fritzlar, Mainzlar, Dorlar, Aßlar, usw.).
Wetzlar lag an Furten durch Lahn und Dill und an der Kreuzung zweier Handelsstraßen, wovon eine von Antwerpen über Köln und den Westerwald nach Wetzlar und weiter über Friedberg nach Frankfurt am Main führte. In der näheren und weiteren Umgebung von Wetzlar wurde außerdem schon damals Erz gefunden. Vermutlich bestand deshalb hier schon früh eine keinem Landesherren gehörige, sondern reichsunmittelbare fränkische Straßenfeste, welche die Furten sichern sollte.
Das Gründungsdatum der Stadt ist bisher nicht bekannt oder belegt. Die Stadt Wetzlar oder deren Vorgängersiedlungen bestehen aber nachweislich mindestens seit dem 8. Jahrhundert. Der Konradiner Gebhard, Graf in der Wetterau und ab 904 Herzog von Lothringen, ließ 897 eine Salvatorkirche (Erlöserkirche) weihen, welche frühere Bauten ersetzte. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts erfolgte die Gründung des Marienstiftes, eines Kollegialstiftes, durch Gebhards Söhne Hermann I., ein späterer Herzog von Schwaben, und Udo, Graf in der Wetterau.
Freie Reichsstadt
Zu einem unbekannten Zeitpunkt erwarb Wetzlar das Marktrecht und damit die Möglichkeit, Marktzoll zu erheben, im Laufe der Jahre entstand eine Marktsiedlung. Das Marienstift auf dem Domhügel war sicher ein Kristallisationspunkt, an dem sich vor allem an Feiertagen Gläubige, Händler und Handwerker trafen.
Der Hohenstaufenkaiser Friedrich I. Barbarossa schuf im Wetzlarer Gebiet eine Reichsvogtei und stellte 1180 die Bürger Wetzlars den Bürgern Frankfurts gleich. Wetzlar wurde Freie und Reichsstadt und blieb es bis 1803. Zum Schutz der Stadt, und um die Wetterau als Reichsland zu sichern, baute er hoch über Wetzlar die Reichsburg Kalsmunt.
Zur selben Zeit wurden Münzenberg, Stadt und Burg Friedberg und Büdingen gegründet, die alle der Sicherung der Wetterau dienten. Auf Karlsmunt wurden die kaiserlichen Münzen für Wetzlar geprägt. Die Handelsstraße, die bei Wetzlar die Lahn durchquerte, die Wetzlarer Eisenerzeugnisse, von denen heute noch der Eisenmarkt (forum ferri) zeugt, Wollweberei und Lederverarbeitung erschienen als eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Stadt.
Der falsche Kaiser Tile Kolup
Im Jahre 1285 kam der falsche Kaiser Tile Kolup, der sich als Friedrich II. ausgab (der tatsächlich schon 1250 in Italien gestorben war), nach Wetzlar. Er zog von Neuss kommend dem rechtmäßigen König Rudolf von Habsburg nach Frankfurt entgegen.
Ein Jahr zuvor hatten sich einige Reichsstädte, darunter Frankfurt, Wetzlar und Friedberg gegen eine neue, von Rudolf von Habsburg erhobene Steuer gewehrt. Nachdem der König bereits die aufsässige Stadt Colmar besiegt hatte, zog er weiter nach Mainz, um in die Wetterau zu ziehen. Nach Verhandlungen, bei denen Wetzlar versprach, die geforderte Steuer zu entrichten, bestand eigentlich keine Notwendigkeit mehr, nach Wetzlar zu ziehen. Die Kunde von der Anwesenheit des falschen Kaisers in Wetzlar hatte jedoch genau dies zur Folge.
Als König Rudolf daraufhin nach Wetzlar zog, nahmen die Stadtoberhäupter Tile Kolup fest und lieferten ihn aus. Unter der Folter verriet der falsche Kaiser seinen richtigen Namen. Er wurde als Zauberer, Ketzer und Gotteslästerer zum Flammentod verurteilt und am nächsten Tag in Wetzlar verbrannt.
Blütezeit
Bis 1250 war der größte Teil der Stadtbefestigung, deren Reste man heute noch besichtigen kann, fertiggestellt. Die Ringmauer war ca. 1700 m lang und bis zu 10 m hoch. Fünf Tore und einige kleinere Pforten schlossen die Stadt im Belagerungsfall von der Außenwelt ab. Die bis heute erhaltene steinerne Lahnbrücke wurde erstmals 1288 erwähnt. Es gab ein Hospital zum Heiligen Geist (1262 urk. erw), Franziskaner, Dominikaner, Karmeliter, Zisterzienser, den Deutschen Ritterorden und Prämonstratenserinnen. Die "Grauen -" und die "Blauen Nonnen" gehörten zu den drei mittelalterlichen Beginenorden in der Stadt. Das Leben spielte sich auf dem Buttermarkt, dem Fischmarkt, dem Kornmarkt und dem Eisenmarkt ab. Im 15. Jh. arbeiteten hier bereits fünf Brauereien. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts wird die Stadt auf 6.000 Einwohner geschätzt, doppelt so viele wie die nahegelegene Reichsstadt Friedberg. Frankfurt hatte damals etwa 10.000 Einwohner. Um 1350 war dann der Höhepunkt der mittelalterlichen Stadtentwicklung erreicht.
Stadtbankrott
Ein Brand vernichtete 1334 Teile der Stadt, und 1349 wütete die Pest in der Stadt. Alle Juden der Stadt wurde daraufhin bei lebendigem Leibe verbrannt, weil man glaubte, dass sie schuld an der Pest gewesen seien. Nebenbei entledigte man sich dadurch auch vieler Gläubiger. Jahrzehntelange Fehden mit den Grafen von Solms, die versuchten Wetzlar zu einer solmsischen Landstadt zu machen, bedrohten die lebenswichtigen Handelsstraßen. Der Kaiser unterstützte die Stadt, jedoch vergeblich. Zur Geldbeschaffung wurden Leibrenten ausgegeben. Die kriegerischen Auseinandersetzungen dauerten an, unter anderen in den Jahren 1349, 1360, 1364 (Falkensteiner Fehde), 1370 (Sternerkrieg), 1375 und 1384. 1392 mit den Grafen von Solms Friede geschlossen werden. Weil Wetzlar seine Schulden aus den Leibrenten nicht begleichen konnte, kam es 1370 zu einem Aufstand der Zünfte gegen die bis dahin alleinregierenden Schöffen. 1387 fiel die Stadt unter Zwangsverwaltung, wurde aber in den Rheinisch-Schwäbischen Städtebund aufgenommen. Der Versuch eines Bürgers der Stadt, Johann von Weidbach, genannt Henne Haberkorn, gegen den Willen des Rates und eines Teiles der Bürgerschaft, sich an die Landgrafschaft Hessen anzulehnen, endet mit dessen sowie weiterer fünf Bürger Tötung. 1417 erhielten die Grafen von Nassau-Weilburg Schirm- und Schutzrechte im Namen des Kaisers. Damit schien die Reichsunmittelbarkeit zwar noch nicht reichsrechtlich, aber de facto aufgehoben.
Im Jahre 1418 stellte Wetzlar erneut die Zahlungen ein, aber die Gläubiger ließen nicht locker. 1422 verhängte König Sigismund die Reichsacht, 1422 die verschärfte Aberacht. Die Stadt war umgeben von begehrlichen Territorialherren und völlig verarmt. Die Einwohnerzahl war auf 2.000 gesunken, und sie war trotzdem noch Reichsstadt.
Von der Reformation bis zum Dreißigjährigen Krieg
Die Reformation erreichte Wetzlar 1525. Es zählte 1544 zu den evangelischen Reichsständen. Das katholische Marienstift blieb erhalten, denn man einigte sich darauf, den Chorraum den katholischen Stiftsherren und das Kirchenschiff der evangelisch-lutherisch gewordenen Gemeinde für Gottesdienste zu überlassen. Aus der Wallonie zogen 1568 calvinistische Glaubensflüchtlinge nach Wetzlar. Ihnen wurde die ehemalige Franziskanerkirche (heute die Musikschule) zugewiesen. Noch heute zeugt der Begriff "Reformiertes Treppchen" für den unteren Teil der Straße "Jäcksburg" (Jakobsburg) von der Anwesenheit der Flüchtlinge.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde Wetzlar wiederum von der Pest heimgesucht, insbesondere in den Jahren 1529-32 und 1536-64, als mehr als 1.100 Menschen der Seuche zum Opfer fielen. Mehrere Hochwasser von Lahn und Dill setzten der Stadt weiter zu.
Ab 1618 war Wetzlar von spanischen Truppen und kurzzeitig von der Armee Tillys besetzt. Plünderungen im Umland und Einquartierungen belasteten die Bewohner. Im Jahre 1631 näherten sich schwedische Truppen der Stadt, was die Spanier zum Abzug veranlasste. Erneut hauste die Pest, und 1643 richtete ein Hochwasser wiederum große Zerstörungen an. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges zählte die Stadt nur noch 1.500 Einwohner.
Das Reichskammergericht in Wetzlar

Der ehemalige Sitz des Reichskammergerichts.
Ein Glücksfall für Wetzlar war die 1689 vollzogene Verlegung des höchsten Gerichtes des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, des Reichskammergerichts (RKG), nach Wetzlar. Anlass der Verlegung war die Verwüstung des vormaligen Sitzes des Gerichtes, Speyer, während des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Die Bevölkerungzahl wuchs wieder, weil nunmehr Gerichtsangehörige mit Frauen, Kindern und Bediensteten, zusammen rund 1.000 Menschen, in die Stadt kamen. Handwerker wie Buchdrucker, Perücken- und Hutmacher fanden plötzlich ein Auskommen, Gasthäuser fanden durch den regen Gerichtsverkehr neue Gäste. Kaufleute und Handwerker stellten sich auf den gehobenen Geschmack ihrer neuen Kundschaft ein. Im Laufe der Jahre entstanden die größtenteils heute noch zu besichtigenden prachtvollen Stadtpalais im Stil des Barock und Rokoko, die das Bild der Altstadt neben den mittelalterlichen Bauten prägen. Während der großen Visitation am Reichskammergericht (1767-76) war die Ansammlung adliger, insbesondere aus dem Hochadel, und reicher Familien in der Stadt so groß, dass sie nur etwa von Regensburg, mit der Reichsversammlung, und der kaiserlichen Hauptstadt Wien übertroffen wurde.
Im Bild rechts ist die Alte Kammer abgebildet, die, nach dem Umzug in die Neue Kammer im Herzoglichen Haus (im letzten Krieg leider den Bomben zum Opfer gefallen) und später ins von Ingelheimsche Palais, als Kanzlei, zu Audienzen und zu Sitzungen der Visitationsbehörde genutzt wurde.
Goethe in Wetzlar
Im Sommer 1772 war Johann Wolfgang von Goethe als Praktikant am Reichskammergericht und machte allein dadurch Wetzlar weltweit bekannt. Ein Teil seiner direkten Vorfahren mütterlicherseits stammt aus Wetzlar. Über Wetzlar selbst sagte Goethe, dass der Zustand der Stadt nicht gerade bezaubernd sei, jedoch lobte Goethe besonders das nahe Umland der freien Reichstadt als eine unbeschreibliche Schönheit der Natur.
Seine Liebe zu Charlotte Buff und der Selbstmord von Karl Wilhelm Jerusalem regten Goethe zu seinem weltberühmten Briefroman Die Leiden des jungen Werthers an. Goethe kam im November 1772 noch einmal für einige Tage nach Wetzlar. Dessen "alte Wunde", seine Liebe zu Lotte, ist bei dieser Gelegenheit wieder aufgerissen, was ihm seinen erneuten Abschied nicht leichter machte.
Das Ende der Freien Reichsstadt
Im Jahre 1789 war die Französische Revolution ausgebrochen. Trotz eines Waffenstillstandes hatten französische Truppen den Rhein überschritten, sie wurden jedoch in der Schlacht bei Wetzlar von Erzherzog Karl von Österreich geschlagen. Sie konnten aber nach einem neuen Vorstoß die Stadt besetzen und hier ihr Hauptquartier errichten. Der oberkommandierende General Hoche starb am 19. September 1797 im so genannten Herzoglichen Haus und wurde mit einem prunkvollen Trauergeleit von Wetzlar nach Koblenz überführt. Mit der Auflösung des Reichs 1806 endete auch die Existenz des Reichskammergerichts. Die französisch besetzte Freie und Reichsstadt Wetzlar verlor bereits 1803 ihre Reichsunmittelbarkeit im Zuge der Mediatisierung. Als Grafschaft Wetzlar wurde sie dem Kurfürsten von Mainz, Carl Theodor von Dalberg, unterstellt. Nach dem Wiener Kongreß fiel das Gebiet 1815 an Preußen, und 1822 wurde es Sitz des Landrates des neu geschaffenen Landkreises Wetzlar.
Wetzlar als preußische Provinzstadt
Der nun preußische Landkreis lag als isolierte Exklave weit außerhalb des übrigen preußischen Territoriums. Der östliche Nachbar das Großherzogtum Hessen, der westliche das Herzogtum Nassau. Wetzlar wurde der preußischen Rheinprovinz zugeordnet, deren Gebiet jedoch erst rund 60 km westlich der Stadt begann.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Wetzlar Garnisonstadt und lebte überwiegend vom Ackerbau. Ab 1830 emigrierten viele Wetzlarer auf Grund der drückenden Armut und der reaktionären preußischen Politik. Erst 1845 wurde in Preußen mit der Einführung der Gewerbefreiheit der Zunftzwang aufgehoben.
Nach dem Deutschen Krieg 1866 okkupierte Preußen die Länder Nassau und Kurhessen und schloß sie 1868 zur neuen Provinz Hessen-Nassau zusammen. Obwohl Wetzlars westliche und nördliche Umgebung nun ebenfalls preußisch war, blieb der Landkreis Teil der fernen Rheinprovinz. Erst viel später, 1932, wurde der naheliegene Anschluss an die Provinz Hessen-Nassau vollzogen. Das östliche Umland gehörte dagegen weiterhin zu Hessen.
Die administrative Isolierung Wetzlars von seiner näheren Umgebung während des 19. Jahrhunderts fand in die Mentalität der Bewohner und in die lokale Identität Eingang, ein Umstand, der noch in den 1970er Jahren zum großen Hindernis für die hessische Gebietsreform wurde.
Wetzlar wird Industriestadt
Die Industrialisierung begann mit der Schiffbarmachung der Lahn. Schon Jahrhunderte vorher war im heutigen Stadtgebiet von Wetzlar und in der Umgebung Erz gewonnen worden, das mit Hilfe von Holzkohle von den umliegenden Wäldern verhüttet wurde.
Mit der Eröffnung zweier Eisenbahnlinien 1862/63 (Lahntalbahn und Köln-Gießener Eisenbahn), die sich in Wetzlar trafen, fand die Stadt Anschluß an ferne Rohstoff- und Absatzmärkte und damit eine neue Bestimmung: Wetzlar wurde Industriestandort. Der erste Wetzlarer Hochofen der Gebrüder Buderus wurde 1872 in Betrieb genommen. Über 100 Jahre lang wurde in der Sophienhütte das im Lahn-Dill-Gebiet gefundene Eisenerz (Roteisenstein) verarbeitet. Die Berlin-Wetzlarer-Eisenbahn, die so genannte Kanonenbahn (1880), mit der Strecke Berlin-Wetzlar-Koblenz-Metz hatte zunächst eher einen militärisch-strategischen Hintergrund. Der Streckenabschnitt über Potsdam südwestlich Berlin heißt noch heute Wetzlarer Strecke / Wetzlarer Bahn.
Es entstanden Unternehmen der optischen und feinmechanischen Industrie mit Weltruf wie Leitz (Leica), Hensoldt (Zeiss), Pfeiffer, Philips, Loh, Seibert, Hollmann und viele andere.
Eisenerzeugung und -verarbeitung haben in Wetzlar eine lange Tradition mit Firmen wie Buderus AG, Röchling, Berghütte, Carolinenhütte, Herkules und, gleichsam als Nebenprodukt, die industrielle Zementherstellung. Klein- und Mittelbetriebe entwickelten sich zu beachtlichen Industrieunternehmen. Sie haben die Stadt weitaus bekannter gemacht als die meisten anderen Persönlichkeiten ihrer Geschichte.
Erzbergbau und Hüttenwesen
Mindestens schon in der keltischen La-Tène-Zeit wurde in und um Wetzlar aus Rollagern Eisenerz gewonnen und vor Ort in Rennöfen zu Schmiedeeisen verhüttet. Rollager sind Stellen, an denen Erzminen an die Erdoberfläche treten, so dass man die eisenerzhaltigen Klumpen nur aufsammeln mußte. Eine der ersten schriftliche Erwähnungen des Bergbaus in Wetzlar findet sich mit der Grube Juno anno 780 im Lorscher Codex. Im ersten Fall wurden zwei Gruben dem Kloster Lorsch geschenkt, im anderen Fall werden die Zehntabgaben eines Bauern an Eisen pro Jahr festgelegt.
Im 13. Jahrhundert stand der Bergbau, das Hüttenwesen und der Eisenhandel in Wetzlar in voller Blüte, und die Dokumente über Eisenerzgruben und Schmelzöfen häufen sich. Das Roheisen wurde bis nach Frankfurt am Main gehandelt. Auf dem Kalsmunt, auf dem Lahnberg (Eisenberg) und in der heutigen Avignonanlage werden Erzgruben erwähnt. 1328 wurde der erste Altar im Dom der Heiligen Barbara (der Schutzheiligen der Bergleute) gewidmet. Heute steht auf dem Eisenmarkt in Wetzlar eine sehr schöne Statue der heiligen Barbara auf dem Eisenmarktbrunnen. 1361 wurde die Zunftordnung der Wetzlarer Schmiedemeister von Kaiser Karl IV. bestätigt.
Mit dem Aufkommen von eisernen Öfen wurden Ofenplatten aus Eisen gebraucht, was zur Folge hatte, dass der Wetzlarer Bergbau und das Hüttenwesen, Waldschmieden und Handwerk, wieder aufblühten. Eine besondere Bedeutung hatte der Eisenkunstguß und die Herstellung von Waffen. Dieser Aufschwung bewirkte gleichzeitig seinen eigenen Niedergang, denn zur Herstellung eines Wagens Roheisen wurden 32 Wagen Holz benötigt, um die zur Reduktion des Eisens benötigte Holzkohle zu erzeugen. Der Holzbedarf für die Schmelzwerke war so hoch, dass bald alle Berge um Wetzlar abgeholzt waren und die Holzkohle deshalb zu hohen Kosten von weit her herangeschafft werden mußte. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts war das Hüttenwesen in Wetzlar nahezu verschwunden, der Bergbau bestand in geringerem Maße weiter, weil das Eisenerz nach außerhalb, wo noch genügend Wälder zur Verfügung standen, verkauft werden konnte.
Der Bedarf auswärtiger Schmelzöfen wuchs zu Beginn des 19. Jahrhunderts immer weiter, und die kleinen Gruben wurden zu größeren Gruben zusammengefasst (Grube Raab, Buderus). Nach der Gründung des Deutschen Zollvereins wurde das Wetzlarer Erz bis in den Vogelsberg, das Elsaß, zur Saar und ins Ruhrgebiet transportiert. Allein im Wetzlarer Stadtgebiet wurden zwischen 1830 und 1839 elf neue Gruben eröffnet. 1841 entstand das erste Wetzlarer Puddel- und Walzwerk. Die Schiffbarmachung der Lahn 1847 brachte nur eine kleine Erleichterung bei der Bewältigung der Transportprobleme, weil sie an über 200 Tagen im Jahr entweder wegen Hochwasser oder wegen Niedrigwasser nicht schiffbar war. Erst der Bau der Lahntalbahn brachte den Durchbruch.
1869 waren allein im Stadtgebiet 100 Bergwerke in Betrieb. 1872 wurde der erste Hochofen der Buderus'schen Sophienhütte angeblasen. Das Erz kam aus Wetzlar, der Kalkstein kam aus Wetzlar, Wasser war genug vorhanden, der Koks kam per Eisenbahn aus dem Ruhrgebiet. Bis 1981, als die Sophienhütte stillgelegt wurde, blieb sie allerdings das einzige Hochofenwerk. Ab 1887 wurden nach und nach Erzbergwerke in Wetzlar stillgelegt, nur kurz unterbrochen durch den 1. Weltkrieg, weil ausländische Erze, die im Tagebau gewonnen wurden, auf dem Weltmarkt billiger angeboten wurden. 1926 kam der Wetzlarer Bergbau ganz zum Erliegen.
Wetzlar im 20. Jahrhundert
Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung wuchs die Stadt über ihre mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. 1903 erfolgte die Eingemeindung von Niedergirmes mit seinen ausgedehnten Industrieanlagen und dem Bahnhofsviertel. Zum Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Einwohnerzahl von 15.000 überschritten. Aufgrund zunehmender Verkehrsprobleme wurde eine Ringstraße im Westen der Altstadt gebaut und damit die alte steinerne Lahnbrücke durch eine weitere Brücke entlastet.
Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt als Industrieschwerpunkt das Ziel schwerer Bombenangriffe, die das Bahnhofsgebiet und den Stadtteil Niedergirmes zu großen Teilen zerstörten. Zum Glück blieb jedoch die historische Altstadt von den Angriffen weitgehend verschont. Während des Krieges mussten auch in Wetzlar Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie arbeiten, zum Schutz vor Bomben teilweise sogar in unterirdischen Produktionshallen unter dem Hauserberg. Schätzungen zufolge müssten sich zum Ende des zweiten Weltkriegs ungefähr 4.000 bis 5.000 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene im Gebiet der Stadt aufgehalten haben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wetzlar im Rahmen der Neugliederung Deutschlands dem neugegründeten Bundesland Hessen zugeordnet. Der gewaltige Zuzug von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen führte zu einer Verdopplung der Einwohnerzahl auf über 30.000 zum Beginn der 50er Jahre. Als die Arbeitsnachfrage in den 60er und 70er Jahren groß war, wurden zudem viele südeuropäische Arbeitnehmer als Gastarbeiter nach Wetzlar geholt. Viele neue Wohnviertel wie z.B. Dalheim, die "Neue Wohnstadt" und später das "Blankenfeld" wurden erschlossen und die bebaute Stadtfläche vervielfachte sich. Der zunehmende Autoverkehr machte u.a. eine Aufständerung der Bundesstraße 49 notwendig, die seitdem als Hochstraße das Bahnhofsviertel überspannt.
Die Stadt Lahn
Wetzlar war Schauplatz des spektakulärsten Projekts der hessischen Gebietsreform: nach rund zehn Jahren Vorplanung, zunächst von allen Parteien mitgetragen, wurde am 1. Januar 1977 die Stadt Lahn gegründet. Sie bestand aus den beiden bisherigen Städten Wetzlar und Gießen und 14 zwischen ihnen liegenden Landgemeinden. Wetzlar brachte außerdem den 1972 eingemeindeten Stadtteil Dorlar mit in die ?Ehe?. Der Landkreis Wetzlar wurde mit dem Dillkreis und dem Landkreis Gießen zum neuen Lahn-Dill-Kreis zusammengeschlossen. Lahn wurde kreisfreie Stadt, Sitz der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises wurde Wetzlar, das nun den Namen Lahn-Wetzlar führte.
Das Projekt der gemeinsamen Lahnstadt stieß in Wetzlar, trotz ursprünglicher Zustimmung, schon früh auf Bedenken. Gießen war größer und als Sitz der neuen Stadtverwaltung vorgesehen, außerdem (für die handelden Akteure mindestens genauso wichtig) sollte der bisherige Gießener Oberbürgermeister auch Oberbürgermeister von Lahn werden, der bisherige Wetzlarer Bürgermeister nur sein Stellvertreter.
Neben der Angst, als vermeintlicher Juniorpartner in die Fusion zu gehen, kam auch die im 19. Jahrhundert geprägte administrative Isolation Wetzlars zum Tragen: Die Stadt war nie "hessisch", bis 1945 gehörte sie zu Preußen, Gießen dagegen immer zu Hessen. Die Landesgrenze bildete 140 Jahre lang eine Barriere für den Austausch der beiden Nachbarstädte. Die Verflechtungen Gießens mit Friedberg, halb so groß wie Wetzlar, aber doppelt so weit entfernt, waren beispielsweise intensiver als die zwischen Gießen und Wetzlar.
Zum Zeitpunkt der ?Stadtgründung? leisteten in Wetzlar alle Beteiligten Widerstand gegen die gemeinsame Stadt, hinzu kam die ursprüngliche Erfinderin des Projekts, die hessische CDU. Nachdem letztere mit großem Abstand die Wahlen zum Stadtparlament der neuen Stadt gewann, leitete die SPD/FDP-Landesregierung die Wiederauflösung der Lahnstadt ein.
Zum 31. Juli 1979 wurde Lahn wieder aufgelöst und Wetzlar wieder zur eigenständigen Stadt. Das Abenteuer hatte sich für Wetzlar jedoch insofern "gelohnt", als dass die Stadt Wetzlar von Lahn acht der bisherigen Stadtteile hinzugewinnen und konnte. Sie waren ohnehin schon lange, bis auf drei, fest miteiander verwachsen. So wurde Fläche und Einwohnerzahl gegenüber 1977 deutlich vergrößert. Der ehemalige Stadtteil Dorlar fiel jedoch an die neue Gemeinde Lahnau. Der Landkreis Gießen wurde vom Lahn-Dill-Kreis wieder abgetrennt, erhielt jedoch einige Gemeinden aus dem nördlichen und südlichen Altkreis Wetzlar, sowie aus dessen unmittelbarem Gießener Umland hinzu.
Politik
Die Stadtverordnetenversammlung wurde zuletzt am 18. März 2001 für eine fünfjährige Legislaturperiode gewählt. Die Mehrheit (mit 31 von 59 Sitzen) im Stadtparlament und damit die Etathoheit hat seitdem eine Koalition der Fraktionen von CDU, FWG und FDP. Der direkt gewählte Oberbürgermeister ist der FDP-Politiker Wolfram Dette, sein Stellvertreter Klaus Breidsprecher wird von der CDU gestellt. Im kommunalen Parlament vertreten sind außerdem die SPD mit 23 Sitzen, die Grünen mit 4 Sitzen sowie ein fraktionsloser Abgeordneter.
Stadtgliederung
Der alte Kernstadtbereich ist unterteilt in 12 Stadtbezirke. Daneben gibt es acht äußere Stadtteile, die alle erst mit der Auflösung der Stadt Lahn 1979 zu Wetzlar kamen: Naunheim, Garbenheim, Münchholzhausen, Dutenhofen (alle im Osten), Nauborn (Süden), Steindorf (Westen), Blasbach und Hermannstein (im Norden).
Städtepartnerschaften
Avignon, Frankreich
Colchester, England
Beschreibungstexte entnommen von
(c) Wikipedia
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